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29.01.2024 | 05:10

Die nächste Aufwärtswelle läuft - Coinbase, Desert Gold Ventures, Infineon

  • Gold
  • Bitcoin
  • Halbleiter
Bildquelle: pixabay.com

Die Meinungen der sogenannten Experten gehen bei der größten Kryptowährung des Planeten weit auseinander. Nachdem der Bitcoin noch Anfang des Jahres ein neues Zwischenhoch bei über 48.000 USD markierte, folgte die Ernüchterung und eine Korrektur von 20 %. Während Crashpropheten bereits das Ende des dezentralen, digitalen Geldes voraussehen, ist für andere, wie zum Beispiel der Starmanagerin Cathie Wood, der Bitcoin „eine der wichtigsten Chancen unseres Lebens“. Einzigartige Chancen bieten jedoch nicht nur Kryptowährungen, auch andere von der Korrektur betroffene Assetklassen bieten erhebliches Potenzial.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
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Inhaltsverzeichnis:


    Coinbase – Bereit für die nächste Aufwärtswelle

    Nach einer Megaperformance, die Aktie explodierte von Ende Oktober bis zum 28.12.2023 um rund 165 % und markierte damit ein Zwischenhoch bei 187,39 USD, kam es bei Coinbase zu einer scharfen Korrektur von rund 33 % auf 125,20 USD. Aus rein charttechnischer Sicht handelt es hierbei um eine normale Abwärtsbewegung, die Stand heute rund 50 % des Aufwärtsimpulses beträgt. In diesem Bereich scheint die US-Handelsplattform für Kryptowährungen einen Boden zu bilden, und könnte mit steigendem Bitcoin die nächste Aufwärtswelle mit dann neuen Jahreshöchstständen zünden.

    Die Investmentbank Oppenheimer sieht nach dem letzten Rücksetzer nun aufgrund eines attraktiven Chancen-Risiko-Verhältnisses und aufwärtsgerichteter Fundamentaldaten deutlich höhere Notierungen und hat das Anlageurteil für Coinbase auf "Outperform" angehoben. Das Kursziel wurde auf 160 USD erhöht.
    Analyst Owen Lau hebt hervor, dass der jüngste Kursrückgang der Aktie Investoren eine verlockende Chance-Risiko-Kombination bieten könnte. Zudem könnten die Genehmigungen für mehrere Bitcoin-Spot-ETFs sich positiv auf den Aktienkurs auswirken. „Die Aktie wurde im Krypto-Winter genau beobachtet. Während zahlreiche Mitbewerber scheiterten, bleibt Coinbase bestehen und setzt sich für seine Geschäfte und die Branche ein“, wird Lau von CNBC zitiert. Er fügt hinzu: „Wir sind der Ansicht, dass das Unternehmen robuster ist, als viele annehmen, und das Management widerstandsfähiger, als viele Investoren vermuten.“

    Lau prognostiziert zudem, dass Coinbase den Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC entweder gewinnen wird oder dass der Fall komplett fallengelassen werde, was das Wachstum des Unternehmens weiter antreiben könnte.

    Desert Gold Ventures – Große Pläne

    Desert Gold Ventures, ein kanadischer Goldexplorer, konzentriert sich auf sein umfangreiches SMSZ-Goldprojekt in der Senegal-Mali-Scherzone, das 440 km² umfasst und in unmittelbarer Nähe zu produzierenden Minen großer Unternehmen wie Barrick Gold, Endeavour Mining und B2Gold liegt. Die Sadioka-Mine von Allied Gold grenzt direkt an dieses Areal. Aktuell weist das Projekt angezeigte Mineralressourcen von 310.300 Unzen und abgeleitete Mineralressourcen von 769.200 Unzen Gold auf.

    Im Jahr 2023 führte Desert Gold ein umfangreiches Bohrprogramm mit 445 Bohrungen und einer Gesamtlänge von 2.067 m durch und plant für das kommende Jahr ein weitaus größeres Programm mit insgesamt 30.000 Bohrmetern.

    Trotz der vielversprechenden Aussichten und der hohen Goldgehalte in der Region wird Desert Gold mit einer Marktkapitalisierung von lediglich rund 9 Mio. CAD gehandelt, was für antizyklische Investoren eine attraktive Gelegenheit darstellt. Die Unze Gold im Boden wird derzeit mit weniger als 6 USD bewertet, was für Neuinvestoren wiederum eine Chance bietet, sich günstig in das Projekt einzukaufen.

    Desert Golds CEO Jared Scharf und das Managementteam verhandeln aktuell mit potenziellen strategischen Partnern, um die Vormachbarkeitsstudie und den Minenaufbau zu finanzieren, mit dem Ziel, die Produktion in der zweiten Jahreshälfte 2025 zu starten. Darüber hinaus erwägt das Unternehmen, das oberflächennahe Gold kommerziell in einem Joint Venture zu explorieren, was den Cashflow für zukünftige Bohrprogramme und Ressourcenerweiterungen deutlich steigern sollte.

    Infineon – Peergroup bremst

    Die weitere Aufwärtsbewegung des Münchner Halbleiterherstellers wurde in der vergangenen Woche durch zwei Meldungen aus der Peergroup gebremst. Zum einen enttäuschte Intel mit seinem Ausblick für das laufende Quartal, zum anderen schockte der Schweizer Konkurrent ST Microelectronics mit schwachen Zahlen sowie einem deutlich getrübten Ausblick um 15 % bei den Erlösen für das laufende Quartal.

    Vor allem eine niedrigere Nachfrage aus der Automobilindustrie und ein weiterer Rückgang der Aufträge aus dem Industriesektor sei für die schwachen Zahlen verantwortlich, teilte ST Micro mit. Das Unternehmen, zu dessen Kunden Tesla und Apple gehören, rechnet für die laufenden drei Monate mit einem Umsatz von 3,6 Mrd. USD gegenüber 4,25 Mrd. USD im Vorjahr.

    Trotz der Hiobsbotschaften konnte die Infineon-Aktie den wichtigen vertikalen Unterstützungsbereich bei rund 34 EUR verteidigen. Um das Chartbild weiter zu verbessern, wäre ein Sprung über den seit Anfang des Jahres ausgebildeten Abwärtstrend bei 35,35 EUR nötig. Dann würden erneut die Jahreshochs bei 39,34 EUR winken.


    Nach einer Korrektur von rund 20 % sehen Analysten bei der Coinbase-Aktie ein verbessertes Chancen-Risiko-Verhältniss. Infineon konnte dem Gegenwind aus der Peergroup standhalten. Desert Gold plant in diesem Jahr ein bedeutendes Bohrprogramm mit einer Länge von 30.000 m.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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