Menü schließen




04.11.2020 | 08:30

General Electric, SolGold, Nikola – Genau hinschauen

  • Kupfer
Bildquelle: pixabay.com

Neue Zeiten sind angebrochen. In den USA feiert man nach der aktuellen Börsenkorrektur ein kleines Aufwärts als wäre es die neuerliche Landung auf dem Mond. Ja, es gab gute BIP-Daten, nach 6 Monaten mit Minuszahlen reihte sich der Oktober mit einem Wachstum von +33,1% ein – das nivellierte Jahresniveau liegt aber immer noch gut 27% unter Vorjahr und nun droht der nächste Lockdown, der angesichts neuerlicher Ansteckungszahlen von 92.000 am Tag unweigerlich nach der Wahl kommen wird. Die nun spürbare Wiederbelebung spiegelt den harten Reset der Wirtschaft nach den starken Rückgängen seit März wider. Die Börse setzt darauf, dass die Wirtschaft in einigen Quartalen wieder an Größe gewinnen wird. Man sollte jedoch die Mitgift beachten: Explodierende Arbeitslosigkeit und eine nie dagewesene Staatsverschuldung, die schon seit 12 Jahren noch oben ausufert und jetzt einfach mit der Pandemiebekämpfung legitimiert wird!

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: GB00B0WD0R35 , US3696041033 , US6541101050

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    General Electric – der Riese hat gedreht

    Bei General Electric haben starke Ergebnisse im dritten Quartal und eine viel besser als erwartete Prognose für das vierte Quartal gezeigt, dass der CEO Larry Culp das Unternehmen erfolgreich umkrempelt. Culp beschrieb den Wandel der alten GE und die durchlebte Transformation zu einem digitalisierten Konglomerat vor den Aktionären. Heute werden die Prozessketten miteinander verbunden, statt innerhalb eines unübersichtlichen Konzerns um die Pfründe zu streiten.

    Larry Culp hat den Verkrustungen den Kampf angesagt, er restrukturiert pedantisch Bereich für Bereich und hat etwa 75% seines Ziels von mehr als 2 Mrd. USD an Kostensenkungen gepaart von einem Casflow-Zuwachs von weiteren 3 Mrd. USD im Jahr 2020 bereits erreicht. Gleichzeitig wurden die bislang drückenden Schulden bis heute um 11,7 Mrd. USD reduziert. Zum Glück erholt sich die Nachfrage nach den meisten Produkten des Konglomerats deutlich und man erhielt jüngst aus dem Präsidialamt sogar den nötigen Image-Rückenwind im Kampf gegen die Pandemie.

    Die Gewinne je Aktie für das dritte Quartal lagen bei 6 Cent gegenüber der durchschnittlichen Schätzung der Analysten von -3 Cent. Das ist schon mal ein Wort – noch zwei solche Quartale und der Kurs befindet sich jenseits der 10 USD-Marke. Mit seinen Lean-Management-Techniken und Ausgabenkürzungen hat Larry Culp das Unternehmen eindeutig zum Positiven gedreht, jetzt gilt es noch genug Rücklagen für die Pensionsverpflichtungen zu sammeln und schon ist GE wieder da. Einst eines der wertvollsten Unternehmen der Welt, bringt es GE heute nur noch zu einer Kapitalisierung von 66 Mrd. USD und ist auch nicht mehr im großen Dow Jones Industrial vertreten. Aber der Chart riecht nach einer klaren Untertassenformation. Wenn da nicht ein alter Riese wieder aufersteht…

    SolGold – Kupfer und Gold gut gemischt

    SolGold plc ist ein führendes Explorationsunternehmen, das sich auf die Entdeckung von Kupfer-Gold-Lagerstätten von Weltklasse konzentriert. SolGold hat einen äußerst vielversprechenden First-Mover-Vorteil in Ecuador, aber noch wenig erkundeten Abschnitt des Andenkupfergürtels, in dem sich mehrere Tier-1-Kupfer- und Goldprojekte befinden. SolGold ist vor Ort und hat das richtige Team, um die Erze an die Oberfläche zu bringen. Das regionale Explorationsprogramm des ersten Durchgangs ist schon mal bis Ende 2021 vollständig finanziert.

    Das Projekt Porvenir liegt im Süden Ecuadors, etwa 100 km nördlich der peruanischen Grenze und befindet sich im östlichsten metallogenen Teil des ecuadorianischen Sektors des Andenkupfergürtels, der mehrere der weltweit größten und bedeutendsten Kupfer- und Goldvorkommen in Kolumbien, Ecuador, Peru, Argentinien und Chile beherbergt. Die Bohrungen begannen am 15. September 2020 im District Cacharposa innerhalb des Porvenir-Projektgebiets und liefern weiterhin sehr gute Ergebnisse. Weil die visuelle Untersuchung ebenso gut verlief, rechnet man mit dem Vorhandensein eines großen, stark mineralisierten Porphyr-Kupfer-Gold-Systems und bohrt zu dessen Absicherung weitere 50.000 Meter.

    Das Unternehmen hat eine Marktkapitalisierung von 1,04 Mrd. CAD und notiert bei 0,54 CAD, seit dem Märztief konnte sich die Aktie glatt verdreifachen. Mit weiter guten Bohrergebnissen geht die Reise weiter, denn Kupfer ist in aller Munde. Die Unsicherheit im Ausgang der US-Wahl sorgte schon jetzt für einen Sprung des Goldpreises über 1.900 USD – der Chartausbruch lauert bei 2.035 USD.

    Nikola – Jeder schaut auf die kleine Tesla

    Die Nikola Corp. ist ein US-Startup, das sich selbst in einer „frühen Entwicklungsphase“ sieht und gegen detaillierte und weitreichende Betrugsvorwürfe eines bekannten Short-Sellers behaupten muss. Nun rückt ein wichtiger Termin auf die Börsianer zu, denn die Lock-Up-Frist – also das Sperrdatum für den Verkauf von Altaktionären – lief in der letzten Woche aus, der Verkauf von weiteren Aktien würde den zuletzt eh schon strapazierten Kurs nochmal unter Druck bringen.

    Mitte September musste der Wert einen Kursabschlag von 65% hinnehmen, als man während einer gescheiterten Analystenkonferenz Eingeständnisse zu doch sehr überschaubaren Entwicklungsständen zugeben musste. Gründer und Chairman Trevor Milton musste deswegen bereits seinen Platz räumen. Das Wasserstoff-Technologie Unternehmen generiert bisweilen kaum nennenswerten Umsatz, für die operative Seite hat man jetzt einen Manager in Detroit abgeworben. Sein Name ist Bruce Smith, er verfügt über mehr als 30 Jahre Führungserfahrung in der Fertigung und hat verschiedene Unternehmen geleitet.

    Die Nikola Corp. ist aus einem Reverse Merger mit einem SPAC entstanden, um den Börsengang der Gesellschaft zu erleichtern. Die aktuelle Bewertung ist mit 6,1 Mrd. EUR immer noch sehr hoch, meint dass auch die zukünftigen Entwicklungen einen wesentlichen fortschritt bringen müssen, sonst droht hier der Totalausverkauf. Die Q3-Zahlen kommen am 9. November – Spannung mit Ansage!


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 17.07.2026 | 05:20

    Batterie Flaschenhals: Wie Volkswagen, Power Metallic Mines und E.ON die europäische E Mobilität vor dem Rohstoff und Netzausfall retten

    • Volkswagen
    • Power Metallic Mines
    • E.ON
    • Elektromobiltät
    • Elektroautos
    • Batterien
    • kritische Rohstoffe
    • Kupfer
    • Palladium
    • Platin
    • Gold
    • Silber
    • Nickel
    • Kobalt
    • Strom
    • Stromnetze

    Die Vision einer grünen Mobilität steht weltweit vor einer harten Bewährungsprobe. Während die Politik die Elektrowende forciert, droht das ambitionierte Vorhaben an zwei Fronten zu scheitern, der Sicherung kritischer Rohstoffe und der Stabilität der Stromnetze. Hohe Preisausschläge bei Kupfer und Nickel treffen auf eine brüchige Infrastruktur, die mit der rasanten Nachfrage nicht Schritt hält. Diese Gemengelage zwingt Unternehmen zum Umdenken und eröffnet Anlegern neue Perspektiven jenseits reiner Auto- oder Energietitel. Die Zukunft der E-Mobilität entscheidet sich daher nicht nur am Reißbrett, sondern im Bergwerk und im Verteilnetz. Volkswagen, Power Metallic Mines und E.ON stehen exemplarisch für die Strategien, diese Engpässe zu überwinden.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 08.07.2026 | 05:00

    Kanada und Europa sichern gemeinsam Rohstoffe: Warum BMW und Volkswagen Power Metallic Mines im Blick haben sollten

    • Rohstoffe
    • Kupfer
    • Nickel
    • Platingruppen
    • E-Auto

    Die Transformation der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität wirbelt die klassischen Lieferketten durcheinander. Während früher die möglichst effiziente Montage entscheidend war, kommt es in der Ära der E-Autos auf den gesicherten, ökologischen Zugang zu kritischen Mineralen an. Vor allem strenge gesetzliche Vorgaben wie das europäische Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz zwingen die Autobauer dazu, die Herkunft ihrer Rohstoffe lückenlos bis zur Mine zu dokumentieren. In dieser Gemengelage hat sich Kanada als einer der wichtigsten Partner für die europäische Industrie herauskristallisiert. Hier stimmen die Standards und die mineralischen Gehalte – wir stellen Markt und mögliche Profiteure vor.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 07.07.2026 | 05:30

    Mali Analyse: Barrick Mining, Desert Gold und B2Gold – Prämie sichern bei sinkendem Risiko

    • Barrick Mining
    • Desert Gold
    • B2Gold
    • Gold
    • Goldpreis
    • Kupfer
    • Spin-Off
    • Goldproduktion
    • Exploration
    • Mali
    • Afrika

    Jährlich sind Mali durch illegale Goldabflüsse Milliardensummen entgangen, doch das neue Malian Office of Precious Substances beendet diese Ära. Die Behörde zentralisiert den Edelmetallhandel, treibt säumige Abgaben ein und hat bereits über 1 Mrd. USD zurückgeholt. Für Anleger bedeutet dieser Wandel transparente Regeln, boomende offizielle Exporte und vor allem sinkendes Risiko. Das lässt die Margen konformer Produzenten sprudeln. Wie analysieren wie Barrick Mining vorgeht, Desert Gold den entscheidenden Schritt zum Produzenten wagt und B2Gold seine Marktstellung ausbaut.

    Zum Kommentar