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03.03.2021 | 04:44

Kleos Space, Raytheon, Boeing – Nur Fliegen ist schöner!

  • Aerospace
Bildquelle: pixabay.com

Ob zu Land, Luft oder Wasser – die Bewegungsdaten der Menschen werden heute in vielfältiger Art gesammelt und ausgewertet. Die unterschiedlichsten Unternehmen tummeln sich heute um den Big Data-Kuchen, der durch die Benutzung von Handys, Autos und anderen mit dem Internet gekoppelten Geräten permanent erzeugt wird. Weltweit werden so täglich 0,5 Zettabyte an Daten produziert. Inzwischen ist das Internet allgegenwärtig und wir befürchten nun, die Menge an Informationen nicht mehr bewältigen zu können. Die passende Metapher dafür ist die Datenflut, der wir täglich am Schreibtisch und unterwegs ausgesetzt sind. Aber eins ist sicher: Die großen Maschinen können mit unseren Daten blendend umgehen und ziehen ihre Schlüsse.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: AU0000015588 , US75513E1010 , US0970231058

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Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Kleos Space S.A. – Neue Satelliten bestehen Hardware-Test

Die Kleos Space S.A. ist ein börsennotiertes Luxemburger Hochtechnologieunternehmen, das bereits 4 Satelliten im Orbit betreibt, nun steht die nächste Generation bereit, in den Orbit geschossen zu werden. Partner ist hier wieder SpaceX mit ihrer Falcon 9 Rakete. Geplant ist der Start für Juni 2021, die genauen Slots werden von der NASA festgelegt. Eine spannende Sache, denn die Starts von SpaceX ziehen einiges an Interesse auf sich, denn auch Elon Musk hat ständig neue Ideen, wie das All für uns Erdenbürger genutzt werden kann.

Kleos Space S.A. ist genau gesagt ein weltraumgestütztes Radio Frequency Reconnaissance data-as-a-service (DaaS)-Unternehmen. Damit ist gemeint, dass die aus dem All aufgenommenen Bewegungsdaten gesammelt, ausgewertet und in Form eines Serviceabkommens an die Besteller ausgeliefert werden. Die neueste Mission trägt den Namen Polar Vigilance Mission (KSF1). Sie hat die kritische Überprüfung der Hardware erfolgreich abgeschlossen und ist nun für den Start freigegeben. Der aktuelle Meilenstein wurde in den Niederlanden erreicht und vom Satellitenentwickler ISISPACE durchgeführt und nun können die neuen Satelliten in die Montage- und Verifikationsphase eintreten. Sie werden von SpaceX in eine 500-600km sonnensynchrone Umlaufbahn gebracht und ergänzen damit die aktuelle Kleos Scouting Mission.

Mit den neuen Satelliten lässt sich die Erdoberfläche noch besser scannen, die Datenqualität steigt und Fehlsignale sind weniger wahrscheinlich. Kleos hatte Mitte des Monats bereits eine Finanzierung aus Dubai über 5,5 Mio. AUD erfolgreich zurückgeführt, die Refinanzierung der Forschungsaufwendungen läuft bei Kleos derzeit sehr gut. Die Kleos-Aktie hat in Deutschland zuletzt hohe Aufmerksamkeit auf sich richten können, da es nur wenige vergleichbare, börsennotierte Unternehmen in Europa gibt. Mit einer Kapitalisierung von gut 100 Mio. AUD liegt der Wert gut im Rennen, um für größere Hightech-Anleger in Frage zu kommen. Auch die Analysten von First Berlin votieren mit Ziel 0,74 EUR zum Kauf.

Raytheon Technologies Corp. – Ein schlimmes Jahr 2020

Ratheon hat sich von seinen Glanzzeiten weit entfernt. Die Corona-Krise und hohe Abschreibungen haben den neu geformten Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Raytheon Technologies 2020 tief in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich stand bei dem Unternehmen aus Massachusetts ein Verlust von gut 3,5 Mrd. USD in den Büchern. Ohne die Belastungen aus dem Zusammengehen von Raytheon mit dem Triebwerksbauer Pratt & Whitney und dem Luftfahrt-Zulieferer Collins Aerospace hätte es jedoch für einen Gewinn in ähnlicher Höhe gereicht. Im fortgeführten Geschäft nämlich, das heißt ohne die Sonderbelastungen aus der Fusion wäre ein Überschuss von 3,7 Mrd. USD zu verbuchen. Allein die Abschreibungen auf immaterielle Firmenwerte hatten das Ergebnis mit 3,2 Mrd. USD belastet.

Der Umsatz lag bei 56,6 Milliarden Dollar, ist aber nicht mit den Zahlen aus dem Vorjahr vergleichbar. Weil die Flugzeugbauer Boeing und Airbus ihre Produktion drosselten, brach der Umsatz bei Pratt & Whitney auf vergleichbarer Basis um ein Fünftel und bei Collins Aerospace um rund ein Viertel ein. Im vierten Quartal fielen durch die teilweisen Werksschließungen die Rückgänge noch stärker aus. Für das neue Jahr peilt Konzernchef Greg Hayes Erlöse von 63,4 bis 65,4 Mrd. USD an. Zudem will das Unternehmen im neuen Jahr eigene Aktien für mindestens 1,5 Mrd. USD zurückkaufen.

Die Raytheon-Aktie war früher immer ein Gewinngarant, da hohe US-Verteidigungs-Budgets in den Umsatz des Unternehmens flossen. Die Quartalsdividende bleibt bei 0,475 USD, immerhin fast 3% aufs Jahr gerechnet. Man sollte ein Comeback der Aktie auf dem Radar haben.

Boeing Company – Verbucht wieder Aufträge für die 737 Max

Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing meldet eine Bestellung von 25 Flugzeugen der Baureihe 737 Max, dieses Modell wurde für fast 2 Jahre für den Flugverkehr gesperrt und jüngst wieder für den Passagierverkehr zugelassen. Für den angeschlagenen Hersteller aus Seattle ist das sicherlich eine gute Nachricht. Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat die Maschinen geordert, sie sollen im Jahr 2023 übergeben werden.

Es gibt keinen Zweifel daran, dass das vergangene Jahr für Boeing und seine Kunden extrem schwierig gewesen ist, doch nun versucht man der Pandemie offensiv zu begegnen. Manche US-Airlines gehen offensichtlich davon aus, dass der US-Flugverkehr sehr schnell wieder auf seine alten Rekordwerte klettern wird. Von Meinungs- und Trendforschern wird dies jedoch angezweifelt, weil die Verhaltensänderung der Menschen in weiten Teilen des Lebens nachhaltiger und bewusster sein wird. Dies umfasst auch einen deutlich geringeren Reisebedarf sowohl geschäftlich als auch privat.

Bei Boeing scheint sich das Bild dennoch leicht aufzuhellen. Insgesamt fasziniert es doch, wie man einen Konzern mit 160.000 Mitarbeitern in einer solchen Krise stabil halten kann. Die staatlichen Unterstützungen haben hier wohl voll gewirkt. Die Aktie von Boeing jedenfalls hat sich seitdem Allzeit-Tief bei 83 EUR wieder auf erstaunliche 187 EUR erholen können, auf Dreijahressicht ist das nur noch ein Minus von 33%. Vom Allzeithoch vor der Krise ist man freilich noch ganze 100% entfernt – diese Marke dürfte unter den neuen Gegebenheiten in nächster Zeit eigentlich auch nicht mehr aufleuchten. Man sollte den DOW-Wert im Auge behalten und eng ausstoppen, falls die Linie um 160 EUR unterschritten wird.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

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