22.01.2026 | 05:45
Geopolitik als Chance: So profitieren Sie jetzt mit BYD, Pasinex Resources und Rio Tinto
Die Spielregeln der Weltwirtschaft werden neu geschrieben. Nicht mehr allein Marktkräfte, sondern geopolitische Strategien und der Kampf um kritische Ressourcen bestimmen den Kurs. In dieser neuen Geo-Ökonomie entscheidet die Fähigkeit, sich in einem politikgetriebenen Zyklus zu behaupten, über Erfolg oder Scheitern. Drei Unternehmen stehen exemplarisch an dieser Frontlinie und offenbaren die konkreten Chancen und Risiken: der Elektromobilitäts-Pionier BYD, der Zinkproduzent Pasinex Resources und der Bergbauriese Rio Tinto.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Armin Schulz
ISIN:
BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , PASINEX RESOURCES LTD. | CA70260R1082 , RIO TINTO PLC LS-_10 | GB0007188757
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Inhaltsverzeichnis:
"[...] China hat sich zur Produktionshauptstadt der Welt entwickelt, und aufgrund seiner Infrastruktur, Expertise und Fähigkeiten hat sich Silkroad Nickel strategisch positioniert, um mit chinesischen Unternehmen aus der Edelstahl- und Elektrofahrzeugindustrie zusammenzuarbeiten [...]" Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel
Der Autor
Armin Schulz
Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.
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BYD - auf Expansionskurs, aber mit Regulierungsdruck
Für BYD ist die Welt momentan ein paradoxer Platz. Einerseits öffnen sich internationale Türen: Das Unternehmen verhandelt laut Berichten über Batterielieferungen an Ford und könnte von einem möglichen Preis-Abkommen der EU profitieren, das Strafzölle ersetzt. Diese globalen Chancen sind ein Beleg für die gefragte Technologie und Kosteneffizienz des Konzerns. Andererseits wachsen die Risiken. In den USA könnten neue Sanktionslisten BYD als vermeintlichen militärischen Verbündeten einstufen, was den Marktzugang erschweren würde. Die größte Unwägbarkeit bleibt aber die heimische Politik, in der Peking immer härter durchzugreifen scheint.
Dies zeigt sich aktuell im chinesischen Heimatmarkt. Die Behörden drohen mit "strengen Strafen" gegen die neue Welle von Preissenkungen und Rabattaktionen, zu der auch BYD-Konkurrenten wie BMW und SAIC greifen. Die Regierung will einen "übermäßigen Wettbewerb" eindämmen, der die Margen aller Beteiligten ruiniert. Für BYD bedeutet dies eine Zwickmühle: Einerseits muss man im härtesten Markt der Welt konkurrenzfähig bleiben, andererseits zieht der regulatorische Druck die Grenzen enger. Der Branchenverband CAAM erwartet zudem eine deutliche Abkühlung des Wachstums bei Neuwagen und Exporten.
Trotz der Widrigkeiten im Kernmarkt sind die Aussichten für BYD nicht düster, sondern vielschichtig. Die Strategie, sich durch Technologieführerschaft und vertikale Integration abzusichern, trägt Früchte, wie die Batteriegespräche mit Ford zeigen. Die Zukunft liegt in der globalen Skalierung und der Fähigkeit, in Übersee profitabel zu wachsen, während man daheim die Balance zwischen Marktanteil und Rentabilität hält. Für Investoren wird 2026 daher ein Jahr der Bewährungsprobe: Kann der Volumenchampion auch zum Margenmeister in einem zunehmend komplexen geopolitischen Umfeld werden? Die Weichen dafür werden jetzt gestellt. Derzeit ist die Aktie für 10,81 EUR zu haben.
Pasinex Resources - strategische Stärkung für das nächste Wachstumskapitel
Pasinex Resources positioniert sich in einer vielversprechenden Bergbauregion. Die Türkei bietet nicht nur eine etablierte Infrastruktur und Fachkenntnis, sondern auch direkten Zugang zu wichtigen Absatzmärkten in Europa und darüber hinaus. Das Unternehmen nutzt diese Standortvorteile konsequent und baut seine operative Kontrolle weiter aus. Der jüngste Schritt, ausgewählte Verbindlichkeiten in Eigenkapital umzuwandeln, stärkt die Bilanz nachhaltig und schafft finanziellen Spielraum für die geplanten Wachstumsinitiativen. Diese finanzielle Neuausrichtung reduziert die Zinslast und festigt das Fundament für die anstehenden Investitionen.
Pasinex konnte zuletzt zwei wichtige strategische Ziele erreichen. Mit dem erfolgreichen Kauf von Horzum A.Ş. und dem Sarıkaya-Projekt hält das Unternehmen nun beide Assets komplett in eigener Hand. Diese volle Kontrolle macht die Dinge nicht nur einfacher, sondern ermöglicht auch deutlich schnellere Umsetzungen. Entscheidungen lassen sich nun ohne Umwege treffen und operative Pläne zügig und aus einem Guss umsetzen. Damit hat man für klare Verhältnisse gesorgt und zeigt, wo die Reise hingeht. Das Management setzt konsequent auf langfristigen Wert, ganz ohne Kompromisse oder geteilte Zuständigkeiten. Für Aktionäre ist das eine gute Nachricht, denn es sorgt für mehr Transparenz und die berechtigte Hoffnung, künftig in voller Höhe von den hochgradigen Zinkvorkommen zu profitieren.
Für das laufende Jahr liegen die Prioritäten klar auf der operativen Umsetzung. In der Pinargözü‑Mine beginnen umfangreiche Erschließungsarbeiten, um tieferliegende, hochgradige Zonen zu erschließen und die Ressourcenbasis zu erweitern. Parallel starten bei Sarıkaya die aktiven Erkundungs‑ und Entwicklungsarbeiten, die das Portfolio diversifizieren sollen. Gestützt auf die gestärkte Bilanz und das konsolidierte Portfolio kann sich das Unternehmen nun voll auf die Steigerung des Produktionsprofils konzentrieren. Die Weichen für den nächsten Wachstumsschritt sind gestellt, wobei der Fokus auf der effizienten Hebung des vorhandenen Werts liegt. Aktuell notiert die Aktie bei rund 0,10 CAD.
Rio Tinto - zwischen Mega-Deal und operativer Stärke
Für Rio Tinto ist die geopolitische Landkarte derzeit von höchster Bedeutung. Das deutlichste Signal sind die wiederaufgenommenen Fusionsgespräche mit Glencore. Eine solche Mega-Transaktion würde den weltgrößten Rohstoffkonzern schaffen, stünde aber unter enormen regulatorischem Vorbehalt. Besonders China, als zentraler Abnehmer für Eisen und Kupfer, hätte ein starkes Wort mitzureden und könnte Zugeständnisse oder sogar Verkäufe von Schlüsselassets fordern. Die strategische Bedeutung von Kupfer für die Elektrifizierung verschärft die politische Komplexität zusätzlich.
Aktuell zeigt das Unternehmen jedoch auch unabhängig vom Fusionsgerücht strategische Initiative. Die Kooperation mit BHP in der Pilbara-Region zielt darauf ab, mit minimalem Kapitalaufwand weitere Erzvolumen zu erschließen. Parallel sicherte sich Rio Tinto mit Amazon einen prominenten Erstkunden für sein CO2-armes „Nuton“-Kupfer, das in US-Rechenzentren verbaut werden soll. Ein neu in Betrieb genommener Solarpark in Utah, der mit eigenproduziertem Tellurium hergestellt wurde, unterstreicht zudem den Weg zu nachhaltigerer Eigenversorgung.
Operativ lief es im letzten Quartal sehr gut. Rio Tinto meldete eine Rekordproduktion an Eisenerz aus der Pilbara und steigerte zugleich die Kupferförderung, angetrieben von der wachsenden Untertage-Mine Oyu Tolgoi in der Mongolei. Diese Stärke in den Kerngeschäften bietet soliden finanziellen Rückhalt. Die mittelfristige Aussicht hängt nun maßgeblich vom Ausgang der Glencore-Verhandlungen ab. Gelingt ein deal, würde sich Rio Tinto strukturell neu aufstellen und seine Abhängigkeit vom Eisenerz deutlich verringern. Scheitert er, bleibt ein operativ starkes, aber weniger transformiertes Unternehmen. Momentan kostet eine Aktie 75,88 EUR.
In der neuen Geo-Ökonomie sind strategische Positionierung und politische Resilienz entscheidend. BYD navigiert geschickt zwischen globaler Expansion und heimischem Regulierungsdruck, muss seine Technologieführerschaft aber in stabilere Margen übersetzen. Pasinex Resources schafft mit voller Kontrolle über seine türkischen Zinkprojekte und gestärkter Bilanz die Voraussetzung für operatives Wachstum. Rio Tinto demonstriert operative Stärke in seinen Kernbereichen, während ein möglicher Mega-Deal mit Glencore das Potenzial für eine strukturelle Neuausrichtung bietet. Für Investoren liegen die Chancen in der selektiven Nutzung dieser geopolitischen Dynamiken.
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