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06.07.2026 | 05:10

Lahontan Gold – Goldexplorer vor dem Schub

  • Gold
  • Silber
Bildquelle: pixabay.com

Der Goldpreis befindet sich nach seiner Rekordrally derzeit in einer Korrektur und notiert aktuell bei rund 4.200 USD je Unze. Doch immer mehr Experten sehen darin lediglich eine Verschnaufpause innerhalb einer langfristigen Hausse. Rekordschulden, geopolitische Konflikte, die schleichende Abkehr vieler Zentralbanken vom USD und anhaltend hohe Goldkäufe sprechen für weiter steigende Notierungen. Besonders profitieren dürften Goldentwickler, die kurz vor dem Sprung zum Produzenten stehen. Mit seiner historischen Mine in Nevada, zahlreichen operativen Meilensteinen und einer Reihe bevorstehender Kurstreiber könnte Lahontan Gold dabei vor einer Neubewertung stehen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF

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Inhaltsverzeichnis:


    Lahontan erhöht das Tempo auf dem Weg zur Goldproduktion

    Während viele Explorer noch Jahre von einer möglichen Produktion entfernt sind, arbeitet Lahontan Gold mit Hochdruck an der Wiederinbetriebnahme seiner historischen Santa-Fe-Mine im bergbaufreundlichen US-Bundesstaat Nevada. Das jüngste Unternehmensupdate zeigt eindrucksvoll, wie schnell das Projekt derzeit voranschreitet. Die aktualisierte Mineralressourcenschätzung (MRE) befindet sich in der finalen Phase und soll bereits in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Darauf aufbauend will das Management die neue Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) abschließen und den Grundstein für die Einreichung des Minenbetriebsplans bei den Behörden und den geplanten Baubeginn im Jahr 2027 legen.

    Auch operativ läuft das Programm auf Hochtouren. Seit Jahresbeginn wurden bereits 87 Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 7.751 m abgeschlossen. Parallel schreiten die Genehmigungsverfahren auf Landes- und Bundesebene planmäßig voran. CEO Kimberly Ann betont, dass Santa Fe als klassisches Brownfield-Projekt von vorhandener Infrastruktur profitiert und dadurch mit deutlich geringerem Kapitaleinsatz, kürzerer Entwicklungszeit und geringerem Risiko als ein vergleichbares Greenfield-Projekt in Produktion gebracht werden kann.

    Nach einer Konsolidierung konnte der Kurs seinen Unterstützungsbereich verteidigen. Quelle: LSEG Refinitiv vom 03.07.2026

    Historische Mine mit außergewöhnlichem Potenzial

    Zwischen 1988 und 1995 wurden auf Santa Fe bereits 359.202 Unzen Gold und 702.067 Unzen Silber im Tagebau gefördert. Damals lag der Goldpreis bei lediglich rund 350 USD je Unze. Heute notiert Gold trotz der laufenden Konsolidierung beim 12-fachen seines damaligen Wertes.

    Die aktuelle Ressource umfasst insgesamt 1,95 Mio. Unzen Goldäquivalent. Hinzu kommen zahlreiche Standortvorteile wie bestehende Straßen, Wasserrechte, Stromanschlüsse und umfangreiche historische Daten. Besonders attraktiv ist die überwiegend oxidische Mineralisierung nahe der Oberfläche. Dadurch eignet sich Santa Fe hervorragend für das in Nevada etablierte Heap-Leach-Verfahren, das niedrige Produktionskosten ermöglicht.

    Bereits die bisherige PEA errechnete bei deutlich niedrigeren Goldpreisen einen Nachsteuer-Kapitalwert von 200 Mio. USD sowie eine interne Verzinsung von 34,2 %. Mit dem heutigen Goldpreis und der bevorstehenden Aktualisierung der Wirtschaftlichkeitsstudie steht das Projekt wirtschaftlich nochmals deutlich attraktiver da.

    Neue Entdeckungen und West Santa Fe sorgen für zusätzliche Fantasie

    Neben der Weiterentwicklung der Hauptmine arbeitet Lahontan Gold konsequent daran, die Ressourcenbasis zu erweitern. Besondere Aufmerksamkeit erhält derzeit die neue Entdeckung „Slab West“. Erste Bohrergebnisse bestätigten eine bislang unbekannte Gold- und Silbermineralisierung westlich der bestehenden Slab-Ressource. Dabei wurden unter anderem 35,0 m mit 0,34 g/t Goldäquivalent sowie 61,0 m mit 0,26 g/t Goldäquivalent durchteuft. Dabei ist die Mineralisierung in alle Richtungen offen und besitzt damit erhebliches Erweiterungspotenzial. Weitere Analyseergebnisse werden in den kommenden Wochen erwartet.

    Ein weiterer möglicher Werttreiber bleibt das Satellitenprojekt West Santa Fe, das lediglich 13 km vom Hauptprojekt entfernt liegt. Dank des geplanten Hub-and-Spoke-Konzepts könnte das dort gewonnene Erz künftig ohne den Bau einer eigenen Aufbereitungsanlage zur zentralen Infrastruktur von Santa Fe transportiert werden. Bereits frühere Bohrungen lieferten starke Abschnitte von 36,6 m mit 3,11 g/t Goldäquivalent ab Oberfläche, darunter 10,7 m mit 5,75 g/t Goldäquivalent. Hinzu kommen Silbergehalte von bis zu 648 g/t sowie metallurgische Tests mit einer Goldausbeute von durchschnittlich 81 %. Branchenexperten halten deshalb ein zusätzliches Ressourcenpotenzial von bis zu 1 Mio. Unzen Gold für realistisch.

    Historische Halden und volle Kasse schaffen zusätzlichen Hebel

    Neben den klassischen Explorationszielen untersucht Lahontan derzeit auch die historischen Haufenlaugungsflächen der ehemaligen Mine. Aufgrund der damals deutlich niedrigeren metallurgischen Ausbeuten geht das Management davon aus, dass in den vier Heap-Leach-Pads noch erhebliche Edelmetallmengen verblieben sein könnten. Um dieses Potenzial zu überprüfen, wurden bereits 54 Sonic-Bohrlöcher über 982 m auf den ersten beiden Halden sowie weitere neun Bohrungen auf einer niedriggradigen Halde abgeschlossen. Insgesamt sollen 1.233 m weitere Bohrungen folgen.

    Auch finanziell präsentiert sich das Unternehmen in einer komfortablen Ausgangslage. Die im April abgeschlossene Finanzierung über 13,6 Mio. CAD sowie laufende Warrant-Ausübungen sichern die geplanten Arbeiten bis ins Jahr 2027. Gleichzeitig laufen die Genehmigungsverfahren planmäßig weiter. Besonders positiv fiel zudem aus, dass keines der geotechnischen Bohrlöcher den Grundwasserspiegel durchschnitt. Dadurch könnten spätere Genehmigungen deutlich vereinfacht werden. Parallel werden sämtliche Umwelt- und geochemischen Untersuchungen abgeschlossen.

    Fazit

    Obwohl sich der Goldpreis aktuell noch in einer Korrektur befindet, sprechen die langfristigen Rahmenbedingungen weiterhin für eine Fortsetzung der Hausse. Rekordschulden, geopolitische Unsicherheiten, die schrittweise Diversifizierung der Zentralbanken weg vom US-Dollar und robuste Goldkäufe bilden ein starkes Fundament für steigende Edelmetallpreise. Lahontan Gold dürfte von diesem Umfeld überproportional profitieren. Mit einer Ressource von 1,95 Mio. Unzen Goldäquivalent, einer vollständig finanzierten Entwicklung bis 2027, neuen Entdeckungen wie Slab West, dem erheblichen Potenzial von West Santa Fe und mehreren unmittelbar bevorstehenden Meilensteinen entwickelt sich das Unternehmen zunehmend zu einem der spannendsten Goldentwickler Nordamerikas. Die anstehende Ressourcenaktualisierung, die neue PEA und der geplante Produktionsstart könnten den Startschuss für eine deutliche Neubewertung geben.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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