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09.03.2026 | 05:20

Heiße Phase am Goldmarkt: Newmont, Lahontan Gold und Agnico Eagle im Fokus der Profis

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Bildquelle: pixabay.com

Der Goldmarkt erlebt 2026 eine historische Verschiebung. Während geopolitische Krisen und ein schwächelnder Dollar den Preis über 5.300 USD treiben stocken Zentralbanken ihre Reserven massiv auf. Diese Kombination aus globaler Unsicherheit und strategischer Nachfrage verleiht dem Edelmetall eine neue Dynamik. Gleichzeitig signalisieren die Notenbanken weitere Zinssenkungen, was Gold als Anlageklasse zusätzlich beflügelt. In diesem Umfeld rücken die Produzenten in den Fokus, allen voran Branchenführer Newmont, der vielversprechende Explorer Lahontan Gold, der auf dem Weg zur Produktion ist, und der stabile Produzent Agnico Eagle.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066 , LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 , AGNICO EAGLE MINES LTD. | CA0084741085

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Inhaltsverzeichnis:


    Ryan Jackson, CEO, Newlox Gold Ventures Corp.
    "[...] Wir waren schockiert, als die Ergebnisse aus dem Labor zurückkamen, die zeigten, dass die Abraumhalden einen höheren Gehalt hatten als der Minenplan, den wir zu diesem Zeitpunkt entwickelten. [...]" Ryan Jackson, CEO, Newlox Gold Ventures Corp.

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    Newmont - Rekordzahlen und eine strategische Atempause

    Der weltweit größte Goldproduzent hat ein außergewöhnliches Jahr hinter sich. Weil der Goldpreis im 4. Quartal so ordentlich anzog und im Schnitt bei 4.216 USD je Unze lag, hat Newmont ordentlich profitiert. Der freie Cashflow schraubte sich auf rekordverdächtige 7,3 Mrd. USD, gleichzeitig drückte der Konzern seine Schulden um stolze 3,4 Mrd. USD zurück. Heißt im Klartext, dass das Unternehmen jetzt auf einem Liquiditätspolster von über 2 Mrd. USD sitzt. Das ist eine mehr als komfortable Situation, die dem Management alle Freiheiten gibt, strategisch zu agieren. Die Aktionäre sollen daran partizipieren. Die Dividende wurde leicht angehoben, und vom bestehenden Aktienrückkaufprogramm sind noch 2,4 Mrd. USD übrig.

    Doch der Blick nach vorn trübt die Stimmung. Für 2026 stellt sich Newmont auf ein Produktionstal ein. Statt 5,9 Mio. werden nur noch rund 5,3 Mio. Unzen Gold erwartet. Gleichzeitig ziehen die Kosten an. Die laufenden Gesamtkosten je Unze sollen auf etwa 1.680 USD steigen, was einem Anstieg von über 20 % entspricht. Das Management spricht offen von geplanten Minenumstellungen und betrieblichen Herausforderungen, etwa nach Buschbränden in Australien. Das klingt nach einem Jahr des Durchatmens, nicht des Wachstums. Investoren müssen sich also auf vorübergehend dünnere Margen einstellen.

    Allerdings ist dieser Rückgang Teil einer längerfristigen Strategie. Newmont investiert massiv in die Zukunft. Rund 1,4 Mrd. USD fließen in Entwicklungsprojekte wie die Erweiterung der Panel Caves in Cadia oder die Tanami Expansion 2. Diese Investitionen stammen größtenteils aus der Integration der übernommenen Newcrest-Assets. Die Ressourcenbasis bleibt mit 118 Mio. Unzen Goldreserven beeindruckend. Wer also durch das kurzfristige Produktionstal hindurchschaut, erkennt ein Unternehmen, das seine Hausaufgaben macht und die Weichen für nachhaltiges Wachstum ab 2027 stellt. Derzeit ist die Aktie für 116,29 USD zu haben.

    Lahontan Gold – auf dem Weg zum Produzenten

    Lahontan Gold vollzieht derzeit in Nevada den Schritt vom Explorer zum Produzenten. Mit der Santa Fe Mine besitzt das Unternehmen nicht nur ein Projekt mit fördernder Vergangenheit, sondern auch ein klares Ziel. Bis 2027 soll hier wieder Gold und Silber gefördert werden. Die Weichen sind gestellt und die Infrastruktur ist vorhanden. Jetzt geht es darum, aus historischen Daten und neuen Bohrungen einen wirtschaftlichen Betrieb zu formen. Die jüngsten Ergebnisse aus dem laufenden Bohrprogramm zeigen, dass in Santa Fe mehr steckt als bislang angenommen. Besonders die flach liegenden Oxidgold-Zonen versprechen wirtschaftlich interessant zu sein. Im Satellitenprojekt West Santa Fe stieß man auf oberflächennahe Mineralisierungen mit beachtlichen Gehalten, die das Gesamtpotenzial des rund 28 qkm großen Areals unterstreichen.

    Die systematische Validierung historischer Bohrdaten zahlt sich aus. Schritt für Schritt wird das Vertrauen in die Ressourcenbasis größer, während gleichzeitig neue Zonen identifiziert werden, die das Unternehmen bisher nicht auf dem Schirm hatte. Wer in Nevada fördern will, muss Geduld mitbringen. Die Genehmigungsverfahren dauern nicht selten Jahre. Lahontan Gold hat diesen Prozess bereits hinter sich. Nach 3 Jahren liegt eine umfassende Explorationsgenehmigung vor, die mehr als 700 neue Bohrungen erlaubt. Das zeigt, dass die Behörden Vertrauen haben. Die Umweltstudien für die nächste Phase laufen bereits, um den Zeitplan nicht zu gefährden. Parallel wird die Infrastruktur von Straßen, Wasserrechte bis hin zu einer Umspannstation genutzt. Das mag unspektakulär klingen, ist aber in der Praxis Gold wert.

    Ein oft übersehenes Signal ist die jüngste Finanzspritze. Rund 4,3 Mio. CAD kamen durch die Ausübung von Warrants und Optionen herein. Investoren lösen solche Papiere nur ein, wenn sie an die weitere Entwicklung glauben. Das Geld fließt direkt in neue Bohrungen, Personalaufbau und die Vorbereitung der nächsten Genehmigungsschritte. Das schafft Unabhängigkeit von Kapitalmarktschwankungen und erlaubt es dem Unternehmen, den eingeschlagenen Kurs konsequent weiterzuverfolgen. Eine aktualisierte Ressourcenschätzung und eine neue Wirtschaftlichkeitsstudie sind für die kommenden Monate angekündigt. Sie bilden die Grundlage für die angestrebte Produktionsentscheidung. Aktuell notiert die Aktie bei 0,425 CAD.

    Agnico Eagle - starke Bilanz nach operativem Erfolg

    Agnico Eagle hat 2025 mit 3,45 Mio. Unzen die Produktionserwartungen übertroffen. Entscheidend für Anleger ist die Kostendisziplin. Während der Goldpreis kräftig anzog stiegen die Kosten nur moderat. Das operative Ergebnis erreichte rund 8 Mrd. USD, der freie Cashflow lag bei 4,4 Mrd. USD. Die Bilanz ist mit einer Nettoliquidität von 2,7 Mrd. USD so stark wie nie. 1,4 Mrd. USD flossen über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurück.

    Anders als viele Wettbewerber setzt Agnico auf wenige, stabile Regionen statt auf globale Streuung. 85 % der Produktion stammen aus Kanada, der Rest aus Australien, Finnland und Mexiko. Diese regionale Tiefe schafft Vorteile wie lokales Wissen, stabile Belegschaften und effiziente Abläufe. Die Kennzahlen sprechen für sich. In 20 Jahren hat sich die Goldproduktion pro Aktie fast verdreifacht, das EBITDA pro Aktie verachtzehnfacht. Für Investoren, die auf nachhaltiges Wachstum setzen, ist das ein solides Fundament.

    Die Produktion soll bis Anfang der 2030er Jahre um 20-30 % auf über 4 Mio. Unzen steigen. Detour Lake und Canadian Malartic, bereits heute zwei der größten Minen Kanadas, sollen jeweils die Millionengrenze knacken. Neue Projekte wie Upper Beaver in Ontario und Hope Bay in Nunavut könnten ab 2030 mehrere Hunderttausend Unzen beisteuern. Die Finanzierung erfolgt aus dem Cashflow. Das ist ein konservativer Ansatz, der auch bei moderateren Goldpreisen Sicherheit bietet. Momentan kostet eine Aktie 221,00 USD.


    Der Goldmarkt erfährt 2026 eine historische Neubewertung, die jedoch unterschiedliche Gewinner hervorbringt. Während Newmont als Weltmarktführer ein strategisches Übergangsjahr mit Rekordliquidität, aber temporär sinkender Produktion einlegt, vollzieht Lahontan Gold in Nevada den vielversprechenden Schritt vom Explorer zum Produzenten. Agnico Eagle hingegen glänzt durch operative Exzellenz, Kostendisziplin und eine Bilanz, die nachhaltiges Wachstum ohne externe Finanzierung ermöglicht. Für Anleger bietet das Trio damit Zugang zu unterschiedlichen Phasen der Wertschöpfungskette, vom etablierten Cashflow-Modell über den soliden Produzenten bis zum wachstumsstarken Explorer.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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