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Interview Troilus Gold: „Wir sind überzeugt, dass Troilus mehr als nur eine Mine ist“


27.05.2021 | 04:30

Bitcoin Group, Suse, Barrick Gold, Troilus Gold – Gold ist wieder da!

  • Gold
  • Krypto
Bildquelle: pixabay.com

Nun stellt sich die Frage: Edelmetalle oder Krypto? In den letzten Tagen fiel die Antwort sehr leicht, denn die Kryptowährungen korrigierten Hand in Hand mit dem Bitcoin-Absturz um bis zu 80%. Gold und Silber hingegen konnten ihre charttechnischen Verläufe nach oben optimieren und eroberten die Levels aus dem letzten Sommer zurück. Bei Gold fehlen jetzt noch 150 USD bis zum 2020er Hoch. Bei Silber sind es knappe 2 USD. Das 'ist alles zu machen', sagen Edelmetall-Fans. Die Kryptogemeinde hingegen sieht in der Digitalwährung das neue Heil. Aktuell ist das für den Anleger wohl eine schwierige Pattsituation. Die langfristigen Trends sprechen aber für Gold.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA8968871068 , LU2333210958 , CA0679011084 , DE000A1TNV91

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Jared Scharf, CEO, Desert Gold Ventures Inc.
"[...] Wir haben uns für Afrika und insbesondere für den Westen Malis entschieden, weil die Region über eine unglaubliche Goldreserven verfügt. [...]" Jared Scharf, CEO, Desert Gold Ventures Inc.

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Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Bitcoin Group – Ein Schuss vor den Bug

Da hat sich das Handelsbuch kurzzeitig im Wert halbiert. In den letzten Wochen hatten einige Medien über die hohe Cash-Abdeckung des Börsenwerts der Bitcoin Group SE berichtet. Das verhalf zu einigen Kurssteigerungen, welche vom Spotpreis des Bitcoins getrieben in luftige Höhen vorstießen. Das Management selbst hatte im April noch auf diesen Punkt hingewiesen.

Die Kryptowährungsbestände der Bitcoin Group SE erreichten zu dieser Zeit einen neuen Höchststand, denn der Wert der im Eigenbestand befindlichen digitalen Assets hat sich gegenüber dem Stand per 31. Dezember 2020 mehr als verdoppelt und belief sich auf rund EUR 210 Mio. Damit deckten die Eigenbestände in den Coins rund 70 % der Börsenkapitalisierung ab.

Mit der jüngsten Korrektur dürften sich diese Relationen zu Ungunsten der Bitcoin Group verändert haben. Das begründet auch den Absturz des Aktienpreises von 60 auf unter 40 EUR. So recht erholen will sich der Kurs trotz der aktuellen Wende am Kryptomarkt auch nicht. Wir dürfen daher gespannt sein, was die nächste AdHoc der Bitcoin Group sein könnte, denn der Handel wird auch mit schwächeren Kursen weiterhin florieren.

SUSE – Verhaltener Börsenstart, aber immerhin geschafft

Börsengänge haben in Deutschland zwar gerade Hochkonjunktur, viele Anleger sind zuletzt dennoch vorsichtiger geworden. Die starken Schwankungen an den Kapitalmärkten und die Absage der Neuemission des Internet-Autohändlers MeinAuto, hatten auch beim Nürnberger Linux-Softwareanbieter Susa S.A. im Vorfeld für Verunsicherung gesorgt.

Und so ist der Gang auf das Parkett auch etwas holprig verlaufen. Zum Debüt in Frankfurt lag der erste Kurs mit 29,50 EUR sogar unter dem - nach mehrmaliger Senkung der Bookbuilding-Spanne - festgelegten Angebotspreis von 30 EUR. Suse verzichtete zwar auf eine Aufstockungsoption, konnte aber auf starke Ankerinvestoren setzen. Allein der US-Investor Capital Research und der Staatsfonds von Singapur, GIC, zeichneten Suse-Papiere für zusammen rund 340 Mio. EUR. Dem 1992 gegründeten Unternehmen fließen durch den Börsengang mehr als eine halbe Milliarde Euro zu, die in den Abbau der rund 1,2 Mrd. EUR hohen Schulden gehen sollen.

Suse-Eigentümer EQT erhält durch den Börsengang eine üppige Auszahlung von 570 Mio. EUR. Als 75%-Aktionär bleibt er weiter an Bord. Die Vorstands-Chefin Di Donato hatte den Börsengang des Linux-Spezialisten eingefädelt und zeichnete symbolhaft selbst Aktien für mehr als 8 Mio. EUR. Wir votieren insgesamt positiv: Suse S.A. ist eine Bereicherung für den deutschen Kurszettel mit einer guten Langfrist-Story.

Barrick Gold – Gold glänzt wieder

Wer auf Gold setzt, sollte auch das „neue Gold“ im Blick haben. Der Run auf Kryptowährungen, welchen wir in den letzten Monaten beobachten konnten, war auch eine Folge der enormen Liquidität, bereitgestellt durch den US-Kongress und der Federal Reserve. Jedoch ist die M2-Geldmenge von 27% Wachstum im Februar auf 24% im März zurückgegangen. Das könnte erklären, warum die Bitcoin-Rallye neben dem Verbot in China in den letzten Wochen zum Stillstand gekommen ist.

Gold hingegen ist getragen von Inflationssorgen und politischen Unwägbarkeiten. Grundsätzlich wünscht sich der Edelmetallbesitzer einen Werterhalt in schwierigen Zeiten. Erreichbar ist diese Zielsetzung auch mit soliden Goldaktien, wie z.B. Barrick Gold. Der zweitgrößte Goldförderer der Welt war bis 2013 noch mit einem Schuldenberg von mehr als 13 Mrd. USD belastet. Jetzt ist die Nettoverschuldung auf Null heruntergefahren. Die aktuelle Bilanz ist mit einer starken Liquidität von über 5 Mrd. USD ausgewiesen und die vierteljährliche Dividende wurde verdreifacht.

Nach Überwindung der 20 EUR-Marke winken weitere Zugewinne bis zum 2020er Hoch von 25 EUR. Ob das Alltime-High von 40 EUR einmal wiedergesehen wird, liegt sicher vorwiegend am Goldpreis, aber auch der ist an der Marke von 1.850 USD nach oben ausgebrochen.

Troilus Gold – Flächenausdehnung durch Akquisition

Mitten in Quebec stoßen wir auf ein interessantes Edelmetall-Projekt: Es gehört seit 2017 der kanadischen Troilus Gold Corp. Die ehemalige Mine Troilus, die sich nordöstlich des Bezirks Val-d'Or befindet, produzierte zwischen 1996 und 2010 ganze 2 Millionen Unzen Gold und fast 70.000 Tonnen Kupfer. Nun wird sie erneut in den Fokus genommen.

Es gibt eine Reihe von Punkten, die dieses Projekt in einem guten Licht erscheinen lassen. Die Infrastruktur vor Ort ist hervorragend, da die Mine bereits jahrelang im Open-Pit-Verfahren bewirtschaftet wurde. Jüngste Messungen zufolge liegen die Goldgrade bei 0,84 bis 0,87 Gramm pro Tonne, was für eine Open-Pit-Ausbeutung spricht. Auch das Management macht bislang einen tadellosen Eindruck.

Troilus Gold Corp. hat seinen Wirkungskreis durch diese geschickte Akquisition noch etwas erweitert. Die komplette Übernahme sämtlicher ausstehender Stammaktien von Urbangold Minerals Inc. führt zu einer Ausdehnung der Bewirtschaftungsfläche von 35.000 auf mehr als 140.000 Hektar. Bereits im Jahr 2020 konnte Troilus sein Landpaket auf über 107.000 Hektar erheblich erweitern und wurde damit zum größten Claim-Inhaber im Frotet-Evans-Grünsteingürtel. Bohrbereite Ziele auf dem gesamten konsolidierten Landpaket bieten jetzt weiteres Wachstumspotenzial, im zweiten Halbjahr folgen die Arbeiten zur Machbarkeitsstudie.

Der Zusammenschluss von Urbangold mit Troilus wird für die Aktionäre beider Unternehmen von erheblichem Nutzen sein, da die Erschließung der kombinierten Liegenschaft nun effizienter erfolgen kann. Die Troilus-Aktie reagierte positiv auf den Deal und schwang sich von 1,14 auf 1,30 CAD nach oben. Die neue Aktienzahl beträgt nun 151,7 Mio. Stk., das entspricht einer addierten Marktkapitalisierung von ca. 192 Mio. CAD. Die Troilus-Story regt auch auf dem erhöhten Niveau zum Einstieg an.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Börsengang – Der Hauptzweck eines Börsenganges ist die Eigenkapitalbeschaffung, häufig die größte Eigenkapitalaufnahme in der Unternehmensgeschichte.
  3. Dividende – Die Ausschüttung an Aktionäre einer Aktiengesellschaft wird Dividende genannt.

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