06.07.2026 | 04:00
Crash nein Danke - Automobilsektor vor dem Turnaround! 133 % mit BYD, VW, North Arrow Minerals und BMW
In den letzten Monaten gab es an der Börse kaum eine andere Branche, die sich so großer Unbeliebtheit erfreuen konnte wie der Automobil-Sektor. Margenkampf und Restrukturierungen mit Massenentlassungen machen in Europa die Runde. Dieser Abwärtstrend resultiert primär aus strukturellen Überkapazitäten und dem verfehlten Timing beim Hochlauf der Elektromobilität. Nun blicken die deutschen Verbrenner-Könige auf den aggressiven Markteintritt staatlich subventionierter chinesischer Konkurrenten. Gerade europäische Hersteller geraten dadurch in eine fatale Zangenkrise aus sinkenden Absatzzahlen und gleichzeitig steigenden Investitionskosten. Analysten bewerten die traditionellen Geschäftsmodelle der OEMs daher mehrheitlich als risikobehaftet und setzen ihre Zukunftserwartungen nach unten. Schlagartig verlagern institutionelle Investoren ihre Portfolios in weniger zyklische und margenstärkere Wachstumssektoren. Das Resultat: Minus 34 % im gesamten Sektor in den letzten 12 Monaten. Gibt es noch Hoffnung für die Titanen auf 4 Rädern?
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
NORTH ARROW MINERALS | CA6572805092 | TSXV: NAR , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , VOLKSWAGEN AG ST O.N. | DE0007664005 , BAY.MOTOREN WERKE AG ST | DE0005190003
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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Standort Deutschland – VW und BMW geht es an den Kragen
Nun haben wir es schwarz auf weiß! Der Industriestandort Deutschland schlittert mit den höchsten Energiekosten und laborierender Konjunkturlage durch eine historische Strukturkrise, bei der es den beiden Vorzeige-Automobilkonzernen VW und BMW spürbar an den Kragen geht. Europas größter Autobauer Volkswagen schockierte die Märkte jüngst mit Plänen, weltweit bis zu 100.000 seiner rund 657.000 Arbeitsplätze abzubauen und dabei 4 deutsche Werke zur Disposition zu stellen. Konzernchef Oliver Blume begründete diesen drastischen Schritt mit einer zwingenden, tiefgreifenden Transformation angesichts wegbrechender Margen und überbauter Kapazitäten. Das Management strich zeitgleich das zukünftige Investitionsbudget um rund 15 Prozent auf gut 130 Mrd. EUR zusammen – das ist aber immer noch eine Hausnummer!
Auch beim Premium-Konkurrenten BMW zeigt die Kurve steil nach unten, nachdem die Münchner wegen schlechter Auslandsabsätze ihre Jahresprognose für die operative Marge im Autogeschäft drastisch auf nur noch 1 bis 3 % zusammenstreichen mussten. Der Vorstand von BMW rechnet infolge des schwachen China-Geschäfts und geopolitischer Verwerfungen nun mit einem herben Rückgang des Vorsteuergewinns um mehr als 15 %. Die Börse reagierte gnadenlos auf diese Hiobsbotschaften aus der Herzkammer der deutschen Wirtschaft. Der Kurs der VW-Vorzugsaktie sackte zeitweise auf unter 70 EUR ab, ein Fünfjahrestief und gleichzeitig 33 % Verlust seit Jahresanfang. BMW kommt in der Branchenmisere aktuell nicht besser weg, der Jahresverlust bemisst sich auf 35 %.
Was sagen die Analysten? Auf der Plattform LSEG existiert noch Hoffnung. 13 von 26 Experten halten den Daumen für VW in den Wind und einigen sich auf ein 12-Monats-Kursziel von 110 EUR – mehr als 50 % über den Freitagskursen. Erstaunlich auch die Fundamentaldaten: 2026e mit KGV 4,2 und 7 % Dividendenrendite. Hier würden wir aber eine Kürzung antizipieren, da hohe Ausschüttungen wenig brauchbare Symbolik für die soziale Ausgewogenheit liefern. Bei BMW hat sich das Konsens-Kursziel in den letzten 3 Monaten von 95 auf 78 EUR ermäßigt, KGV aktuell bei 9 mit 4,7 % Dividendenrendite. Auch hier sind nur 10 von 30 Experten positiv. Das Institut für Automobilwirtschaft betont, dass das alte Erfolgsmodell aus Premium-Verbrennern, hoher deutscher Fertigungstiefe und grenzenloser Exportstärke nicht mehr tragfähig ist. Ob jetzt schon Kaufzeit ist, ist wohl Geschmackssache. Berlin begegnet der historischen Absatzkrise mit einer neuen E-Subvention, die auch ausländischen Anbietern zu Gute kommt, besser wäre es die Rahmenbedingungen in Deutschland endlich zu verbessern.
BYD – Die strukturelle Markteroberung gewinnt an Fahrt
Es geht auch besser! Der chinesische Automobilgigant BYD demonstriert eindrucksvoll, wie eine konsequente vertikale Integration zum ultimativen Wettbewerbsvorteil im globalen Elektrofahrzeugmarkt wird. Durch die hauseigene Produktion kritischer Kernkomponenten, insbesondere der innovativen Blade-Batterien, entzieht sich das Unternehmen weitgehend den volatilen globalen Lieferkettenproblemen. Diese enorme Fertigungstiefe ermöglicht eine beispiellose Kostenführerschaft, die traditionelle europäische Hersteller unter immensen Margendruck setzt. Seit einigen Wochen wird auch in Ungarn produziert, damit zeigt man der EU-Zollbehörde die kalte Schulter. BYD operiert von Beginn an auf Basis einer rein elektrischen, hocheffizienten Skalen-Architektur.
Flankiert wird dieser technologische Vorsprung durch eine aggressive globale Expansionsstrategie, die gezielt Marktlücken im europäischen und asiatischen Raum besetzt. In der EU beträgt der Marktanteil bereits fast 2 %. Gleichzeitig profitiert das Unternehmen auf dem Heimatmarkt von einer tiefen Verankerung in einem digitalisierten Ökosystem, das junge Käuferschichten perfekt anspricht. Die kontinuierliche staatliche Flankierung im chinesischen Binnenmarkt sichert BYD zudem ein stabiles Fundament für kapitalintensive Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Dadurch gelingt es dem Konzern, die Innovationszyklen bei Software und Batterietechnologie in einem Tempo zu verkürzen, das die Konkurrenz bloßstellt. Dennoch hat der BYD-Aktienkurs seine Probleme. Zum Juni-Ultimo wurde mit 8,06 EUR ein Zweijahrestief erreicht. Von diesem Niveau ging es mit einem erneuerten Jahresausblick sprunghaft um 20 % nach oben! Vielleicht wurde hier das Tief gesehen!
North Arrow Minerals – Beste Aussichten in Botswana
Für das Jahr 2026 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) für Südafrika ein verhaltenes reales BIP-Wachstum von rund 1,0 %, da das Land weiterhin mit strukturellen Problemen und hoher Inflation kämpft. Im Gegensatz dazu verzeichnet das benachbarte Botswana eine deutliche wirtschaftliche Erholung und legt laut IWF-Prognosen im gleichen Zeitraum um starke 4,7 % im BIP zu, was vor allem durch einen Aufschwung im Rohstoffhandel und im Versorgungssektor getrieben wird. Während der weltweite Automobilmarkt tiefgreifende Veränderungen erlebt, bleibt das südliche Afrika eine stabile Absatzregion für internationale Hersteller. Unternehmen wie BYD, Volkswagen und BMW konnten ihre Marktpositionen zuletzt weiter ausbauen und profitieren von einer steigenden Industrialisierung sowie wachsenden Investitionen entlang der automobilen Wertschöpfungskette.
Mit der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung der Region, rücken zugleich auch die üppigen Rohstoffvorkommen stärker in den Fokus, denn Gold, Kupfer und weitere Metalle bilden die Grundlage zahlreicher Zukunftsindustrien. Botswana hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der verlässlichsten und wirtschaftsfreundlichsten Bergbaustandorte Afrikas entwickelt und genießt bei internationalen Rohstoffkonzernen einen ausgezeichneten Ruf. Politische Stabilität, Rechtssicherheit und transparente Genehmigungsverfahren schaffen dort ein Umfeld, das insbesondere für langfristig ausgerichtete Explorationsgesellschaften attraktive Voraussetzungen bietet. North Arrow Minerals hat diesen Standortvorteil erkannt und seine Unternehmensstrategie auf die Exploration des Kraaipan-Gebiets ausgerichtet.
Mit einem großflächigen Landpaket von rund 724 Quadratkilometern befindet man sich in einem bislang wenig durchforsteten Bezirk entlang der nördlichen Fortsetzung des Kraaipan Greenstone Belt, dessen südlicher Abschnitt bereits seit Jahrzehnten eine bedeutende Goldmine beherbergt. Interessant erscheint dabei, dass mehr als 80 % des Projektgebiets unter den Sanden der Kalahari verborgen liegen und deshalb nur oberflächlich erkundet wurden. Nun sind hochauflösende Geophysik, Drohnenmagnetik und kosteneffiziente Reverse-Circulation-Bohrungen angesagt, um noch verborgene Goldsysteme aufzuspüren. Die jüngsten Bohrkampagnen liefern dafür erste überzeugende Hinweise, nachdem sich eine Goldmineralisierung über einen rund 700 Meter langen Trend bestätigen ließ. Besonders hervorzuheben sind Abschnitte von 9 Metern mit durchschnittlich 1,23 g/t sowie sieben Metern mit 1,99 g/t. Das Explorationsteam arbeitet bereits an weiteren Zielgebieten und hat zusätzliche Bohrungen sowie umfangreiche Gesteins- und Bodenprobenprogramme abgeschlossen, deren Ergebnisse in den kommenden Monaten erwartet werden. Mit einer Börsenbewertung von lediglich rund 10 Mio. CAD, einem vollständig finanzierten Explorationsprogramm und der Option, den Projektanteil schrittweise auf bis zu 80 % auszubauen, verfügt North Arrow Minerals über einen attraktiven Hebel auf weitere Explorationserfolge. Jetzt, nach der Gold-Korrektur auf 4.000 USD, ist die richtige Zeit ein paar Stücke einzusammeln!

Der Kampf im Automobilsektor wird in der EU mit harten Bandagen ausgetragen. Während BYD nun auch im Heimatland ins Straucheln kommt, verkünden VW und BMW große Restrukturierungspläne, damit die Konzerne wieder auf Kurs kommen. Bei North Arrow Minerals könnten die letzten Konsolidierungswochen wegen schwacher Goldpreise nun adhoc enden. Wer gut streut, senkt sein Portfoliorisiko langfristig deutlich.
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