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11.06.2026 | 05:30

Mit Novo Nordisk, MustGrow Biologics und Bayer setzen Sie auf die zwei Megatrends des Jahrzehnts

  • Novo Nordisk
  • MustGrow Biologics
  • Bayer
  • Adipositas
  • Diabetes
  • Senfextrakte
  • TerraSante
  • TerraMG
  • Glyphosat
  • Monsanto
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Bildquelle: pixabay.com

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

Zwei scheinbar gegensätzliche Krisen, Adipositas und Nahrungsmittelknappheit, bieten seit diesem Jahr große Investmentchancen. Während die Fettleibigkeitsepidemie die Gesundheitssysteme belastet gefährden Klimaschocks und Konflikte die globalen Ernten. Die Lösung beider Paradoxa liefert die Biotech-Industrie mit biologischen Wirkstoffen gegen Übergewicht und Pflanzenschäden. Die Nachfrage nach wirksamen Adipositas-Therapien und nachhaltigen Agraralternativen steigt rasant. Wer früh in die Gewinner dieser Doppel-Transformation investiert, kann von überdurchschnittlichen Renditen profitieren. Genau hier positionieren sich die drei Unternehmen, die wir uns heute näher ansehen: Novo Nordisk, MustGrow Biologics und Bayer.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: NOVO NORDISK A/S | DK0062498333 , MUSTGROW BIOLOGICS CORP. | CA62822A1030 | TSXV: MGRO , OTCQB: MGROF , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017

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Inhaltsverzeichnis:


    Novo Nordisk – gut positioniert im Milliardenmarkt Adipositas

    Die weltweite Adipositas-Epidemie betrifft über eine Milliarde Menschen, doch erst zwei Prozent erhalten eine medikamentöse Therapie. Analysten taxieren das Marktvolumen für 2030 auf bis zu 150 Mrd. USD. Es ist ein Wachstumsmarkt ohnegleichen. Novo Nordisk hat dieses Segment mit Wegovy nicht nur erschlossen, sondern maßgeblich definiert. Der dänische Pharmariese bleibt globaler Marktführer im GLP-1-Segment und hält rund 60 % der weltweiten Marktanteile. Während Eli Lilly in den USA zeitweise vorbeigezogen ist stellt Novo mit einer cleveren Tabletten-Strategie die Weichen für die nächste Wachstumsphase.

    Die orale Version von Wegovy läuft seit dem Launch im Januar 2026 besser als erwartet. Im 1. Quartal gab es über 2 Mio. Verschreibungen und ein Umsatz von umgerechnet 354 Mio. USD. Mehr als 80 % der neuen Patienten greifen erstmals zu einem GLP-1-Präparat, was zeigt, dass das Unternehmen frische Zielgruppen erschließt. Die Pille bietet zudem bessere Margen und eine günstigere Fertigung als die Spritze. CEO Mike Doustdar spricht vom stärksten GLP-1-Launch der US-Geschichte. Die EU-Zulassung steht kurz bevor, weitere internationale Märkte folgen.

    Die Pipeline bleibt vielversprechend. Wegovy HD (7,2 mg) erzielte in Studien fast 28 % Gewichtsverlust und übertrifft damit Lillys Zepbound. CagriSema ist bereit im Februar 2026 zur FDA-Entscheidung eingereicht worden. Hinzu kommt ein zweistelliges Milliardenvolumen für Aktienrückkäufe und eine Dividendenerhöhung im 28. Jahr in Folge. Novo Nordisk bearbeitet den Megamarkt Adipositas von einer Position der Stärke aus. Die aktuelle Bewertung mit einem KGV von derzeit unter 10 ignoriert, dass das Unternehmen gerade den Turnaround vom Spritzen- zum Pillen-Geschäft meistert. Derzeit ist die Aktie für 35,98 EUR zu haben.

    MustGrow Biologics - Bayer als Türöffner für ein Senf-Extrakt

    Die regulatorische Zange um synthetische Pflanzenschutzmittel wird weltweit enger. MustGrow Biologics aus Saskatchewan hat einen natürlichen Wirkstoff aus Senf, der bodenbürtige Schädlinge bekämpft. Seit 2023 kooperiert die Firma mit Bayer, einem Partner, der in Europa, Nahost und Afrika die Vermarktung des Bio-Pflanzenschutzmittels TerraMG übernimmt. Der Konzern steckt laut MustGrow's Schätzungen zufolge 35-40 Mio. USD in Entwicklung und Zulassung. Zwei Jahre Vergleichstests gegen synthetische Standards überzeugten den Branchenprimus. Für MustGrow ist das nicht nur ein Gütesiegel, sondern auch ein massiver Wettbewerbsvorteil. Der Partner öffnet Türen, die sonst Jahre verschlossen bleiben würden.

    Das bio-organische Düngemittel TerraSante™ wird bereits in den USA verkauft. Ein Bio-Kartoffelerzeuger in Washington erzielte beispielsweise mit 12,33 kg pro ha rund 2 t Mehrertrag. Solche Ergebnisse sind nicht allgemeingültig, aber sie verbreiten sich durch Mund-zu-Mund Propaganda unter Bauern schnell. Das dürfte einer der Gründe sein, warum das Produkt im letzten Jahr sogar ausverkauft war. Seit April 2026 kamen Zulassungen in Georgia, Texas, Utah und Montana hinzu, zusätzlich zu den bestehenden Genehmigungen an der Westküste. Das adressierbare Marktpotenzial für TerraSante™ allein in den USA schätzt das Management auf rund 100 Mio. CAD, bei einer Marktdurchdringung von etwas über 3 % und einer angenommenen Fläche von 2,3 Mio. ha für Hochwertkulturen.

    Im 1. Quartal 2026 verbuchte MustGrow TerraSante™-Umsätze von 0,1 Mio. CAD bei einer Bruttomarge von 23,6 %. Der Nettoverlust sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1,6 auf 1,3 Mio. CAD. Die Barmittel beliefen sich Ende März auf 0,4 Mio. CAD bei einem Working Capital von 1,5 Mio. CAD. Um die Produktion von diskontinuierlichen Chargen auf kontinuierliche Linien umzustellen, kam es zu Lieferengpässen. Mittlerweile hat man sich 2 asiatische Auftragsfertiger mit einer geschätzten Produktionskapazität von 500 t gesichert. Ende Mai sicherte sich das Unternehmen über eine Privatplatzierung 2 Mio. CAD zu 0,50 CAD je Einheit, um Lagerbestände aufzubauen. Die Weichen für 2026 sind gestellt. Aktuell notiert die Aktie bei 0,49 CAD.

    Bayer - Agrarsparte liefert, doch der Rechtsstreit überschattet alles

    Die Agrardivision zog im 1. Quartal 2026 ordentlich an. Währungsbereinigt legte der Umsatz um 6,8 % auf über 7,5 Mrd. EUR zu. Treiber war das Saatgutgeschäft. Bei Sojabohnen verdoppelten sich die Erlöse praktisch dank einer Lizenzvereinbarung mit Corteva Agriscience. Auch Mais startete stark in die Saison. Das Pflanzenschutzgeschäft hingegen schwächelte. Herbizide gaben um gut 10 % nach. Immerhin stellte die US-Umweltbehörde EPA die Zulassung für Dicamba-Herbizide in 34 Bundesstaaten wieder her. Das ist ein wichtiges Signal für die laufende Saison.

    Doch operativ gute Zahlen sind gerade zweitrangig. Die Altlasten aus der Monsanto-Übernahme dominieren die Lage. Bayer hatte im Februar einen milliardenschweren Sammelvergleich zu Glyphosat vorgelegt, der Zahlungen von bis zu 7,25 Mrd. USD über 21 Jahre vorsah. Doch Klägeranwälte erreichten eine Verlegung nach Kalifornien, wo ein als Bayer-kritisch geltender Richter sitzt. Parallel wartet die Branche auf ein Grundsatzurteil des Supreme Court im Juni. Es könnte entscheiden, ob bundesstaatliche EPA-Zulassungen vor lokalen Klagen schützen. Das könnte entweder ein echter Befreiungsschlag oder eine Katastrophe werden.

    Die Pharmasparte kämpft weiter mit Patentabläufen. Xarelto und Eylea verlieren spürbar, während Nubeqa und Kerendia zulegen. Neue Indikationen für Kerendia und eine Japan-Zulassung für ein Kontrastmittel geben Hoffnung. Für den Gesamtkonzern bleibt das Rechtsrisiko der größte Unsicherheitsfaktor. Der Free Cash Flow war tiefrot, allein 2 Mrd. EUR flossen in Vergleichszahlungen. Vorstandschef Bill Anderson treibt den Umbau voran, doch bis zur Supreme-Court-Entscheidung bleibt Bayer ein Fall für nervenstarke Investoren. An der Jahresprognose hält das Management trotzdem fest. Momentan kostet eine Aktie 35,27 EUR.


    Die Adipositas-Ausbreitung und die drohende Nahrungsmittelknappheit scheinen auf den ersten Blick gegensätzlich, aber sie bilden aktuell gemeinsam Investmentchancen. Novo Nordisk definiert mit seiner oralen Wegovy-Pille den Adipositas-Markt neu und gewinnt über 80 % neue Patienten hinzu. MustGrow Biologics nutzt die Bayer-Partnerschaft für sein natürliches Senf-Extrakt, expandiert in den USA und sichert seine Produktion mit asiatischen Auftragsfertigern. Bayer liefert operative Stärke in der Agrarsparte, doch der Glyphosat-Rechtsstreit und das Supreme-Court-Urteil im Juni bleiben Risiken.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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