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05.08.2025 | 04:50

Palantir, Rheinmetall, Renk und Dryden Gold: Gewinner im Spannungsfeld von Handelskrieg und NATO-Agenda

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Bildquelle: pixabay.com

Zölle, Rüstung und Infrastruktur! Kein Wunder, dass sich im deutschen Bundeshaushalt eine beträchtliche Lücke von rund 172 Mrd. EUR zwischen 2027 und 2029 auftut. Zwar versucht die Bundesregierung mit Ausgabenkürzungen gegenzusteuern, aber letztlich wird es wohl zu Steuererhöhungen kommen müssen, denn auch die Migrations- und Klimakosten wollen bezahlt sein. Wer als Regierungs-Verantwortlicher nun alles gleichzeitig stemmen muss, den beißen die Hunde! Die staatlichen Einnahmen werden wegen lahmender Konjunktur und der hohen Teuerung weiter schwinden, der Staat wird also mit höheren Zinsen in der Refinanzierung rechnen müssen. Für Anleger dürfte der Goldpreis damit weiter steigen, selektive Investments in Edelmetallen machen also Sinn. Ob auch für die gutgelaufenen Rüstungs- und Defense-Titel noch ein Plus übrigbleibt, werden wir kurz analysieren.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: DRYDEN GOLD CORP | CA26245V1013 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088

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Inhaltsverzeichnis:


    Palantir – Davon geeilt, doch nun kommen die Zahlen!

    Palantir steht derzeit im Fokus der Anleger, nachdem das Unternehmen einen potenziellen Zehn-Jahres-Vertrag im Wert von rund 10 Mrd. USD mit der US-Armee in Aussicht hat. Dieser Deal würde etwa 75 bestehende Einzelverträge konsolidieren und das Unternehmen als zentralen Partner für KI-gestützte Datenlösungen im Verteidigungsbereich positionieren. Analysten sehen darin eine strategische Bestätigung der Rolle Palantirs als Profiteur der massiven KI-Investitionen der US-Regierung, insbesondere bei Anwendungen wie dem Maven Smart System und Meta Constellation. Im Vorfeld der anstehenden Quartalszahlen kletterte die Aktie angetrieben von der Erwartung starker Ergebnisse bereits auf über 160 USD. Auf Jahressicht ist die PLTR-Aktie nun 530 % im Plus, selbst mit Einrechnung der US-Militäraufträge beträgt das Kurs-Umsatz-Verhältnis 2025e krasse 100. Für das zweite Quartal 2025 rechnen Analysten im Konsens mit einem Umsatz von rund 939 Mio. USD, was einem Wachstum von knapp 39 % entspräche. Die Spannung steigt, denn sollte der Ausblick positiv ausfallen und die Pipeline im Regierungs- sowie Industriebereich weiter wachsen, geht der Anstieg des Titels wahrscheinlich weiter. Wichtig ist aber in erster Linie die Flüsterschätzung der Händler, die auch noch übertroffen werden muss. Höchst spannend!

    Rheinmetall – Wie ein Fels in der Brandung

    Rheinmetall dominiert den europäischen Verteidigungssektor, denn seit Kriegsbeginn in der Ukraine hat sich der Aktienkurs verzwanzigfacht - allein 2025 hat er um über 250 % zugelegt. Eine Rechtfertigung für die Performance liefern die Zahlen. Getrieben vom boomenden Rüstungsgeschäft stieg der Umsatz in Q1-2025 um 46 % auf 2,3 Mrd. EUR, das EBIT um 49 % auf 199 Mio. EUR. Der Auftragsbestand liegt mit 63 Mrd. EUR weiterhin auf Rekordniveau und entspricht fast dem Sechsfachen des Jahresumsatzes 2024. Die Strategie ist weiter klar auf Verteidigung ausgerichtet: Zwei Werke werden umgestellt, Hagedorn-NC für die Pulverversorgung übernommen, dazu Zuliefererstatus für den F-35 und eine Partnerschaft mit Anduril für moderne Drohnentechnologie. Mit Lockheed Martin entsteht zudem ein Raketen-Kompetenzzentrum. Für 2025 erwartet Rheinmetall bis zu 30 % Umsatzplus bei 15,5 % EBIT-Marge. Analysten sehen das Unternehmen als Hauptprofiteur steigender NATO-Ausgaben, der Kurs hat jedoch mit 1.940 EUR das aktuelle Durschschnitts-Ziel der LSEG-Analysten von 2.025 EUR fast erreicht. Ein möglicher Aktien-Split könnte neue Dynamik bringen und Käufe von Kleinanlegern erreichen. Am 7. August werden die Düsseldorfer berichten, es wird im Konsens ein Gewinn je Aktie von 3,88 EUR erwartet.

    Goldboom voraus: Warum Dryden Gold ein Favorit für Anleger ist

    Fern ab von Rüstung- und Defense, aber für die Portfolio-Sicherung geeignet, sind Gold-Investments. Wichtig für Anleger sind neben der Qualität der Lagerstätte, die zeitliche Distanz zur Goldförderung, die vorhandene Infrastruktur und die Jurisdiktion. Mit guten Rahmendaten rückt Dryden Gold mit dem Elora-Goldsystem im Gold Rock Camp von Ontario immer stärker in den Fokus. Das Unternehmen hat bereits ein voll finanziertes 15.000-Meter-Bohrprogramm abgeleistet und mehrere hochgradige Goldabschnitte sowie sichtbares Gold entdeckt. Besonders im Zielgebiet Jubilee und in der Pearl-Zone zeigen sich parallele, übereinanderliegende Strukturen, die sich über rund einen Kilometer erstrecken, ein Merkmal, das an legendäre Lagerstätten wie Red Lake erinnert. Bohrloch KW-25-003 lieferte spektakuläre 301,67 g/t Gold über 3,90 Meter, neue Treffer wie 15,30 g/t über 1,45 Meter in der Hangwand untermauern das Potenzial. Auch die breiten, oberflächennahen Zonen in Pearl deuten auf ein sich ausweitendes System hin.

    Mit rund 70.000 Hektar Land, strategischen Zukäufen und Partnern wie Centerra Gold und Alamos Gold ist Dryden Gold bestens aufgestellt. Das Umfeld ist ideal: Stabile Jurisdiktion, günstige Energie, ausgezeichnete Infrastruktur und gute Beziehungen zu den indigenen Gemeinden. Historische Minen in der Region, wie Musselwhite mit 1,5 Mio. produzierten Unzen zeigen, welches Potenzial in der Gegend steckt. Für 2025 stehen 5,8 Mio. CAD für weitere Bohrungen bereit, die nicht nur eine Ressourcendefinition, sondern auch neue Entdeckungen zum Ziel haben. Die Mischung aus hochgradigen Treffern, einem expandierenden Zielgebiet und strategischer Finanzierung könnte Dryden Gold zu einer der spannendsten Wachstums-Stories im nordamerikanischen Goldsektor machen. Wer auf den nächsten großen Fund setzen will, sollte dieses Unternehmen im Blick behalten. Die Dryden-Aktie kann mit über 40 % Plus seit Jahresbeginn sogar im Vergleichschart mit beliebten Rüstungstiteln standhalten.

    Im Rendite-Vergleich seit Jahresanfang finden sich Titel wie Palantir, Rheinmetall und Renk mit dreistelligen Renditen wieder. Auch Dryden Gold profitiert von seiner ausgezeichneten Lagerstätte und den jüngsten Erfolgen mit über 40 % Zuwachs. Quelle: LSEG vom 04.08.2025

    Renk – Gerüchte treiben den Kurs

    Noch einmal zurück zu den Rüstungstiteln. Viele Investoren fragen sich sicher, warum die Renk-Aktie immer noch bei knapp 70 EUR notiert. Das Rätsel ist leicht aufzulösen: Im Juli hat der Panzerhersteller KNDS eine Optionsvereinbarung gezogen und 9,17 Mio. Renk-Aktien vom Finanzinvestor Triton erworben. Damit erhöhte KNDS seinen Anteil am Getriebehersteller von 6,7 % auf 15,84 % und ist nun größter Einzelaktionär. KNDS ist ein Joint Venture aus Krauss-Maffei Wegmann und Nexter Defence Systems, wichtigen Partnern von Renk im Verteidigungssektor. Die Einigung beendet langwierige Verhandlungen und Streitigkeiten über Kaufpreis und kartellrechtliche Bedenken. Triton hält weiterhin etwa 9,2 % der Aktien. Parallel kursieren Gerüchte über Gespräche zu einer potenziellen Übernahme, bei der Renk als technologischer Zulieferer eine wichtige Rolle spielen könnte. Dies würde zu einer stärkeren Integration in die Verteidigungsbranche führen und Synergien in Technik und Produktion ermöglichen. Für Börsianer liegt die hohe Bewertung des Getriebe-Experten in diesen Verhandlungen begründet, rein analytisch ist Renk im Vergleich zu Rheinmetall sichtlich überteuert.


    Die Börse zeigt sich nach einer starken Korrektur wieder von ihrer Sonnenseite. Besonders im Technologie- und Verteidigungssektor treiben globale Trends wie Künstliche Intelligenz und sicherheitspolitische Spannungen die Fantasie der Anleger an. Ob sich mit klassischen Rüstungspapieren jetzt noch überdurchschnittliche Gewinne erzielen lassen, bleibt jedoch unsicher. Deutlich realer erscheint das Potenzial bei Edelmetallen, die als bewährter Schutz vor geopolitischen Risiken und wirtschaftlichen Unsicherheiten gelten. Hier könnte Dryden Gold profitieren, das Unternehmen hält ein erstklassiges Projekt im Herzen des Goldgürtels von Ontario, ein Standort mit Seltenheitswert und spannenden Perspektiven.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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