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10.06.2026 | 04:31

Drohnen-Kriege und autonomes Fahren: Die Aktien von Uber Technologies, Volatus Aerospace und Aurora Innovation im Fokus!

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Bildquelle: AI

Ob autonomes Fahren in der Luft oder auf der Straße: die mobile Welt befindet sich derzeit sowohl im zivilen wie im militärischen Bereich in einem extremen Wandel. Drohnen haben gezeigt, zu was sie in einem kriegerischen Konflikt zu Stande sind. Gleichzeitig wird massiv in autonomes Fahren bei Lkw oder Autos investiert. Wer den Fahrer abschafft, dem winkt ein Riesenmarkt. Wir blicken im Angesicht dieser globalen Trends auf die Aktien von Uber Technologies, Volatus Aerospace und Aurora Innovation.

Lesezeit: ca. 6 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: UBER TECH. DL-_00001 | US90353T1007 , VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 | TSXV: FLT , OTCQB: TAKOF

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Inhaltsverzeichnis:


    Uber Technologies: Berg- und Talfahrt inzwischen Normalzustand

    Es gibt wohl kaum ein Unternehmen, dass am Kapitalmarkt so sehr die Analystengilde und die Investorenzunft spaltet wie Uber Technologies. Der Fahrdienstanbieter erlebte nach Vorlage der Quartalszahlen Anfang Mai eine regelrechte Berg- und Talfahrt. Erst ging es kräftig rauf, dann wurde das Papier abverkauft. Aktuell hält sich die Aktie knapp über der Unterstützung bei etwa 59 USD.
    Die Zahlen selbst boten ein gemischtes Bild. So legte der Umsatz zwar um 14 % auf 13,2 Mrd. USD zu, doch er lag knapp unter den Markterwartungen. Dabei hatte man planmäßig das Geschäftsmodell in Großbritannien geändert. Beim operativen Geschäft läuft es aber dennoch rund. Die Bruttobuchungen des Fahrdienstes lagen mit 53,7 Mrd. USD 21 % über dem Vorjahresquartal. Daneben konnte der Gewinn je Aktie mit 0,72 den Marktkonsens (0,70) schlagen. Uber wächst weiter! So ist die Zahl der monatlich aktiven Nutzer auf der Plattform um 17 % auf 199 Millionen gestiegen. Mehr Nutzer stellen nun einmal das Potenzial für das künftige Wachstum dar. Wichtig: Der Fahrdienst verdient richtig Geld: Der Free Cashflow erreichte 2,3 Mrd. USD im Quartal. Uber kaufte allein zwischen Januar und Ende März zudem eigene Aktien im Wert von satten 3 Mrd. USD zurück.
    Bullen und Bären wurden also durch das Bilanzwerk gleichermaßen bedient. Klar ist: Mit der App erweitert Uber den potenziellen Kundenkreis massiv. So arbeitet man mit Firmen wie Expedia zusammen oder hat die Parkplatz-App SpotHero übernommen. Zudem führt das Abo-Modell zu mehr Kundenbindung und Bestellungen. Beim autonomen Fahren schwingen wiederum die Bären das Zepter. Tesla oder Waymo (Google) gelten als mögliche Uber-Killer. Das Management reagierte darauf mit der Zusammenarbeit mit diesen Anbietern. Schließlich kann Uber mit seiner gigantischen Kundenbasis punkten. Das könnte aber langfristig die Margen belasten, meinen Kritiker. Und zwar dann, wenn sich der Markt für autonome Fahrzeuge stark konsolidiert und die Marktmacht auf die andere Seite wechselt. Zudem hängt die Regulatorik weiter wie ein Damoklesschwert über der Aktie. Die Fahrer, bisher zumeist kostengünstig als Selbständige unterwegs, könnten bei einer Verschärfung der Vorgaben (Mindestlöhne, Rentenansprüche, Krankenversicherung) zum Margenkiller werden.
    Die Uber-Aktie ist mehr oder weniger eine Glaubensfrage. Im jetzt funktionierenden Geschäftsmodell läuft es gut, für die Zukunft aber stecken sehr viele Konjunktive drin. Klar ist aber auch: Wenn es gelingt, die Personalkosten durch autonomes Fahren massiv zu senken, explodieren die Gewinne!

    Volatus Aerospace saugt sich mit Kapital voll!

    Investoren reißen sich seit Beginn der Kampfhandlungen in der Ukraine und am Persischen Golf um Defense-Aktien. Die Kriege zeigen, dass herkömmliche Strategien mit Panzern, großen Kriegsschiffen und einer Flotte an Kampfflugzeugen Mittelmächte wie den Iran oder die Ukraine nicht in die Knie zwingen können. Deshalb stehen nun immer öfter nicht die großen Dickschiffe wie Rheinmetall im Fokus, sondern die kleinen Schnellboote. Diese überzeugen mit modernster Drohnen-Technologie und einem integriertem Ansatz.
    Zu dieser Kategorie zählt auch Volatus Aerospace. Die Kanadier haben eine ganze Reihe spezialisierter Drohnen im Portfolio – militärisch wie zivil. Sie können Munition und Medikamenten liefern, aber auch langanhaltende Überflüge durchführen. Daneben will das vertikal integrierte Unternehmen auch alle Services und Datenanalysen drumherum anbieten.

    Volatus-CFO Abhinav Singhvi erklärte die Strategie des Unternehmens und erläuterte die 500 Mio. CAD schwere Pipeline des Unternehmens.
    https://www.youtube.com/watch?v=fURtUtX51IY

    Dass dies den Investoren und den Kunden gefällt, zeigen die Aufträge und die jüngste Finanzierung des Unternehmens. So hat Volatus Aerospace gerade eine Kapitalerhöhung über 34,5 Mio. CAD abgeschlossen. Die Papiere wurden zum Preis von 65 Cents platziert. Bemerkenswert: Es handelt sich dabei um einen sogenannten Bought-Deal. Die begleitende Bank garantiert also die Platzierung der Anteile. Dies zeigt das große Vertrauen von Bankenseite in das Unternehmen.
    Hinter der Mittelaufnahme stecken diverse Gründe. So will Volatus seine Produktionsanlagen weiter ausbauen und in die Fortentwicklung der Produkte investieren. Am wichtigsten ist aber vielleicht, dass man mit einer starken Bilanz den Partnern in der Militärindustrie zeigen will, dass man trotz eines Börsenwerts von „nur“ 480 Mio. CAD mit den ganz Großen mithalten kann. Dabei erhält man in der Heimat Kanada ohnehin starken Rückenwind. Auch die Ahornblattnation traut den Anbietern aus dem Nachbarland USA nicht mehr Recht über den Weg und hat ein „Made-in-Canada“-Programm beschlossen. Demnach soll künftig eine strategische Einkaufspolitik fürs Militär umgesetzt werden, um mittelfristig 70 % des rund 82 Mrd. CAD großen Verteidigungsbudgets im eigenen Land auszugeben.
    Dabei ist die Auftrags-Pipeline von Volatus bereits jetzt prall gefüllt. Da man mit diversen NATO-Ländern zusammenarbeitet, liegt der Orderbestand inzwischen bei rund 500 Mio. CAD (siehe Video oben). Die Aktie hat sich seit Juni 2025 in etwa verdreifacht. Aktuell zeigt das Papier eine Seitwärtsbewegung, die sich bei weiteren operativen Erfolgen nach oben auflösen sollte.

    Aurora Innovation: Heißes Eisen!

    Was Volatus Aerospace mit fliegenden Objekten macht, versucht Aurora Innovation mit Fahrzeugen auf der Straße. Wer dabei an autonomes Fahren denkt, hat meistens Robotaxis in San Francisco oder Elektro-Fahrzeuge in Paris im Kopf. Dabei läuft im Hintergrund die wahre Revolution bei tonnenschweren Lkw. Aurora Innovation sieht sich dabei als technologisches Bindeglied zwischen hochkomplexer Sensor-KI und globalen Transportnetzwerken. Im Bereich des autonomen Fahrens ist man einer der wenigen Pure Plays.
    Das Geschäftsmodell von Aurora hat nichts mit dem physischen Bau von Lastern zu tun. Man stellt keine eigenen Trucks oder Autos her. Das Kernprodukt ist der sogenannte Aurora Driver, ein integriertes System aus Software, künstlicher Intelligenz und einer Hardware-Suite (Lidar, Radar, Kameras). Dabei setzt das an der Nasdaq gelistete Unternehmen darauf, dass der Aurora Driver bereits ab Werk bei den Herstellern integriert wird. Für jede autonom gefahrene Meile zahlt dann der Logistiker oder Flottenbetreiber eine Nutzungsgebühr. Kooperationspartner sind Konzerne wie Volvo Trucks, Paccar oder Toyota. Auf der Flottenseite gehören Riesen wie FedEx dazu.
    Daneben versuchen die US-Amerikaner mit Aurora Connect das Prinzip auf den Personenverkehr zu übertragen! Aurora fokussiert sich dabei bisher auf ein Netzwerk von 12 kommerziellen Routen, vor allem in Texas und dem Südwesten der USA. Hier stehen ganz klar die großen autonomen Riesen im Fokus, wie eben Uber Technologies. Die Kalifornier sind auch Großaktionär bei Aurora.
    Wer in Aurora investiert, kauft sich – bei einem Börsenwert von rund 8,5 Mrd. USD - viel Fantasie ins Depot. Erst 2027 dürfte dem Unternehmen der Sprung von der reinen Testphase in die echte kommerzielle Realität gelingen. Dementsprechend sind die Umsätze äußerst dünn (Q1: 1 Mio. USD). Folgerichtig fährt Aurora tiefrote Zahlen ein. Im Q1 lag der operative Verlust bei satten 244 Mio. USD. Aurora muss noch extrem viel in Forschung- und Entwicklung investieren. Allerdings hat man sich über die Jahre eine echte Kriegskasse aufgebaut, Aurora verfügt über rund 1,3 Mrd. USD an liquiden Mitteln.


    Fazit: Die Aktie von Aurora ist ein klassischer Nasdaq-Zock. Hier wird viel Fantasie eingepreist, was an Ausverkaufs-Tagen wie vergangenem Freitag zu erheblichen Verlusten führen kann. Volatus Aerospace befindet sich mit seinem Auftragspolster von 500 Mio. CAD in einer weit komfortableren Situation. Die Kanadier haben gerade die Mittel eingesammelt, um das Geschäft massiv auszubauen. Ein Ausbruch nach oben ist möglich! An Uber Technologies scheiden sich die Geister! Gelingt der große Wurf mit dem autonomen Fahren oder wird der Regulierer dem sparsamen Personalmodell einen Riegel vorschieben?


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    Der Autor

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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    Die Investmentstory von Volatus Aerospace geht weit über den klassischen Drohnenmarkt hinaus. Die Kanadier vereinen regulatorische Eintrittsbarrieren, Verteidigungsaufträge, eigene Technologieplattformen und wiederkehrende Softwareerlöse in einem Geschäftsmodell, welches durch die geopolitische Situation deutlichen Rückenwind erhält. Mit dieser Positionierung gehört die Gesellschaft zu den spannendsten Werten im nordamerikanischen Sicherheits- und Verteidigungssektor. Das Unternehmen wandelt sich zügig zu einem bedeutenden integrierten Defence-Tech-Anbieter mit wiederkehrenden Software- und Trainingsumsätzen. Im Vergleich zu Wettbewerbern ist die Aktie unterbewertet. Übernahmefantasie könnte zu einer Neubewertung führen.

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    Vergessen Sie alles, was Sie über Drohnen-Hersteller wissen. Das große Geld im unbemannten Luftraum wird in Zukunft nicht mehr mit dem Bau von Chassis und Rotoren verdient. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Kern des Systems: in der Software und intelligenten Steuerungsprogrammen. Das kanadische Unternehmen Volatus Aerospace zeigt eindrucksvoll, wie sich ein klassischer Dienstleister und Hardware-Anbieter in eine hochinnovative Technologieschmiede verwandelt. Der Markt hat das volle Potenzial des Unternehmens noch gar nicht erfasst.

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    Unmanned Aerial Systems (UAS), also autonome oder unbemannte Flugsysteme, haben sich als Megatrend etabliert. Die Bedeutung und die Anwendungsgebiete nehmen unaufhaltsam zu. Im Militär bereits unverzichtbar, wandeln sie sukzessive Branchen wie Logistik, Lieferdienste, Landwirtschaft, Industrieinspektion und Media. Insbesondere Player wie Volatus Aerospace haben gute Karten. Die Erfolgsformel setzt sich aus mehreren Elementen zusammen. Eine starke Verankerung bei Auftraggebern aus der NATO und ein intelligentes Ökosystem mit steigendem skalierbarem Geschäft verleihen der Aktie eine klare Favoritenrolle.

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