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10.07.2026 | 05:20

Zinsen, Rohstoffe und Mieten: Mit Deutsche Bank, Globex Mining und Vonovia verdienen Sie in jeder Marktphase

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Die EZB hält den Zins-Poker aufrecht, geopolitische Risiken bleiben präsent und der deutsche Immobilienmarkt sucht nach Stabilität. Die entscheidende Frage ist nicht, welcher Sektor dominiert, sondern wie sich Banken, Rohstoffe und Wohnimmobilien kombinieren lassen, um Zinsrisiken und Marktschwankungen auszugleichen. Wer nur auf Gold oder eine Immobilienrallye setzt, übersieht die komplexe Realität: Zinspolitik, Rohstoffzyklen und Baukosten folgen eigenen Gesetzmäßigkeiten. Ein diversifizierter Ansatz gewinnt daher an Bedeutung. Die Deutsche Bank, Globex Mining mit seinem Rohstoffportfolio und der Immobilienkonzern Vonovia stehen exemplarisch für diese drei Säulen und lassen sich gezielt als Basis für ein ausgewogenes Portfolio nutzen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 | TSX: GMX. OTCQX: GLBXF , VONOVIA SE NA O.N. | DE000A1ML7J1

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Inhaltsverzeichnis:


    Deutsche Bank - Konsolidierung mit Perspektive

    Die Deutsche Bank hat ihre strategische Transformation in den vergangenen Jahren konsequent vorangetrieben und das zeigt sich zunehmend in den Ergebnissen. Das Institut hat sich von risikoreichen Randaktivitäten getrennt, zuletzt mit dem Verkauf des Privatkundengeschäfts in Indien. Parallel dazu wird die internationale Präsenz gezielt ausgebaut, etwa mit dem neuen Regionalhauptquartier in Saudi-Arabien oder den Investitionen in China. Diese Doppelstrategie aus Portfoliobereinigung und gezielter Expansion schafft ein stabileres Fundament. Das aktuelle Zinsumfeld unterstützt diesen Kurs, insbesondere im Privatkundengeschäft, wo höhere Zinssätze die Margen spürbar verbessert haben. Die Bestätigung des Ratings durch Morningstar DBRS unterstreicht die Fortschritte bei der finanziellen Leistungsfähigkeit.

    Das Privatkundengeschäft mit verwalteten Vermögen läuft richtig rund – der Bestand hat inzwischen die Marke von knapp 700 Mrd. EUR geknackt. Die Wealth-Management-Sparte kann dabei auf eine erfreuliche, anhaltende Wachstumsdynamik blicken. Beim klassischen Personal-Banking hingegen dreht sich alles um die Kosten. Mit Filialschließungen und einer ganzen Reihe von Effizienzmaßnahmen wird die Struktur hier aktuell spürbar gestrafft. Im Investmentbanking bleibt das FICC-Geschäft der verlässliche Ertragspfeiler. Das Asset-Management DWS profitiert von steigenden AuM und zeigt mit einem Profitabilitätsanstieg von 37 % im 1. Quartal 2026 seine operative Stärke. Der Ausbau der Beraterkapazitäten und die Fokussierung auf margenstarke Segmente wie diskretionäre Portfoliomandate zahlen sich aus. Das Management erwartet, dass diese Dynamik anhält.

    Die anstehenden Quartalszahlen am 29. Juli werden zeigen, ob die Bank ihr Umsatzziel von 33 Mrd. EUR für 2026 erreichen kann. Analysten sehen die Bank auf einem soliden Kurs. Das mittlere Kursziel liegt bei 35,17 EUR. Die Kapitalausstattung bewegt sich zwischen 13,5 - 14 %, was Spielraum für weitere aktionärsfreundliche Maßnahmen gibt. Die anpeilte Ausschüttungsquote von 60 % und das laufende Aktienrückkaufprogramm zeigen, dass das Management an die Aktionäre denkt. Das positive Zinsumfeld bleibt ein wichtiger Treiber. Die strukturellen Verbesserungen in allen Segmenten lassen erwarten, dass die Deutsche Bank auch bei normalisierendem Zinsniveau weiterhin wettbewerbsfähig bleibt. Derzeit ist die Aktie für 30,88 EUR zu haben.

    Globex Mining - der Vermögensverwalter im Rohstoffsektor

    Die Bilanz des Unternehmens liest sich für einen Mining-Akteur außergewöhnlich. Über 40 Mio. CAD in liquiden Mitteln, keinerlei Verbindlichkeiten und lediglich 57 Mio. ausstehende Aktien, ohne je einen Reverse-Split vorgenommen zu haben, sprechen eine klare Sprache. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 106 Mio. CAD bedeutet dies, dass mehr als ein Drittel des Unternehmenswertes in bar gehalten wird. Die jährlichen Einnahmen aus Optionszahlungen und Verkäufen belaufen sich auf etwa 5 - 6 Mio. CAD, vollständig ohne Verwässerung der Aktionäre. Ein bemerkenswerter Ansatz in einer Branche, die sonst für kontinuierliche Kapitalerhöhungen bekannt ist.

    Mit 274 Assets in sicheren Jurisdiktionen wie Quebec, Nevada und Arizona verfügt Globex über eine bemerkenswerte Diversifikation. Rund 150 Projekte hält das Unternehmen zu 100 %, während 106 Royalty-Vereinbarungen und 11 aktive Optionsdeals das Portfolio abrunden. Die geografische und breite Palette an Rohstoffen, von Gold über Basismetalle bis hin zu Antimon und Lithium, reduziert das Klumpenrisiko erheblich. Besonders die Partnerschaften mit erfahrenen Minenbauern wie bei Ramp / Maude Lake Gold oder Bald Hill zeigen das Potenzial des Modells. Globex Mining kassiert Zahlungen und Aktien, während Partner die gesamte Explorationsarbeit übernehmen.

    Die jüngsten Ergebnisse von Antimony Resources auf dem Bald-Hill-Projekt unterstreichen die Strategie. Bohrungen lieferten Gehalte von 16,65 % Antimon über 5,05 m, einschließlich 33,4 % auf 1,1 m. Ergänzend zeigten Goldanalysen über 45 Bohrlöcher durchschnittlich 1,14 g/t Gold. Das Mont-Sorcier-Eisenerzprojekt könnte mit einer anstehenden Machbarkeitsstudie jährliche Royalty-Zahlungen von 7-10 Mio. CAD generieren. Die kommenden 12 Monate versprechen zahlreiche Katalysatoren von Ressourcenschätzungen bis hin zu Produktionsentscheidungen. Die Frage ist nicht, ob Werte geschaffen werden, sondern wann der Markt sie angemessen bewertet. Aktuell notiert die Aktie bei 1,85 CAD.

    Vonovia - solide Mieten, zähe Zinsen

    Das Vermietungsgeschäft bleibt der verlässliche Anker. Trotz eines um 4.000 Einheiten geschrumpften Portfolios stieg das bereinigte EBITDA im 1. Quartal um 6,3 % auf 630 Mio. EUR. Die Auslastung liegt bei fast 98 %, die Zahlungsmoral bei über 99 %. Das organische Mietwachstum von 4 % zeigt, wie knapp Wohnraum in deutschen Metropolen ist. Das Value-add-Segment legte sogar um mehr als 30 % zu. Das ist ein Beleg, dass Vonovia zunehmend unabhängiger von reinen Mieteinnahmen wird. Diese operative Robustheit liefert das Rückgrat für alle weiteren Schritte.

    Die jüngste Leitzinserhöhung der EZB um 25 Basispunkte trifft den Konzern empfindlich. Bei einem Beleihungsauslauf (LTV) von 45,1 % und einer Nettoverschuldung von 13,7-fachen des EBITDA wirken steigende Refinanzierungskosten direkt auf das Ergebnis. Die zehnjährigen Baudarlehen kosten inzwischen rund 4,10 % und das drückt auf die Portfoliobewertung. Der Markt für Großkredite ist weitgehend ausgetrocknet, was die anstehende Refinanzierung von 1,6 Mrd. EUR in diesem Jahr zur Nagelprobe macht.

    Genau hier liegt der entscheidende Hebel. Das Management verfolgt einen klaren Kurs, um den LTV bis 2028 auf 43 % zu senken, durch organisches Wertwachstum und gezielte Verkäufe im Milliardenbereich. Die politische Entwarnung bei Enteignungen in Berlin hat ein langjähriges Risiko beseitigt. Bei einem durchschnittlichen Analystenkursziel von 32,67 EUR und einer Dividendenrendite von aktuell 5,9 % erscheint der Abschlag von rund 50 % zum substanziellen Nettovermögen übertrieben. Der anhaltende Wohnungsmangel stützt die Mieten langfristig. Wer auf konsequente Schuldenreduktion setzt, findet hier ein attraktives Chance-Risiko-Profil. Momentan kostet die Aktie 21,26 EUR.


    Wer in jeder Marktphase bestehen will, braucht ein stabiles Fundament aus Zinssensitivität, Rohstoffwerten und Wohnimmobilien. Die Deutsche Bank liefert mit ihren starken Quartalszahlen den Beweis für ihre operative Widerstandsfähigkeit. Globex Mining bleibt dank seines schuldenfreien Geschäftsmodells und einem breiten Rohstoffportfolio der ruhende Pol im Rohstoffbereich. Vonovia beweist mit einer Dividendenrendite von 5,9 % und der politischen Entwarnung in Berlin, dass selbst ein zähes Zinsumfeld nicht an ihrer Substanz rüttelt. Diese Kombination aus Transformation, Substanzwerten und Dividendenstärke bietet Anlegern einen verlässlichen Kompass durch alle konjunkturellen Wellen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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