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12.12.2022 | 04:44

100 Prozent sind möglich: BYD, Varta, Power Nickel, BASF: Aktien der E-Mobilität für 2023!

  • Batteriemetalle
  • E-Mobilität
  • Nickel
Bildquelle: pixabay.com

Angesichts fortgeschrittener Korrekturen an den Börsen, anziehender Inflation und gestörter Lieferketten fragen sich viele Marktteilnehmer, ob der 100-Prozenter auch in 2023 möglich ist? Ist er! Denn derzeit gibt es viele Herausforderungen zur Lösung der Klima- und Energiekrise. Gefragt sind mehr denn je revolutionäre Ideen mit Weitblick. Der Innovations-Druck könnte im Bereich der Batterien für die E-Mobilität nicht höher sein, denn die Themen Reichweite, Lebensdauer und Recycling sind für den Konsumenten noch nicht zufriedenstellend gelöst. Einige Vertreter der Branche haben die Zeichen der Zeit bereits erkannt.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: Power Nickel Inc. | CA7393011092 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111 , VARTA AG O.N. | DE000A0TGJ55

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Inhaltsverzeichnis:


    BYD – Die chinesische Nummer 1

    Trotz eines Megadeals mit Sixt und dem Eintritt in die europäischen Automobilmärkte erlebte die BYD-Aktie im Herbst 2022 die größte Korrektur seit 3 Jahren. Erstmals in den Anlegerfokus rückte „Build your Dreams“ im Jahr 2008, als mit Berkshire Hathaway die Beteiligungsgesellschaft des Börsengurus Warren Buffett in den chinesischen Hersteller von Elektrofahrzeugen und Batterien investierte. Das beste Jahr sah BYD dann auch in 2020. Der chinesische Markt für Elektrofahrzeuge boomte und das Unternehmen präsentierte die revolutionäre Blade Battery. Das neue Superaggregat für Elektroautos setzte damals durch seine geringe Hitzeentwicklung nicht nur neue Maßstäbe bei der Sicherheit von E-Autos, die Batterie-Innovation sorgte auch noch für mehr Reichweite und hatte eine deutlich längere Lebensdauer. Die Börse honorierte die Neuheit mit einem Kursplus von über 400 Prozent und Buffetts Investment-Holding verdiente kräftig mit. Doch angesichts zunehmender Spannungen zwischen Washington und Peking, rieten viele Analysten zuletzt zur Vorsicht. Berkshire besaß in der Spitze fast 25% an BYD, durch starkes Reduzieren sank der Anteil zuletzt auf unter 16%. Damit realisierten die Analageexperten aus Omaha über 1 Mrd. USD an Gewinn.

    Trotz steigender Konkurrenz ist BYD ist immer noch die meistverkaufte Elektroauto-Marke in China, den US-Rivalen Tesla hat sie auf dem Heimatmarkt bereits deutlich abgehängt. Denn während BYD im Oktober 103.157 reine Elektrofahrzeuge aus seinen chinesischen Werken auslieferte, waren es laut Daten der CPCA bei Tesla nur 71.704 Einheiten. Die BYD-Aktie hat nach einem Tief bei 20,80 EUR erst mal gedreht und nimmt wieder die 26 EUR-Marke ins Visier. Damit ist der Wert noch gut 60% von seinem Hoch entfernt. Wenn die EU-Stromkrise der Branche nicht einen Strich durch die Rechnung macht, dürften E-Mobile auch in 2023 einen steigenden Marktanteil erobern können.

    Power Nickel – Das nächste Blockbuster-Nickelvorkommen

    Wer an Batterie-Technologien denkt, kommt neben Lithium nicht an Nickel, Graphit und Kobalt vorbei. Der erste kommerziell erhältliche Lithium-Ionen-Akku war der Lithium-Cobaltdioxid-Akkumulator, auch LiCoO 2-Akku, den Sony im Jahr 1991 vor allem in Videokameras einsetzte. Nickel-Mangan-Cobalt (NMC)-Kathoden sind das derzeit erfolgreichste Lithium-Ionen-System, denn sie bieten einen guten Kompromiss aus allgemeiner elektrochemischer Leistungsfähigkeit, hohen Energiedichten und Produktionskosten. Der Erfolg der NMC-Kathoden liegt in der Kombination von Nickel und Mangan begründet, das Nickel bringt die hohe spezifische Energiedichte in das Material.

    Seit 2022 haben die Hersteller von Elektro-Fahrzeugen ein Nickel-Beschaffungs-Problem, denn die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien verbraucht derzeit 8% der weltweiten Nickelproduktion von jährlich 2,7 Mio. Tonnen. Bei NMC-Batterien beträgt der Nickel-Anteil derzeit etwa 40%, 75% der Weltproduktion stammt dabei aus Russland. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs gibt es enorme Engpässe bei Nickel, die Autokonzerne suchen verzweifelt nach alternativen Bezugsquellen. VW will seinen Nickelbedarf zum Beispiel aus Indonesien decken und auch in Nordamerika machen sich mehrere Projekte auf den Weg.

    Der kanadische Explorer Power Nickel (PNPN) besitzt ein Vorzeigeprojekt namens NISK in Quebec. Mit Mineralisierungen für Nickel, Kupfer, Kobalt, Palladium und Platin erschlägt NISK fast alle wichtigen Zukunfts-Metalle in einer Liegenschaft. Power Nickel ist in 2021 aus der Vorgängergesellschaft Chilean Metals entstanden. Heute verfügt die neue Gesellschaft über ein Bergbau-Investitionsportfolio, das auch eine 100%-ige Beteiligung am Projekt Golden Ivan beinhaltet, ein Mineralienvorkommen mit polymetallischen Adern aus Silber, Zink, Gold und Kupfer. Darüber hinaus ist die Gesellschaft auch noch gut mit Konzessionsrechten in Chile vertreten. Sie umfassen fünf Grundstücke mit über 50.000 Acres, welche strategisch günstig im produktiven Eisenoxid-Kupfer-Gold-Gürtel im Norden Chiles liegen.

    Power Nickel möchte sich in Zukunft auf Batterie-Rohstoffe konzentrieren. Laut einer Studie des Nickel Institutes aus dem Jahr 2021 wird sich der Ni-Anteil an modernen Batterien von ca. 39 auf 58% im Jahr 2025 entwickeln. Mit seinem NISK-Projekt ist Power Nickel sehr gut positioniert, hochwertiges Nickel für die Batterieproduzenten zu liefern, denn jüngste Bohrergebnisse lieferten einen Gehalt von 1,17% Nickel mit hoher Reinheit. Gerade konnte sich die Gesellschaft mit 4,19 Mio. CAD refinanzieren, das schafft Raum für weitere operative Schritte. Die chancenreiche PNPN-Aktie ist trotz dem aktuell schlechten Umfeld für Explorer seit 6 Wochen stark im Aufwind und legte bereits ordentlich zu.

    BASF und Varta – Zwei interessante Batterie-Player mit Chancen

    Zwei Aktien aus dem industriellen Bereich machen zurzeit Furore. BASF kann trotz steigender Energiepreise gute Zahlen vermelden, die Rohstoff-Tochter Wintershall-DEA hilft gewaltig. Bei Varta bereiten die aktuellen Marktverhältnisse Sorgen, denn die Abnehmer verhalten sich zögerlich und auch die Überwälzung stark gestiegener Produktionskosten will derzeit noch nicht gelingen.

    Für BASF ist der Analysten-Konsens jüngst wieder deutlich positiver, als das noch zu Beginn des Ukraine-Konflikts der Fall war. Mittlerweile hat BASF versichert, dass man auch mit 50% weniger Gas recht gut zurechtkommt. Gleichzeitig spielen die gestiegenen Preise an den Weltmärkten dem Marktführer für chemische Vorprodukte in die Karten. Denn wer aktuell liefern kann ist gefragt, Lieferkettenprobleme gilt es zu überwinden. BASF hat sich strategisch entschieden, 10 Mrd. EUR in China zu investieren. Auch wenn das öffentlich lautstark kritisiert wird, nähern sich die Ludwigshafener damit konsequent den Wachstumsmärkten. Dass die Perspektiven in Europa nicht zu großen Investitionen anregen, ist nachvollziehbar. Letztlich ist der Weltkonzern auch seinen Aktionären verpflichtet und unterliegt nicht dem Diktat aus Berlin oder Brüssel. Behauptete Gewinne und eine attraktive Dividendenpolitik locken bei BASF im Bereich von 47 EUR zum Einstieg.

    Varta hatte zuletzt einige Probleme zu bewältigen, die Ausblicke mussten mehrfach revidiert werden. Die Aktie folgte dem Desaster und fiel seit 2020 von rund 180 auf 26 EUR. Aktuell scheint der Verkaufsdruck aufgrund etwas positiverer Analystenstimmen wieder nachzulassen. Das schafft Raum für eine kleine technische Erholung, fundamentale Kaufgründe sehen Analysten derzeit nicht. Die mittlere Kurserwartung auf Sicht von 12 Monaten liegt bei niedrigen 31,30 EUR. Belassen sie Varta dennoch auf der Watchlist und warten sie positive Aussagen des Managements ab. Die ersten 20% im Turnaround sind bekanntlich am riskantesten und sollten Profis überlassen werden.


    Der Batteriemarkt steht unter Starkstrom. Schnell muss es laut Gesetzgeber gehen, damit das Thema Klimaschutz endlich greifbare Fortschritte liefert. BYD, BASF und Varta besetzen die industrielle Seite, Power Nickel wächst mittelfristig zum Rohstoff-Förderer in Nordamerika heran oder wird vorher wegen seiner attraktiven Liegenschaften übernommen.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    • Polymetallische Vorkommen
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    • Québec
    • Jurisdiktionen
    • Indonesien

    Der Nickelmarkt erlebt seit einiger Zeit eine Spaltung, die Investoren dazu zwingt, ihre Strategien zu überdenken: Auf den ersten Blick ist genug des wichtigen Industriemetalls vorhanden, da Indonesien die Märkte in der Vergangenheit mit Material aus seinen riesigen Laterit-Vorkommen geflutet hat. Doch dieser Schein trügt. Längst gibt es zwei Märkte für Nickel: Ein Markt für Massen-Nickel, das unter hohem Energieaufwand und mit fragwürdigen Umweltstandards vorwiegend in Indonesien produziert wird und ein Premium-Markt für hochreines, ESG-konformes Sulfid-Nickel, das für die Hochleistungsbatterien der westlichen Automobilindustrie unverzichtbar ist. Während die Preise an der London Metal Exchange (LME) durch das indonesische Überangebot gedeckelt werden, zahlen Strategen wie Tesla oder GM hinter verschlossenen Türen signifikante Aufschläge für Material, das nicht nur chemisch rein, sondern auch geopolitisch und ökologisch einwandfrei ist. In diesem exklusiven Club der nordamerikanischen Nickel-Projekte positioniert sich Power Metallic Mines als einer der spannendsten Werte. Mit seiner hochgradigen NISK-Entdeckung in Québec besetzt das Unternehmen genau jene Nische, die Donald Trump durch das US-Gesetz „One Big Beautiful Bill“ zur Frage der nationalen Sicherheit erklärt hat.

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    Es gibt Ereignisse, die alles verändern – Wendepunkte, an denen aus Hoffnungen Gewissheiten werden. Oft vollziehen sich diese Verschiebungen abseits der großen Schlagzeilen, in den Laboren und Prüfständen, wo die Machbarkeit der Zukunft entschieden wird. Für Power Metallic Mines ist solch ein Moment genau jetzt eingetreten. Die jüngst veröffentlichten metallurgischen Testergebnisse für die „Lion Zone“ sind weit mehr als nur technische Daten - sie sind der Beweis, dass das Unternehmen über ein Asset verfügt, das die Lieferketten von Automobilgiganten wie Mercedes-Benz und Ford nachhaltig sichern könnte. Während die Weltwirtschaft händeringend nach stabilen Quellen für Kupfer und Platinmetalle sucht, liefert Power Metallic Mines nun die harte Währung der Minenbranche: Validierte Gewinnungsraten auf Weltklasse-Niveau. Für Investoren eliminiert das größte Risiko eines Explorers – die technische Machbarkeit – nahezu restlos und ermöglicht eine fundamentale Neubewertung der Aktie.

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