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23.03.2026 | 05:20

Ausverkauf bei Barrick Mining, Lahontan Gold und Newmont: Warum jetzt der perfekte Zeitpunkt zum Nachkaufen ist

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Bildquelle: pixabay.com

Die jüngste FED-Entscheidung mit ihrem hawkishen Signal hat den Goldmarkt erschüttert und eine scharfe Korrektur ausgelöst. Was wie ein Ausverkauf aussieht, entpuppt sich für strategische Investoren jedoch als klassischer Einstiegsmoment. Die strukturellen Treiber – geopolitische Unsicherheit, chronische Überschuldung und die nachhaltige Vertrauenskrise in die Geldpolitik – bleiben unverändert intakt. Genau hier eröffnet sich jetzt ein aussichtsreiches Setup. Wir sehen uns drei Goldunternehmen an, die nun in den Fokus rücken: Barrick Mining, Lahontan Gold und Newmont.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 | NYSE:B , TSX: ABX , LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066

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Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Mining - starke Zahlen mit Dämpfer

    Barrick lieferte 2025 mit 16,96 Mrd. USD Umsatz, ein operativer Cashflow von 2,73 Mrd. USD im Schlussquartal ab. Das sind starke Ergebnisse. Getrieben von einem fulminanten Goldpreis und effizienten Kernminen. Doch der Ausblick für 2026 fällt verhaltener aus. Produktion und Kosten stehen unter Druck, nicht zuletzt durch den Verkauf von Randaktivitäten. Wer die nackten Zahlen sieht, erkennt ein solides, aber nicht mehr wachsendes Fundament. Der Markt mag keine Stagnation und genau hier liegt der aktuelle Bewertungsdruck.

    Die große Wette ist die Abspaltung nordamerikanischer Kronjuwelen in eine eigenständige Gesellschaft („NewCo“). Ziel ist, den geopolitischen Risikoabschlag loswerden und zwei klare Profile schaffen, eine stabile US-Goldgesellschaft und einen internationalen Kupfer-Champion. Der Haken ist der Streit mit Joint-Venture-Partner Newmont. Dieser wirft Barrick vor, Ressourcen aus der gemeinsamen Nevada-Mine abgezogen zu haben. Ein Rechtsstreit, der die gesamte Transaktion gefährdet und bei Anlegern für Unruhe sorgt.

    Wie nun bekannt wird, existiert auf dem vielversprechenden Fourmile-Projekt eine bisher nicht kommunizierte Royalty von Teck Resources. Teck erhält 10-15 % vom Nettogewinn, eine erhebliche Belastung. Analysten sehen dadurch den Wert der geplanten IPO-Erlöse unter früheren Schätzungen. Für Anleger bedeutet das, dass die erhoffte Bewertungsexplosion durch die Abspaltung geringer ausfallen könnte. Barrick bleibt ein spannendes, aber komplexes Investment mit operativer Stärke, strategischen Fragezeichen und nun zusätzlicher Unwucht durch Altlasten. Derzeit ist die Aktie für 37,14 USD zu haben.

    Lahontan Gold - alter Tagebau mit strategischen Trümpfen

    Die Geschichte von Lahontan Gold ist kein typisches Explorer-Märchen, sondern eine Geschichte über Standortvorteile. Im Zentrum steht die Santa Fe Mine, ein Betrieb mit Produktionshistorie zwischen 1988-1994 und das bei einem Goldpreis von nur 380 USD je Unze. Die vorhandene Infrastruktur, inklusive Wasserrechten und eigener Umspannstation, ist heute der eigentliche Aktivposten. In Nevada, wo Genehmigungen Jahre dauern können und Wasserrechte oft umkämpft sind, besitzt das Unternehmen damit ein Fundament, das den Weg zurück in die Produktion erheblich beschleunigt.

    Spannend ist die Entwicklung der Satellitenprojekte. West Santa Fe, nur 13 km entfernt, lieferte zuletzt Ergebnisse wie 36,6 m mit 3,11 g Goldäquivalent ab der Oberfläche. Solche Intervalle bestätigen nicht nur historische Daten, sondern erweitern das Potenzial für kostengünstige Oxid-Gold-Tonnen. Parallel dazu laufen die Bohrer auf dem Hauptgelände, um die Ressource auszuweiten. Der Fokus liegt klar darauf, zusätzliches Material für die geplante Verarbeitungsanlage zu erschließen. Das ist ein pragmatischer Ansatz, der auf Skaleneffekte setzt.

    Die jüngste Finanzierungsrunde über 13,9 Mio. CAD, die aufgrund hoher Nachfrage aufgestockt wurde, verschafft dem Unternehmen Handlungsspielraum. Das frische Kapital fließt in die Exploration und die operative Weiterentwicklung. Zeitgleich wurde der Vorstand mit erfahrenen Minenbau-Finanzierern verstärkt. Das ist ein klares Signal, dass der Fokus nun auf der Projektumsetzung liegt. Mit einer umfangreichen Explorationsgenehmigung für über 700 Bohrlöcher und laufenden Gesprächen über die Betriebsgenehmigung sind die strukturellen Voraussetzungen für einen zügigen Aufbau der Goldproduktion gegeben. Aktuell notiert die Aktie bei 0,32 CAD.

    Newmont – Rekordzahlen und strategischer Wandel

    Newmont hat 2025 ein finanzielles Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem Rekord-Free-Cashflow von 7,3 Mrd. USD und einem Nettokassenbestand von über 2 Mrd. USD wurde die Bilanz massiv gestärkt. Die Verschuldung sank um 3,4 Mrd. USD. Das verschafft dem weltgrößten Goldproduzenten enorme Flexibilität. Dass die Aktie dennoch zuletzt unter Druck stand, liegt am Ausblick. 2026 wird ein geplantes Produktionstal durchlaufen. Doch wer genau hinsieht, erkennt, dass dies kein strukturelles Problem, sondern eine strategische Investitionsphase ist, um die profitabelsten Assets für die Zukunft zu rüsten.

    Die förderbare Menge sinkt 2026 voraussichtlich um 10 % auf 5,3 Mio. Unzen. Das Management spricht offen von einem "Tiefpunkt", um Minen-Sequenzierungen und die Integration der Newcrest-Übernahme abzuschließen. Entscheidend ist, wohin das Geld fließt. Rund 1,4 Mrd. USD fließen in die Erweiterungen von Cadia, Tanami und das Großprojekt Red Chris. Diese Projekte stammen aus der milliardenschweren Übernahme und sollen ab 2027 wieder für Produktionswachstum sorgen. Das ist kein Rückzug, sondern eine bewusste Konzentration auf die hochwertigen Goldreserven im Boden, die sogenannten "Value Ounces".

    Unter der neuen CEO Natascha Viljoen wird die Kapitalallokation deutlich disziplinierter. Neben der angehobenen Dividende laufen die Aktienrückkäufe weiter. Vom 6 Mrd. USD Programm sind noch 2,4 Mrd. USD übrig. Das Management priorisiert nicht nur Wachstum, sondern auch eine greifbare Wertrückgabe. Die derzeitige operative Pause ist kalkuliert, um die Margen langfristig zu sichern. Wer die starke Bilanz, die strategische Neuausrichtung und das Potenzial für steigende Cashflows ab 2027 sieht, findet hier einen überzeugenden Einstiegspunkt. Momentan kostet die Aktie 95,80 USD.


    Die Korrektur am Goldmarkt öffnet für langfristig orientierte Investoren eine strategische Einstiegschance. Barrick Mining bleibt ein komplexes Value-Investment, dessen Kurspotenzial an der Lösung des Rechtsstreits mit Newmont und dem erfolgreichen Spin-off hängt. Lahontan Gold überzeugt als reine Nevada-Story mit beschleunigtem Produktionspfad dank vorhandener Infrastruktur. Newmont wiederum nutzt die operative Verschnaufpause für eine konsequente Portfolio-Stärkung und belohnt Aktionäre bereits jetzt mit einer disziplinierten Kapitalrendite.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    Wer eine überzeugende und lukrative Investmentstory im Goldbereich sucht, hat sie bei Lahontan Gold gefunden. Ein exzellentes Team mit Gespür für Geologie und Timing, komfortable Finanzmittel, erstklassige Bohrdaten und Assets und ein genauer Plan, wann Anleger mit den nächsten wertsteigernden Meilensteinen rechnen können sprechen für sich. Bereits im kommenden Monat könnte eine aktualisierte Ressourcenschätzung die Grundlage für eine Neubewertung schaffen. Für September wird eine neue Wirtschaftlichkeitsstudie erwartet, welche die Unterbewertung der Gesellschaft untermauern dürfte. Mit dem geplanten Produktionsstart Ende 2027 sowie einer in Aussicht gestellten Notiz in den USA ergeben sich zusätzliche Katalysatoren. Vor dem Hintergrund hoher Goldpreise und eines Ressourcenpotenzials von 3 Mio. Unzen Gold könnte das Unternehmen zudem verstärkt als Übernahmeziel in den Fokus größerer Produzenten rücken.

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