19.08.2026 | 04:00
Die Spannung steigt! SpaceX, Volatus Aerospace, Airbus und DroneShield liefern an die NATO und verdienen immer kräftiger
Zum Stichtag 31.07.2026 wächst die Bundeswehr auf rund 186.700 Soldatinnen und Soldaten auf. Damit liegt die personelle Stärke des militärischen Personals zur Jahresmitte im Zielkorridor für den personellen Zuwachs für das Jahr 2026 auf eine Stärke von 186.000 bis 190.000 „Mann“. Zugleich wird ein neuer Höchststand seit rund 13 Jahren erreicht. Die transatlantische Militärallianz reagiert darüber hinaus auf die veränderte geopolitische Sicherheitslage mit historischen Rüstungsinvestitionen und treibt die Modernisierung ihrer Streitkräfte im Eiltempo voran. Im Zentrum dieser strategischen Neuausrichtung steht eine tiefgreifende technologische Transformation, welche traditionelle Rüstungsgüter mit modernster Luft- und Raumfahrttechnologie verschmilzt. Neben SpaceX, Airbus und DroneShield spürt auch das kanadische Technologie-Unternehmen Volatus Aerospace eine rasant steigende Nachfrage nach seinen hochentwickelten Drohnensystemen für die taktische Aufklärung an den Außengrenzen. Das Zusammenspiel aus agilen Tech-Pionieren und etablierten Rüstungsriesen schafft ein hocheffizientes Ökosystem für die Verteidigung der westlichen Hemisphäre. Für Anleger bietet dieser boomende Sektor eine seltene Kombination aus defensiver Stabilität und exponentiellem Wachstumspotenzial. Wir gehen etwas tiefer.
Lesezeit: ca. 6 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 | TSXV: FLT , OTCQB: TAKOF , AIRBUS | NL0000235190 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2 , SPACE EXPLORATION TECHNOLOGIES CORP | US84615Q1031 | NASDAQ: SPCX
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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Airbus – Die Nummer 1 im europäischen Luftfahrtgeschäft
Wieder geht der Rüstungs-Sektor nach oben! Mit vorne dabei ist der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus und festigt seine globale Marktführerschaft mit hervorragenden Finanzergebnissen im ersten Halbjahr 2026. Trotz anhaltend komplexer Lieferkettenprobleme kletterte der konsolidierte Konzernumsatz im Jahresvergleich um 12 % auf beachtliche 33,2 Mrd. EUR. Haupttreiber dieser Entwicklung war neben dem auflebenden Defense-Geschäft auch das wiedererstarkte zivile Fluggeschäft, in dem der Branchenprimus in den ersten 6 Monaten des Jahres insgesamt 351 Verkehrsflugzeuge an seine Kunden auslieferte. Das bereinigte EBIT verbesserte sich deutlich und sprang auf 2,7 Mrd. EUR. Parallel dazu profitierte das Segment Defence and Space von einer steigenden staatlichen Nachfrage. Die Erlöse dieser Militärsparte wuchsen um 9 % auf 6,3 Mrd. EUR, während sich der operative Gewinn auf 487 Mio. EUR fast verdoppelte. Der immense Auftragsbestand im kommerziellen Sektor erreichte Ende Juni einen historischen Rekordwert von 9.222 Flugzeugen. Vor dem Hintergrund dieser prall gefüllten Orderbücher hält das Management an seinem ambitionierten Jahresziel fest und plant weiterhin die Auslieferung von rund 870 Verkehrsmaschinen im Gesamtjahr 2026. Um den Shareholder-Value weiter zu stärken, hat der Vorstand zusätzlich ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 5 Mrd. EUR über die nächsten drei Jahre angekündigt. Für Aktionäre gute Nachrichten vom Luftfahrt- und Rüstungs-Blockbuster.
Volatus Aerospace – Der nächste Schub steht vor der Tür
Auch in Kanada tut sich am Himmel viel! Denn Volatus Aerospace steht an einem interessanten Wendepunkt: Das Unternehmen baut sein klassisches Drohnen- und Inspektionsgeschäft systematisch zu einer integrierten Aerospace- und Defence-Plattform mit eigener Technologie, Fertigung und wiederkehrenden Softwareerlösen um. Schub kommt aus einem Markt, der inzwischen deutlich mehr als eine Zukunftswette ist. Eine im Juli 2026 aktualisierte Studie von Fortune Business Insights sieht den globalen Markt für autonome Drohnensysteme bei 14,18 Mrd. USD im Jahr 2026 und erwartet bis 2034 ein Volumen von 42,06 Mrd. USD, entsprechend 14,6 % CAGR. Besonders attraktiv ist dabei die Verschiebung von ferngesteuerten Fluggeräten hin zu KI-gestützter Autonomie, Sensorfusion und softwarebasierter Missionssteuerung. An dieser Stelle setzt Volatus mit V-Cortex und der Counter-UAS-Plattform SKYDRA an.
Die jüngsten Quartalszahlen zeigen allerdings auch, dass der technologische Umbau zunächst seinen Preis hat. Im zweiten Quartal 2026 erzielte Volatus mit 8,42 Mio. CAD Umsatz zwar 49,5 % mehr als im Vorquartal, aber 20,5 % weniger als im Vorjahresquartal, wobei ein Verteidigungsauftrag über rund 2,6 Mio. CAD wegen Lieferkettenproblemen nicht rechtzeitig ausgeliefert werden konnte. Interessanter als der reine Jahresvergleich ist deshalb die Dynamik innerhalb des Geschäfts: Der Equipment-Umsatz legte gegenüber Q1 um 38 %, die Services sogar um 59 % zu, während Dienstleistungen und Training im ersten Halbjahr bereits 56 % des Umsatzes stellten. Das spricht für eine zunehmende Diversifizierung und passt zur langfristigen Zielstruktur von 55 bis 60 % Services und 40 bis 45 % Equipment. Der Haken liegt derzeit auf der Kostenseite, denn der Bruttogewinn von 2,47 Mio. CAD entsprach einer Marge von 29,3 %, während die operativen Aufwendungen im ersten Halbjahr auf 17,0 Mio. CAD kletterten, 48,4 % mehr als im Vorjahr. Dadurch entstand summiert ein Nettoverlust von 14,09 Mio. CAD. Die zukünftige Wachstumsstory kostet also erst mal viel Geld im Investment, sollte sich aber über die Zeit für Investoren deutlich rechnen. Positiv ist jedoch die Qualität der Bilanz: Zum Quartalsende lagen 59,2 Mio. CAD Cash und 63,8 Mio. CAD Working Capital in der Kasse beziehungsweise im Umlaufvermögen, während sich die zinstragenden Verbindlichkeiten auf 9,7 Mio. CAD reduzierten. Damit besitzt Volatus den nötigen finanziellen Spielraum, um die gegenwärtige Investitionsphase zu bestehen, ohne unmittelbar auf eine weitere Kapitalmaßnahme angewiesen zu sein. Am Ende dieser Kette stehen zertifizierte Aufträge von öffentlichen Institutionen – da muss CEO Glen Lynch landen, wenn es ein Milliardenunternehmen werden soll!
Der entscheidende Hebel könnte nun die neue Produktionsbasis in Mirabel sein, denn die im Juni eröffnete 53.000-Quadratfuß-Fabrik soll nicht nur Fluggeräte produzieren, sondern Volatus Zugang zu größeren staatlichen und industriellen Programmen eröffnen. Bei Vollauslastung wird eine Produktionskapazität von bis zu 250 Mio. CAD Jahresumsatz genannt – gegenüber den aktuell noch niedrigen Erlösen zeigt sich damit das enorme operative Skalierungspotenzial, aber auch die Strecke, die das Unternehmen noch zurücklegen muss. Strategisch Rückenwind liefert die US-Verteidigungspolitik: Volatus hat sich für die nächste Phase des 1,1 Mrd. USD schweren Drone Dominance Program qualifiziert und arbeitet parallel an NATO-nahen Trainings- und Verteidigungsprogrammen. Auch Kanada baut seine eigene Drohnenindustrie aus und will mit neuen Beschaffungs- und Teststrukturen autonome Systeme schneller entwickeln und in die Streitkräfte bringen. Nach dem Q2-Stichtag kamen zudem Kooperationen mit Singular Aircraft für schwere autonome Löschflugzeuge sowie mit Kraus Hamdani Aerospace für persistente Aufklärung hinzu, zwei Projekte, die das Einsatzspektrum über klassische Drohnenmissionen hinaus erweitern. Für Investoren ist Volatus damit weniger eine fertige Ertragsstory und mehr eine Wette auf die erfolgreiche Kommerzialisierung von Technologie, Fertigung und Defence-Pipeline. Im aktuellen Umfeld müsste der Kurs in 24 Monaten ganz woanders stehen!
**CFO Abhinav Singhvi erklärte die Strategie und die 500-Mio.-Pipeline des Unternehmens auf dem letzten 19. International Investment Forum. Hier geht´s zum Video.
Abwehr-Boom an der Börse - DroneShield operativ auf Rekordkurs trotz volatiler Märkte
Der australische Pionier für Drohnen-Abwehrtechnologie, DroneShield, durchläuft derzeit an der Börse eine volatile, aber fundamental hochspannende Phase. Für das erste Halbjahr des Jahres meldete das Unternehmen einen massiven Umsatzsprung von 74 % auf eine Rekordsumme von 125,8 Mio. AUD. Dank einer hervorragend gefüllten Pipeline sind mit vertraglich fixierten Abschlüssen von 206 Mio. AUD bereits 95 % des gesamten Vorjahresumsatzes vorab abgesichert. Für das Gesamtjahr peilt das Management nun optimistisch ein neues Rekordniveau von bis zu 270 Mio. AUD an. Zwar gab die Bruttomarge aufgrund beschleunigter Investitionen in die europäische Lieferkette vorübergehend leicht auf rund 60 % nach, doch soll die hochprofitable KI-Softwareplattform die Marge bald wieder auf das gewohnte Niveau heben. Nach einer deutlichen Marktkorrektur vom Allzeithoch bei rund 3,80 EUR auf 0,81 EUR notiert die Aktie nun wieder bei 1,20 EUR. Trotz des kurzfristigen charttechnischen Drucks durch Leerverkäufer im Vorfeld der anstehenden Bilanzvorlage bleiben die langfristigen Wachstumsaussichten unberührt. Frische Zahlen werden für den 26. August erwartet. Sehr spekulativ!
Space X – Wann kapitulieren die Shortseller?
Der jüngst an die NASDAQ gegangene Raumfahrt- und KI-Gigant SpaceX liefert sich derzeit an der Börse eine epische Abwehrschlacht gegen skeptische Leerverkäufer, die eine gewaltige Short-Wette von 25 Mrd. USD aufgebaut haben. Unbeeindruckt von diesem immensen Marktdruck zerschlug das Unternehmen bei seiner jüngsten Bilanzvorlage alle Zweifel und verdoppelte seinen Quartalsumsatz nahezu auf fulminante 7,8 Mrd. USD. Treibstoff dieses steilen Wachstums ist einerseits das boomende Starlink-Satellitennetzwerk, das inzwischen stolze 12 Millionen Abonnenten zählt. Andererseits untermauert die Militärsparte Starshield ihre Vormachtstellung durch frisch akquirierte US-Space-Force-Aufträge im Wert von über 6 Mrd. USD zur globalen Bedrohungserkennung. Visionär Elon Musk fachte das bullische Momentum weiter an, indem er das interne, astronomische Umsatzziel von einer Billion USD kurzerhand auf das Jahr 2030 vorzog. Zwar drücken die parallelen, milliardenschweren Investitionen in die eigene KI-Recheninfrastruktur kurzfristig auf die Profitabilität, doch bringen sie die Leerverkäufer bei der kleinsten Kursrally in die akute Gefahr eines historischen Short Squeezes. Mit dieser kompromisslosen Innovationswucht beweist SpaceX, dass man im orbitalen Abwehrkampf sowohl technologisch als auch finanziell die absolute Lufthoheit verteidigt.

Die Börse macht keine Gefangenen. Täglich ein neues Allzeithoch und ab Mittag wieder kräftige Gewinnmitnahmen. Das aktuelle Sägezahnmuster ist klar aufwärtsgerichtet und treibt Unterinvestierte wie auch Shortseller in den Wahnsinn. Da bleibt nur noch eine knallharte Long-Positionierung mit NATO-affinen Titeln. Zur Risikoglättung empfehlen wir natürlich eine ausgewogene Streuung auf Länder und Sektoren.
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