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08.10.2021 | 05:10

Nordex, Desert Gold, TUI – Der Wind dreht sich

  • Märkte
Bildquelle: pixabay.com

Nach einer kurzen aber schmerzhaften Korrektur und dem Rutsch unter die psychologisch wichtige Marke von 15.000 Punkten ist der DAX wieder oben auf. War es das und bereitet sich das deutsche Börsenbarometer für eine Jahresendrallye und den erneuten Sprung über die 16.000er-Marke vor oder folgen weitere Kursverluste? Auch bei bestimmten Einzelaktien könnte, ebenso wie an den Edelmetallmärkten, eine lange Konsolidierungsphase beendet sein.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG000 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554

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Inhaltsverzeichnis:


    Gold vor neuer Aufwärtswelle

    Dass das Edelmetall sowohl als Krisenwährung als auch Inflationsschutz verwendet wird, ist hinlänglich bekannt und wurde in der Vergangenheit häufig bewiesen. Umso erstaunlicher, dass trotz der aktuellen Gegebenheiten noch keine Flucht in Gold oder dem kleinen Bruder Silber erfolgt ist. Aktuell ist der Edelmetallsektor fundamental sehr attraktiv bewertet, und viele der Unternehmen konnten mit Rekordzahlen aufwarten.

    Die Aktie des Goldminenexplorers Desert Gold zum Beispiel glänzte in jüngster Vergangenheit mit einer strategisch herausragenden Übernahme, trotzdem ist die Aktie gegenüber Ihren Höchstständen vom Januar dieses Jahres mit einem Discount von knapp 50% zu haben. Die Kanadier legen Ihren Fokus auf Lagerstätten im afrikanischen Staat Mali, dem viertgrößten Goldproduzenten auf dem afrikanischen Kontinent.

    Das Flagschiffprojekt SMSZ ist nach der Shearzone zwischen Senegal und Mali benannt und umfasst eine Fläche von 410 qkm. SMSZ ist mit fünf großen Minen im Norden und Süden in Streichrichtung verbunden, unter anderem mit der Mine Fekola von B2 Gold, mit den Minen Gounkoto und Loulo von Barrick und mit den Minen Sadiola und Yatela von Allied Gold.

    Mit der Akquisition der 30,6 qkm großen Konzession Kolomba, die mit SMSZ verbunden ist, konnte die Zone im vergangenen Monat erweitert werden. Der CEO von Desert Gold, Jared Scharf spricht von einem perfekten Fit für die weitere Strategie. Mit der strategischen Lage der Konzession Kolomba und der Qualität der Explorationsziele innerhalb ihrer Grenzen wird Kolomba hohe Priorität in der bevorstehenden Explorationssaison genießen.

    Zum letzten Mal wurde Kolomba 2003 bearbeitet, zu diesem Zeitpunkt stand der Goldpreis bei 363 USD je Unze. Die Akquisition zeichnet sich durch zwei aussichtsreiche Goldzonen aus. Höhepunkte vergangener Bohrungen umfassen bis zu 16,03 g/t Gold über 7m, 7,78 g/t Gold über 19m und 3,51 g/t Gold über 29m in der Zone Linguekoto West. In der zweiten Zone, Mogoyafara, brachten vergangene Bohrungen 2,04 g/t Gold über 41m, 20,87 g/t Gold über 6m und 1,40 g/t Gold über 55m zu Tage.

    Der Börsenwert von Desert Gold liegt im Augenblick bei lediglich 12,28 Mio. EUR. Im Hinblick auf die Qualität des Projekts dürfte bei einem erwartet langfristig steigenden Goldpreis die Aktie überproportional profitieren.

    Dreht sich der Wind?

    Die unendliche Geschichte des Windanlagenbauers Nordex könnte auf aktuellem Niveau ein Ende finden. Aufträge über Aufträge laufen seit Wochen über die Newsticker, die Aktie kennt jedoch nur den Weg Richtung Süden. Mit dem gestrigen Tief bei 12,64 EUR und einem Revearsal über die Marke von 13,00 EUR besteht nun die Chance auf ein Ende des negativen Trends. Die nächsten charttechnischen Widerstände warten bei 14,00 EUR.

    Positiv gestimmt waren die Anleger nach der Verkündung eines Auftrages aus der Ukraine. So liefern die Hamburger zehn Turbinen des Typs N149/5.X für den 54,6-MW-Windpark "Skolivska". Der Auftrag wurde von der Unternehmensgruppe Eco-Optima vergeben und beinhaltetet zusätzlich einen fünfzehnjährigen Wartungsvertrag. Für den Start der Arbeiten wird das Frühjahr des nächsten Jahres angepeilt.

    Ende der Leidenszeit?

    Die Tourismusbranche war ohne Zweifel einer der Verlierer der Corona-Pandemie. Ohne Inanspruchnahme von Staatshilfen wäre ein Fortbestehen des Tourismusriesen TUI unmöglich gewesen. Mit einer Kapitalerhöhung in Höhe von rund 1,1 Mrd. EUR wollen die Hannoveraner nun die Refinanzierung und Reduzierung der Inanspruchnahme der Staatskredite angehen.

    Dabei soll die Zahl der Aktien um fast die Hälfte auf mehr als 1,6 Milliarden Stück steigen. Mit im Boot sitzt weiterhin der russische Investor Alexej Mordaschow, der aktuell 32% an TUI hält. Dieser will seinen Anteil konstant halten und die entsprechende Anzahl an Aktien zeichnen.

    Die Aktie des Reiseveranstalters stieg im Handelsverlauf um mehr als 10% auf 4,125 EUR. Zu viel für die Nord LB und Analysten Wolfgang Donie. Mit dieser Maßnahme verschaffe sich das Unternehmen nun etwas mehr Spielraum, bis zu einer gesunden Bilanz sei es allerdings noch ein langer Weg. Sein Urteil lautet „verkaufen“, das Kursziel wurde sogar noch einmal von 2,70 EUR auf 2,60 EUR gesenkt.


    Nach einer mehrmonatigen Korrektur stehen die Edelmetallmärkte kurz vor dem Beginn einer neuen Aufwärtswelle. Der Goldminen-Explorer Desert Gold besitzt mit seinem Projekt langfristig hohes Potenzial. Nordex könnte ebenfalls seine Tiefs gesehen haben, bei TUI sollte man trotz der positiven Stimmung vorsichtig sein.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Kapitalerhöhung – Erhöhung des Eigenkapitals eines Unternehmens

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    Die Börsen wackeln bedenklich. Nach den Höchstständen Anfang des Jahres korrigierten vor allem Aktien aus dem Technologiesektor aufgrund steigender Ängste vor einer strikteren Geldpolitik der Notenbanken auf breiter Front. Die Tatsache, dass sich die Spannungen zwischen Russland und den westlichen Staaten in Folge des Ukraine-Konflikts zuspitzen, verstärken den Ausverkauf. Trotz guter Unternehmensdaten werden einzelne Gesellschaften vom Sog mitgerissen und bieten aktuell interessante antizyklische Einstiegschancen.

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