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22.07.2022 | 05:01

Netflix, Amazon, BrainChip Aktien: KI treibt das Geschäft

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Bildquelle: pixabay.com

Unsere Zukunft ist vernetzt und zunehmend interaktiver. Streaming Anbieter wie Netflix personalisieren Inhalte dank Machine Learning Systeme, doch dem Unternehmen laufen die Nutzer davon. Zum Laufen kommt indes Amazons Sprach-Assistent Alexa. Auf der Entwickler Konferenz vor zwei Tagen wird zum ersten Mal Ambience Intelligence verkündet: Alexa übernimmt in Zukunft digitale Assistenzen im smart vernetzten Zuhause. Damit eine Alexa überhaupt erst zur eigenständigen lernenden Entität wird, erschaffen Firmen wie Brainchip genau die passenden Mensch-Maschine-Schnittstellen-Technologien. Und Smart Home ist nur ein kleiner Teil des riesigen Ki Wachstumsmarktes mit intelligent neuromophen Chip-Technologien...

Lesezeit: ca. 6 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: NETFLIX INC. DL-_001 | US64110L1061 , AMAZON.COM INC. DL-_01 | US0231351067 , BRAINCHIP HOLDINGS LTD | AU000000BRN8

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Inhaltsverzeichnis:


    Karim Nanji, CEO, Marble Financial
    "[...] In Kanada kommen auf jeden Dollar Einkommen 1,75 Dollar Schulden – und das war bereits vor der Pandemie so. [...]" Karim Nanji, CEO, Marble Financial

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    Netflix: Abonnentenzahlen brechen ein trotz KI Werbung für neue Nutzer

    Der US-Streaming Dienst Netflix hat es dieser Tage nicht leicht. Im zweiten Quartal 2022 verlor der Streaming Dienst 970.000 Abonnenten. Die Rückgänge geschehen hauptsächlich in den USA, Kanada und Europa.Zwar stieg der Aktienkurs in dieser Woche um 5,6%, da die Nutzerverluste geringer ausfielen als erwartet. Doch über das Jahr hinweg ist der Aktienkurs um 66 % gefallen. Die zukünftigen Wachstums-Chancen sind aus unterschiedlichen Gründen verhalten. So ist mit einer kontinuierlichen Verlangsamung des Umsatzwachstums und schwächeren Rentabilitätskennzahlen zu rechnen.

    Ein erster Grund ist die Art des Geschäftsmodells. Laut Warren Buffett fällt es in die Klassifizierung der “Commodity Type Businesses”. Ein Business, was generische Dienste oder Produkte anbietet und für Konsumenten als Hauptkaufgrund nur den Preis bietet. Dazu gehören Fluggesellschaften genauso wie Automobilhersteller. Mit seinem Abo-Geschäftsmodell Basis, Standard und Premium verdient Netflix sein Geld und bietet seinen Kunden damit Zugang zu Serien, Filmen und Serien auf der Streaming-Plattform.
    Damit ist Netflix identisch mit Disney Plus, Amazon Prime, Hulu und weiteren. Es kann sich also nur durch einzigartigen Content von seiner Konkurrenz abheben. Seit 2013 entwickelt Netflix eigener Inhalt unter der Marke “Netflix-Originals”. Dieses Label ist heute der wichtigste strategischen Vermögenswert für das Unternehmen.

    Ein weiterer Grund sind die gestiegenen Lebenshaltungskosten in den USA, Kanada und Europa. Die Bevölkerung steht genau wie Industrie-Unternehmen vor explodierenden Energiepreisen. Die Verbraucherpreise stiegen in der Eurozone um 8,6 % im Verglich zum Vorjahr. Wer kann, spart zuerst dort, worauf er verzichten kann. Und meist fallen dem Rotstift dann Abos von Unterhaltung bis Sport zum Opfer. Man erinnert sich an die gute alte Bücherei und schaut stattdessen mit Werbeunterbrechung alternativ günstige YouTube Videos.

    Der dritte Grund ist das aktuelle Netflix-Geschäftsmodell. Das Unternehmen kann den Nutzer-Rückgang abfedern, indem es eine Low-Budget Variante anbietet, die durch Werbeunterbrechungen refinanziert wird. Mithilfe des maschinellen Lernens kann Netflix die Video- und Audiocodierung, die Auswahl der adaptiven Bitrate und das hauseigene Content Delivery Netzwerk optimieren. Es ist die Grundlage für Werbeausgaben auf anderen Plattformen, den Kanalmix und seine Werbekreativität, damit wir neue Mitglieder finden können, die Netflix mögen.

    So wird zwar erste KI Systeme eingesetzt, jedoch bisher nur zur externen Nutzergewinnung. Intern kann es für den US-Konzern die Chance sein, ein eigenes werbefinanziertes Paket anzubieten. Die Gefahr besteht, dass bisheriger Nutzer ihr Abo herunterstufen und damit weniger Geld in die Kassen der US-Amerikaner gespült wird. Netflix erwirtschaftete im Jahr 2021 über 29,6 Mrd. USD, mit einem Betriebsergebnis von über 6 Mrd. USD und einem Nettoergebnis von über 5 Mrd. US-Dollar. Seit 2021 zählt Netflix 221 Millionen zahlende Mitglieder weltweit.

    Amazon: KI Alexa morpht zur Mensch-Maschinen-Schnittstelle

    Während Netflix Nutzer immer stärker in den Genuss der KI-gesteuerten Programm-Inhalte hineingezogen werden, ist Amazon schon wieder einen Schritt weiter. Während der Sprach-Assistent Amazon Alexa unterhaltsam seine Nutzer ausspioniert, lernt das System ununterbrochen - und das immer mit einem kommerziellen Interesse, getarnt als sympathischer und verständnisvoller Concierge. Manch einer erinnert sich vielleicht noch an den humanoiden Roboter Ash aus dem Alien Film 1979, der in völliger Bewunderung für die fremde Spezies das Leben der Besatzung aufs Spiel setzte.

    Amazon zündet für den Alexa-Sprachassistent die nächste Stufe und vernetzt den statischen Knubbel-Lauscher mit anderen Geräten für digitale Interaktionen. Unter dem Namen “Ambient Intelligence” werden Nutzer in Zukunft ihr wahres Raumwunder erleben. Ambient Intelligence bedeutet, dass die zugrundeliegende KI überall verfügbar ist und den Menschen hilft, wenn sie sie brauchen. Sie lernt, Bedürfnisse vorauszusehen und zieht sich zurück, wenn sie nicht gebraucht wird. Kein Ein- und Ausschalten mehr, das System lernt eigenständig mit durch Training seiner Nutzer.

    "Einige Unternehmen haben eine Vision für Technologie, die in Telefon-Apps oder in einem Virtual Realty-Headset verwurzelt ist", sagte Aaron Rubenson, VP von Amazon Alexa, auf dem Amazon Alexa Live Event am 20. Juli 2022. "Unser Ziel ist es, eine Technologie zu entwickeln, die es Kunden ermöglicht, mehr Zeit damit zu verbringen, die Welt zu betrachten und mit Menschen zu interagieren."

    Der selbstlernende Mechanismus von Alexa korrigiert beispielsweise automatisch mehrere Millionen Fehler pro Woche - sowohl Kundenfehler als auch Fehler in den eigenen Modellen für natürliches Sprachverständnis (NLU). Getarnt als sympathischer Hausbutler verwandelt Amazon durch Alexa seine Kunden in freiwillige Versuchskaninchen zum Trainieren der eigenen KI.

    BrainChip : Mensch-Maschine Schnittstellen-Technologie dank neuromorpher Chip-Systeme

    Die nahe Zukunft ermöglicht KI gesteuerte Technik im Hausgebrauch und täglichen Bedarf. Elon Musk versucht sich mit der Firma Neuralink an implementierbaren Chips in Lebewesen und scheint damit einen Schritt zu weit gegangen zu sein. Seine Co-Founder haben die Firma verlassen und kümmern sich um eigene Projekte, statt der Cyborg-Vision des Visionärs zu folgen. Es muss auch nicht gleich das Implantat im lebendigen Körper sein.

    Eine smarte Version ist die Erzeugung eines gehirnähnlichen Lernsystems auf dem Chip selbst. BrainChip Inc. ist ein führender Anbieter von neuromorphen Computerlösungen, einer Art von künstlicher Intelligenz, die von der Biologie des menschlichen Neurons inspiriert ist. Die revolutionäre neue Spiking-Neural-Network-Technologie des Unternehmens kann autonom lernen, sich weiterentwickeln und Informationen genau wie das menschliche Gehirn verknüpfen. Denn KI-Systeme wie Alexa benötigen smarte Hardware, um Kapazitäten für selbständige Lernräume zu schaffen. Genau an dieser Mensch-Maschine-Schnittstelle, die die Alexa Entwickler auf der Konferenz vor zwei Tagen bekanntgaben, bedarf es neuromorphe Chip-Systeme. Weitere Einsatzgebiete sind neben Infotainment wie Netflix oder Amazon Alexa unter anderem Robotik, Automotive, Telekommunikationund Gaming.

    So partnert BrainChip aktuell mit dem Unternehmen NVISO, eine Firma für Human Behavioural Analytics. NVISO liefert Lösungen für eine Vielzahl von Anwendungsfällen, unter anderem für die Bereiche Smart Living, Smart Mobility und Smart Health. NVISO wird ein Evaluations- und Software Development Kit (EVK und SDK) auf den Markt bringen, die für neuromorphe Prozessoren optimiert sind und sich an Innovatoren richten, die KI-gesteuerte Mensch-Maschine-Schnittstellen einsetzen möchten, um menschliches Verhalten in Echtzeit am Rande des Systems zu erkennen. Beide Unternehmen werden das EVK und SDK gemeinsam vermarkten, und die erste Evaluierung mit einem Halbleiterhersteller in Japan hat bereits begonnen. Die hervorragende Brainchip Technologie hat NVISO überzeugt.

    "Das erste neuromorph optimierte EVK von NVISO wurde in Rekordzeit realisiert und hat alle Erwartungen übertroffen", sagte Tim Llewellynn, CEO von NVISO. "BrainChip hat eine hervorragende Entwicklungsumgebung für KI-Software-Spezialisten wie NVISO geschaffen, und die Reife ihrer Tools zeigt, warum sie die erste kommerzielle neuromorphe Prozessor-IP auf dem Markt sind.” Die Zukunft hält einiges für innovative Investoren bereit, die auf Pioniere wie BrainChip setzen. Denn BrainChip ermöglicht effektive Edge-Computing-Leistungen, die universell in realen Anwendungen wie vernetzten Autos, Unterhaltungselektronik und industriellem IoT eingesetzt werden können.


    Die zarten KI Gehversuche von Netflix wirken bisher auf externen Plattformen, durch Werbung für den Streaming Dienst zur Kunden-Neugewinnung auf anderen Kanälen. Netflix nutzt maschinelles Lernen, um das Angebot anhand der geschauten Inhalte für seine Nutzer immer weiter zu personalisieren und damit attraktiv zu gestalten. Amazon ist einen großen Schritt weiter: die Amazon Alexa Entwickler Konferenz gab den Auftakt für die ersten Ambient Intelligence Funktionen. Alexa übernimmt Handlungen im Raum mit anderen Geräten und vernetzt sich zunehmend intelligent. Damit solche Systeme überhaupt zum virtuellen Leben erweckt werden können, bedarf es smarter Technologie wie die Firma BrainChip sie anbietet. Das Grundgerüst für zukünftige smarte selbstlernende Systeme wird dank neuromorpher Chip-Technologie überhaupt erst zum Leben erweckt. Und damit bietet sich in einer zunehmend vernetzten Welt von Smart Health, Smart Living und Smart Driving ein Riesenmarkt für innovative Investoren.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
    2. Software – Oberbegriff für unterschiedliche Arten von Programmen, die für den Betrieb von Computern notwendig sind.

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    Seit Monaten läuft die Korrektur an den Aktienmärkten. Hart getroffen wurden dabei vor allem Technologiewerte. Durch das Ende der ultralockeren Geldpolitik und möglichen größeren Zinsschritten verloren sogar Marktführer teilweise über 80% an Boden. Ob die Zinserhöhungen in den nächsten Monaten wie geplant durchführbar sind, erscheint dagegen mehr als fraglich. Denn bereits jetzt schwebt das Rezessionsgespenst über den Kapitalmärkten. Zudem dürften durch die historischen Verschuldungsgrade mehrerer Länder weitere Zinserhöhungen ausgeschlossen sein.

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    Die Märkte haben in den vergangenen Tagen ordentlich Federn lassen müssen. Darunter sind auch Unternehmen, die hervorragend aufgestellt sind für die Zukunft und zu den großen Playern in ihren jeweiligen Bereichen gehören. Warren Buffet verfolgt die Maxime: „Sei ängstlich, wenn andere gierig sind. Sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“ Der Fear and Greed Index steht mit 18 auf extremer Angst. Es ist also an der Zeit, sich Qualität ins Depot zu holen. Wir sehen uns heute drei Unternehmen an, die langfristig aussichtsreich erscheinen.

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