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15.06.2026 | 04:15

Der Countdown zum Mars läuft: SpaceX, OHB, Rheinmetall und Kobo Resources im Steigflug

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Bildquelle: Pixabay

Lang erwartet, jetzt ist er durch! Die Rede ist vom Jahrhundert-Börsengang des Elon Musk-Imperiums SpaceX. Mit 2,2 Billionen USD Marktwert steigt die Aktie nach dem ersten Handelstag in den erlauchten Kreis der „MAG7“ auf, sie ist jetzt sozusagen die „MAG8“. Von den 22.000 Angestellten ist jeder Vierte zum Millionär aufgestiegen. Es gibt 20 neue Milliardäre aus dem engeren Kreis des Gründers, selbst die Betreiberin des SpaceX Campus Cafés ist jetzt 5 Millionen schwer. Elon ist der neue Dollar-Messias und die Börsen folgen ihm demütig auf dem Fuß. Hier zeigt sich wieder die Faszination „Aktie“ für den kleinen Erdenbürger: Jeder kann es offensichtlich schaffen, man muss nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Ob sich die hohe Bewertung von SpaceX auch noch in ein paar Wochen bewahrheitet, liegt nun an den ETFs. Sie dominieren 30 % des US-Börsenhandels und müssen den IPO-Bewertungs-Weltmeister mit der zukünftigen Gewichtung in den NASDAQ und Russell-Indizes abbilden. Die S&P-Aufnahme ist erst im Dezember zu erwarten. Die Krux: Es gibt nur 7 % frei handelbare Aktien. Was sollten Anleger jetzt beachten?

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: KOBO RESOURCES INC | CA49990B1040 | TSXV: KRI , SPACE EXPLORATION TECHNOLOGIES CORP | US84615Q1031 | NASDAQ: SPCX , OHB SE O.N. | DE0005936124 , RHEINMETALL AG | DE0007030009

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Inhaltsverzeichnis:


    SpaceX - Wenn digitale Märkte an realen Grenzen scheitern

    Das ging wohl voll daneben! Für viele Anleger wirkte die Tokenisierung von SpaceX-Aktien über Plattformen wie Binance, Bybit und Bitget zunächst wie der Einstieg in einen bislang verschlossenen IPO-Markt. Die Idee basierte darauf, über das System von xStocks und die Infrastruktur von Kraken tokenisierte Vorab-Zuteilungen der SpaceX-Aktie zugänglich zu machen. Als die Emittenten jedoch keine ausreichenden tatsächlichen SpaceX-Aktien sichern konnten, mussten die Angebote storniert und Kundengelder zurückerstattet werden. Der Kern des Problems lag nicht in der Blockchain-Technologie selbst, sondern in der massiven Überzeichnung des SpaceX-IPO und der begrenzten realen Aktienzuteilung. Während institutionelle Nachfrage und Retail-Orders laut Marktberichten Milliardenvolumina erreichten, erhielten selbst traditionelle Broker und Krypto-Anbieter nur Bruchteile der gewünschten Allokation.

    Damit zeigte sich, dass Tokenisierung keine zusätzlichen Vermögenswerte erzeugen kann, wenn der Basiswert nicht in ausreichender Menge verfügbar ist. Parallel dazu brachten Anbieter wie Ondo Finance und Dinari später zwar tokenisierte SpaceX-Produkte wie SPCXx auf den Markt, jedoch ohne direkten Zugang zur ursprünglichen IPO-Zuteilung. Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass Blockchain-basierte Finanzprodukte technisch funktionieren, aber vollständig von den traditionellen Kapitalmarktmechanismen abhängig bleiben. Für Investoren bedeutet das, dass tokenisierte IPOs derzeit eher eine alternative „Marketing-Verpackung“ für das Einwerben von neuen Kundengeldern sind, als dass sie eine echte Umgehung von Knappheit oder Zuteilungslogik darstellen.

    OHB und Rheinmetall – Verteidigung durch Satelliten und Cyber-Sicherheit

    Wer mit SpaceX auf den Geschmack gekommen ist, kann sie auch das deutsche Miniatur-Pendant OHB aus Bremen auf den Radar holen. Im Zuge des Mega-Börsengangs des US-Raumfahrt-Experten erfuhr auch die OHB-Aktie immer mehr Aufmerksamkeit, denn der ehemalige Mittelständler spielt nun innerhalb der NATO ganz oben mit. Vornehmlich ist OHB als europäischer Raumfahrtkonzern bekannt, der Satelliten und dazugehörige Systeme entwickelt, integriert und betreibt. Das Unternehmen beherrscht technische Komplexität, lange Projektlaufzeiten und ist durch die öffentliche Hand gut mit Aufträgen versorgt. Besonders wichtig sind neue wachstumsstarke Themenfelder aus dem Sicherheits- und Verteidigungsbereich, weil dort verlässliche und vor allem militärisch taugliche Infrastrukturlösungen gefragt sind.

    Mit Rheinmetall hat OHB jüngst ein Joint Venture gegründet, um der Bundeswehr eine robuste und dauerhaft verfügbare Kommunikationsarchitektur bereitzustellen. Die gemeinsame Gesellschaft heißt OHB Rheinmetall Space Networks GmbH und sitzt ebenfalls in Bremen. Ziel ist die Entwicklung eines Satellitensystems, das Soldaten, Fahrzeuge, Plattformen und Drohnen miteinander vernetzt. Dabei sollen Sprache, Daten und Echtzeitinformationen über alle Führungsebenen sicher übertragen werden. Dazu gehören auch IT-Sicherheit und ein Cyber Operation Center. Für OHB bedeutet das eine willkommene Ausweitung des klassischen Raumfahrtgeschäfts in Richtung systemkritischer Verteidigungsinfrastruktur. Gleichzeitig unterstreicht das Projekt die wachsende Bedeutung Bremens als Standort für See- und Weltraumverteidigung. Doch Vorsicht! OHB ist mit 7,8 Mrd. EUR bewertet und macht in 2026e erst 1,4 Mrd. EUR Umsatz. Das KGV liegt auch im nächsten Jahr über 70 und demnächst steht wegen leerer Kassen auch noch eine Kapitalerhöhung an. Immerhin hat sich die jüngste Euphorie mit dem Kurseinbruch von 680 auf 350 EUR auch wieder um 50 % relativiert. Für die Rheinmetall-Aktie scheint sich nach der 40 %-Korrektur seit Herbst eine Stabilisierung im Korridor 1150 bis 1250 EUR abzuzeichnen. Das 2027e KGV beträgt nun auch 21,5 – das hatte im Jahr 2025 schon einmal anders ausgesehen. Langsam rutschen die Düsseldorfer auf die Kaufliste.

    Kobo Resources - Goldinvestoren werden zunehmend aufmerksam

    Abseits von Luft- und Raumfahrt sollten Anleger auch einen Blick auf Westafrika richten. Denn hier arbeitet sich der kanadische Gold-Junior Kobo Resources Loch für Loch nach vorne und kann liefern. Für einen Explorer ist der Weg zur Entdeckung oft ein Marathon und kein Sprint, doch auf diesem holprigen Pfad scheint sich das Unternehmen derzeit mit bemerkenswerter Konsequenz voranzubewegen. Im Fokus steht die Erschließung aussichtsreicher Goldvorkommen in der Elfenbeinküste, einem Land, das sich in den vergangenen Jahren zu einer der spannendsten Goldregionen Westafrikas entwickelt hat. Politische Stabilität, eine vergleichsweise gut ausgebaute Infrastruktur sowie ein dynamisches Wirtschaftswachstum schaffen dabei ein Umfeld, das internationale Rohstoffinvestoren zunehmend anzieht.

    Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht das Kossou-Goldprojekt, das in unmittelbarer Nähe bedeutender produzierender Minen liegt und dadurch von bestehenden logistischen Strukturen profitiert. Seit Beginn der intensiven Explorationsarbeiten wurden dort mehr als 42.000 Bohrmeter in über 220 Bohrlöchern niedergebracht, ergänzt durch umfangreiche Schürfgräben und geochemische Untersuchungen entlang eines über neun Kilometer langen mineralisierten Korridors. Die jüngsten Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Goldführung sowohl in die Tiefe als auch entlang des Streichens weiter offenbleibt. Besonders hervorzuheben sind Abschnitte mit mehreren Metern hochgradiger Mineralisierung, darunter Zonen mit Gehalten von über 5 g/t Gold sowie einzelne Spitzenwerte, die eindrucksvoll das Potenzial des Systems unterstreichen. Gleichzeitig bestätigen breite mineralisierte Intervalle die Kontinuität der Vererzung und stärken die Grundlage für die angestrebte erste Ressourcenschätzung.

    IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk im Gespräch mit CEO Edward Gosselin über die Perspektiven für Kobo Resources in der Elfenbeinküste. Hier geht´s zum Video…

    https://youtu.be/R4IkatN1QzQ

    Die Zonen Jagger, Road Cut und Kadie entwickeln sich jüngst zu den tragenden Säulen des Projekts und liefern fortlaufend neue Hinweise auf die mögliche Größe des Goldsystems. Um die Arbeiten weiter zu beschleunigen, hat Kobo kürzlich frisches Kapital in Höhe von 5,5 Mio. CAD eingeworben und damit zugleich einen strategischen Ankerinvestor gewonnen. Die Finanzierung verschafft dem Unternehmen den nötigen Spielraum, um die laufenden Bohrprogramme auszuweiten und zusätzliche Zielgebiete systematisch zu untersuchen. Auch das Kotobi-Projekt rückt als zweites Explorationsstandbein auf den Schirm, auf dem mehrere großflächige Goldanomalien identifiziert wurden und die ersten Bohrungen unmittelbar bevorstehen. Mit einer Marktkapitalisierung von lediglich rund 30 Mio. CAD bewertet der Markt die Gesellschaft bislang noch überwiegend als klassischen Explorationswert, obwohl die Datendichte und die Qualität der Ergebnisse stetig zunehmen. Sollte die geplante Erstressource die bisherigen geologischen Erwartungen bestätigen, könnte Kobo Resources schnell zu einem ernstzunehmenden Entwicklungsprojekt aufsteigen und damit den nächsten Wertschöpfungsschritt einleiten. Die Aktie hat in der jüngsten Goldkorrektur gelitten und kann nun zu niedrigeren Kursen um 0,21 CAD erworben werden. Einsammeln!

    Im 12-Monatschart zeigt sich die Aktie von Kobo Resources in einem stabilen Seitwärtstrend zwischen 0,20 und 0,40 CAD. Die Kasse ist durch die jüngste Kapitalerhöhung nun gut gefüllt, um die erwartete Ressourcenschätzung zeitgerecht zu liefern. Die technischen Indikatoren weisen bereits auf Kaufgelegenheiten hin. Quelle: LSEG vom 14.06.2026

    Harte Zeiten an den Märkten. Wer aktuell Zuwächse erzielen will, muss flexibel sein und Assetklassen gut hin und her spielen können. Der IPO-Erfolg von Elon Musk ist beeindruckend und beeinflusste auch die Bewertung von OHB. Bei Rheinmetall zeichnet sich eine Stabilisierung um 1.200 EUR ab, die Aktie ist nach der 40 %-Korrektur nicht mehr zu teuer. Kobo Resources leidet unter dem jüngsten Goldabverkauf, ist aber nicht mehr weit von seiner ersten Gold-Ressourcenschätzung entfernt. Eine breite Streuung auf Themen, Sektoren und Jurisdiktionen mindert die Portfolio-Volatilität.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Anleger konnten die starke Korrektur von Rüstungswerten in den vergangenen Monaten nervös machen. Analysten strichen ihre Kursziele deutlich zusammen. Das Sentiment drehte ins Negative, die Fakten haben jedoch Bestand. Die geopolitischen Spannungen rund um den Globus nehmen zu, die Verteidigungsausgaben steigen auf Rekordniveaus und ein Ende der weltweiten Aufrüstung ist nicht in Sicht. Deshalb bietet die momentane Korrektur ein attraktives Einstiegsniveau. Dies gilt insbesondere für die Aktie von Almonty Industries. Jüngst sammelte der Wolfram-Produzent 800 Mio. USD frisches Kapital über eine Wandelanleihe ein. Damit können Anleger die wertsteigernde Akquisition von Assets und Unternehmen erwarten.

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    Ein Novum zeigt sich gerade an den Märkten: Alles ist schwach! Von Gold bis Silber, von HighTech zu LowTech, ob KI oder Wasserstoff – jeder Sektor korrigiert. Noch ist das Ausmaß gering, gemessen an den außerordentlichen Gewinnen der letzten 14 Monate seit dem Donald Trump Zoll-Abverkauf. Die Nasdaq konnte sich in dieser Zeit nun glatt verdoppeln. Börsianer wissen, dass jetzt insbesondere über die Sommerzeit ein volatiles Zwischentief erreicht werden wird, bevor die Märkte wieder hoffnungsvoll auf 2027 blicken. Diese Zeit gilt es zu überbrücken und eventuell besteht auch Hedgebedarf. Hier hat Gold immer gute Dienste geleistet, denn es konnte zugewinnen, wenn anderswo die Mauern einstürzten. Nun ist Gold aber einer der besten Anlageklassen seit 2 Jahren, das führt auch hier zu leichten Gewinnmitnahmen. Ob der S&P 500 nach seiner Jahrhundert-Rally nun auch noch SpaceX, OpenAI und Databrick schlucken wird, muss man sich in Ruhe anschauen. Eine Fast-Track-Aufnahme der Elon Musk-Aktie wurde von S&P Dow Jones abgelehnt, bei NASDAQ, Russel und MSCI erfolgt die Aufnahme nach wenigen Handelstagen. Das dürfte spannend werden! Wo liegen griffige Chancen für Anleger?

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