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31.05.2021 | 04:13

Bitcoin versus Rohstoffe – Hausse vor der Tür! Millennial Lithium, Orocobre, Thyssen, NSJ Gold

  • Rohstoffe
  • Gold
  • Lithium
Bildquelle: pixabay.com

Das könnte noch böse enden! Die Kryptowelt korrigiert ordentlich, der Bitcoin hat nun über 50% von oben eingebüßt. Ob es das Verbot in China war oder schlichtweg eine Übertreibung – wir wissen es nicht. Fakt ist, dass die Aktien genauso wie die Renditen weiter steigen, d.h. der Inflationstrend bei Vermögensgütern jeglicher Art ist wieder mal voll im Gange. Noch stören sich der Aktien- und Immobilienmarkt nicht an den höheren Zinsen und auch die Rohstoffe markieren täglich neue Bestmarken. Die Hausse im Bereich Rohstoffe scheint begründet, wenn man die physische Knappheit bei Holz, Eisen, Nickel, Kupfer und Aluminium bewerten möchte. Gleiches trifft eigentlich für Gold und Silber zu. Ob es bei Lithium auch bald wieder los geht?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA62973P1071 , DE0007500001 , AU000000ORE0 , CA60040W1059

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Inhaltsverzeichnis:


    Millennial Lithium – Lithium in Batteriequalität aus Pastos Grandes

    Bei Millennial Lithium läuft zwar der Kurs seit langem seitwärts, die Minenarbeiten in Argentinien zeigen aber durchaus Fortschritte. Das Unternehmen meldete jüngst, während der Inbetriebnahme der Pilotanlage auf dem Pastos Grandes Projekt in Argentinien, die Produktion von Lithiumcarbonat in Batteriequalität (99,96%). Die Probe stammt aus der ersten Charge der Sole, die in der Pilotanlage des Unternehmens auf dem Projekt Pastos Grandes in der argentinischen Provinz Salta verarbeitet wurde.

    Damit erreicht Millennial einen wichtigen Meilenstein. Das Sole-Einsatzmaterial stammte aus der unternehmenseigenen Produktionsbohrung PGMW17-04 auf dem Pastos Grandes Salar. Hier wird Sole in Teiche gepumpt, in denen das Lithiumkarbonat allein durch Sonnenverdampfung konzentriert wird. Die Testergebnisse in der Partikelgrößenbestimmung (PSD) zeigen, dass das Lithiumcarbonat-Produkt eine typische Größenverteilung aufweist und für eine Mikronisierung in der Batterieanwendung geeignet ist. Das Prozessdesign für das Projekt Pastos Grandes zeigt somit „Technical Grade“- Industriestandards, um exportfähiges Lithiumkarbonat zu produzieren. Die Verunreinigungswerte im Endprodukt sind sehr niedrig und entsprechen den Spezifikationen von Batterieherstellern.

    Die Millennial-Aktie läuft derzeit in einem engen Band technisch seitwärts. Für einen neuen Aufwärtspusch wäre die Überwindung der 2,30 EUR-Marke wichtig.

    Orocobre Ltd. – Gute Zahlen aus Argentinien

    Auch Orocobre kann mit guten Zahlen aufwarten. Der ebenso in Argentinien tätige Lithiumproduzent meldete letzte Woche, dass seine Lithiumkarbonatproduktion im ersten Quartal 2021 bei 3.232 Tonnen lag, das bedeutet einen Anstieg von 18% gegenüber 2.732 Tonnen im Märzquartal 2020. Bereits 55% der Produktion erreichte einen Reinheitsfaktor in Batteriequalität.

    Weiterhin wird berichtet, dass die Solekonzentration auf einem höheren Niveau als in den letzten Jahren liegt, was zu steigenden täglichen Produktionsraten, einer höheren Anlagenausbeute und niedrigeren Kosten führt. Die Produktverkäufe beliefen sich auf 3.032 Tonnen Lithiumcarbonat, ein Plus von 20% im Jahresvergleich, aber ein Rückgang von 30% im Vergleich zum Dezemberquartal 2020. Der Gesamtumsatz stieg im Vergleich zum Märzquartal 2020 um 46% auf 17,7 Mio. USD.

    Die kürzlich bekanntgegebene Fusion mit dem Lithium-Produzenten Galaxy Resources lässt den fünftgrößten LI-Förderer entstehen. Zum Ende des Quartals verfügte Orocobre über Barbestände i.H.v. 185 Mio. USD. Orocobre geht in seiner Planung davon aus, dass sich der Lithiummarkt weiter erholen wird. Die Begründung liegt in den durchschnittlich erzielbaren Verkaufspreisen für Lithiumkarbonat. Sie stiegen im Vergleich zum Dezember 2020 um mehr als 50%, da die Kathodenhersteller ihre Produktion als Reaktion auf die hohe Nachfrage aus dem e-Mobility-Sektor weiter erhöhen. Der Kurs von Orocobre ist wieder knapp vor seinem Top aus dem Jahr 2018. Gegenüber Mai 2020 stieg die Aktie bereits um 184% - sie ist damit ein Bestperformer der Branche.

    Thyssen – Klimaneutralität aus dem Hochofen?

    Die Stahlindustrie steht vor der großen Herausforderung, den Wandel zur Klimaneutralität zu schaffen. Aber „grüner Stahl“ ist teuer und für seine Herstellung muss zunächst einmal viel Geld investiert werden. ThyssenKrupp hat die Zeichen der Zeit zwar erkannt, doch auch die Konkurrenz schläft nicht.

    Letzte Woche gab es ein Gipfeltreffen zwischen Industrie und Politik, diskutiert wurde dabei angestrengt über die ökonomisch sinnvollen Möglichkeiten, Klimaschutz und Stahlproduktion in einen Gleichklang zu bringen. Die Branche ist davon noch Jahre entfernt. Stahl-Manager erwarten sich eine finanziell gestützte Begleitung der neuen Klimaschutzgesetzgebung, gerade im Hinblick auf die in Deutschland mögliche Veränderung der Regierung. Die Milliarden-Investitionen werden daher nur in Angriff genommen werden, wenn der Stahlstandort Deutschland auch politisch getragen ist.

    Entscheidend sind auch ein fairer Wettbewerb ohne Billigimporte, eine Stärkung der Nachfrage nach „grünem Stahl“ oder die Sicherung wettbewerbsfähiger Preise. Derweil bleibt aber auch die europäische Konkurrenz nicht untätig. So will etwa das schwedische Start-Up H2GS bis 2030 fünf Millionen Tonnen fossilenergiefreien Stahl produzieren. In das Unternehmen ist nun auch der Autobauer Daimler eingestiegen, der seine Lieferkette in Zukunft ebenfalls CO2-neutral gestalten will.

    ThyssenKrupp hat noch einen weiten Weg vor sich. An den nötigen Zukunfts-Investitionen führt allerdings kein Weg vorbei, doch Gewinne dürfte der nötige Wandel in der Stahlbranche anfangs nicht abwerfen. Genau das ist das Problem: Thyssen kann eine solche Transformation bilanziell gar nicht stemmen. Die TKA-Aktie ist zuletzt auch wieder unter die 10 EUR-Marke gerutscht. Abwarten!

    NSJ Gold Corp – Bohrprogramm erfolgreich abgeschlossen

    Wer nicht in Lithium oder Stahl investieren will, wendet sich dem Gold zu. Gemäß Portfoliotheorie macht ein Investment in mehrere Rohstoffe durchaus Sinn, denn eine breite Streuung senkt die Volatilität und somit das Risiko in der Anlage.

    Interessant erscheint der Explorer NSJ Gold
    . Er besitzt eine Option auf den Erwerb einer 100%-Beteiligung am Golden Hills Projekt in Arizona, USA. Die Liegenschaft befindet sich 100 Meilen westlich der Kay-Mine (im Besitz von Arizona Metals Corp.) und 80 Meilen südlich der Moss-Mine (im Besitz von Northern Vertex Mining Corp.). Das Grundstück besteht aus 121 Bergbau-Zonen, die insgesamt eine Fläche von 9,6 km² umfassen.

    NSJ Gold hat nun sein Bohrprogramm auf seinem Projekt Golden Hills erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt wurden 16 Löcher mit einer Gesamtlänge von 1.263m untersucht, sie reichten dabei in eine Tiefe von 6 bis 122m. Eines dieser Ziele zeigt eine hochgradige Goldverzehrung, die sich als mindestens 88m lang erwiesen hat und Teil einer 570m langen IP-Anomalie ist. Es wurden drei weitere IP-Anomalien erprobt, deren Länge sich insgesamt auf etwa 1.625m belaufen. Alle Bohrungen erreichten ihre vorgesehene Tiefe, sie befinden sich derzeit bei ALS Labs zur geochemischen Analyse der Gold-, Silber-, Kupfer- und Eisenkonzentration.

    Die NSJ-Aktie notiert derzeit bei 0,20 CAD, was dem Unternehmen eine Bewertung von nur 4,6 Mio. CAD verleiht. Im Hinblick auf mögliche Überraschungen aus den Labortests ist dies ein wahres Schnäppchen, auch für den, der dem Gold-Ausbruch weiter folgen möchte.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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