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04.08.2020 | 06:50

Bahnzulieferer überzeugen: Schaltbau robust, SBF stark

  • Bahn
Bildquelle: pixabay.com

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben sich vergangene Woche verdeutlicht. Im zweiten Quartal 2020 ist die Konjunktur weltweit eingebrochen. Unter anderem in Deutschland um 10% und europaweit um 12%. Davon weitestgehend unbeeindruckt zeigten sich die Bahnzulieferer Schaltbau und SBF. Beide freuen sich über volle Auftragsbücher und langfristige Projekte. Denn weltweit wird in die Schiene als umweltfreundliche Mobilitätsalternative investiert. Schaltbau meldete für H1 einen Umsatzanstieg um 2,6% auf 239,3 Mio. EUR und einen EBIT-Anstieg von 9,4 auf 9,6 Mio. EUR. Die Analysten von EQUI.TS bewerten die Zahlen als „robust“ und empfehlen die Aktie zum Kauf. SBF meldete sogar einen Gewinnsprung um 79%. Zudem sorgen der mögliche Markteintritt in den USA und Übernahmen für Kursphantasie.

Lesezeit: ca. 1 Minuten. Autor: Mario Hose

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Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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SBF im ersten Halbjahr - Umsatz und Netto hoch

Die SBF Gruppe, Technologie- und Marktführer im Bereich der Decken- und Beleuchtungssysteme für Schienenfahrzeuge in Europa, hat den Umsatz und den Ertrag im ersten Halbjahr 2020 signifikant gesteigert. Die Corona-Krise hatte bisher keine signifikanten Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung, da die Branche systemrelevant ist und innerhalb sehr langfristiger Zyklen arbeitet. Im ersten Halbjahr 2020 hat die SBF-Gruppe den Umsatz von 8,0 Mio. Euro um 25,7% auf 10,0 Mio. EUR gesteigert. Gleichzeitig hat SBF die Effizienz weiter verbessert und die Ertragskraft auf allen Ebenen überproportional gesteigert: Das EBITDA um 64,8% auf 2,2 Mio. EUR und den Halbjahresgewinn sogar um 78,9% auf 1,7 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei sehr soliden 71,7%.

Erster Produktionsstandort in den USA

Rudolf Witt, Vorstandsmitglied der SBF AG: „Das Geschäftsmodell von SBF zeigt sich weiterhin robust gegenüber den Corona-bedingten gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen. Zwar beobachten wir vereinzelt, dass Auftraggeber Bestellungen etwas verspätet abrufen. Dennoch sollten wir die positive Geschäftsentwicklung auch im zweiten Halbjahr weiter fortsetzen.“ Im strategischen Fokus von SBF steht in der zweiten Jahreshälfte 2020, die führende Marktstellung durch gezielte Expansion weiter zu stärken. Dafür treibt die Gruppe die Vorbereitungen für den ersten Produktionsstandort in den USA voran und prüft Übernahmen. Klare Voraussetzung für mögliche Mehrheitsbeteiligungen ist, dass sie die SBF-Gruppe technologisch ergänzen und sich Synergieeffekte erzielen lassen.

GBC Research sieht Wachstumspotenzial

Die Analysten von GBC Research erwarten von SBF ein deutliches Wachstum im Gesamtjahr 2020 und darüber hinaus. Der Umsatz soll von 16,9 Mio. EUR in 2019 auf 21,4 Mio. EUR und das Nettoergebnis von 3,0 Mio. EUR auf 3,55 Mio. EUR zulegen. Für die Folgejahre 2021 und 2022 rechnet GBC mit einem weiteren Wachstum der Umsatzerlöse von 24,30 Mio. EUR sowie 27,90 Mio. EUR. Das Nettoergebnis soll auf 3,88 Mio. EUR bzw. 4,51 Mio. EUR zulegen. Das Kursziel von GBC für die SBF-Aktie liegt bei 9,50 EUR. Dabei könnten die avisierte Expansion in die USA und/oder eine Übernahmen für neue Kursphantasie sorgen.


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In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Eigenkapitalquote – Das Verhältnis vom Eigenkapital in Relation zum Gesamtkapital.

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