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Aktuelle Interviews

Florian Renner, Vorstand, BENO Holding AG

Florian Renner
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BENO Holding Vorstand Florian Renner über hohe Margen im Immobilienboom


Ryan Jackson, CEO, Newlox Gold Ventures Corp.

Ryan Jackson
CEO | Newlox Gold Ventures Corp.
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Newlox-CEO Ryan Jackson über den Aufbau eines grünen Goldproduzenten mit einem schnellen Wachstumskurs


Nick Mather, CEO, SolGold PLC

Nick Mather
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Nick Mather, CEO von SolGold, über den Aufbau eines großen Gold- und Kupferbergbauunternehmens


04.11.2020 | 08:30

General Electric, SolGold, Nikola – Genau hinschauen

  • Kupfer
Bildquelle: pixabay.com

Neue Zeiten sind angebrochen. In den USA feiert man nach der aktuellen Börsenkorrektur ein kleines Aufwärts als wäre es die neuerliche Landung auf dem Mond. Ja, es gab gute BIP-Daten, nach 6 Monaten mit Minuszahlen reihte sich der Oktober mit einem Wachstum von +33,1% ein – das nivellierte Jahresniveau liegt aber immer noch gut 27% unter Vorjahr und nun droht der nächste Lockdown, der angesichts neuerlicher Ansteckungszahlen von 92.000 am Tag unweigerlich nach der Wahl kommen wird. Die nun spürbare Wiederbelebung spiegelt den harten Reset der Wirtschaft nach den starken Rückgängen seit März wider. Die Börse setzt darauf, dass die Wirtschaft in einigen Quartalen wieder an Größe gewinnen wird. Man sollte jedoch die Mitgift beachten: Explodierende Arbeitslosigkeit und eine nie dagewesene Staatsverschuldung, die schon seit 12 Jahren noch oben ausufert und jetzt einfach mit der Pandemiebekämpfung legitimiert wird!

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: André Will-Laudien

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Nick Mather, CEO, SolGold PLC
"[...] Wir wussten, dass die Welt sich rasch elektrifiziert und urbanisiert und dafür erhebliche Mengen an Kupfer benötigt. [...]" Nick Mather, CEO, SolGold PLC

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Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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General Electric – der Riese hat gedreht

Bei General Electric haben starke Ergebnisse im dritten Quartal und eine viel besser als erwartete Prognose für das vierte Quartal gezeigt, dass der CEO Larry Culp das Unternehmen erfolgreich umkrempelt. Culp beschrieb den Wandel der alten GE und die durchlebte Transformation zu einem digitalisierten Konglomerat vor den Aktionären. Heute werden die Prozessketten miteinander verbunden, statt innerhalb eines unübersichtlichen Konzerns um die Pfründe zu streiten.

Larry Culp hat den Verkrustungen den Kampf angesagt, er restrukturiert pedantisch Bereich für Bereich und hat etwa 75% seines Ziels von mehr als 2 Mrd. USD an Kostensenkungen gepaart von einem Casflow-Zuwachs von weiteren 3 Mrd. USD im Jahr 2020 bereits erreicht. Gleichzeitig wurden die bislang drückenden Schulden bis heute um 11,7 Mrd. USD reduziert. Zum Glück erholt sich die Nachfrage nach den meisten Produkten des Konglomerats deutlich und man erhielt jüngst aus dem Präsidialamt sogar den nötigen Image-Rückenwind im Kampf gegen die Pandemie.

Die Gewinne je Aktie für das dritte Quartal lagen bei 6 Cent gegenüber der durchschnittlichen Schätzung der Analysten von -3 Cent. Das ist schon mal ein Wort – noch zwei solche Quartale und der Kurs befindet sich jenseits der 10 USD-Marke. Mit seinen Lean-Management-Techniken und Ausgabenkürzungen hat Larry Culp das Unternehmen eindeutig zum Positiven gedreht, jetzt gilt es noch genug Rücklagen für die Pensionsverpflichtungen zu sammeln und schon ist GE wieder da. Einst eines der wertvollsten Unternehmen der Welt, bringt es GE heute nur noch zu einer Kapitalisierung von 66 Mrd. USD und ist auch nicht mehr im großen Dow Jones Industrial vertreten. Aber der Chart riecht nach einer klaren Untertassenformation. Wenn da nicht ein alter Riese wieder aufersteht…

SolGold – Kupfer und Gold gut gemischt

SolGold plc ist ein führendes Explorationsunternehmen, das sich auf die Entdeckung von Kupfer-Gold-Lagerstätten von Weltklasse konzentriert. SolGold hat einen äußerst vielversprechenden First-Mover-Vorteil in Ecuador, aber noch wenig erkundeten Abschnitt des Andenkupfergürtels, in dem sich mehrere Tier-1-Kupfer- und Goldprojekte befinden. SolGold ist vor Ort und hat das richtige Team, um die Erze an die Oberfläche zu bringen. Das regionale Explorationsprogramm des ersten Durchgangs ist schon mal bis Ende 2021 vollständig finanziert.

Das Projekt Porvenir liegt im Süden Ecuadors, etwa 100 km nördlich der peruanischen Grenze und befindet sich im östlichsten metallogenen Teil des ecuadorianischen Sektors des Andenkupfergürtels, der mehrere der weltweit größten und bedeutendsten Kupfer- und Goldvorkommen in Kolumbien, Ecuador, Peru, Argentinien und Chile beherbergt. Die Bohrungen begannen am 15. September 2020 im District Cacharposa innerhalb des Porvenir-Projektgebiets und liefern weiterhin sehr gute Ergebnisse. Weil die visuelle Untersuchung ebenso gut verlief, rechnet man mit dem Vorhandensein eines großen, stark mineralisierten Porphyr-Kupfer-Gold-Systems und bohrt zu dessen Absicherung weitere 50.000 Meter.

Das Unternehmen hat eine Marktkapitalisierung von 1,04 Mrd. CAD und notiert bei 0,54 CAD, seit dem Märztief konnte sich die Aktie glatt verdreifachen. Mit weiter guten Bohrergebnissen geht die Reise weiter, denn Kupfer ist in aller Munde. Die Unsicherheit im Ausgang der US-Wahl sorgte schon jetzt für einen Sprung des Goldpreises über 1.900 USD – der Chartausbruch lauert bei 2.035 USD.

Nikola – Jeder schaut auf die kleine Tesla

Die Nikola Corp. ist ein US-Startup, das sich selbst in einer „frühen Entwicklungsphase“ sieht und gegen detaillierte und weitreichende Betrugsvorwürfe eines bekannten Short-Sellers behaupten muss. Nun rückt ein wichtiger Termin auf die Börsianer zu, denn die Lock-Up-Frist – also das Sperrdatum für den Verkauf von Altaktionären – lief in der letzten Woche aus, der Verkauf von weiteren Aktien würde den zuletzt eh schon strapazierten Kurs nochmal unter Druck bringen.

Mitte September musste der Wert einen Kursabschlag von 65% hinnehmen, als man während einer gescheiterten Analystenkonferenz Eingeständnisse zu doch sehr überschaubaren Entwicklungsständen zugeben musste. Gründer und Chairman Trevor Milton musste deswegen bereits seinen Platz räumen. Das Wasserstoff-Technologie Unternehmen generiert bisweilen kaum nennenswerten Umsatz, für die operative Seite hat man jetzt einen Manager in Detroit abgeworben. Sein Name ist Bruce Smith, er verfügt über mehr als 30 Jahre Führungserfahrung in der Fertigung und hat verschiedene Unternehmen geleitet.

Die Nikola Corp. ist aus einem Reverse Merger mit einem SPAC entstanden, um den Börsengang der Gesellschaft zu erleichtern. Die aktuelle Bewertung ist mit 6,1 Mrd. EUR immer noch sehr hoch, meint dass auch die zukünftigen Entwicklungen einen wesentlichen fortschritt bringen müssen, sonst droht hier der Totalausverkauf. Die Q3-Zahlen kommen am 9. November – Spannung mit Ansage!


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Börsengang – Der Hauptzweck eines Börsenganges ist die Eigenkapitalbeschaffung, häufig die größte Eigenkapitalaufnahme in der Unternehmensgeschichte.
  3. Startup – Ein Startup ist eine Unternehmensgründung mit einem innovativen Geschäftsmodell.
  4. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

Interessenskonflikt & Risikohinweis

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Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von André Will-Laudien vom 15.10.2020 | 05:50

General Electric, Varta, SolGold: Drei mal Kupfer ist Gold!

  • Kupfer

Nach Untersuchungen von IDTechEx (2020) wird die Einführung von elektrischen Traktionsmotoren in Straßenfahrzeugen in den nächsten 10 Jahren zu einem deutlichen Anstieg der Kupfernachfrage führen. Die von der International Copper Association (ICA) in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass bis 2030 mehr als 250.000 Tonnen Kupfer pro Jahr als Teil der Wicklungen in elektrischen Fahrmotoren in E-Fahrzeugen auf der Straße verwendet werden. Der Anstieg der Kupfernachfrage folgt der Entwicklung des globalen Automobilmarktes, auf dem reine batterieelektrische Autos voraussichtlich den größten Marktanteilsgewinn auf Kosten von Verbrennungsmotoren und Hybridfahrzeugen erzielen werden. Bis 2030 werden Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge einen Anteil von 19% des Gesamtmarktes ausmachen, der laut IDTechEx bis 2040 auf 72% steigen wird.

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Kommentar von André Will-Laudien vom 23.09.2020 | 04:50

Varta, United Internet, SolGold: Kupferknappheit wird zur Phantasie!

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Eine von der International Copper Association (ICA) in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass bis 2030 mehr als 250.000 Tonnen Kupfer pro Jahr als Teil der Wicklungen in elektrischen Motoren in Fahrzeugen jeglicher Art verwendet werden. Hinzu kommt der normale Kupferbedarf in allen herkömmlichen Elektrogeräten, Strom-Speichern, Generatoren und nicht zuletzt im Bau, wenn es um die Patina von Dach- und Regenrohrkonstruktionen geht. Kupfer ist allgegenwärtig und trotzdem einer der seltensten Metalle auf diesem Globus. Die gegenwärtige Produktion liegt bei etwa 20 Mio. Tonnen Kupfer pro Jahr, bildet sich aber aufgrund von Minenausbeutung und Schließungen tendenziell um 5% pro Jahr zurück. In Südamerika wird am meisten Kupfer gefördert, nach offiziellen Ressourcenschätzungen liegen etwa 40% der gesamten Kupferlagerstätten weltweit in Süd- und Mittelamerika, vor allem in Chile. Der Spotpreis des seltenen Metalls stieg seit dem Corona-Einbruch im März um sagenhafte 55% und erreichte jüngst ein neues Jahreshoch. Zukünftige Knappheit zeichnet sich bereits ab.

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