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23.08.2022 | 05:10

Rekorde drängen zum Handeln – Desert Gold Ventures, ThyssenKrupp, BioNTech

  • Gold
  • Stahl
  • Biotechnologie
Bildquelle: pixabay.com

Die Aussage kommt für viele wenig überraschend. So erklärte die Deutsche Bundesbank, dass die jährliche Inflation im Euroraum im letzten Quartal 2022 wahrscheinlich ein neues Rekordhoch erreichen wird, was die Folge von steigenden Rohstoffkosten und Versorgungsengpässen sein dürfte. Zudem hält es Bundesbank-Chef Nagel für möglich, dass die deutsche Wirtschaft im Winter in eine Rezession abrutscht. Somit dürfte es augenscheinlich sein, dass die Währungshüter vor allem im Euroraum das Rennen um die Teuerungsrate verloren haben. Weitere Zinserhöhungen dürften den Wachstumsmotor der Wirtschaft nur noch weiter abwürgen. Es ist Zeit, sich um langfristige Positionen im Edelmetallsektor zu kümmern.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , THYSSENKRUPP AG O.N. | DE0007500001

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Inhaltsverzeichnis:


    Desert Gold Ventures – Mit Hebel auf den Goldpreis

    Langfristig ist weiterhin von einem stark steigenden Goldpreis mit deutlich neuen Höchstständen auszugehen. Konflikte und Krisen in Taiwan, der Ukraine und anderen Teilen der Erde, dazu eine ausufernde Inflation auf der einen und eine drohende Rezession auf der anderen Seite. Die Zeit der Zinserhöhungen dürfte bereits vorbei sein, ohnehin wurde mit dem ersten Schritt zu lange gewartet, Stichwort „vorübergehende Inflation“. Ein weiteres Anheben dürfte allein in der Euro-Zone neben den Dauerpatienten Italien und Griechenland noch weitere hoch verschuldete Staaten vor ernsthafte Schwierigkeiten stellen.

    So bietet der jüngste Rücksetzer und Fall unter die Unterstützungszone von 1.750 USD je Unze eine weitere Möglichkeit, sich antizyklisch bei Goldminenaktien zu positionieren, um die explodierende Inflation ausgleichen zu können. Wie Jared Scharf, CEO von Desert Gold Ventures in einem Interview anmerkte, sind „im Allgemeinen Goldaktien wie Desert Gold ein Abbild des Goldpreises und reagieren exponentiell auf den Preis, sowohl nach oben als auch nach unten.“ So verlor auch die Aktie des kanadischen Unternehmens seit dem Hoch des Goldpreises im August 2020 rund 80% auf 0,09 CAD. Der Börsenwert des aussichtsreichen Explorationsunternehmens, das auch in Frankfurt gehandelt wird, liegt aktuell bei 14,65 Mio. CAD.

    Das SMSZ-Projekt im Westen Malis umfasst 440 qkm. Quelle: Desert Gold Ventures Inc.

    Desert Gold Ventures konnte in den vergangenen Monaten starke und positive Ergebnisse liefern: Mit dem SMSZ-Projekt in Mali besitzen die Kanadier mit 440 qkm eine der größten nicht-produzierenden Landflächen in Westafrika. In unmittelbarer geographischer Nähe befinden sich mehrere produzierende Tier-1-Goldminen, unter anderem von Barrick Gold, Allied Gold, Endeavour Mining sowie B2Gold. Das Grundstück SMSZ beherbergt gemessene und angezeigte Mineralressourcen von 8,47 Mio.t mit einem Gehalt von 1,14 g/t Gold von insgesamt 310.300 Unzen und abgeleitete Mineralressourcen von 20,7 Mio.t mit einem Gehalt von 1,16 g/t Gold, was insgesamt 769.200 Unzen entspricht.

    Insgesamt wurden bislang in der Umgebung mehr als 23 Goldzonen entdeckt, die nach und nach erschlossen und nach den wirtschaftlichen Gehalten analysiert werden sollen. Bei den jüngst veröffentlichten Ergebnissen konnten überdurchschnittlich gute Gehalte erzielt werden. In der Zone Linnguekoto West konnte Desert Gold beim ersten Bohrloch auf einer Strecke von 27m 1,83 g/t Gold nachgewiesen werden. Ein weiteres Bohrloch in der Zone Barani East schlug die Erwartungen bei weitem. Auf einer Länge von 45m konnten 12,41 g/t Gold nachgewiesen werden. In einer Hausse-Phase würden sich derartige Ergebnisse deutlich in einem Kurssprung niederschlagen. Laut CEO Jared Scharf hat Desert Gold bei weitem eine der niedrigsten, wenn nicht sogar die niedrigsten Entdeckungskosten pro Unze Gold. Somit bietet die sich Aktie, vorausgesetzt man glaubt an einen nachhaltigen Anstieg des Goldpreises, als ein Kandidat für eine Outperformance an.

    BioNTech- Auffrischung schafft Phantasie

    Den Flachwitz zu den Gemeinsamkeiten zu einem Impfstoffhersteller und einem Surfer hat bestimmt schon jeder einmal gehört. Richtig, sie warten beide auf die nächste Welle. Gesundheitsminister Karl Lauterbach warnt wie erwartet vor einer erneuten Corona-Welle im Herbst. „Eine sehr schwere Zeit liegt vor uns“, sagte er jüngst nach einer Gesundheitsministerkonferenz in Magdeburg.

    Geht es nach dem Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, soll die Ständige Impfkommission (Stiko) eine umfassendere Empfehlung für die zweite Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus geben. Dass die Ständige Impfkommission (Stiko) den zweiten Booster nun für alle Menschen ab 60 Jahren empfehle, sei gut, sagte Montgomery dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Stiko solle jedoch zusätzlich empfehlen, dass auch Menschen unter 60 Jahren, deren "letzte Impfung oder Infektion mindestens sechs Monate zurück liegt, auf Wunsch eine zweite Auffrischimpfung bekommen können", forderte Montgomery. „Auch deutlich Jüngere sollten Zugang zur zweiten Auffrischimpfung haben, etwa wenn sie beruflich mit vielen Menschen in Kontakt kommen und deshalb ein höheres Infektionsrisiko haben."

    Für den Vakzin-Produzenten aus Mainz ist diese Forderung natürlich Wasser auf die Mühlen. Aus charttechnischer Sicht hat die BioNTech-Aktie derartige Meldungen jedenfalls bitter nötig. Nach einem Ausbruch Anfang August auf ein Zwischenhoch bei 185,09 USD fiel das Papier wieder in den Seitwärtskanal auf 147,77 USD zurück. Ein Fall unter den Unterstützungsbereich bei 138 USD würde ein Verkaufssignal generieren, das einen Zielbereich von 120 USD zur Folge hätte.

    ThyssenKrupp – Deutlich höhere Ziele

    Im Gegensatz zur BioNTech-Aktie, geht es beim Papier des größten Stahlherstellers Deutschlands seit Monaten bergab. Allein seit Ende des vergangenen Börsenjahres verlor der Wert über 50% auf aktuell 5,41 EUR. Die zyklische Stahlbranche leidet wie keine andere unter der schwachen Konjunktur.

    Durch die wenig prickelnden Aussichten und die Wahrscheinlichkeit des Übertritts in eine Rezession findet bei derartigen Titeln aktuell mehr oder weniger ein Käuferstreik statt. Die Analystengemeinde ist gespalten über weitere Kursziele der ThyssenKrupp-Aktie. Während die britische Investmentbank Barclays die Einstufung für Thyssenkrupp auf „underweight" mit einem Kursziel von 5,40 EUR belassen hatte, kam nun Jefferies aus der Deckung und wiederholte seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 13,80 EUR.


    Auch wenn Gold seinen Unterstützungsbereich bei 1.750 USD je Unze durchbrochen hat, spricht langfristig vieles für das Edelmetall. Als Depotbeimischung kommt Desert Gold Ventures, das jüngst starke Bohrergebnisse lieferte, in Frage. BioNTech steht trotz positiver Nachrichten am Scheideweg. Bei Stahlhersteller ThyssenKrupp könnten die Folgen einer Rezession zu weiteren Kursverlusten führen.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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