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09.09.2026 | 05:00

BMW in der Krise, Renk korrigiert – wird Volatus Aerospace durch den Drohnen-Hype die Aktie der Stunde?

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Bildquelle: Pixabay

Die globalen Aktienmärkte bleiben insgesamt schwierig. Bedingt durch die Krisen und Kriege. Wir werfen heute einen genauen Blick auf 3 Unternehmen und deren Aktien, die normalerweise in einigen Wachstumsdepots beinhaltet sein könnten. Den Anfang macht der Augsburger Getriebe-Spezialist Renk, der trotz glänzender Fundamentaldaten an der Börse zuletzt abgestraft wurde. Danach durchleuchten wir den schon fortgeschrittenen, aber schmerzhaften Umbau beim bayrischen Vorzeige-Autobauer BMW, der Anleger zuletzt mit schwachen Margen schockiert hat. Zum Abschluss präsentieren wir Ihnen eine Company, die noch bei vielen eine Art „Geheimtipp“ ist: Volatus Aerospace. Der kanadische Drohnen-Spezialist hat gerade einen wichtigen Meilenstein erreicht und könnte aus charttechnischer Sicht vor einem Ausbruch nach oben stehen. Anschnallen, denn es dürfte spannend werden!

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Matthias Schomber
ISIN: BAY.MOTOREN WERKE AG ST | DE0005190003 , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 | TSXV: FLT , OTCQB: TAKOF

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Inhaltsverzeichnis:


    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Tag-Cloud


    Aktien-Cloud

    Renk: Volle Auftragsbücher, aber der Börsenkurs ignoriert dies!

    Der Rüstungssektor brummt weltweit, doch bei der Renk-Aktie ist davon auf dem Kurszettel derzeit wenig zu sehen und zu spüren. Seit dem letzten lokalen Hoch bei 53,55 EUR Anfang August hat das Papier auch schon wieder fast 20 % an Wert eingebüßt und notiert momentan bei etwa 43,50 EUR. Viele Anleger fragen sich daher, warum die Börse einen der wichtigsten Zulieferer für Panzer- und Marinegetriebe derart abstraft. Schließlich ist das geopolitische Umfeld weiterhin stark von massiver Aufrüstung geprägt, was eigentlich für stabile Kursgewinne bei den großen Branchenvertretern sorgen sollte. Aber momentan ist die gesamte Rüstungsbranche eher auf dem Rückwärtsgang, zumindest bei den Börsenkursen. Da wird RENK in Sippenhaft genommen.
    Blickt man auf die harten Fakten, erscheint der aktuelle Kursrutsch an der Börse fast schon paradox. Das Unternehmen, das weltweit als führender Hersteller von Spezialgetrieben für Fregatten und militärische Kettenfahrzeuge gilt, sitzt auf einem sehr gut gefüllten Auftragsbestand von 7,4 Mrd. EUR. Allein im ersten Halbjahr 2026 konnte Renk neue Bestellungen im Wert von 1,2 Mrd. EUR einsammeln. Auch die Jahresprognose des Managements steht: Der Gesamtumsatz soll im laufenden Jahr die Marke von 1,5 Mrd. EUR übersteigen. Beim EBIT werden derweil 255 bis 285 Mio. EUR angepeilt, was beweist, dass das operative Geschäft auf Hochtouren läuft.
    Charttechnisch befindet sich die Aktie aktuell allerdings eher in einem Abwärtstrend. Solange die markante Unterstützung bei knapp 40 EUR hält, scheint noch alles möglich für einen Rebound zu sein. Gelingt von hier aus dann die Wende, rücken schnell wieder Kursziele im Bereich um 50 EUR in den Fokus. Einige renommierte Analysten sehen den fairen Wert langfristig sogar bei weit über 60 EUR, da auch das Service- und Wartungsgeschäft der Firma verlässliche Renditen liefert. Bricht der wichtige Support jedoch, droht ein empfindlicher Rutsch in Richtung der 30 - 35 EUR.
    Während Renk als militärischer Zulieferer zumindest fundamental auf sicheren Beinen stehen dürfte, ist die bei dem ein oder anderen Automobilhersteller nicht mehr unbedingt der Fall.

    BMW: Harter Sparkurs und Margenschwund!

    Die gesamt deutsche Automobilindustrie steckt in einer Krise. Man könnte jetzt philosophieren warum und wie viel Anteil die Unternehmen selbst daran haben, bzw. wieviel Schuld die deutsche Politik daran trägt, aber das bringt niemanden richtig weiter. Kürzlich schockte BMW die Märkte mit der Ankündigung eines Stellenabbaus quer durch das Unternehmen. Rund 8.000 Arbeitsplätze sollen über ein großangelegtes Abfindungsprogramm gestrichen werden. Das soll 1 Mrd. EUR jährlich an Einsparung in der Bilanz ab den kommenden Jahren (2028) bringen. Dieser heftige und radikale Schritt zeigt mehr als nur deutlich, unter welchem enormen Kostendruck das Management in München mittlerweile steht, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
    Der Blick (ungeschönt) auf die jüngsten operativen Kennzahlen zeigt das ganze Ausmaß der aktuellen Misere bei BMW. Die traditionell eher hochprofitable EBIT-Marge wurde auf magere 1 bis 3 % zusammengestrichen. Zwar gibt es kleinere Lichtblicke im Produktportfolio, wie etwa den erfreulichen Anstieg bei den Auslieferungen von reinen Elektroautos um 5,2 % (2. Quartal), doch unter dem Strich schrumpft der Konzerngewinn. Der heftige und teils zerstörerische Preiskampf auf dem Weltmarkt und die schon getätigten und noch zu tätigenden Umrüstungskosten belasten die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Aktie ist infolge dieser negativen Meldungen weiter unter die Räder gekommen und notiert bei gut 62,70 EUR. Vom Hoch in 2024 bei 115,20 EUR ein heftiger Verlust.
    Jetzt stellt sich die Gretchenfrage: Ist die BMW-Aktie auf diesem stark ermäßigten Niveau nun ein klassisches Schnäppchen oder doch eher immer noch zu teuer und ein fallendes Messer? Für geduldige und langfristig denkende Anleger dürfte die üppig geplante Dividende von 4,40 EUR, was einer Rendite von rund 7 % entspricht, ein gutes Trostpflaster sein. Vergessen darf man aber nicht: Auch die Dividende ist nicht garantiert. Sie könnte bei weiteren Turbulenzen kleiner ausfallen oder gar ganz wegfallen. Aktuell überwiegt das negative Sentiment am Markt, da der BMW-Kurs weiterhin saft- und kraftlos unter dem 200er SMA notiert. Ein vorsichtiger Einstieg bietet sich wohl erst dann an, wenn sich das operative Umfeld in Übersee wieder spürbar aufhellt und die Kostenbremse erste messbare Erfolge zeigt.
    Von den Autos und Getrieben wechseln wir in die Luft, wo ein Nebenwert künftig an Flughöhe gewinnen könnte.

    Volatus Aerospace: Drohnen-Geheimtipp!

    Werfen wir nun einen Blick auf Volatus Aerospace. Viele kennen das Unternehmen nicht. Dies ist auch nicht weiter schlimm. Daher vielleicht noch eine Art Geheimtipp. Volatus ist ein hochspannendes kanadisches Unternehmen, das im zivilen sowie militärischen Drohnenmarkt gut positioniert ist.

    Erst kürzlich, nämlich am 3. September 2026 gab es neue wichtige News. Volatus wurde ganz offiziell als qualifizierter Lieferant für den lukrativen Marktplatz der kanadischen "Defence Drone Initiative" (DDI) ausgewählt. Das ist nicht einfach nur ein netter PR-Erfolg, sondern eine Eintrittskarte für die Regierungsaufträge im Verteidigungs- und Sicherheitssektor. Diese Qualifizierung macht das Unternehmen bereit, die nächste Generation der unbemannten autonomen Systeme für die kanadischen Streitkräfte mitzuprägen.
    Die fundamentale Entwicklung des Unternehmens untermauert diese Dynamik ebenfalls. Volatus ist längst kein reiner Hoffnungswert mehr. Zwar sind die Umsätze und Gewinne noch recht übersichtlich, aber Volatus wächst und in manchen Bereichen sehr schnell. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 26 %, und die hochmargigen Verkäufe von Spezialausrüstung schossen regelrecht um 106 % in die Höhe. Mit der eigenen Produktionsstätte in Mirabel und autonomen Frachtdrohnen wie der „Canary“ bedient das Unternehmen gleich mehrere Megatrends.

    Mit einem recht hohen Bestand an liquiden Mitteln und einer Vertriebspipeline von über 500 Mio. CAD ist die Firma für die anstehenden Großaufträge gut durchfinanziert.**
    Charttechnisch wird es genau jetzt so richtig interessant, denn die Aktie von Volatus Aerospace könnte schon bald Fahrt aufnehmen, wenn es gelingt, dynamisch nach oben auszubrechen. Momentan liegt der Kurs bei etwa 0,50 CAD, recht gut abgesichert durch eine horizontale Unterstützung im Bereich von 0,44 bis 0,48 CAD. Wenn der entscheidende Bruch der Widerstände bei 0,55 bzw. 0,56 CAD gelingt, dann könnte der Kurs in Richtung der oberen Begrenzung bei 0,70 CAD laufen. Wenn es operativ besonders gut läuft und die neuen Regierungsaufträge fließen, sind auch schnelle Vorstöße in Richtung 0,80 oder 0,90 CAD oder gar 1,00 CAD möglich. Insgesamt eine extrem spannende Ausgangslage für risikobereite Anleger!

    Nach dem Überwinden der Zone bei 0,55 – 0,56 CAD könnte es zügig Richtung 0,70 oder gar 1,00 CAD laufen!

    Fazit:

    Renk überzeugt zwar mit gut gefüllten Auftragsbüchern in Milliardenhöhe, muss jedoch charttechnisch zeitnah eine Gegenbewegung über die 40-EUR-Marke starten, um den Abwärtstrend zu brechen. BMW kämpft mit dem teuren Umbau zur E-Mobilität sowie deutlich schrumpfenden Margen, besticht aber durch eine recht hohe Dividendenrendite. Volatus Aerospace ist derzeit sehr interessant, da der neue Regierungs-Deal das geschäftliche Fundament stärken dürfte und die Aktie bei 0,50 CAD ein verbessertes Chance-Risiko-Verhältnis für einen charttechnischen Ausbruch bis auf die historische Marke von 1,00 CAD bietet.


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    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 03.09.2026 | 04:30

    Drohnenangriff in Deutschland - der Druck auf die NATO steigt! Rheinmetall, Volatus, Hensoldt und DroneShield im Rampenlicht

    • Defense-Sektor
    • HighTech
    • Drohnentechnologie
    • Rüstungsindustrie
    • Dienstleistung
    • Luftfahrt

    Der versuchte Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig markiert eine neue Eskalationsstufe der hybriden Kriegsführung in Europa. Nach wochenlangen, intensiven Ermittlungen der Bundesanwaltschaft hat die Bundesregierung nun offiziell den russischen Geheimdienst als Drahtzieher der Sabotageaktion benannt. Dieser gezielte Angriff auf die kritische Infrastruktur wirkt international wie ein massiver Weckruf an die NATO-Partner. In Brüssel fordert das Bündnis eine spürbare Verstärkung der kollektiven Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeiten gegen solche verdeckten Operationen. Aus Investorensicht schaffen solche Vorfälle für die Verteidigungsindustrie und spezialisierte Rüstungsunternehmen ein neues Kaufargument. Der Spezialist für Sensorik und Luftraumüberwachung Hensoldt steht vor einer rasant steigenden Nachfrage nach lückenlosen Detektionssystemen. Zeitgleich rückt der Rüstungsriese Rheinmetall in den Fokus, um weitreichende, aktive Abwehrarchitekturen an Flughäfen und Militärbasen zu etablieren. In Sachen HighTech-Equipment im Bereich Drohnenabwehr und Überwachungsflüge sind die Spezialisten DroneShield und Volatus Aerospace erneut im Fokus. Der politische Druck, diese gravierenden Sicherheitslücken im Luftraum schnellstens zu schließen, dürfte den beteiligten Unternehmen langfristig massiven Rückenwind verleihen. Investoren sollten die geopolitische Sonderkonjunktur in diesem hochspezialisierten Rüstungssegment daher genauestens im Blick behalten.

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    Kommentar von Tarik Dede vom 31.08.2026 | 04:56

    Über den Wolken: Aktie von Ryanair, Volatus Aerospace und Air France-KLM im Fokus!

    • Volatus Aerospace
    • Air France
    • KLM
    • Ryanair
    • Drohnen
    • Airbus

    Über den Wolken ist die Freiheit nicht immer grenzenlos. Hohe Kerosinpreise verderben den Airlines das Geschäft und gestiegene Ticketpreise machten den Sommerurlaub 2026 deutlich teurer. Dies gilt insbesondere in Europa, wo die Kerosin-Kapazitäten beschränkt sind. Dennoch befindet sich der Markt derzeit wieder im Entspannungsmodus. Seit Kriegsbeginn sind viele Titel wieder gestiegen. Es lohnt sich daher, mal die Aktien von Billigflieger Ryanair und der teuren Air France-KLM unter die Lupe zu nehmen. Wer keine Lust auf die schlechte Vorhersagbarkeit bei Airline-Aktien hat, kann sich trotzdem den Lüften zuwenden, denn wir blicken auch auf die Papiere von Volatus Aerospace.

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    Kommentar von Carsten Mainitz vom 26.08.2026 | 04:50

    Perspektivenwechsel: Langfristiges Wachstum zum Discountpreis? Almonty Industries, Renk und Rheinmetall nach der Kurskorrektur!

    • Wolfram
    • Kritische Rohstoffe
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    • Militär
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    Der westliche Rüstungsboom stößt auf einen wenig beachteten Engpass. Das Nadelöhr heißt Wolfram. Während China den Weltmarkt dominiert und Exporte beschränkt, fährt Almonty die strategisch bedeutende Sangdong-Mine in Südkorea hoch. Diese soll mittelfristig 40 % des westlichen Bedarfs außerhalb Chinas stillen. Diese Position, Höchstpreise bei Wolfram und ein großes Cashpolster, welches die Gesellschaft derzeit für Aktienrückkäufe nutzt, untermauern den großen Handlungsspielraum. Renk und Rheinmetall als Rüstungsunternehmen liefern das industrielle Gegenstück. Prall gefüllte Auftragsbücher, steigende Margen und ein Rüstungszyklus, der weit über das laufende Jahrzehnt hinausgeht sprechen für die Branche. Aber können die Gesellschaften auch das enorme Wachstum stemmen? Bietet die Kurskorrektur nun eine Chance oder sind die Zukunftserwartungen zu ambitioniert?

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