06.07.2026 | 05:10
Bloom Energy, RE Royalties, Fuelcell Energy – Neue Milliarden für die Energiezukunft
Der weltweite Energiebedarf wächst rasant, angetrieben durch KI-Rechenzentren, Elektrifizierung und die Transformation der Stromversorgung. Gleichzeitig entstehen milliardenschwere Investitionsprogramme für dezentrale Energieerzeugung, erneuerbare Energien und innovative Finanzierungsmodelle. Unternehmen, die saubere Energie effizient bereitstellen, finanzieren oder skalieren können, profitieren von diesem strukturellen Superzyklus. Neue Großaufträge, staatliche Förderungen und steigende Analystenziele zeigen, dass der Wettbewerb um die Energieversorgung der Zukunft gerade erst begonnen hat.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Stefan Feulner
ISIN:
RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF , BLOOM ENERGY A DL-_0001 | US0937121079 , FUELCELL ENERGY DL-_0001 | US35952H6018
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Stefan Feulner
Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.
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Bloom Energy - Milliardendeal sorgt für weiteren Hype
Bloom Energy ist eine der Top-Shots der vergangenen Monate. Seit Mai des vergangenen Jahres betrug die Performance mehr als 1.500 %. Nun schloss das US-amerikanische Energieunternehmen einen neuen Deal in seiner bestehenden Kooperation mit dem Vermögensverwalter Brookfield Asset Management ab.
Ziel der Partnerschaft ist die Bereitstellung von dezentralen Stromversorgungslösungen für Rechenzentren im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Der finanzielle Rahmen für diese Energieprojekte wurde von ursprünglich 5 Mrd. USD auf nun 25 Mrd. USD angehoben. Bei dieser Vereinbarung handelt es sich jedoch nicht um einen direkten Festauftrag mit festem Umsatzvolumen für Bloom Energy. Hierbei stellt Brookfield das Kapital für die Infrastrukturprojekte bereit, während Bloom Energy für die Lieferung, den Aufbau sowie die anschließende Instandhaltung der Brennstoffzellensysteme verantwortlich ist.
Dieses Ereignis spiegelt sich auch in den jüngsten Einschätzungen der Analysten wider. Die US-Großbank Wells Fargo hat nach Bekanntgabe der Deal-Erweiterung ihre Einstufung für die Aktie von Bloom Energy auf „Equal Weight“ belassen und sieht das Kursziel bei 217 USD. Die Experten heben das zusätzliche Umsatzpotenzial durch die Aufstockung des Rahmens hervor. So könnten rund 6 Mrd. USD an zusätzlichem Produktumsatz erwirtschaftet werden. Konkret soll in den nächsten drei bis fünf Jahren jährlich 1 bis 2 Mrd. USD eingebracht werden. Seit dem Start der Zusammenarbeit im Spätsommer 2025 wurden bereits Erlöse von über 1,2 Mrd. USD erzielt.
An der Börse löste die Nachricht eine deutliche Kursreaktion aus. Die Aktie verzeichnete ein Plus von über 10 %, da Investoren auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Energielösungen für den KI-Sektor setzen. Dennoch gilt Vorsicht, denn die aktuelle Bewertung nimmt bereits erhebliche zukünftige Auftragseingänge vorweg, weshalb das weitere Aufwärtspotenzial vorerst begrenzt sein könnte.
RE Royalities – Diskrepanz in der Bewertung
Die Transformation der Energiewirtschaft zu alternativen Quellen gewinnt rasant an Dynamik. In den Vereinigten Staaten entfielen 2025 rund 90 % der neu installierten Stromkapazität auf Solar-, Wind- und Speicherprojekte. Getrieben wird diese Entwicklung vom steigenden Strombedarf durch KI-Rechenzentren, Elektrifizierung und dem Ausbau einer resilienten Energieversorgung. Damit wächst zugleich der Bedarf an innovativen Finanzierungsmodellen.
RE Royalties hat das aus dem Bergbau bekannte Royalty-Modell auf die Energiewirtschaft übertragen. Statt selbst Anlagen zu errichten, stellt es Projektentwicklern Kapital zur Verfügung und erhält im Gegenzug langfristige, umsatzabhängige Lizenzzahlungen. Ergänzt wird dieses Modell durch besicherte Kurzfristdarlehen, deren Rückflüsse direkt in neue Projekte investiert werden können. Das Ergebnis sind planbare Cashflows über Laufzeiten von bis zu 25 Jahren bei gleichzeitig hoher Skalierbarkeit, da RE Royalties keine eigenen Anlagen betreiben muss.
Die Strategie trifft einen wachsenden Markt. Viele kleinere und mittelgroße Projektentwickler finden trotz wirtschaftlich attraktiver Vorhaben nur schwer Zugang zu klassischer Finanzierung. RE Royalties schließt diese Lücke und profitiert von einem strukturell steigenden Kapitalbedarf. Seit der Gründung investierte das Unternehmen mehr als 80 Mio. CAD in 29 Transaktionen und baute ein Portfolio von 135 Projekten auf. Die durchschnittliche Rendite der Investments liegt bei knapp 20 %, während die aktuelle Deal-Pipeline mehr als 50 Mio. CAD umfasst. Ein bedeutender Teil stammt dabei bereits von Bestandskunden.
Angesichts einer Marktkapitalisierung von lediglich rund 16,7 Mio. CAD steht dieser Bewertung eine Projektpipeline von bis zu 200 Mio. CAD gegenüber. Sollte RE Royalties seine Wachstumsstrategie weiter erfolgreich umsetzen oder im Rahmen des Strategieprozesses zusätzlichen Wert heben, dürfte das Potenzial der Aktie noch längst nicht ausgeschöpft sein. Nach einem starken Anstieg seit Mitte Dezember von mehr als 100 % auf 0,45 CAD konsolidiert die Aktie auf hohem Niveau bei 0,36 CAD.
Fuelcell Energy - Frisches Kapital sorgt für Neubewertung der Aktie
Der US-amerikanische Brennstoffzellenspezialist FuelCell Energy hat einen wichtigen Meilenstein bei der Absicherung seiner internationalen Exportgeschäfte erreicht. Die staatliche Export-Import-Bank der Vereinigten Staaten (EXIM) hat ein Finanzierungsvolumen in Höhe von insgesamt 49 Mio. USD für das Unternehmen genehmigt. Die Bereitstellung des Kapitals erfolgt strukturiert in zwei Teilen.
Der erste Teilbetrag wurde bereits Ende Juni 2026 freigegeben und sicherte dem Unternehmen nach Abzug von vertraglichen Gebühren und Reserven einen Nettozufluss von etwa 22 Mio. USD. Die Auszahlung der verbleibenden Mittel ist für Oktober geplant. Mit diesen finanziellen Mitteln wird die Auslieferung von fünf Brennstoffzellen-Kraftwerksblöcken an Gyeonggi Green Energy in Südkorea finanziert. Der dortige Standort zählt zu den weltweit größten Installationen im Bereich der dezentralen Energieversorgung.
Aus Unternehmenssicht bietet dieser Kredit einen wesentlichen Vorteil. Es handelt sich um nicht-verwässerndes Kapital, wodurch die Anteile der bestehenden Aktionäre geschützt bleiben. Laut Management erhöht dies die finanzielle Flexibilität, um die Fertigungskapazitäten am Produktionsstandort Torrington auszubauen und neue Marktsegmente im Bereich der globalen Energie- und Dateninfrastruktur zu bedienen.
Die jüngsten geschäftlichen Entwicklungen nutzten mehrere Analystenhäuser, um ihre Ratings und Kursziele anzupassen. Das Analysehaus Jefferies stufte die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ und korrigierte das Kursziel von 16 auf 24 USD. Begründet wird der Schritt damit, dass FuelCell Energy nun einen greifbaren Auftragsbestand abarbeite. Noch deutlicher fiel die Anpassung bei B. Riley aus. Hier stieg das Rating von „Neutral“ auf „Buy“, während das Kursziel von 13 auf 32 USD angehoben wurde. Auch Canaccord schloss sich diesem Trend an und empfiehlt die Papiere nun mit einem Ziel von 30 USD zum Kauf. Im Fokus der Experten steht dabei vor allem die Projektpipeline des Konzerns von rund fünf Gigawatt, die zu fast 90 % auf den Sektor der KI-gestützten Rechenzentren entfällt.
Bloom Energy profitiert vom rasant steigenden Strombedarf der KI-Wirtschaft und könnte durch den erweiterten Milliardenrahmenvertrag seine starke Marktposition im Bereich dezentraler Energieversorgung weiter ausbauen. RE Royalties überzeugt mit einem skalierbaren Royalty-Modell, einer attraktiven Projektpipeline und einer im Verhältnis zum Portfolio niedrigen Bewertung. FuelCell Energy erhält durch frisches, nicht verwässerndes Kapital zusätzlichen Spielraum für Wachstum und könnte mit seiner starken KI-Projektpipeline sowie den jüngsten Analysten-Hochstufungen vor einer Neubewertung stehen.
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