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03.12.2025 | 03:45

Gold, Drohnen und Spezialglas! Einfach mal 200 % aus dem Stand mit DroneShield, AJN Resources und Gerresheimer

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Bildquelle: pixabay.com

Die Börse zeigt sich von der volatilen Seite. Während KI-, Rüstungs- und Tech-Aktien auch mal konsolidieren, schießen Gold und Silber durch die Decke. Die Branchenrotation ist zum Jahresende also voll am Laufen. Zeit sich einige besondere Bewegungen näher anzuschauen, denn in jeder Hausse- und Baisse-Bewegung steckt die nächste Umkehr. DroneShield um 1.000 % hoch und wieder 75 % runter, AJN Resources aus dem Stand plus 200 % und Gerresheimer als Fallen Angel mit minus 60 % ein gebeuteltes Mitglied des deutschen Mittelstands. Wir beleuchten diese Aktien – wo lohnt es sich tätig zu werden?

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: AJN RESOURCES INC. O.N. | CA00149L1058 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2 , GERRESHEIMER AG | DE000A0LD6E6

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Inhaltsverzeichnis:


    Bill Guy, Chairman, Theta Gold Mines Limited
    "[...] Sowohl die Geologie als auch die Infrastruktur rund um das Projekt sorgen für eine äußerst attraktive Kostenstruktur. Wir gehen davon aus, dass wir zu 50% des aktuellen Goldpreises produzieren können. [...]" Bill Guy, Chairman, Theta Gold Mines Limited

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    DroneShield – Zurecht in den Boden gestampft

    „Hochmut kommt vor dem Fall“ – sagt ein altes deutsches Sprichwort. Mit der sonderbaren Drohnenaktivität an den EU-Grenzen geriet das australische Unternehmen DroneShield ins Rampenlicht brüsseler Politiker. DroneShields Aktienkurs konnte sich zunächst in kurzer Zeit vervielfachen, weil Investoren auf massive Beschaffungsprogramme hofften. Ganze 600 % sattelte der Kurs innerhalb von 3 Monaten auf, seit Börseneinführung sogar 1.000 %. Die Meldungen über Umleitungen an europäischen Flughäfen und die damit verbundenen Schäden verstärkten diesen Trend zusätzlich.

    Hinter dem Höhenflug verbargen sich einige Umsatzmeldungen und Annahmen für eine weitere positive Entwicklung in 2025 und 2026. Maßgeblich war sicherlich auch die Bekanntgabe einer Kapazitätserweiterung der aktuellen Betriebsstätte in Australien. Eher nicht bekannt waren die umfangreichen Optionsprogramme, mit deren Ausübung Mitarbeiter und Führungskräfte große Aktienpakete beziehen konnten, welche zum sofortigen Verkauf freigegeben waren. Als gäbe es keine Zukunft mehr, verkauften alle Bezieher sofort, nachdem die Umsatzmarke von 200 Mio. AUD erreicht wurde. Diese Vorgänge erinnerten manche Marktbeobachter an frühere Fälle, in denen ähnliche Konstruktionen in anderen Unternehmen für erhebliche Diskussionen gesorgt hatten. Der Vertrauensverlust eskalierte, als bekannt wurde, dass gleich mehrere Mitglieder des Boards, darunter auch der CEO, sich dem Abbau der günstig erworbenen Titel anschlossen. Besonders irritierte Investoren auch, dass das Unternehmen versehentlich über vermeintlich neue US-Aufträge berichtet hatte, die sich später als falsch eingestufte Vertragsaktualisierungen entpuppten. Manche Analysten befürchten nun, dass die Aktie langfristig auf ein deutlich niedrigeres Fundament zurückkehren könnte.

    Die Börse reagierte, wie nicht anders zu erwarten, mit einem Crash in der Aktie von 3,78 EUR auf 0,82 EUR, gestern leicht erholt auf 1,04 EUR. Wir hatten in mehreren Berichten über die exorbitante Bewertung von DroneShield mit einem KUV 2025e von 40 berichtet. Und nun auch 80 % tiefer ist der Titel immer noch mit einem KUV von 8 bewertet. Gewinn machen die Australier erst ab 2030, bis dahin wird Geld verbrannt. Vorsicht ist geboten!

    AJN Resources – Beste Perspektiven für Gold in Ostafrika

    Gold und Silber sind mit 4.236 und 58,20 USD so gefragt wie nie. In Folge suchen Investoren nach Anlagemöglichkeiten im Bereich Produzenten als auch Explorationswerte. In diesem Szenario fällt AJN Resources mit einem 200 % Anstieg im November positiv auf. Gründe dafür gibt es genug: Das Unternehmen positioniert sich als kanadischer Explorationswert mit starkem Afrika‑Fokus. Unter der Leitung des international anerkannten Geologen Klaus Eckhof verfolgt AJN in Ostafrika eine Wachstumsstrategie, bei der das Okote-Goldprojekt in Äthiopien eine Schlüsselrolle spielt. Über eine Beteiligung von 70 % sichert sich AJN einen Premiumzugang zu einem Projektgebiet im Adola-Goldgürtel, welcher zunehmend in den Blick internationaler Kapitalströme rückt und als strukturelle Verlängerung etablierter Goldtrends gilt. Das Lizenzgebiet liegt weniger als 100 Kilometer von der größten Goldmine des Landes Lega Dembi entfernt. In unmittelbarer Nachbarschaft der 4,5 Millionen Unzen Gold wird wegen einem günstigen geologischen Umfeld und möglicher Analogien von Eckhofs Team eine große Lagerstätte vermutet.

    Um das Potenzial zu bestätigen, hat AJN Resources im Rahmen der laufenden Due-Diligence-Prüfung auf Okote alle Kräfte mobilisiert, um entlang einer rund 3 Kilometer langen Zone detaillierte Geländeuntersuchungen und Kartierungen durchzuführen, in der bislang überwiegend handwerklicher Kleinbergbau stattfand. Parallel dazu wurde ein Diamantbohrprogramm von mindestens 1.500 Metern gestartet, das auf Basis bestehender Daten und neuer Strukturanalysen zielgerichtet angesetzt werden soll. Das Unternehmen plant, die historischen Ergebnisse von bis zu 9 Gramm Gold pro Tonne mit den neuen Bohr- und Kartierungsdaten zu kombinieren, um in einem nächsten Schritt eine erste Ressourcenschätzung nach anerkannten Standards zu erarbeiten.

    Vor diesem Hintergrund hat AJN seine Finanzierungsbasis deutlich gestärkt und jüngst eine größere Kapitalmaßnahme abgeschlossen, als sie noch in der frühen Phase der Okote-Due-Diligence geplant war. Mitte November meldete das Unternehmen den Abschluss einer Privatplatzierung über brutto 3 Mio. CAD, welche durch die Ausgabe von 30 Millionen Einheiten zu jeweils 0,10 CAD realisiert wurde. Nach gelungener Einwerbung explodierte der Kurs in den letzten Tagen von 0,10 auf über 0,38 CAD, fiel dann aber wieder auf 0,22 CAD zurück. Der nun erreichte Marktwert von 20 Mio. CAD spiegelt die hohen Erwartungen an das Projekt wider, insbesondere da AJN zusätzlich über weitere Explorationslizenzen für Gold und Batteriemetalle in Afrika verfügt. Einsammeln!

    Gerresheimer – Warum man wegen 3 Millionen aus dem Häuschen ist

    Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer steckt tief in der Krise. Nach mehreren Gewinnwarnungen im laufenden Jahr wurde das Management nun ausgewechselt. Neuer CEO wurde Uwe Röhrhoff, der zum 1. November Dietmar Siemssen an der Spitze ersetzt. Röhrhoff ist ein intimer Kenner der Düsseldorfer Firma und wird als Interims-CEO agieren. Und auch im Aufsichtsrat haben die Düsseldorfer einen Wechsel bekanntgegeben. Klaus Röhrig folgt auf Dorothea Wenzel im Kontrollgremium von Gerresheimer. Der Mitgründer und Co-Chief Investment Officer der Active Ownership Gruppe (AOC) ist bis zur nächsten ordentlichen HV im Juni 2026 Teil des Aufsichtsrats. Seit September ist Wolf Lehmann für die Finanzen des MDAX-Konzerns zuständig, der auf Bernd Metzner folgte. Darüber hinaus wurde zum 1. November auch Achim Schalk in den Vorstand berufen und wird Lukas Burkhard ersetzen. Laut Gerresheimer ist damit die personelle Neuaufstellung der Führungsebene zunächst abgeschlossen.

    Im August ging der aktivistische Investor „Active Ownership“ bereits in die Offensive und untermauerte ausdrücklich den geplanten Verkaufsprozess für den Geschäftsbereich Formglas. Damit verbunden ist eine deutliche Stärkung des Cashflows, mit dem Ziel, die Verschuldung schnell zu reduzieren. Parallel belasteten die BaFin-Untersuchungen wegen des Verdachts auf Verstoß gegen Rechnungslegungsvorschriften, die sich auch teilweise bestätigten. Laut Unternehmensangaben geht es hier aber nur um 3 Mio. EUR, die aus „Bill-and-Hold-Vereinbarungen“ resultieren. Die erwartete EBITDA-Marge für 2025 wurde von 20 auf 18,5 bis 19 % reduziert. Es bleibt natürlich abzuwarten, ob diese Werte erreicht werden. Die Analysten passten ihre Zielkurse deutlich an. Auf der Plattform LSEG wird ein 12-Monats-Durchschnittsziel von 34 EUR berechnet, UBS liegt bei 29 EUR, Berenberg bei 30 EUR. Eine Marktkapitalisierung von 915 Mio. EUR ist für 2,3 Mrd. EUR Umsatz sehr niedrig angesetzt. Das KGV 2027e wird im Schnitt zu 5,6 berechnet. Das ist viel zu günstig!

    Der tiefe Fall der DroneShield-Aktie zeigt sich plastisch auf dem 1-Jahres-Chart. Ebenso eindrucksvoll steht AJN Resources nach einem Initialausbruch bei 178 % Plus. Mit minus 60 % grob erwischt hat es die Aktien von Gerresheimer wegen Gewinnwarnungen und einer laufenden BaFin-Untersuchung. Quelle: LSEG vom 02.12.2025

    Hohe Volatilität lastet auf den Nerven der Investoren. In ausgewogenen Portfolien ist daher eine gute Streuung empfohlen, das senkt die Risikokennziffern deutlich. Unsere Peergroup von heute eignet sich für risikobewusste Investoren, AJN Resources steht für einen weiter hohen Goldpreis, Gerresheimer ist eine klassische Turnaround-Spekulation und DroneShield eignet sich nur für Trader. Die Auswahl macht´s!


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Während die globale Rohstoffwelt gebannt auf die Preisentwicklung von Kupfer, Gold und Wolfram schaut, vollzieht sich an einer ganz anderen Front eine Revolution. Antimon, von der EU und den USA gleichermaßen als kritischer Rohstoff eingestuft, ist zum geopolitischen Druckmittel geworden und damit zu einer der spannendsten Investment-Chancen der kommenden Jahre. In diesem Umfeld arbeitet sich ein kleines kanadisches Unternehmen nach vorne. Antimony Resources erschließt auf seinem Bald-Hill-Projekt in New Brunswick eine der vielversprechendsten Antimon-Lagerstätten Nordamerikas. Bei Bauarbeiten wurde kürzlich eine neue Zone entdeckt, während parallel die Arbeiten zur ersten Ressourcenschätzung laufen. Gemessen am Potenzial erscheint die aktuelle Marktbewertung mehr als moderat.

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    Manchmal ist der richtige Zeitpunkt alles. Volatus Aerospace aus Kanada hat jahrelang leise ein Geschäft aufgebaut, das weit über den Verkauf von Drohnen hinausgeht. Jetzt, wo Regierungen weltweit Sicherheit neu definieren und Kanada seine Rüstungsausgaben massiv in Richtung heimischer Hightech-Lösungen lenkt, sitzt das Unternehmen plötzlich am Tisch der Gewinner. Die Einführung der eigenen Software-Plattform SKYDRA™ ist der jüngste Beleg für eine kluge Evolution. Volatus verwandelt sich von einem operativen Dienstleister für Inspektionen in einen Tech-Konzern mit wiederkehrenden Umsätzen, und das genau im richtigen Moment.

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    Der Preis notiert nahe historischer Höchststände, und genau hier entsteht ein entscheidender Hebel. Je höher das Preisniveau, desto stärker steigt die Wirtschaftlichkeit neuer Projekte. Margen weiten sich überproportional aus, Amortisationszeiten verkürzen sich, interne Renditen schnellen nach oben. Entwickler mit fortgeschrittenen Projekten, wie Desert Gold Ventures, rücken damit verstärkt in den Fokus des Kapitalmarkts.

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