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03.03.2026 | 05:30

Volatus Aerospace hebt ab: Vom Drohnen-Dienstleister zum defensiven Software-Haus

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Bildquelle: pixabay.com

Manchmal ist der richtige Zeitpunkt alles. Volatus Aerospace aus Kanada hat jahrelang leise ein Geschäft aufgebaut, das weit über den Verkauf von Drohnen hinausgeht. Jetzt, wo Regierungen weltweit Sicherheit neu definieren und Kanada seine Rüstungsausgaben massiv in Richtung heimischer Hightech-Lösungen lenkt, sitzt das Unternehmen plötzlich am Tisch der Gewinner. Die Einführung der eigenen Software-Plattform SKYDRA™ ist der jüngste Beleg für eine kluge Evolution. Volatus verwandelt sich von einem operativen Dienstleister für Inspektionen in einen Tech-Konzern mit wiederkehrenden Umsätzen, und das genau im richtigen Moment.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023

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Inhaltsverzeichnis:


    Neues Geschäftsfeld

    Man muss Volatus Aerospace nicht lange beobachten, um zu merken, dass das Management das Unternehmen mit Strategie aufbaut. Seit Jahren sammelt das Unternehmen Flugstunden, sichert sich die begehrten Genehmigungen für Flüge außerhalb der Sichtweite und integriert Zukäufe in ein stimmiges Ganzes. Das Herzstück ist ein zentrales Operations Control Center in Toronto, von dem aus Drohnenmissionen für Pipeline-Betreiber, Energieversorger und inzwischen auch Verteidigungskunden gesteuert werden.

    Die bisherigen Geschäftsfelder von Volatus Aerospace

    Doch die Meldung vom 2. März markiert einen Wendepunkt. Mit SKYDRA™ bringt Volatus seine erste eigene Software-as-a-Service-Plattform an den Start. Es geht um die Abwehr feindlicher Drohnen, das sogenannte Counter-UAS. In einer Welt, in der Angriffe mit kleinen, billigen Drohnen auf kritische Infrastruktur zum Alltag gehören, ist das kein Nischenthema mehr. Die aktuellen Auseinandersetzungen im Nahen Osten haben eindrücklich vor Augen geführt, wie schlagkräftig Drohnen in asymmetrischen Konflikten sein können. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach Abwehrsystemen regelrecht explodiert. Brancheninsider rechnen damit, dass der Markt bis 2030 die Marke von 20 Mrd. CAD überschreiten könnte.

    SKYDRA™ ist ein digitaler Zwilling für die Planung und Simulation von Abwehroperationen. Behörden oder Flughafenbetreiber können in einer sicheren, virtuellen Umgebung durchspielen, wie sie auf eine Drohnenbedrohung reagieren, bevor sie teure Hardware kaufen oder Personal ins Feld schicken. "Die globale Bedrohungslage im Zusammenhang mit unbemannten Systemen entwickelt sich ständig weiter.", erklärt CEO Glen Lynch. "SKYDRA™ stellt für Volatus als unsere erste SaaS-Plattform einen wichtigen Meilenstein dar und schafft eine wiederkehrende Software-Einnahmequelle innerhalb unserer Verteidigungsstrategie."

    Die Ökonomie von SKYDRA™

    Für Investoren ist das Modell hinter SKYDRA™ fast noch spannender als das Produkt selbst. Die erwarteten Bruttomargen liegen zwischen 80 und 85 %, was ein völlig anderes Kaliber als das Hardwaregeschäft darstellt. Jeder zusätzliche Kunde verursacht kaum nennenswerte Kosten, die Skalierungseffekte sind enorm.

    Angestrebt werden mehrjährige Abonnements im niedrigen sechsstelligen Bereich pro Jahr für einzelne Behörden oder Betreiber kritischer Infrastruktur. Bei einer erwarteten Kundenlebensdauer von 3-5 Jahren ergibt sich so ein Kundenwert im hohen sechs- bis niedrigen siebenstelligen Bereich.

    Die Zielgruppe ist breit gefächert von Streitkräften, aber auch Flughäfen, Häfen oder Energieanlagen sind potenzielle Kunden. Geografisch konzentriert man sich zunächst auf Kanada, NATO-Partner und den Nahen Osten. Gerade die Golfstaaten dürften mit ihrer hohen Dichte an kritischer Infrastruktur ein fruchtbarer Boden sein.

    Längerfristig werden für solche Defence-SaaS-Plattformen EBITDA-Margen von 30-45 % erwartet. Selbst wenn SKYDRA™ zunächst nur einen kleinen Teil zum Gesamtumsatz beiträgt, wird die zunehmende Durchmischung mit Software das gesamte Gewinnprofil des Konzerns nach oben ziehen.

    Kanadas neue Spielregeln: 70 % für die Heimat

    Was SKYDRA™ und die gesamte Volatus-Strategie zusätzlich befeuert, ist ein fundamentaler Politikwechsel in Ottawa. Die kanadische Regierung hat mit ihrer neuen Verteidigungsindustriestrategie die Spielregeln neu geschrieben. Künftig sollen 70 % der Beschaffungsausgaben an kanadische Unternehmen gehen, nicht mehr drei Viertel ins Ausland. Unterlegt ist das mit rund 82 Mrd. CAD Budget für die Modernisierung der Streitkräfte.

    Die Regierung hat unbemannte und autonome Systeme explizit zu einer von zehn "souveränen Kernfähigkeiten" erklärt. Drohnen und die dazugehörige Software sollen möglichst im Land entwickelt, produziert und kontrolliert werden. Für Volatus, das seine Fertigung in Mirabel hochzieht und eigene Patente hält, ist das ein Gamechanger.

    Wer in Kanada Aufträge im Drohnenbereich ergattern will, muss heimische Wertschöpfung, Kontrolle über geistiges Eigentum und eine bestehende Infrastruktur nachweisen. Volatus kann all das vorweisen, von der BVLOS-Genehmigung bis zur eigenen Produktionsstätte.

    Der Unterbau zählt

    Die Strategie steht nicht im luftleeren Raum. Im Dezember sicherte sich Volatus einen 9 Mio. CAD Auftrag für ein Trainingssystem eines NATO-Partners, im Februar folgte ein weiterer Trainingsvertrag. Parallel wurde mit Krish Srinivasan ein neuer Technologievorstand verpflichtet, der zuvor EU-geförderte Verteidigungsprogramme im Volumen von 40 Mio. EUR geleitet hat.

    Dazu kommt die Ankündigung, an die Toronto Stock Exchange aufzusteigen. " Die bedingte Zulassung zur Notierung an der Toronto Stock Exchange ist ein wichtiger Meilenstein für Volatus und spiegelt die Größe und Disziplin der von uns aufgebauten Luft- und Raumfahrtplattform wider.", so Lynch. Der Schritt ist ein klares Signal an institutionelle Anleger.

    Zahlen, die Vertrauen schaffen

    Im 3. Quartal 2025 kletterte der Umsatz um 60 % auf 10,6 Mio. CAD. Der operative Verlust wurde von rund 3 Mio. CAD auf unter 500.000 CAD gedrückt. Zum Jahresende verfügte Volatus über etwa 40 Mio. CAD an Barmitteln. Die Auftragspipeline ist laut Research der Maxim Group mit umgerechnet über 600 Mio. CAD prall gefüllt. Wenn Ottawa nun seine 70 % Vorgabe mit Leben füllt, dürfte Volatus als einer der ersten kanadischen Champions im Bereich autonomer Systeme überproportional profitieren.

    Das sehen auch 4 Analysten so, die Kursziele zwischen 0,80 und 1,25 CAD herausgegeben haben. Aktuell notiert die Aktie bei 0,78 CAD.

    Chart Volatus Aerospace, Stand 27.02.2026, Quelle: Refinitiv

    Volatus Aerospace ist kein Schnellschuss, sondern das Ergebnis eines jahrelangen, konsequenten Aufbaus. Das Unternehmen steht an der Schnittstelle von 3 Megatrends, der Automatisierung der Wirtschaft, der steigenden Nachfrage nach Sicherheit und der Rückbesinnung auf nationale Technologie-Souveränität. Mit SKYDRA™ hat man nun erstmals eine eigene Software im Angebot, die das Margenprofil verbessern und die Bindung zu den Kunden vertiefen kann. Für Investoren, die einen defensiv aufgestellten Tech-Wert mit realen Umsätzen und einer klaren Perspektive suchen, bietet sich hier eine der spannendsten Opportunitäten am kanadischen Markt.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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