27.04.2026 | 04:15
NASDAQ Rekord, WOLFRAM Rekord, MARATHON Weltrekord – Was bedeutet das für Almonty Industries?
Der Kenianer Sabastian Sawe schreibt Geschichte. Mit 01:59:30 Stunden läuft er den Marathon in London in neuer Weltrekord-Zeit. Auch der NASDAQ 100-Index erreicht in einem der fragilsten Momente der ökonomischen Welt einen neuen Höchststand mit 27.314 Punkten und das kritische Metall Wolfram markiert mit 3.320 USD je metrischer Tonne APT ebenso eine neue Bestmarke. Der Globus befindet sich in einer Zeit maximaler Verunsicherung, überbordender Verschuldung und aggressiver Landesfürsten. Erstaunlicherweise macht die Börse diesen Reigen mit, täglich geht es höher, schneller, weiter. Wer Geld verdienen will, muss das Ganze olympisch sehen: „Dabei sein ist alles!“ Kurzfristig werden wohl auch negative Szenarien gekauft, denn immerhin sind wohl die meisten Marktteilnehmer davon überzeugt, dass auch der Nahost-Konflikt bald beendet ist und der Westen dann mit etwas weniger politischem Risiko wieder einen neuen Wirtschaftsaufschwung einleiten wird. Eins dürfte klar sein: Ohne kritische Metalle läuft nichts! Und dafür steht die Rekordjagd bei Almonty Industries. Wer genau rechnet erkennt recht schnell: Hier steht ein weiterer Verdoppler im Raum!
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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Der Wolfram-Schock – warum Almonty Industries plötzlich Systemrelevanz besitzt
Der Wolframmarkt hat in den letzten vier Wochen eine Dynamik entwickelt, die selbst erfahrene Rohstoffstrategen überrascht. Was früher als Nischenmetall galt, wird inzwischen offen als sicherheitsrelevanter Rohstoff behandelt. Preise oberhalb von 3.000 USD je metrischer Tonne (MTU) sind kein kurzfristiger Ausschlag mehr, sondern Ausdruck eines strukturellen Angebotsdefizits, das durch Exportbeschränkungen und militärische Nachfrage zusätzlich verschärft wird. In dieser neuen Realität verschiebt sich die Bewertung von Produzenten fundamental: Nicht mehr Fördermenge oder Cashflow bestimmen den Kurs allein, sondern geopolitische Einbettung und Versorgungssicherheit. Genau dort hat sich Almonty in den letzten Wochen strategisch positioniert.
IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk im Gespräch mit Christopher Ecclestone von Hallgarten and Partners über die strategische Bedeutung der Straße von Hormus und den Nahostkonflikt mit den Effekten für Lieferketten und die weltweite Rohstoff-Versorgung. Hier geht´s zum Video.
Analysten ziehen nach – der Markt entdeckt plötzlich die Bewertungslücke
Die Analystenlandschaft hat sich spürbar verdichtet und zwar nicht im Sinne kurzfristiger Kursfantasie, sondern als Reaktion auf eine neue Bewertungslogik. Mehrere Häuser haben ihre Modelle angepasst, nachdem die Produktion in Südkorea offiziell gestartet ist und gleichzeitig die Preisannahmen für Wolfram deutlich nach oben revidiert wurden. Auffällig ist dabei die neue Argumentation: Analysten sprechen zunehmend von einer „Bewertungslücke“, weil die Aktie laut Discounted-Cash-Flow-Modellen noch immer unter ihrem rechnerischen fairen Wert notiert, obwohl der Kurs bereits massiv gestiegen ist. Das ist ein paradoxes, aber typisches Muster wie es in frühen Rohstoff-Superzyklen abgelaufen ist. Wegen der dramatischen Geschwindigkeit geraten Analysten mit ihren Berechnungen immer in Rückstand und müssen teilweise gleichzeitig erratisch nachziehen. Das ist keine Euphorie, sondern blanke Mathematik. Der Markt beginnt also nicht zu übertreiben, er beginnt erst zu verstehen.
Der Standortwechsel in die USA – ein politischer Move mit finanziellen Folgen
Der Umzug des Unternehmenssitzes nach Dillon (USA, Montana) ist eines der strategisch wichtigsten Ereignisse der letzten Wochen, auch wenn es auf den ersten Blick wie eine administrative Entscheidung wirkt. In Wahrheit ist es eine klassische Industriepolitik-Positionierung, die das Unternehmen näher an staatliche Beschaffungsprogramme und Verteidigungsaufträge bringt. Gerade im Kontext neuer US-Regeln, die ab 2027 den Bezug von Wolfram aus China für militärische Auftragnehmer einschränken, entsteht dadurch ein struktureller Wettbewerbsvorteil. Kapitalmärkte reagieren auf solche Veränderungen nicht sofort, aber nachhaltig. Unternehmen, die in strategische Lieferketten eingebunden sind, erhalten oft stabilere Bewertungen und langfristig niedrigere Finanzierungskosten.
In die nächste Ausbaustufe – Sangdong wird zur Gelddruckmaschine
Das eigentliche Kronjuwel in Almontys Wachstumsstory ist ohne Zweifel die Sangdong-Mine in Südkorea. Dort entsteht nicht einfach irgendein Bergbauprojekt, sondern eines der weltweit herausragenden Wolframvorkommen mit strategischer Relevanz. Die zuletzt kommunizierten Daten wirken fast schon wie aus dem Lehrbuch für Rohstoffknappheit: Der Gehalt liegt bei rund 0,51 % Wolframtrioxid und abgebaut wird ganze 45 Jahre. Solche Minenlaufzeiten findet man äußerst selten. Mit der bereits abgeschlossenen ersten Ausbauphase dürfte der Markt in absehbarer Zeit spürbar mit Wolframkonzentrat versorgt werden. Und das kommt in einem Moment, in dem die Lagerbestände bei Abnehmern aus der Halbleiter- und HighTech-Industrie zunehmend kritisch wirken. Wer hier nur ein normales Bergwerk sieht, unterschätzt den Hebel: Für Almonty könnte daraus ein massiver Werttreiber werden, der das Unternehmen in eine völlig neue Größenordnung hebt.
IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk im Gespräch mit CEO Lewis Black über die strategische Ausrichtung von Almonty Industries im laufenden Jahr. Hier geht´s zum Video.
Wolframpreis explodiert – aber die eigentliche Story ist die Angebotskrise
Die Preisbewegung bei Wolfram ist spektakulär, doch das eigentliche Problem liegt tiefer: Die Angebotsseite kann kurzfristig kaum reagieren. Selbst bei sofortiger Finanzierung dauert es in der Regel Jahre, bis neue Minen produktionsfähig sind. In den letzten Monaten hat sich der Preis für Ammonium-Paratungstat (APT) um mehr als 500 % gegenüber dem Vorjahr erhöht – ein Niveau, das selbst in Rohstoffmärkten außergewöhnlich ist. Das Ergebnis ist ein Markt, der kurzfristig extrem preiselastisch auf Nachfrage reagiert, langfristig aber strukturell unterversorgt bleibt. Genau diese Kombination erzeugt nachhaltige Margen. Wer glaubt, dass der Preis wieder schnell sinken könnte, irrt!
Deutsche Rohstoff verkauft – Kein Alarm, sondern klassisches Risikomanagement
Die Deutsche Rohstoff AG hat Anfang April bei Almonty kräftig auf den Tisch gehauen. Mit dem Verkauf von rund 9 Millionen Aktien oder 38 % des Bestandes und einem satten Gewinn von etwa 100 Mio. EUR schrumpfte ihr Anteil von 9 auf 4,9 %. Den Erlös pumpt das Mannheimer Unternehmen in den Ausbau seiner Öl- und Gasförderung, die momentan sehr lukrativ erscheint. Hintergrund ist sicher auch die klassische Gewinnmitnahme: Statt ewig auf Höhenkurse zu starren, sichert man sich Gewinne, bevor der nächste Dip kommt. Eine zeitlose Börsenweisheit, die manchmal gut geht, aber auch gewaltig schief gehen kann.
Einmal Hü und einmal Hott – Bewertung läuft der Realität voraus oder hinterher
So überzeugend das Narrativ ist, so klar bleibt ein Risiko sichtbar: Der Markt bewertet heute Erwartungen, nicht Ergebnisse. Wenn Produktionszahlen hinter den Prognosen zurückbleiben oder der Rohstoffpreis temporär korrigiert, kann die Bewertung schnell unter Druck geraten. Gerade in Rohstoffzyklen folgt auf jede Phase der Euphorie eine Phase der Konsolidierung. Diese ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein notwendiger Teil des Marktmechanismus.

Doch aktuell besteht die Argumentation in anderer Richtung: Täglich muss sich die Bewertung neuen Knappheits-Realitäten stellen. Das treibt den Entscheidungspunkt über „Kurzfristig überkauft oder Langfristig unterbewertet“ immer vor sich her. In den letzten 5 Tagen dominierten daher leichte technische Abgaben, aber der fundamentale Basistrend steht: Nach oben!
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