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03.08.2026 | 04:50

Drohnen, Daten, industrielle Intelligenz: Wie sich diese chancenreichen Trends für Volatus Aerospace, Palantir und Schaeffler auszahlen!

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KI revolutioniert zahlreiche Branchen. Robotik und Automatisierung werden beschleunigt, die daraus entstehenden Trends verstärken sich gegenseitig. Gleichzeitig resultieren die massiven geopolitischen Veränderungen nicht nur in steigenden Verteidigungsausgaben, sondern auch in einer Verschiebung von Prioritäten hin zu (technologischer) Souveränität, resilienten Lieferketten und dem (Ab)sichern (digitaler) Infrastruktur. Palantir bildet für viele Bereiche das technische Fundament. Schaeffler steht für Expertise in der industriellen Fertigung. Volatus Aerospace verbindet hingegen vielschichtige Kompetenzen zu einem wachstumsstarken Ökosystem. Als integrierter Anbieter für autonome Luftfahrtsysteme, Aufklärung, Software, Ausbildung und Verteidigungstechnologien profitieren die Kanadier massiv von steigenden Aufträgen aus dem NATO-Umfeld. Proprietäre Plattformen dynamisieren das Wachstum und machen es bei steigenden Margen skalierbarer.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 | TSXV: FLT , OTCQB: TAKOF , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , SCHAEFFLER AG | DE000SHA0100

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Inhaltsverzeichnis:


    Volatus Aerospace – Meilensteine am laufenden Band

    Mit der eigenen Autonomieplattform V-Cortex, KI-gestützten Flugsteuerungen sowie der SaaS-Lösung SKYDRA entwickelt sich das Unternehmen vom Hardwarelieferanten zum Anbieter kompletter Einsatzsysteme. Gleichzeitig erweitert die Gesellschaft kontinuierlich ihr Portfolio im Bereich Counter-UAS, also der Erkennung und Abwehr feindlicher Drohnen. Mit ihren Plattformen ermöglichen die Kanadier autonome Flugmissionen effizienter zu steuern, große Drohnenflotten zu koordinieren und sicherheitsrelevante Daten intelligent auszuwerten.

    Nach Schätzungen verschiedener Marktforschungsunternehmen dürfte das weltweite Volumen für unbemannte Luftfahrtsysteme und den zugehörigen Softwarelösungen mittelfristig im zweistelligen Prozentbereich jährlich wachsen. Besonders dynamisch sollen sich dabei sogenannte Dual-Use-Technologien, d. h. Produkte bzw. Dienstleistungen, die sowohl zivil als auch militärisch eingesetzt werden können, entwickeln.

    Die Kanadier positionieren sich entsprechend dieser strategischen Logik und profitieren somit nicht nur von staatlichen Verteidigungsbudgets sondern auch von der fortschreitenden Digitalisierung der Industrie. Wachstumsmotor ist jedoch eindeutig der Verteidigungsbereich. Dies belegt eindrucksvoll die operative Entwicklung. Volatus besitzt gute Chancen wesentlich von den großen Verteidigungsetats Kanadas und der Vereinigten Staaten zu profitieren. Kunden erhalten von Volatus komplette Lösungen. Dies kombiniert mit der hohen Reputation als NATO-Partner schafft Wettbewerbsvorteile und Eintrittsbarrieren.

    Zuletzt konnte das Unternehmen große Fertigungskapazitäten im kanadischen Mirabel an den Start bringen. Damit gibt Volatus ein wichtiges Signal und positioniert sich als potenzieller Baustein nordamerikanischer Lieferketten im Luft- und Raumfahrtsektor im industriellen Maßstab. Die Nähe zu bestehenden Aerospace-Clustern, qualifizierten Fachkräften und internationalen Partnern verleiht dem Standort nochmals eine größere Bedeutung.

    Die Kanadier haben jüngst zudem einen wichtigen regulatorischen Meilenstein erreicht. Das proprietäre Drohnensystem Canary gehört zu den ersten in Kanada, die im neuen Zulassungsverfahren für autonome BVLOS-Flüge (außerhalb der Sichtweite des Piloten) akzeptiert wurden. Damit verbessert die Gesellschaft ihre Ausgangsposition für den kommerziellen Einsatz autonomer Drohnen in den Bereichen Infrastruktur, Energie, öffentliche Sicherheit und Verteidigung erheblich.

    Zuletzt konnte Volatus außerdem eine strategische Partnerschaft mit dem Forschungsprogramm Volt-Age der Concordia University (Montréal) bekannt geben. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung leistungsfähiger Energietechnologien für unbemannte Luftfahrtsysteme. Aktuell ist die Gesellschaft bei einem Aktienkurs von knapp 0,50 CAD mit rund 350 Mio. CAD bewertet. Analysten bescheinigen der Aktie Verdopplungspotenzial.

    https://youtu.be/fURtUtX51IY

    Palantir – Wie reagiert der Markt auf die neuesten Zahlen und Perspektiven?

    Palantir hat vorgemacht, wie Software zum Herzstück moderner Streitkräfte werden kann. Jedoch werden die Fähigkeiten des Unternehmens riesige Datenmengen auszuwerten, um Entscheidungen zu beschleunigen und den Einsatz intelligenter zu machen, nicht nur von Regierungen, Behörden oder Militär nachgefragt, sondern auch in der Breite aus verschiedensten Branchen.
    Palantir profitiert von einer starken Nachfrage und zeitgleich von außerordentlich hohen Eintrittsbarrieren. Hat ein Kunde seine Prozesse einmal auf die Plattformen des Unternehmens abgestimmt, wird ein Wechsel zu einem anderen Anbieter komplex und kostenintensiv. Die Aktie gehört deshalb seit vielen Jahren zu den Anlegerlieblingen. Zunehmend werden die Bewertungen des Tech-Sektors höher und Kurse volatiler. Zunehmender Wettbewerb und exorbitante Investitionssummen verunsichern Anleger.
    Seit Jahresanfang haben die Papiere um 31 % nachgegeben. Dennoch bleiben die Multiplikatoren sportlich. So liegt das 2027er KGV bei 67. Beim aktuellen Kurs von 123 USD sind die US-Amerikaner mit 295 Mrd. USD bewertet. Analysten trauen der Aktie im Durchschnitt ein Potenzial von knapp 50 % in den nächsten 12 Monaten zu.
    Spannend werden die in Kürze zu veröffentlichten Q2-Zahlen. Die letzten Wochen haben mehrfach gezeigt, dass es im Zuge der Bekanntgabe von Quartalsdaten zu massiven Kursbewegungen bei Tech-Aktien gekommen ist – und das Pendel schwingt in beide Richtungen.

    Schaeffler – Börse enttäuscht von niedrigeren Mittelfristzielen

    Der deutsche Industriekonzern befindet sich mitten im Umbau vom klassischen Automobilzulieferer zum Technologieunternehmen für Elektromobilität, Robotik und industrielle Automatisierung. Gerade die letzten beiden Bereiche werden in der Zukunft eine große Rolle spielen.
    Mit seinen Präzisionslagern, Sensorik, (elektrischer) Antriebstechnik und Steuerungstechnik liefert der Konzern Schlüsselkomponenten für Industrieroboter und automatisierte Fertigung. Gleichzeitig gewinnen diese Technologien auch im Verteidigungsbereich an Bedeutung, etwa für unbemannte System wie Drohnen oder autonome Bodenfahrzeuge.
    Der Konzern hat jüngst den Einstieg in die Drohnenproduktion offiziell eingeleitet. Schaeffler baut gemeinsam mit dem französischen Drohnenhersteller Delair Multirotor-Drohnen und liefert dafür Komponenten sowie seine Industrialisierungs- und Fertigungskompetenz. Dies ist Teil der veränderten strategischen Ausrichtung.
    Das Verteidigungsgeschäft, Robotik und Raumfahrt sollen als neue Wachstumssäulen aufgebaut werden. Bis 2035 sollen rund 10 % der Konzernerlöse aus diesen neuen Feldern stammen. Doch zurück von diesen spannenden Perspektiven in die Realität.
    Die jüngste Prognosesenkung hat die Aktie um über 10 % fallen lassen. Das Umsatzziel für 2028 wurde gesenkt. Insbesondere die negative Entwicklung samt Ausblick für das E-Auto-Geschäft verunsicherten Anleger. Auf dem aktuellen Kursniveau von rund 7 EUR, überwiegen jedoch nach Ansicht von Analysten die Chancen. Diese formulieren im Durchschnitt ein Kursziel von 9,50 EUR. Die Experten J.P. Morgan und Jefferies zeigten sich mit Zielwerten von 10 EUR bzw. 10,45 EUR etwas optimistischer.

    Fazit

    Volatus ist ein integrierter Aerospace- und Defence-Technologiekonzern. Software, künstliche Intelligenz, autonome Flugsteuerung, Drohnenabwehr und eigene Produktionskapazitäten bilden die Bausteine der Wachstumsstrategie. Analysten bescheinigen dem Titel Verdopplungspotenzial. Während Schaeffler den Markt mit den Q2-Daten und dem Ausblick erschreckte, bleibt abzuwarten wie die Daten von Palantir dem Geschmack der Anleger entsprechen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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