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02.12.2025 | 05:00

Ein neuer Markt entsteht: KI für den Mittelstand mit UMT United Mobility Technology, Adesso, Bechtle

  • KI
  • Prozessautomatisierung
  • Mittelstand
Bildquelle: KI

Künstliche Intelligenz (KI) revolutioniert die Art, wie wir arbeiten. Weltweit lässt sich laut der Marktforscher von PwC bereits ein deutlicher Produktivitätsschub feststellen: In KI-intensiven Branchen hat sich das Produktivitätswachstum seit der Verbreitung generativer KI nahezu vervierfacht. Gerade im deutschen Mittelstand besteht noch enormes Potenzial, diese Technologie zur Steigerung von Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit einzusetzen. Eine aktuelle Studie mit dem Titel Avanade Trendlines: AI Value Report 2025 zeigt, dass Deutschlands Mittelstand große Hoffnungen in KI setzt - ein Großteil der Unternehmen glaubt daran, dass sich Investitionen binnen eines Jahres deutlich auszahlen und bis zum Vierfachen an Einsparungen mit sich bringen. Grund genug, spannende Dienstleister vorzustellen, die vom stärkeren Einsatz von KI im Mittelstand profitieren können.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: UMT UNITED MOBILITY TECHNOLOGY AG | DE000A40ZVU2 , ADESSO SE INH O.N. | DE000A0Z23Q5 , BECHTLE AG O.N. | DE0005158703

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Inhaltsverzeichnis:


    Adesso ist breit aufgestellt

    Viele Anleger, die an Digitalisierungs-Projekte im deutschen Mittelstand denken, wird im Zusammenhang der Name von Bechtle oder Adesso einfallen. Beide Systemhäuser gelten als in der DACH-Region gut vernetzt. Adesso ist ein führender IT-Dienstleister, der sich auf Beratung und Softwareentwicklung für die digitale Transformation fokussiert. Das Unternehmen mit Sitz in Dortmund implementiert maßgeschneiderte Lösungen für Versicherungen, Banken oder im Gesundheitswesen und öffentlichen Sektor. KI-Lösungen setzt Adesso vor allem zur Analyse von Daten und zur Automatisierung ein, und arbeitet dafür auch mit Microsoft und SAP zusammen. Unter Anlegern gilt Adesso insbesondere wegen seines diversifizierten Kundenstamms als interessant. Erst kürzlich bestätigte das Unternehmen nach guten Zahlen zum dritten Quartal seine Jahresprognose und zeigt sich weiter zuversichtlich. Analysten wie Warburg Research bestätigten Mitte November ihre Kaufempfehlung.

    Bechtle schafft den Turnaround

    Gut läuft es auch für Bechtle: Im dritten Quartal 2025 beschleunigte sich das Wachstum konzernweit spürbar, und der Umsatz kletterte um 5,1 % auf 1,59 Mrd. EUR. Das ist der höchste Quartalsumsatz der Firmengeschichte. Das Vorsteuerergebnis stieg dagegen nur leicht um 2,4 % auf 80,5 Mio. EUR. Damit hat Bechtle die Trendwende bei der Profitabilität geschafft: Nach mehreren Quartalen mit rückläufigen Gewinnen ging es erstmals wieder bergauf. Das liegt auch an geringeren Kosten und weniger Neueinstellungen. So aufgestellt erwartet man bei Bechtle ein starkes Schlussquartal.

    UMT United Mobility Technology als reiner KI-Play für den Mittelstand

    Während das Geschäft bei den Platzhirschen Adesso und Bechtle brummt, positioniert sich mit UMT United Mobility Technology ein neuer Anbieter, der einen noch stärkeren Fokus auf KI legt und insbesondere auf die Automatisierung von Prozessen setzt. Anders als die großen Cloud-Player setzt UMT nicht auf allgemeine KI-Plattformen, sondern entwickelt hochspezialisierte digitale Assistenten für eng umrissene Anwendungsfälle im Mittelstand. Besonders im Visier sind Prozesse, die bisher zeitaufwändig und manuell ablaufen - etwa die Zollabfertigung in der Logistik oder Rechnungsprüfung. Hier bietet UMTs Kernprodukt UMS Vision AI vorkonfigurierte Module, welche verschiedene KI-Modelle kombinieren, um Dokumente auszulesen, Daten abzugleichen und Entscheidungen anzustoßen. Die Technologie soll dabei ganz KI-typisch ohne langwieriges Training schnell einsetzbar sein und sich an kundenspezifische Abläufe anpassen lassen.

    Damit adressiert UMT einen spannenden Nischenmarkt: Viele mittelständische Firmen kämpfen mit Fachkräftemangel und überholten Prozessen - digitale Transformation ist hier überfällig, aber die großen Anbieter haben diese Klientel bislang eher vernachlässigt. UMT will diese Lücke mit pragmatischen KI-Lösungen, die direkt messbare Ergebnisse liefern, füllen. UMT verfolgt einen Software-as-a-Service-Ansatz, bei dem Kunden Jahresverträge abschließen und nutzungsbasiert pro automatisiertem Vorgang bezahlen. Dieses Modell soll Kunden einen klaren Mehrwert bieten und zugleich wiederkehrende Erlöse für UMT generieren. Typische Vertragslaufzeiten von zwei Jahren sorgen für Planbarkeit, während die tiefe Integration der KI-Lösungen in bestehende Systeme die Kundenbindung steigert. Ganz im Sinne eines „Land-and-Expand-Konzepts" steigert jeder weitere automatisierte Prozess den monatlichen Umsatz pro Kunde - so wächst UMT mit seinen Kunden mit.

    UMT will wendig und agil sein - jetzt fehlt nur noch der Durchbruch

    Das Unternehmen hat bislang in Großbritannien einen Kunden gewonnen, der die Zollabwicklung mit der EU über den Dienst von UMT abwickeln lässt. Das Geschäftsmodell hat aber weitere Potenziale - gerade Lösungen, die bestehende Prozesse teils ergänzen und leicht zu bedienen sind, könnten weitere Interessenten aus dem deutschen Mittelstand zu Kunden machen. UMTs Stärke liegt in der Agilität und Spezialisierung. Als kleines Tech-Unternehmen mit kurzen Entscheidungswegen und erstklassigen Entwickler-Ressourcen kann UMT Marktnischen schnell identifizieren und Lösungen rasch zur Marktreife bringen. Die Voraussetzungen für Wachstum sind also gut.

    Die Aktie von UMT kam zuletzt zurück. Spekulativ denkende Anleger können dem Rechnung tragen. Die geringe Umsatzbasis und laufenden Verluste zeigen, dass noch ein weiter Weg zur Profitabilität vor dem Unternehmen liegt. Zugleich ist UMT aber am Puls der Zeit: Kaum ein anderes börsennotiertes deutsches Unternehmen hat seinen Fokus so radikal auf KI-Automatisierung im Mittelstand gelegt. Während Adesso und Bechtle solide Dickschiffe mit begrenztem Potenzial sind, kann bei UMT jederzeit etwas passieren.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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