Menü schließen




20.04.2023 | 07:05

Besser als Deutsche Bank und Commerzbank Aktien? aifinyo profitiert derzeit 3-fach

  • Fintech
  • Technologie
  • Banken
Bildquelle: pixabay.com

Eine große Bankenkrise wie 2008 scheint es derzeit nicht zu geben. Dennoch ist klar, dass auf Banken eine stärkere Regulierung zukommen wird. Eine Folge davon ist, dass beispielsweise die Deutsche Bank und die Commerzbank bei der Kreditvergabe auf die Bremse treten werden – insbesondere im Mittelstand. Dies dürfte das Geschäft von aifinyo weiter anfeuern. Die Berliner gehören zu den wenigen börsennotierten deutschen Fintechs. Das Unternehmen bietet kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMUs) sowie Selbstständigen eine Online-Plattform rund um das Management, die Finanzierung und die Bezahlung von Rechnungen an. Das Geschäft brummt: Trotz konjunktureller Abkühlung war 2022 für aifinyo ein Rekordjahr.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008 , COMMERZBANK AG | DE000CBK1001 , AIFINYO AG INH O.N. | DE000A2G8XP9

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Karim Nanji, CEO, Marble Financial
    "[...] In Kanada kommen auf jeden Dollar Einkommen 1,75 Dollar Schulden – und das war bereits vor der Pandemie so. [...]" Karim Nanji, CEO, Marble Financial

    Zum Interview

     

    aifinyo profitiert von Bankenkrise, hohen Zinsen und Start-up-Winter

    Dennoch ist die aifinyo-Aktie von ihren Höchstkursen weit entfernt. Derzeit notiert das Wertpapier knapp über 14 EUR, im September 2021 waren es schon mal 39 EUR. Die Analysten von SMC Research trauen der Fintech-Aktie sogar rund 42 EUR zu (zum Research). Denn von Krise ist bei aifinyo keine Spur. Das vierte Quartal 2022 – und damit das Gesamtjahr – konnte auf Rekordniveau abgeschlossen werden. Zum Wachstum trugen praktisch alle Geschäftsbereiche bei: Die wiederkehrenden SaaS-Umsätze der Abo-basierten Tools rund um das Rechnungs- und Liquiditätsmanagement genauso wie Erlöse aus Finanzierungleistungen. Im Gesamtjahr 2022 hat der Betreiber einer in Deutschland einzigartigen cloudbasierten Smart Billment Plattform rund um das Management, die Finanzierung und die Bezahlung von Rechnungen nach vorläufigen Berechnungen das Transaktionsvolumen von 269 Mio. EUR um 40,5 % auf 378 Mio. EUR gesteigert. Der Umsatz legte um 22,7 % auf 54 Mio. EUR zu. Den Rohertrag (Gesamtleistung reduziert um Warenaufwände und Abschreibungen des Leasinganlagevermögens) als einer der wichtigsten Key Performance Indicator hat aifinyo in 2022 deutlich überproportional um 75 % auf 14 Mio. EUR gesteigert. Auch die Ergebnisentwicklung war erfreulich: Das Ergebnis vor Steuern (EBT) von aifinyo legte von 0,1 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR zu. Dabei kommt bei dem Fintech bis auf weiteres, Wachstum von Umsatz und Marktanteil, vor Gewinnmaximierung.

    Den Wachstumskurs will aifinyo fortsetzen. Dabei beschleunigen derzeit gleich drei Markttrends das Wachstum: Bankenkrise, hohe Zinsen und der Start-up-Winter. Zwar scheint eine schwerwiegende Finanzkrise mindestens vorerst gebannt zu sein, aber die Regularien, Eigenkapitalanforderungen an Deutsche Bank & Co. werden steigen. Damit werden Institute bei der Kreditvergabe mindestens einen Gang zurückschalten. Vor dem Hintergrund der abkühlenden Konjunktur war dies, insbesondere im KMU-Segment, sowieso schon zu beobachten. Zudem sorgen die steigenden Zinsen dafür, dass sich Unternehmer wieder stärker nach Finanzierungsalternativen umsehen. Von beidem profitiert aifinyo als One-Stop-Shop für Rechnungs- und Liquiditätsmanagement und alternativen Finanzierungen wie Wareneinkaufsfinanzierung (Fine Trading) und Factoring. Zudem punktet das Unternehmen mit Geschwindigkeit: Über Finanzierungsanfragen wird in der Regel innerhalb weniger Tage entschieden. Es gibt natürlich auch andere Fintechs die in den B2B-Markt drängen. Doch die Newcomer leiden derzeit. Die Zeiten des „billigen Geldes“ sind auch in der Start-ups-Szene vorbei. Zählte in den vergangenen Jahren nur Umsatzwachstum, verlangen Investoren derzeit mindestens eine Perspektive auf Gewinne. Doch wer in Boom-Zeiten kein Geld verdient, tut sich damit derzeit nicht leichter.

    aifinyo ist mit rund 10.000 Kunden – der KMU-Markt in Deutschland umfasst rund 4 Mio. Unternehmen – der Platzhirsch im deutschen B2B-Fintech-Bereich und zeigt, dass Gewinn erzielt werden kann. In 9 der letzten 10 Jahre waren die Berliner profitabel – Ausnahme war das Corona-Jahr 2020 – trotz erheblicher IT-Investitionen und deutlich zweistelligem Wachstum. SMC erwartet auch in den kommenden Jahren eine deutlich positive Entwicklung bei aifinyo.

    Deutsche Bank und Commerzbank von Analysten empfohlen

    Doch nicht nur aifinyo verfügt über Kurspotenzial. Bei der Deutschen Bank läuft vielleicht nicht alles rund, dennoch empfehlen unter anderem die UBS und Warburg Research die Aktie zum Kauf. Anfang dieser Woche haben die Analysten von Warburg ihre Kaufempfehlung für die Aktie der Deutschen Bank erneuert und ihr Kursziel leicht von 16,80 EUR auf 17 EUR angehoben. Sie erwarten, dass die Deutsche Bank in ihrem Quartalsbericht über einen guten Start in das laufende Jahr berichten wird. Zuvor hatte bereits die UBS ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 17,20 EUR für die Deutsche Bank bestätigt. Allerdings sehen die Analysten höhere Kosten auf den deutschen Bankenprimus zukommen. Die Commerzbank gehört für die UBS sogar zu den „Top-Picks“ im europäischen Bankensektor. Die Analysten empfehlen die Aktie des Kreditinstitutes mit Sitz in Frankfurt zum Kauf. Das Kursziel liegt bei 15,60 EUR. Derzeit notiert die Aktie bei rund 10 EUR. Die Sorgen um Liquiditätsrisiken haben sich gelegt und der Markt richte seinen Blick wieder auf die operative Entwicklung. Dabei überzeuge die Commerzbank. Daneben gehören die BNP, ING, LBG, Swedbank und Unicredit zu den "Top Picks" der UBS.


    Die Bankenkrise scheint derzeit erst mal abgewendet zu sein. Analysten erwarten, dass die Commerzbank und die Deutsche Bank solide Quartalszahlen veröffentlichen und damit den Kapitalmarkt weiter beruhigen werden. Dennoch gewinnen Fintechs im Privat- und Firmenkundengeschäft immer mehr Marktanteile hinzu. aifinyo hat gezeigt, dass man deutlich zweistellig wachsen und in Technologie investieren und trotzdem profitabel sein kann. Sollte sich die starke Geschäftsentwicklung fortsetzen, sollten auch wieder die alten Höchststände und Kursziele der Analysten erreichbar sein.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.
    3. Factoring – Die Form der Finanzierung, bei der die Außenstände des Unternehmens verkauft werden.
    4. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Juliane Zielonka vom 19.07.2024 | 05:55

    Globex Mining, Barrick Gold, Amazon - Goldgräber und Datensammler: auf der Jagd nach wertvollen Ressourcen

    • Gold
    • KI
    • Technologie
    • Big Data
    • Exploration

    Gold ist seit jeher ein sicherer Hafen zur Risikominimierung im Depot. Das traditionsreiche Explorationsunternehmen Globex Mining zählt über 200 Liegenschaften mit unterschiedlichsten wertvollen Metallen zu seinem Portfolio. Nun hat Globex in einem Tauschgeschäft weitere Goldgebiete hinzugewonnen. Aktionäre profitieren von der ausgeklügelten Strategie zur Werterhaltung der Aktienanteile des Unternehmens - ohne Verwässerung. Auch für den Platzhirsch Barrick Gold sind die Aussichten bestens. Dank gestiegener Produktion und weiter ansteigendem Goldpreis sind Analysten ebenfalls zuversichtlich, was das Wachstum von Barrick angeht. Für Amazon und AWS sind hingegen Daten das neue Gold. Kluge Entwickler, die wertvollste Ressource als Investition in die Zukunft. Mit einer globalen KI-Tour in strategisch wichtigen Ländern wie Indien, Brasilien, UK und Frankreich lockt der Tech-Riese Talente an und fördert Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz. Wer ist der beste Jäger von diesen drei Kandidaten und bietet den höchsten Mehrwert für Investoren?

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 19.07.2024 | 04:45

    Top-Energiewende Aktien: 100 % Rendite durch CO2-Vermeidung! Nel ASA, Plug Power, Carbon Done Right und dynaCERT

    • Energiewende
    • Klimaschutz
    • Wasserstoff
    • Alternative Energien
    • Technologie

    Hitzerekorde, Überschwemmungen und Energienotstand. Im Sommer kommen alle Themen der Klimawende auf den Tisch. Seit Abschaltung der Kernkraftwerke fehlt es in Deutschland an einer grundlastfähigen Stromversorgung. Ausgeprägte Netzschwächen häufen sich, eine Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Wirtschaftsminister Habeck möchte so schnell wie möglich Gaskraftwerke bauen, die später mit Wasserstoff betrieben werden können. Nette Idee! Um vorhandene Löcher zu stopfen, kaufen die Berliner Wirtschaftsexperten derweil französischen Atomstrom zu. Den klimatechnischen Unterschied zwischen Hüben und Drüben kann wissenschaftlich niemand belegen, der deutsche Verbraucher bezahlt diesen Unsinn aber gerne über seine Stromrechnung. So funktioniert die EU-Energiepolitik. Die Ausgabenseite steigt also unaufhörlich, wir kümmern uns deshalb um einen höheren Einnahmenstrom. Im Folgenden einige Ideen für ihr Energie-Portfolio.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 03.07.2024 | 04:45

    100 % mit Wasserstoff möglich! Augen auf bei Plug Power, Nel, First Hydrogen, nucera und Cavendish

    • Wasserstoff
    • Technologie
    • GreenTech
    • Klimaschutz
    • Energiewende

    Das allseits bestimmende Thema ist wohl derzeit der Fußball. Brot und Spiele haben schon im alten Rom ganz gut funktioniert, das Volk vom Wesentlichen abzulenken. Nicht übersehen sollten Anleger die Fortschritte im Bereich Wasserstoff. Denn mit der Cavendish-Aktie kam neuer Schwung in den seit 2021 arg verprügelten Sektor. Kann die Nel-Tochter einen Stimmungsumschwung einleiten? Wir analysieren die Lage wie Ronaldo zuletzt am Elfmeterpunkt. Rein sollte er aber schon gehen!

    Zum Kommentar