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23.04.2026 | 04:35

Boom nach dem Krieg: BYD, RE Royalties und SMA Solar im Fokus!

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Bildquelle: RE Royalties

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Donald Trump für einen Boom bei Erneuerbaren Energien und alternativen Mobilitätskonzepten sorgt? In Folge des von ihm angezettelten Kriegs am Persischen Golf und der steigenden Preise für fossile Energien steigt nicht nur der Absatz von Elektroautos und Wärmepumpen, sondern auch ein Umdenken in vielen Ländern ist spürbar. Das Interesse an Solar- oder Windenergie legt dabei massiv zu. Wer will sich schon dauerhaft abhängig machen lassen? Doch welche Firmen profitieren hiervon? Wir blicken auf die Aktien von BYD, RE Royalties und SMA Solar.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF , SMA SOLAR TECHNOL.AG | DE000A0DJ6J9 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296

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Inhaltsverzeichnis:


    Das Wachstum der Solarindustrie kannte schon in den vergangenen Jahren kaum Grenzen. Vor allem China trieb den Ausbau massiv voran, insbesondere in den Wüsten im Norden und Westen des Landes. So ist es kein Wunder, dass heute der leistungsstärkste Solarpark der Welt im Reich der Mitte steht. Der Gonghe-Talatan-Solarpark in der Provinz Qinghai wurde ab 2011 im Laufe einer ganzen Dekade gebaut und kommt auf eine Kapazität von mittlerweile rund 15,6 Gigawatt. Das Besondere: Es handelt sich um einen "Solar-Hub", der riesige Photovoltaik-Flächen mit Wasserkraftwerken koppelt. Das Projekt ist so groß, dass sich inzwischen das Mikroklima in der Talatan-Wüste verändert und unter den Modulen Gras wächst. Und der Bau wird immer noch weiterentwickelt. Zuletzt wurden zusätzliche Speicher integriert, um die Stromversorgung auch nachts stabil zu halten. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Laut IEA (Internationale Energie Agentur) wird die installierte Leistung der Solar-PV-Anlagen voraussichtlich bis 2027 die der Kohle übertreffen und damit weltweit an die Spitze rücken. Die globale Kapazität soll sich in einem Zeitraum von fünf Jahren bis 2027 verdreifachen. Begleitet wird dieser Prozess von sinkenden Preisen, da auch die nötigen Kapazitäten für den Ausbau massiv steigen. Dieser Boom dürfte sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Der Krieg am Persischen Golf hat Abhängigkeiten aufgedeckt. Und ein Umdenken ist durchaus spürbar, was nicht nur ein Spotlight auf Erneuerbare Energien, sondern auch auf Elektroautos legt.

    BYD: Der Champion aus China

    China hat schon lange den Weg des Elektroautos eingeschlagen. Das hat gleich drei Vorteile: erstens muss nicht der Rückstand bei der Verbrenner-Technologie gegenüber Japan und Deutschland aufgeholt werden. Zum anderen aber sinkt der Bedarf an Öl erheblich. Nicht zuletzt wurde die Luft in Chinas Städten deutlich sauberer. 2025 lag der Anteil der Elektroautos bereits bei 50 % der Neuzulassungen. BYD – Build Your Dreams – ist inzwischen der absatzstärkste Hersteller von reinen Elektroautos (BEV) weltweit. Die Chinesen konnten im Laufe des vergangenen Jahres Pionier Tesla überholen. 2025 verkaufte das Unternehmen 2,25 Millionen rein elektrische Fahrzeuge, was einem Plus von 28 % gegenüber Vorjahr entsprach. Der Gesamtabsatz inklusive Hybridfahrzeuge lag sogar bei mehr als 4,5 Millionen Fahrzeugen. BYD profitiert von einer extrem tiefen vertikalen Integration, entwickelt und produziert eigene Batterien und eigene Chips und bringt mit einer Modelloffensive in Europa und Südamerika viele neue Produkte auf den Markt. BYD entwickelt sich somit weg vom reinen Autoproduzenten zu einem Technologiekonzern. Dies dürfte im Zuge der globalen Energiewende ein Vorteil sein, der durch den aktuellen Krieg am Golf noch zusätzlichen Schub erhält.
    Mit den Zahlen zum Q4 und dem Jahr 2025 hatte BYD auf den ersten Blick die Märkte enttäuscht. So meldete man einen Nettogewinn von umgerechnet 4,5 Mrd. USD. Beim Umsatz ging es auf 112 Mrd. USD hoch; beide Werte lagen unter den Erwartungen. Langfristig scheint dennoch das Potenzial der Aktie noch lange nicht ausgeschöpft. Mit seiner breiten Aufstellung und nun auch den Drang in den Bereich KI ist der Wert, der seit dem Tief Ende Januar um rund ein Viertel zulegen konnte, einen Blick wert. Die Analysten von JP Morgan raten weiter zum Einstieg („Overweight") und sehen ein Kursziel von 120 HKD, was etwa 13 Euro entspricht. Die Bank lobt die Dominanz im Massenmarkt und die technologische Führung bei Batterien.

    RE Royalties: Kommt jetzt der Verkauf?

    RE Royalties hat ein im Bergbau etabliertes Geschäftsmodell auf den Bereich der Erneuerbaren Energien übertragen. Die Kanadier geben Projektentwicklern Kapital zum Bau von Solarparks oder Windfarmen und erhalten im Gegenzug Lizenzgebühren, sogenannte Royalties. Dies hat für beide Seite Vorteile. Der Projektierer muss nicht gleich Anteile an seinem Unternehmen abgeben. RE Royalties wiederum erhält eine Umsatzbeteiligung über die gesamte Laufzeit des Projekts, die oft 20 Jahre oder länger in Betrieb sind. Der Clou: Da als Grundlage der Bruttoumsatz dient, und nicht der Gewinn, hat RE Royalties kaum Nachteile durch steigende Betriebskosten zu befürchten. Der Royalty wird regelmäßig mit einem kurzfristigen Kredit (6 Monate bis 3 Jahre) gekoppelt, aus dem Zinseinnahmen generiert werden. Langfristig baut sich das Unternehmen auf diesem Weg viele Cashflow-Streams auf, ohne operative Risiken einzugehen. Das Portfolio ist stark auf Nordamerika fokussiert und umfasst inzwischen 120 Projekte. Im Fokus stehen neben Solar- und Windenergie auch Batteriespeicher oder Biogas. Die aktuelle Pipeline besteht aus mittlerweile 200 Millionen CAD.

    Die stabilen Einnahmen haben RE Royalties zu einem soliden Dividendenzahler gemacht. Bald werden es 30 Quartale in Folge sein, in denen das Unternehmen eine Dividende an die Aktionäre zahlt. Im Januar schüttete das Unternehmen 1 Cent je Aktie aus. Aufs Jahr gerechnet, bei einer Ausschüttung von 4 Cent, ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von aktuell 10,9 %. Das Management ist dementsprechend mit der Kursentwicklung nicht zufrieden, der Börsenwert beträgt lediglich rund 17 Mio. CAD. Nun wurde eine Überarbeitung der Strategie verkündet, um „Möglichkeiten zur Wertmaximierung für die Aktionäre zu ermitteln“. Dabei sei ein breites Spektrum potenzieller Alternativen zu bewerten, worunter Partnerschaften, Co-Investments, aber auch der Verkauf des Unternehmens gehören. Deshalb hat das Management die Berater von PricewaterhouseCoopers mit der strategischen Überprüfung beauftragt.
    Die Aktie lief nach einem Aufgalopp zu Jahresanfang zuletzt seitwärts. Mit 0,365 CAD liegt man allerdings weit vom 5-Jahreshoch bei mehr als 1 CAD entfernt. Sollte es tatsächlich zu einem Verkauf kommen, dürfte es zumindest eine Übernahmeprämie geben.

    SMA Solar: Totgesagte leben länger

    Eine ganz schöne Berg- und Talfahrt haben Aktionäre von SMA Solar in den vergangenen Jahren hinter sich gebracht. Die Aktie verlor vom Top bei 100 EUR zeitweise fünf Sechstel ihres Werts. Inzwischen hat das Papier eine schöne Bodenbildung hinter sich gebracht. Während einst ein Ende des Unternehmens aufgrund des scharfen Wettbewerbs am Markt diskutiert wurde, haben sich die Hessen weiterentwickelt: vom reinen Anbieter von Wechselrichtern zum Experten fürs Energiemanagement. Dabei war 2025 noch von einer Restrukturierung geprägt. Das EBITDA einschließlich Einmaleffekten (Wertminderungen, Rückstellungen, Restrukturierungsaufwand) lag bei –65,4 Mio. EUR. Aber es gab auch Lichtblicke: So wurde mit 109,7 Mio. EUR ein positiver Free Cashflow erwirtschaftet. In diesem Jahr will das Kasseler Unternehmen 1,475 bis 1,675 Mrd. EUR umsetzen und ein EBITDA von 50 bis 180 Mio. EUR erwirtschaften. Das Umfeld bleibe herausfordernd, so das Management. Mit 176,4 Mio. EUR lag die Nettoliquidität deutlich im positiven Bereich und die Eigenkapitalquote ist mit 28 % akzeptabel. Derzeit raten nur zwei von sieben Analysten zum Kauf der Aktie, was selten vorkommt. Die Kursziele liegen zudem allesamt unter der aktuellen Notierung von 48 Euro. Neue Impulse könnte es also durch neues Research geben.


    Fazit: Mit BYD setzen Anleger nicht nur auf den Boom bei Elektroautos, sondern auch auf Batterien, Energiespeicher und KI. Den Chinesen trauen viele eine globale Erfolgswelle zu. Mit RE Royalties können Dividendenfreunde langfristig abkassieren. Eine neue Strategie inklusive eines Verkaufs könnte kurzfristig eine Prämie bieten. SMA Solar hat nach einem schwierigen Jahr aufgeräumt und sollte mittel- bis langfristig vom Ausbau bei der Solarenergie profitieren.


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    Der Autor

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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