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13.04.2023 | 05:05

Vonovia, Barrick Gold, Blackrock Silver: Gold und Silber Aktien wieder gefragt

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Bildquelle: pixabay.com

Gold und Silber entwickeln sich weiterhin stark. Auch in der laufenden Woche schießen die Preise für die Edelmetalle nach oben. Kursziele für Gold von 2.500 USD bis rauf auf 3.000 USD sorgen für gute Stimmung. Und auch bei Silber werden neue Allzeithochs erwartet. Davon können inzwischen auch die Aktien aus dem Sektor profitieren. Barrick Gold sieht charttechnisch sehr interessant aus und Analysten müssen bei ihren Gewinnprognosen voraussichtlich den unterstellten Goldpreis nach oben anpassen. Der zweite Branchengigant Newmont hat dagegen das Übernahmekarrussel eröffnet. Daher dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch die Explorer anspringen. Blackrock Silver beispielsweise verfügt über spannende Silber und Lithium Projekte. Und zwar alles in den USA. Auch bei „Betongold“ sehen Experten erste Einstiegschancen. Nach dem Abverkauf raten Analysten bei der Immobilienaktie Vonovia zum Einstieg.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: VONOVIA SE NA O.N. | DE000A1ML7J1 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , Blackrock Silver | CA09261Q1072

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Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Gold: Analystenschätzungen zu niedrig?

    Die Experten von researchanalyst.com haben ein Update zu Barrick Gold veröffentlicht und sehen gute Chancen, dass die Aktie in den kommenden Monaten zu den Outperformern an der Börse gehören wird. Nach der jahrelangen underperformance seien Minenaktien in den Portfolios der Anleger noch unterrepräsentiert. Auch bei den Analystenschätzungen gebe es Luft nach oben. Denn das durchschnittliche Kursziel der 17 Barrick begleitenden Analysten liege mit 29,70 CAD (Quelle: Refinitiv Eikon) nicht mehr weit über dem aktuellen Kurs von 26,17 CAD. Aufgrund der hohen Dynamik im Rohstoff-Sektor sei jedoch zu erwarten, dass Barrick höhere Verkaufspreise erzielen können, als einige Analysten erwarten. Mit entsprechenden Aufstufungen dürfte auch der Aktienkurs von Barrick Auftrieb bekommen.

    Operativ und finanziell hat Barrick Gold in den vergangenen Jahren seine Hausaufgaben gemacht. Aufgrund eines starken 4. Quartals hat der Konzern seine Produktionsziele doch noch annähernd erreicht. So lag die endgültige Goldproduktion für 2023 mit 4,14 Mio. Unzen nur 1% unter der Prognose. Die Kupferproduktion lag mit 440 Mio. Pfund in der erwarteten Spanne von 420 bis 470 Mio. Pfund. Aufgrund stabiler Produktionskosten und steigender Verkaufspreise hat Barrick in 2023 etwa 500 USD pro ausgelieferter Unze verdient. Dies ist ein Rekordniveau. Insbesondere aufgrund der Investitionen im Kuper-Sektor ging zwar der operative Konzern-Cashflow von 4,38 Mrd. USD auf 3,48 Mrd. USD zurück, doch die Jahresdividende wurde von 0,37 USD auf 0,65 USD je Aktie angehoben.

    Beim Ausblick ist Barrick optimistisch und setzt auf Erneuerbare Energien. Es sollen 4,2 Mrd. bis 4,6 Mrd. Unzen Gold gefördert werden. Bei Kupfer liegt die Spanne zwischen 420 Mio. und 470 Mio. Pfund. Die Inputkosten werden für 2023 in unveränderter Höhe erwartet. Das Management hat zudem die Transformation des Energiebedarfs hin zu Erneuerbaren Quellen betont. Diese Umstellung sei mit Kosten verbunden, sind aber eine Voraussetzung, um die steigenden ESG-Kriterien von Investmentgesellschaften zu erfüllen. Ein Beispiel für die Fortschritte von Barrick in Sachen Erneuerbare Energie ist die Loulo-Gounkoto Mine. Dort wurde eine Solaranlage installiert, welche den CO2-Ausstoß um 62.000 Tonnen pro Jahr verringert.

    Blackrock Silver: Aktie reif für eine Erholung

    researchanalyst.com weist in dem Update zu Barrick auch darauf hin, dass Anleger ihre Investments im Minensektor diversifizieren sollten. In ein Edelmetall-Portfolio gehören auch Explorer-Aktien. Während die Aktien der großen Konzerne endlich anspringen, haben viele Explorer noch Nachholbedarf. Zu dieser Gruppe gehört auch die Aktie von Blockrock Silver. Der kanadische Explorer fokussiert sich auf die Entwicklung von Projekten im US-Bundesstaat Nevada. Damit wird schon mal ein oft übliches Länderrisiko erheblich reduziert. Zudem setzt das Unternehmen nicht nur auf Silber Projekte, sondern auch auf Lithium.

    Mit dem Projekt Tonopah West besitzt Blackrock Silver wahrscheinlich eines der hochgradigsten unerschlossenen Silberprojekte der Welt. Dabei besteht sogar das Potenzial der Ressourcenerweiterung. Das neu konsolidierte Landpaket umfasst 100 patentierte und 279 unpatentierte Bergbau-Claims auf einer Fläche von 25,5 Quadratkilometern. Die ersten stollenoptimierte Mineralressourcen-Schätzung liegen bereits vor: 2,975 Mio. Tonnen mit einem Gehalt von 446 Gramm für insgesamt 42,65 Mio. Unzen Silber.

    Hinzu kommt ein spannendes Lithium-Projekt. Denn in 2022 hat das Explorationsprogramm nicht nur zu einer Verdoppelung der Mineralisierung über die erste Ressourcengrenze geführt, sondern man hat auch Lithium entdeckt. Ein Lithium-Projekt in den USA ist wohl so wertvoll wie sonst nirgendwo auf der Welt. Denn sie US-Regierung hat die Unabhängigkeit entlang der Wertschöpfungskette der Elektromobilität ausgerufen und fördert den gesamten Sektor massiv. Zwar steht Blackrock Silver mit dem Lithium-Projekt noch am Anfang, doch bereits im laufenden Jahr sind Fortschritte zu erwarten. Im Februar wurde mit einem 3.000 Meter langem Bohrprogramm begonnen. Das Genehmigungsverfahren für ein weiteres 4.000 Meter umfassendes Bohrprogramm läuft. Die Umsetzung ist im laufenden Quartal geplant. Die Finanzierung hat sich Blackrock Silver in den vergangenen Wochen gesichert. Aufgrund der inzwischen abgeschlossenen Kapitalmaßnahmen kam der Aktienkurs unter Druck und bietet derzeit bei 0,37 CAD eine interessante Einstiegschance. Im Januar notierte die Aktie bei über 0,60 CAD.

    Vonovia-Aktie: Zeit zu kaufen?

    Den Einstieg in Vonovia sehen die Analysten von RBC gekommen. Für sie ist die Aktie ein Kauf mit einem Kursziel von 33 EUR. Damit halten die Analysten eine annähernde Kursverdoppelung für möglich. Investoren würden sich derzeit zu sehr auf die finanzielle Lage von Immobilienunternehmen vor dem Hintergrund der steigenden Zinsen fokussieren und die operative Entwicklung ausblenden. Dabei seien bei Vonovia die Perspektiven im operativen Geschäft weiterhin gut. Eine Kapitalerhöhung schließen die Analysten nicht aus, aber aus ihrer Sicht würde dies die Attraktivität der Vonovia-Aktie nicht spürbar verwässern. Auch die DZ Bank gehört bei Vonovia zum Lager der Optimisten. Die Analysten raten zum Kauf der Aktie und haben ein Kursziel von 27,50 EUR. Sie halten die panischen Reaktionen der Anleger in den vergangenen Wochen für übertrieben.

    Aus ihrer Sicht drohe derzeit keine drastische Abwertung der Immobilienbestände. Zu den Pessimisten gehört Barclays. Deren Analysten sehen im gesamten Immobiliensektor weitere Kursrisiken. Die deutschen Wohnimmobilienunternehmen müssten ihre Geschäftsmodelle und Bilanzen erst noch dem veränderten Umfeld hoher Zinsen anpassen. Ihr Kursziel für Vonovia liegt bei 18 EUR. Derzeit notiert die Aktie knapp darüber.


    Gold und Silber glänzen wieder. Die Aktien der großen Produzenten sind inzwischen angesprungen. Barrick Gold ist fundamental gesund, charttechnisch interessant und ein Basisinvestment. Blackrock Silver verfügt über spannende Projekte im Silber und Lithium Bereich, hat die Finanzierung weitere Bohrprogramme gesichert und die Aktie hat Nachholpotenzial. Die Aktie von Vonovia zeigt sich nach dem massiven Abverkauf in den vergangenen Tagen etwas erholt. Doch steigende Zinsen, Abwertungsrisiken des Bestandsportfolios und eine mögliche Kapitalerhöhung können jederzeit wieder für Panik sorgen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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