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20.11.2019 | 11:21

Allianz, Deutsche Bank, Triumph Gold – EZB warnt vor eigener Zinspolitik

  • Währungspolitik
Bildquelle: pixabay.com

Der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Luis de Guindos, hat am Morgen den halbjährlichen Stabilitätsbericht vorgestellt. Angesichts der anhaltenden Konjunkturschwäche und der extrem niedrigen Zinsen im Euro-Raum, warnt die EZB vor den Gefahren für die Stabilität des Finanzsystems. Hohe Schuldenstände und Haushaltsdefizite in manchen Euro-Ländern könnten am Markt wieder in den Fokus rücken. Durch die niedrigen Zinsen erhöhte sich auch die Risikobereitschaft der Investment- und Pensions-Fonds sowie der Versicherer, um mit riskanten Geschäften Renditen zu erzielen. Unerwartete Kurskorrekturen bei Investments können somit Folgen für das gesamte Finanzsystem haben.

Lesezeit: ca. 1 Minuten. | Autor: Mario Hose
ISIN: DE0005140008 , DE0008404005 , CA8968121043

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Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Kann Währungspolitik umweltfreundlich sein?

Die Währungshüter in Europa haben es nicht leicht. Eigentlich sind sie unabhängig, aber umgeben von Politikern und Marktteilnehmern, die öffentlich oder hinter verschlossenen Türen ihre Interessen bekunden. Im Zentrum ihrer Tätigkeit stehen die Stabilität des Euros und einhergehend des Finanzsystems. Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 haben die Notenbanken in Europa und den USA eine Strategie der niedrigen Zinsen verfolgt, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Je billiger das Geld, desto höher ist die Bereitschaft einen Kredit für Konsumzwecke auszugeben. Je mehr konsumiert wird, desto mehr Jobs werden geschaffen und Steuern fallen zudem an. Interessanterweise fand bislang keine öffentliche Diskussion über die Rolle der Notenbanken im Zusammenhang mit Klimaveränderungen und Umweltschutz statt.

Antizyklischer Kapitalpuffer für Banken

Freud und Leid liegen nah beieinander, denn billiges Geld verändert den Markt. Kreditwürdige Marktteilnehmer haben z.B. dafür gesorgt, dass der Wohnimmobilienmarkt zunehmend mit Überbewertungen zu kämpfen hat. Deutliche Unterschiede zwischen Regionen und Ländern bringen die Bewertungsdiskrepanz zum Ausdruck.

Kommt es zu einer anhaltenden Marktschwäche, dann können Bewertungsanpassungen von Immobilien für Kreditnehmer und Banken kollektiv zum Problem werden. In Deutschland wurde bereits im Juli 2019 der sogenannte antizyklische Kapitalpuffer von 0,25% für Banken eingeführt, um das Finanzsystem zu stärken.

Gold als sicherer Hafen

Tritt der Ernstfall ein, dann wird es vor allem für systemrelevante Banken und Versicherer spannend. Die Deutsche Bank, Commerzbank, aber auch die Allianz als Versicherer werden wieder besonders gefordert sein. Die Flucht in Gold oder zumindest eine Diversifikation des Portfolios mit Edelmetallen werden spätestens dann wieder ein Thema.

Ausländische Gold Unternehmen wir Barrick Gold oder Triumph Gold werden dann wieder gezielt im Fokus der Anleger stehen. Spätestens dann, wenn der Preis je Feinunze Gold über die 1.600 USD Marke klettert, sollten sich Investoren Gedanken über das unvergängliche Edelmetall machen.


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Lexikon:

  1. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.
  2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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