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19.08.2026 | 04:45

China greift nach Gold! Startet jetzt die nächste Rally für Lahontan Gold, Barrick und Pan American Silver?

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Bildquelle: Pixabay

Geopolitische Spannungen, Zweifel an den klassischen Reservewährungen und die Käufe der Notenbanken halten den Goldpreis auf einem Niveau von über 4.000 USD je Unze. Besonders China setzt Signale. Die Zentralbank der Volksrepublik erhöhte ihre Goldreserven zur Jahresmitte auf 2.346 Tonnen. Gleichzeitig schließen mehrere Großbanken des Landes bestimmte Zugänge zum privaten Handel mit „Papiergold“ und gehebelten Edelmetallkontrakten. Hohe Edelmetallpreise übersetzen sich bei Produzenten wie Barrick Mining und Pan American Silver in hohe Gewinne und Cashflows und führen ebenso zu steigenden Ausschüttungen an Aktionäre. Bei Barrick ist zudem der Weg frei für das IPO der nordamerikanischen Gold-Assets bis Ende des Jahres, wodurch verborgene Werte gehoben werden sollten. Deutlich mehr Hebel bieten Entwickler wie Lahontan Gold. Lahontan ist dabei die früher produzierende Santa-Fe-Mine in Nevada zu reaktivieren, welche laut dem jüngsten Newsflow rund 2,4 Mio. Unzen Goldäquivalent ausweist. Die bis Ende September erwartete vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie könnte zum Befreiungsschlag für die Aktie werden.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 | NYSE: B , TSX: ABX , PAN AMER. SILVER CORP. | CA6979001089

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Inhaltsverzeichnis:


    Lahontan Gold – Ressourcenschätzung mit 22 % Zuwachs

    Die Gesellschaft befindet sich in einer richtungsweisenden Unternehmensphase. Momentan vollziehen die Kanadier den Übergang von einem Explorer zu einem Produzenten entlang einer klar definierten Roadmap. Positive Studienergebnisse, Genehmigungsfortschritte sowie ein hoher Goldpreis wirken als Hebel.
    Im Zentrum der Aktivitäten steht das 28 km² große Flaggschiff-Projekt Santa Fe im US-Bundesstaat Nevada innerhalb des bekannten Walker-Lane-Trends. Zudem räumt die Gesellschaft dem Satelliten West Santa Fe sowie neueren Entdeckungen wie Slab West und Calvada East erhebliches Potenzial ein.
    Historisch produzierte Santa Fe zwischen 1988 und 1995 und 359.200 Unzen Gold und 702.100 Unzen Silber. Die Reaktivierung einer ehemals produzierenden Mine bringt mehrere Vorteile gegenüber einem vollkommen neuen Projekt mit sich. Daten, Geologie, Abbaumethoden und Standortbedingungen sind klarer und belastbarer. Zudem kann auf die bestehende Infrastruktur zurückgegriffen werden. Nevada zeichnet sich ohnehin als eine der besten Mining-Jurisdiktionen der Welt aus.
    Jüngst veröffentlichten die Kanadier eine neue Mineralressourcenschätzung für Santa Fe. Die Bestimmung der Vorkommen basierte auf insgesamt 1.275 Bohrungen mit über 136.000 Bohrmetern, die in der Vergangenheit niedergebracht wurden. Die Gutachter errechneten 2,385 Mio. Unzen Goldäquivalent, was etwa hälftig den Ressourcenkategorien "angezeigt" und "abgeleitet" zuzurechnen ist. Die durchschnittlichen Gehalte erreichen 0,78 Gramm Goldäquivalent je Tonne bei den angezeigten und 0,61 Gramm bei den abgeleiteten Ressourcen. Insgesamt ist ein deutlicher Zuwachs von 22 % im Vergleich zur letzten Mineralressourcenschätzung aus dem Jahr 2024 zu verzeichnen.
    Eine aktualisierte vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) ist bis Ende September in Aussicht gestellt. Dies ist ein wichtiger Meilenstein, da diese eine Wertindikation des Projekts und weitere wichtige Parameter liefert. Die 2024er Studie errechnete auf Basis eines Goldpreises von 2.705 USD je Unze einen Nachsteuer-Kapitalwert von rund 200 Mio. USD. Nun haben die Vorkommen und insbesondere das Preisniveau zugelegt, wodurch ein deutlich höherer neuer Projektwert realistisch erscheint. Der in Aussicht gestellte Kapitalbedarf in Höhe von rund 135 Mio. USD ist moderat und soll zudem maßgeblich über Fremdkapital finanziert werden.
    Aktuell ist die Gesellschaft bei einem Aktienkurs von 0,38 CAD mit 162 Mio. CAD bzw. 117 Mio. USD bewertet. Guter Newsflow auf dem Weg zur geplanten Produktion sollte in positiven Impulsen für die Anteilsscheine resultieren.

    https://youtu.be/QGRV7IfTWec

    Barrick Mining: Grünes Licht für IPO der nordamerikanischen Assets – Neubewertung voraus?

    Ein möglicher Kurstreiber für Barrick ist der bis Ende des Jahres angestrebte Börsengang seiner nordamerikanischen Goldaktivitäten. Diesbezüglich wurde in jüngster Vergangenheit ein wichtiges Hindernis aus dem Weg geräumt. Die Streitigkeiten mit dem Platzhirsch und Joint Venture Partner Newmont wurden beigelegt. Nun gaben die US-Amerikaner grünes Licht für das IPO.
    Das Asset-Portfolio des Börsenkandidaten „North American Barrick“ umfasst den 61,5 % Anteil an Nevada Gold Mines und 40 % von Pueblo Viejo (Dominikanische Republik), wobei Newmont jeweils die verbleibenden Anteile hält. Zusätzlich finden weitere Transaktionen im Vorfeld des IPO statt. Barrick bringt das Fourmile-Projekt und Newmont die Projekte Fiberline und Mike in Nevada Gold Mines ein. Außerdem zahlt Newmont 1,95 Mrd. USD als Wertausgleich an die Kanadier.
    Somit bleibt Barrick Großaktionär und Newmont hält die jeweiligen Minderheitsanteile jeweils auf Projektebene. Das 2019 gegründete Joint Venture Nevada Gold Mines ist der größte Goldproduzent der USA und förderte im vergangenen Jahr 2,59 Mio. Unzen Gold. Durch die Erweiterung des Joint Ventures dürften nun nach Unternehmensmeldungen nahezu 100 Mio. Unzen Gold allein bei Nevada Gold Mines im Boden schlummern.
    Aktuell notiert die Barrick-Aktie bei rund 59 CAD bzw. 42,50 USD. Damit gesteht die Börse dem Goldproduzenten eine Marktkapitalisierung von 70 Mrd. USD bei einem 2026er KGV von 12,1 und 9,6 für 2027 zu. Im Durchschnitt errechnen Analysten ein Kursziel von knapp 47 USD für die Anteilsscheine. Marktbeobachter veranschlagen den Wert des Börsenkandidaten auf über 40 Mrd. USD, an dem Barrick nur eine Minderheitsbeteiligung abgeben will.

    Pan American Silver – Aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik

    Das Unternehmen verfügt über ein internationales Portfolio von Silber- und Goldminen. Mit der 2025 abgeschlossenen Übernahme von MAG Silver kam eine 44%ige Beteiligung an der hochgradigen Juanicipio-Mine in Mexiko hinzu. Im zweiten Quartal produzierte Pan American zurechenbar 6,47 Mio. Unzen Silber und 165.900 Unzen Gold.
    Unter dem Strich verdiente die Gesellschaft 305 Mio. USD, was fast vollständig Aktionären in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen zugutekam. Bei einem Aktienkurs von knapp 67 CAD bzw. 48 USD ist die Gesellschaft mit einem Börsenwert von 20 Mrd. USD kein Leichtgewicht mehr. Zudem sind die Multiplikatoren moderat. Analysten machen ein deutliches Upside von fast 40 % in den kommenden 12 Monaten aus.

    Fazit

    Pan American Silver und Barrick profitieren von anhaltend hohen Edelmetallpreisen. Das lässt sich erneut an den jüngsten Quartalsdaten ablesen. Aktionäre werden durch Dividenden und Aktienrückkäufe am Erfolg beteiligt. Das anstehende IPO der nordamerikanischen Gold-Assets könnte den Aktienkurs von Barrick beflügeln. Bei Lahontan Gold existiert gleich eine ganze Reihe von Katalysatoren. Bis Ende September wird die aktualisierte PEA veröffentlicht, was ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum geplanten Produktionsstart Ende 2027 oder Anfang 2028 ist.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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