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25.01.2021 | 06:05

Flatexdegiro, Adyen, Marble Financial: 3 Wachstumsstorys im Vergleich

  • Finanzen
Bildquelle: pixabay.com

Die Digitalisierung bringt vor allem in der Finanzwirtschaft zahlreiche Innovationen mit sich. Kosten sinken und immer mehr Dienstleistungen lassen sich digital kundenfreundlich umsetzen. Beispiele sind etwa Plattformen für Crowdlending oder auch digitale Versicherungsordner, die Kunden in erster Linie Transparenz bieten. Längst haben auch klassische Geldhäuser erkannt, dass es ohne eine App nicht mehr geht. Trotzdem gibt es auch weiterhin Nischen, in denen junge und innovative Unternehmen Marktanteile gewinnen und so nebenbei bei Anlegern für Rendite sorgen. Wir stellen drei spannende Investment-Storys vor.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Nico Popp

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Der Autor

Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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Flatexdegiro: Onlinebroker auf eigenen Wachstumspfaden

Flatexdegiro ist ein Online-Broker, der sich seit Jahren auf einem ambitionierten Wachstumskurs befindet. Anfang 2020 übernahm Flatex die Preisbrecher von Degiro und haben damit ihre Wachstumsbasis verbreitert. Seit einigen Jahren gibt es einen Trend hin zu günstigen Smartphone-Brokern. Während Wallstreet:Online mit seinem Smartbroker mit den jungen Wilden von Trade Republic, Justtrade oder Scalable Capital mithalten will, hat Flatexdegiro erst vor einiger Zeit die Gebühren erhöht und unter anderem eine Depotgebühr eingeführt, die sich am Kurswert der verwahrten Wertpapiere orientiert.

In Zeiten des allgemeinen Börsenbooms scheint viele Kunden die höheren Gebühren kalt zu lassen – noch. Doch schon ein stürmischeres Marktumfeld könnte dafür sorgen, dass kostensensible Kunden den Rotstift ansetzen. Bislang ist davon allerdings noch wenig zu spüren. Da Degiro erst im vergangenen Jahr übernommen wurde, könnte das Unternehmen 2021 noch von Synergieeffekten profitieren, während einige mit der Übernahme in Zusammenhang stehende Kosten nach und nach abnehmen dürften. Flatexdegiro ist nicht nur angesichts der erfolgten Übernahme von Degiro ein Wachstumswert.

Ende des vergangenen Jahres hatten die Franken 1,25 Mio. Kunden. 2025 sollen es 3,0 Mio. sein. Diese Wachstumsperspektive spiegelt aktuell auch die Bewertung wider. Doch im Vergleich zu anderen Brokern glänzt Flatexdegiro mit einer sehr hohen Aktivitätsquote seiner Kunden. Wer sein Depot bei Flatexdegiro hat, handelt in der Regel mehr als andere Privatanleger. Das rechtfertigt die ambitionierte Bewertung zumindest teilweise. Angesichts einer Rendite von 159% in einem Jahr und des selbstbewussten Gebührenmodells der Franken erscheint das Potenzial nach oben allerdings begrenzt.

Adyen: Zahlungsabwickler tritt aus Wirecards Schatten

Eine ähnlich rasante Entwicklung hat im vergangenen Jahr die Aktie von Adyen genommen. Die Niederländer treten als Zahlungsabwickler in die Fußstapfen von Wirecard und legten auf Sicht von zwölf Monaten eine Rendite von 143% aufs Parkett. Nachdem Wirecard vom Markt verschwunden war, stieg das Transaktionvolumen bei Adyen deutlich an - allein im ersten Halbjahr 2020 ging es um mehr als 20% nach oben. Zwar litt Adyen unter den ersten Lockdowns im März 2020, da viele Bezahlvorgänge in Geschäften wegbrachen, doch kompensierte dies das Unternehmen durch gesteigerte Umsätze im Onlinehandel. Dort sieht Adyen auch das meiste Potenzial und investiert kräftig in neue Kapazitäten und Lösungen.

Obwohl Adyen als junges Startup gilt, ist das Unternehmen profitabel und agiert in einem Wachstumsfeld. Technologisch ist das Unternehmen führend und kann diesen Vorteil auch in Wachstum ummünzen. Die Aktie befindet sich in einem robusten Aufwärtstrend. Trotz der bereits ambitionierten Bewertung können Anleger den Wert auf die Watchlist nehmen. Zieht Adyen mit guten Zahlen nach, kann sich die positive Entwicklung noch eine lange Zeit fortsetzen.

Marble Financial: Daten-Fintech hilft überschuldeten Konsumenten

Am Anfang seiner Entwicklung steht auch das junge kanadische Fintech Marble Financial. Marble hat es sich zur Aufgabe gemacht, Konsumenten rund um das Thema Kredite und Finanzierung zu unterstützen. Wie das Unternehmen betont, sind allein in Kanada rund zwölf Millionen Menschen nicht hinreichend kreditwürdig und stehen damit außerhalb des Finanzsystems. Viele Menschen sind allerdings auf Kredite angewiesen und hangeln sich von Kredit zu Kredit. Die Ursache dafür liegt einerseits in einer geringen Finanzbildung und andererseits in schlechten Bonitätsnoten, die es analog zur deutschen Schufa auch in Kanada gibt.

scoreUp, eines der Produkte von Marble Financial, setzt genau hier an und unterstützt Menschen dabei, ihre Kreditwürdigkeit zu verbessern. Dabei kommen maschinelles Lernen und die Analyse großer Datenbestände zum Einsatz mit dem Ziel, den Kunden konkrete Tipps für das Verbessern ihres Scores zu geben. Beispiele können etwa die Nutzung der Kreditkarte oder aber der Abschluss und die Tilgung eines Ratenvertrages zur richtigen Zeit sein.

Weitere Produkte von Marble sind fasttrack, ein Programm, das Menschen in Privatinsolvenz dabei unterstützt, wieder Teil des Finanzsystems zu werden und maestro, ein eLearning-Angebot rund um Haushaltsführung, Kredite und den richtigen Umgang mit Geld. Im Laufe des Jahres will Marble Financial weitere Produkte starten. Darunter eine Kreditkarte in Kooperation mit einer großen kanadischen Bank sowie ein Analyse-Tool, um die Finanzsituation von Menschen einschätzen zu können. Neben der konkreten Hilfe für überschuldete Menschen betonen die Kanadier immer wieder die Bedeutung der im Rahmen ihrer Tätigkeit gesammelten Daten.

Die Aktie legte in den vergangenen Tagen auch im Zuge einer von Marble vermeldeten Übernahme deutlich zu. Am 18. Januar vermeldete das Unternehmen, den Datenspezialisten Inverite Verification Inc. übernehmen zu wollen. Angesichts der vollen Produkt-Pipeline und des spannenden Betätigungsfeldes ist auch die Aktie des aktuell lediglich mit rund 20 Mio. CAD bewerteten Unternehmens ein klarer Fall für die Watchlist.


Der Autor

Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.
  3. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
  4. Startup – Ein Startup ist eine Unternehmensgründung mit einem innovativen Geschäftsmodell.

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Kommentar von Mario Hose vom 20.06.2019 | 09:30

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