11.06.2026 | 04:15
Gold, Silber, Rüstung, KI oder Nasdaq? SpaceX im Anflug auf die US-Indizes! Mit Lahontan Gold der Schwäche trotzen
Ein Novum zeigt sich gerade an den Märkten: Alles ist schwach! Von Gold bis Silber, von HighTech zu LowTech, ob KI oder Wasserstoff – jeder Sektor korrigiert. Noch ist das Ausmaß gering, gemessen an den außerordentlichen Gewinnen der letzten 14 Monate seit dem Donald Trump Zoll-Abverkauf. Die Nasdaq konnte sich in dieser Zeit nun glatt verdoppeln. Börsianer wissen, dass jetzt insbesondere über die Sommerzeit ein volatiles Zwischentief erreicht werden wird, bevor die Märkte wieder hoffnungsvoll auf 2027 blicken. Diese Zeit gilt es zu überbrücken und eventuell besteht auch Hedgebedarf. Hier hat Gold immer gute Dienste geleistet, denn es konnte zugewinnen, wenn anderswo die Mauern einstürzten. Nun ist Gold aber einer der besten Anlageklassen seit 2 Jahren, das führt auch hier zu leichten Gewinnmitnahmen. Ob der S&P 500 nach seiner Jahrhundert-Rally nun auch noch SpaceX, OpenAI und Databrick schlucken wird, muss man sich in Ruhe anschauen. Eine Fast-Track-Aufnahme der Elon Musk-Aktie wurde von S&P Dow Jones abgelehnt, bei NASDAQ, Russel und MSCI erfolgt die Aufnahme nach wenigen Handelstagen. Das dürfte spannend werden! Wo liegen griffige Chancen für Anleger?
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , SPACE EXPLORATION TECHNOLOGIES CORP | US84615Q1031 | NASDAQ: SPCX
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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70 % des ETF-Vermögens konzentriert sich auf die USA
Das weltweite Vermögen in Exchange Traded Funds (ETFs) belief sich zuletzt auf knapp 17 Bill. USD. Dabei dominiert der US-Markt klar das Handelsgeschehen, denn rund 70 % des gesamten ETF-Vermögens sind in den Vereinigten Staaten beheimatet. Dort machen ETFs etwa 40 % des gesamten Marktvolumens aus und decken ein Drittel des täglichen Handelsvolumens ab. Die Beschäftigung mit neuen Börsenriesen wie SpaceX ist also keinesfalls banal. Denn mit einer Anfangsbewertung von rund 1,8 bis 2,2 Bill. USD handelt es sich vom ersten Tag weg um eine „MAG7“-Aktie, also der auserwählte Club der Billionen-Kapitalisierungen. Eigentlich ist nun eine Umbenennung auf „MAG8“ angesagt. Was Anleger wissen sollten: ETFs auf große Indizes sind erst zur Aufnahme von Neulingen verpflichtet, wenn das Eintrittsdatum und die Gewichtung im Index offiziell festgelegt wird.
SpaceX – Angebotsspanne 135 bis 162 USD bis heute Abend 18:00 Uhr
Die Zeichnungsspanne liegt nun seit gut 2 Wochen fest. Ausgegeben werden 555,555 Millionen neue Aktien. Die Gesamtzahl der Aktien beträgt aber beträchtliche 13,1 Mrd. Stück, damit wird der anfängliche Freefloat nur bei 5 bis 7 % der Aktien taxiert. Elon Musk hält etwa 42 % an SpaceX, dank einer besonderen Aktienstruktur mit Faktorstimmrecht kontrolliert er jedoch rund 82 % bis 85 % der gesamten Stimmrechte des Unternehmens. Andere Großaktionäre sind z.B. der Founders Fund, Fidelity (10%), Alphabet (7,5 %), Sequoia Capital, sowie die mit kleineren Anteilen Baillie Gifford, Andreessen Horowitz, Valor Equity Partners, DFJ Growth und Gigafund. Insgesamt haben sich 449 Investoren frühzeitig an SpaceX beteiligt, nun kommen viele tausende Neulinge hinzu. Nicht alle Alteigentümer unterliegen einem Lock-Up, die meisten Investoren aus der Gründerzeit müssen ihre Aktien aber noch 366 Tage halten, ebenso Elon Musk als Kontroll-Aktionär. Die Anzahl der freien Aktien ist zu Beginn also sehr klein, d.h. die Konstruktion ist auf steigende Bewertungen ausgelegt. Wie es wirklich laufen wird, ist deshalb spannend, weil es wenige Anlegergruppen gibt, die überhaupt handeln können. Anders als bei normalen Börsengängen, lässt die sehr hohe Anfangsbewertung von knapp 2 Bill. USD wenig Aufwertungspotenzial erwarten, zumal der Gesamtkonzern rote Zahlen schreibt. Andererseits wird es aus dem Umfeld der Mitarbeiter, Führungskräfte und Weggefährten Elon Musks einige neue Multimillionäre und auch Milliardäre geben. Das Thema ist so spannend, dass es wahrscheinlich das WM-Gruppenspiel Kanada gegen Bosnien-Herzegowina an Popularität übertreffen wird.
In schwierigen Marktphasen ist Gold ein guter Ratgeber
Von SpaceX zu den Edelmetallen. Wissenschaftliche Evidenz spricht dafür, dass Gold in Krisenzeiten tatsächlich eine stabilisierende Funktion im Portfolio übernehmen kann, auch wenn es keinen absoluten Schutz vor Verlusten bietet. Besonders häufig zitiert wird die Studie von Dirk Baur und Brian Lucey aus dem Jahr 2010, welche Gold als sogenannten „Safe Haven“ für Aktienmärkte in extremen Stressphasen identifiziert und eine geringe bis negative Korrelation zu Risikoanlagen nachweist. Eine Untersuchung des World Gold Council auf Basis von Marktdaten der vergangenen Jahrzehnte zeigt zudem, dass bereits eine Goldbeimischung von 5 bis 10 % die Volatilität eines klassischen Aktien-Anleihe-Portfolios senken und die risikobereinigte Rendite verbessern kann. Historische Ereignisse wie die Finanzkrise 2008, die EURO-Schuldenkrise 2010 oder der Corona-Crash 2020 belegen, dass Gold häufig dann Stärke zeigt, wenn das Vertrauen in Finanzmärkte oder Währungen sinkt. Für Investoren ist Gold daher weniger ein Renditeturbo als vielmehr ein strategischer Diversifikator, dessen Wert vor allem in seiner Fähigkeit liegt, Extremrisiken innerhalb eines Portfolios abzufedern.
Lahontan Gold - Santa Fe wächst über die bisherigen Modelle hinaus
Jede Menge Gold gibt es im US-Bundesstaat Nevada, hier wurden historisch schon über 250 Mio. Unzen geschürft. Der kanadische Developer Lahontan Gold entwickelt mit „Santa-Fe“ vor Ort ein Gold-Silber-Projekt, das sich jüngst in einer geraden Linie auf die anstehende Produktion zu bewegt. Das Kernprojekt umfasst eine historische Mine, auf der zwischen 1988 und 1995 bereits rund 359.000 Unzen Gold und 702.000 Unzen Silber mittels Tagebaues und Heap-Leach-Verfahren produziert wurden. Heute verfügt Santa Fe über eine NI 43-101-konforme Ressource von rund 1,95 Mio. Unzen Goldäquivalent, davon 1,54 Mio. Unzen in der höherwertigen Kategorie „Indicated“. Die Kombination aus bestehender Infrastruktur, fortgeschrittenem Genehmigungsstatus und oxidischer Mineralisierung verschafft Lahontan einen Entwicklungsvorteil gegenüber vielen Wettbewerbern des Sektors. Eine schnelle Umsetzung ist bereits in wenigen Monaten zu erwarten.
IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuck geht den Fakten in Nevada auf den Grund und interviewt CEO und Gründerin Kimberly Ann.
Neue Bohrungen liefern zusätzliche Goldzonen außerhalb der Ressource
Neue Erkenntnisse liefern die jüngsten Bohrergebnisse des 2026er-Programms, die das Potenzial der Lagerstätte weiter untermauern. Im Bereich Calvada durchteufte eine Bohrung 90,8 Meter mit durchschnittlich 0,44 g/t Goldäquivalent und bestätigte damit eine mächtige Oxidmineralisierung unterhalb der bislang definierten Ressourcengrenzen. Innerhalb dieses Abschnitts wurden 12,3 Meter mit 1,22 g/t Goldäquivalent identifiziert, was auf lokal deutlich höhergradige Bereiche hinweist. Noch bedeutender erscheint jedoch die Entdeckung der neuen Zone „Slab West“. Dort traf Lahontan in vier von fünf Explorationsbohrungen auf Goldmineralisierung, darunter 35 Meter mit 0,34 g/t Goldäquivalent sowie 61 Meter mit 0,26 g/t Goldäquivalent. Die neu entdeckte Struktur liegt außerhalb der bisherigen Ressourcengebiete, besitzt eine große räumliche Ausdehnung und ist sowohl entlang des Streichens als auch in die Tiefe weiterhin offen.
Das Jahr 2027 als möglicher Wendepunkt in der Unternehmensentwicklung
Ein großer Bewegungsmoment bleibt die für Q3 angekündigte Aktualisierung der Ressourcenschätzung und des Preliminary Economic Assessment (PEA). Denn die bisherige Wirtschaftlichkeitsstudie kalkulierte noch mit einem Goldpreis von lediglich 1.950 USD je Unze, während Gold inzwischen zeitweise oberhalb von 5.000 USD notierte. Bereits auf Basis des aktuellen Goldpreises von rund 4.000 USD errechnete das Unternehmen einen Nachsteuer-Nettobarwert (NPV) von etwa 472 Mio. USD und eine außergewöhnlich hohe interne Verzinsung von 66,6 %. Dem steht eine Börsenbewertung von lediglich rund 145 Mio. CAD gegenüber. Zusätzliche Fantasie liefern die Untersuchungen historischer Heap-Leach-Halden, in denen einst rund 16 Mio. Tonnen Material verarbeitet wurden. Gelingt der Nachweis wirtschaftlich gewinnbarer Restmetalle, könnte Lahontan auf bereits zerkleinertes Material zurückgreifen und damit eine effiziente zusätzliche Produktionsquelle erschließen. Parallel arbeitet das Management an den Genehmigungen für operativen Start in 2027. Nach der erfolgreichen Finanzierung über mehr als 13 Mio. CAD im April sind Handlungsspielraum und Reichweite deutlich gestiegen. Die Entdeckung von „Slab West“ deutet darauf hin, dass das geologische System noch nicht vollständig erfasst wurde. Gelingt es, die neuen Zonen in zukünftige Ressourcenmodelle zu überführen und die Wirtschaftlichkeitskennzahlen weiter zu verbessern, dürfte sich die Aufwertung schnell fortsetzen. Höchst spannend!

Zur Zeit macht Börse wenig Freude. Denn egal wo Investoren ihr Geld parken, es geht abwärts. Das liegt vor allem an den starken Aufwärtsschüben seit April 2025. SpaceX wird eine interessante „Wild Card“ für eine mögliche Tech-Rally. Unvermindert stark liegt der Fokus internationaler Investoren auf kritischen Metallen und im Unsicherheitsmodus natürlich auf Gold und Silber. Hier kann Lahontan Gold solide Antworten liefern und bietet Möglichkeiten der mittelfristigen Diversifikation.
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