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03.01.2024 | 04:45

Donald Trump macht 2024 zum Fehlstart – hier spielt die Musik: TUI, Lufthansa, Desert Gold und Alibaba

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Bildquelle: pixabay.com

„Wenn ich nicht Präsident werde, steht der Börse ein größerer Crash bevor, als zur großen Depression 1929“, so proklamierte Donald Trump, der Ex-Präsident und Wahlaspirant der Republikaner, zum Jahresende seine Jahresziele. Die Einschätzung liest sich amüsant und kurzweilig und enthält eine wichtige Botschaft. Die Konjunktur lahmt, an vielen Orten herrscht Krieg und die Inflation galoppiert. Warum notieren die Aktien trotzdem nahe ihrer Allzeit-Höchststände? Die Zinsphantasie ist es, denn es werden zwischen 4 und 7 Zinssenkungen der EZB und FED in 2024 erwartet. Das ermöglicht den Staaten, ihre aufgeblähten und schuldenfinanzierten Haushalte weiterzuführen, Wohlstand wird dies alla long aber nicht schaffen. Wir blicken trotz Trumps düsterer Prognose auf einige interessante Turnaround-Titel.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: TUI AG NA O.N. | DE000TUAG505 , LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , ALIBABA GR.HLDG SP.ADR 8 | US01609W1027

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Inhaltsverzeichnis:


    Brodie Sutherland, CEO, Tocvan Ventures
    "[...] Ein Fokus wird dabei auf Vorkommen in der Nähe der Oberfläche liegen. Das wären gute Argumente für eine schnelle Produktionsentscheidung mit dem kostengünstigen Verfahren der Haufenlaugung. [...]" Brodie Sutherland, CEO, Tocvan Ventures

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    Alibaba – Wann dreht der E-Commerce-Riese?

    Das Jahr 2023 war kein gutes für den Online-Händler Alibaba. Mit 17 % Kursminus in den letzten 12 Monaten zählt der Wert zu den am schlechtesten gelaufenen Technologiewerten der NASDAQ. Vor exakt 3 Jahren stand die Aktie noch 200 % höher. Dennoch, rein fundamental scheint der Blick nun wertvoll, denn die Umsätze der bekannten Plattform steigen weiter mit 10 bis 15 % Jahresrate und der Gewinn kann dabei überproportional zulegen. Mittlerweile beträgt das 2024e KGV des unverschuldeten Unternehmens nur noch niedrige 9,8.

    In der Summe gibt es auf der Plattform Refinitiv Eikon 48 Analysen zur Alibaba-Aktie mit einem durchschnittlichen Kursziel 125,80 USD. Bei einem aktuellen Kurs von rund 77 USD ergibt das ein Potenzial von über 60 %. Die Krux: Es gibt keine einzige Verkaufsempfehlung! So etwas sieht man selten. Der chinesische Internet-Riese hat im Jahr 2023 für umgerechnet 9,5 Mrd. USD eigene Aktien zurückgekauft, trotzdem verharrt die Marktkapitalisierung noch unter 200 Mrd. USD. Damit ist Alibaba ein klarer Langfristkauf! Beherzt einsammeln!

    Desert Gold – Die Lunte brennt

    Gold ist mit 13 % Kursanstieg bereits im Jahr 2023 sehr gut gelaufen. Im Schnitt beträgt die Aufwertung des Edelmetalls jährlich in etwa der tatsächlich messbaren Teuerungsrate. Sie beträgt in Mitteleuropa im vergangenen Jahr ohne Berücksichtigung offizieller Statistiken ca. 15 bis 20 %. Damit besteht in 2024 noch erhebliches Nachhol-Potenzial für Gold. Die tatsächlich messbare Inflation bildet einen Korb lebenswichtiger Dinge des täglichen Bedarfs und bezieht Dienstleistungen mit ein. Lebensmittel und Energie haben sich seit der Corona-Pandemie um gut 50 % im Preis erhöht, auch Handwerk- und Touristikdienstleistungen verteuerten sich besonders seit dem Ausufern geopolitischer Konflikte dramatisch. Ein Trendwechsel ist in allen Bereichen nicht absehbar. Damit gibt es viel Zündstoff für Edelmetallinvestoren. Denn Gold und Silber funktionieren als Werterhalt und Krisenschutz gleichzeitig. Und dann ist da noch die permanente Ausdehnung der Staatsschulden in den Euro- und USD-dominierten Wirtschaftsräumen. Der Kapitalbedarf der westlichen Regierungen mündet wegen einer Vielzahl von Belastungen in einen unvermeidbaren Schuldenkreislauf, der auch in den nächsten Jahren weitergehen dürfte. Mental sollte man sich darauf einstellen, dass 2024 weitere Geokonflikte neben der Ukraine und Israel auf den Plan kommen.

    Afrika als Rohstoff-Kontinent gerät international immer stärker in den Fokus. Dort schlummern riesige Potenziale in wichtigen Metallen und Mineralien. Traditionell ist die Verbindung zu den westlichen Investoren gut, denn sie bringen auch wichtige Entwicklungsleistungen ins Land. Der kanadische Explorer Desert Gold Ventures hat die Senegal-Mali-Shear-Zone (SMSZ) im Fokus. Hier wurden bereits 1 Mio. Unzen Gold oberflächennah identifiziert. Der Clou: Bekannte Goldschürfer wie Barrick, B2 Gold und Allied Gold befinden sich mit ihren laufenden Bergbaubetrieben in unmittelbarer Nähe. Sie suchen operative Erweiterungen und neue Liegenschaften für die nächsten Jahre. In Mali kann man mit 850 USD nachhaltig Gold aus der Erde holen, damit wird die Gegend bei steigendem Unzenpreis immer relevanter. Desert Gold ist in erster Reihe vor Ort und nur mit 7,3 Mio. EUR bewertet. Man munkelt, dass es bereits große Interessenten gibt. Weiter einsammeln!

    TUI und Lufthansa – Wie wird das neue Touristikjahr?

    Noch ist völlig unklar, wie das Touristikjahr 2024 laufen wird. Denn zum einen lassen die Corona-Nachholeffekte nach, andererseits bremsen hohe Ticketpreise und ständige geopolitische Konflikte die Reiselust der Menschen. Dennoch sprechen TUI und Lufthansa von Buchungen, die in ihrem Volumen nur noch knapp unter den Vor-Corona-Zahlen liegen, absolut dürften die Anzahl der verkauften Reisen wegen der hohen Preisanstiege aber geringer sein als in den Jahren vor 2019.
    Für die Lufthansa sehen die Experten der Citigroup eher schwarz, denn gleich zu Jahresstart gab es gestern eine kräftige Abstufung. Analyst Sathish Sivakumar senkte sein Votum auf "Sell". Er sieht die Erholung der Branche von der Pandemie am Auslaufen, sowohl das Binnen- als auch das internationale Geschäft soll sich rückläufig entwickeln. Überdies ist die Konkurrenz der Billigflieger groß, Ryanair beispielsweise ist mit deutlich niedrigeren Ticketpreisen äußerst profitabel. Anderer Meinung ist die UBS: Sie votiert mit „Buy“ und hat ihr 12-Monats-Kursziel von 14 auf 15 EUR angehoben.

    Bei der TUI-Aktie scheiden sich ebenso die Geister. Da sehen die Experten der Investmentbanken Kursziele zwischen 6,50 und 10,50 EUR, sehr positiv ist hier die Deutschen Bank. Interessant ist jetzt der Chart wie auch die Fundamentaldaten. Denn neben einem KGV 2024e von 6,8 geht die Verschuldung laut Konsensdaten bis zum Jahr 2027e auf etwa Null und die Umsätze auf ca. 25 Mrd. EUR. Mit einem Kursverlust von 15 % im vergangenen Jahr lief es zum Schluss dann doch besser als erwartet. Das Allzeit-Tief von 4,40 EUR im Oktober 2023 sollte jedenfalls Geschichte sein. Technisch könnte eine starke Aufwärtsbewegung einsetzen, wenn der Kurs die 7,50 EUR-Marke überwinden kann.

    Während der DAX 40-Index zum Jahreswechsel weiter die 17.000 Punkte Marke im Visier hat, sind TUI und Lufthansa noch im Turnaroundprozess gefangen. Gold setzt aber schon wieder Zeichen, das beflügelt den kanadischen Explorer Desert Gold. Alibaba hat nun in 2023 ausreichend konsolidiert und dürfte in 2024 wieder brillieren können. Quelle: Refinitiv Eikon vom 02.01.2024

    Die Börse bleibt volatil und anstrengend. Ob die Touristikwerte in 2024 ein ähnlich gutes Geschäft wie im vergangenen Jahr vorweisen können, ist noch nicht sicher. Denn der Inflationsdruck bleibt hoch, Schuld sind unter anderem steigende Abgaben und Steuern an die Regierung. Das bringt wieder Gold in den Fokus. Aus unseren Auswahlwerten bleibt Desert Gold damit sehr aussichtsreich! Der Internet-Riese Alibaba ist jetzt eine spannende Story für die nächsten 3 Jahre.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.

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    Kommentar von Mario Hose vom 22.04.2024 | 06:05

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    Die geopolitischen Unsicherheiten mit der Eskalation zwischen dem Iran und Israel verhalfen den Edelmetallen zu weiteren Kursschüben. So konnte sich Gold trotz technischer Überkauftheit nahe der Marke von 2.400 USD je Unze behaupten, Silber schloss die Woche mit einem erneuten Plus von rund 3 % ab. Im Schatten dessen schieben sich Industriemetalle nach einem schwachen Gesamtjahr 2023 weiter in den Mittelpunkt. Neben Kupfer konnte der für viele kohlenstoffarme Technologien wichtige Rohstoff Nickel in den vergangenen Monaten einen tragfähigen Boden bilden.

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    Das ging jetzt aber schnell. Gerade mal eine Woche ist es her, als der Iran einen nächtlichen Angriff auf Israel durchführte. Danach folgten ein paar Tage Bedenkzeit, einige Telefonate mit Washington und der UNO und dann wird am vergangenen Freitag ein israelischer Gegenschlag gemeldet. So richtig klar sind die Agentur-News zwar noch nicht, die Börsen nehmen die aktuelle Unsicherheit aber zum Anlass, endlich mal Luft abzulassen aus dem aufgeblähten System. Denn auch die Notenbanken rudern in den erhofften Zinssenkungen erst mal zurück, zu hoch ist die aktuelle Teuerung und auch die negativen Signale aus der Wirtschaft sind noch nicht überbordend. Summa summarum können sich Rüstungswerte gut behaupten und bei den Rohstoffen beginnt ein neuer Aufwärts-Zyklus. Lang hatte es gedauert, nun braucht es die richtigen Titel im Depot.

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