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26.10.2026 | 05:24

Gold unter 4.000 USD: Chancen bei Newmont, Phenom Resources und Agnico Eagle!

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Bildquelle: KI generiert

„Die Bären wollen die 4.000 USD-Marke sehen“, schrieb vorige Woche ein Analyst. Und so kam es auch beim Goldpreis, der die vorige Woche weniger US-Dollar unter der runde Marke beendete. Für Charttechniker ist dies kein Beinbruch, dennoch drückt es auf die Stimmung im Goldsektor. Nicht alle Aktien machten jedoch die Bewegung mit. Inzwischen zeigen einige Werte relative Stärke zum Goldpreis. Für Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont sollten die kurzfristigen Rückgänge ohnehin kein Problem sein. So sehen es auch immer noch die meisten Bankanalysten. Clevere Strategen dagegen nutzen die niedrigeren Preise, um massiv aufzustocken. So hat die People´s Bank of China zuletzt 26 Tonnen an Gold für seine Reserven gekauft. Wir blicken deshalb heute auf die Aktien von Weltmarktführer Newmont, Phenom Resources und Agnico Eagle!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: Phenom Resources Corp | CA71743P1071 , AGNICO EAGLE MINES LTD. | CA0084741085 , NEWMONT CORP. | US6516391066

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Inhaltsverzeichnis:


    Der Autor

    Tarik Dede

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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    Newmont liefert ab!

    Der Weltmarktführer Newmont hat als erster der großen Goldminer seine Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Und die waren trotz des niedrigeren Goldpreises sehr ordentlich. Der Gewinn je Aktie erreichte 2,20 USD und lag damit klar über den Schätzungen der Analysten. Diese hatten lediglich mit 1,96 USD gerechnet. Der Nettogewinn erreichte 2,5 Mrd. USD, der Free Cashflow erreichte sehr ordentliche 1,9 Mrd. USD. Darüber hinaus wies das Unternehmen ein höhere als geplante Silberproduktion aus. Dadurch konnte Newmont die Kostenprognose für 2026 deutlich von 1.680 USD je Unze auf 1.520 USD senken (AISC).

    Die Zahlen sind ein Indikator für die Entwicklung in der Branche. Beim größten Goldproduzenten der Welt stapeln sich derzeit die Dollarscheine. So endete das Quartal mit einem Cashbestand in Höhe von 8,8 Mrd. USD und einer Gesamtliquidität in Höhe von 12,8 Mrd. USD. Im dritten Quartal wurden insgesamt 1,9 Mrd. USD an Dividenden und über Rückkäufe an die Aktionäre zurückgegeben. Das laufende Rückkaufprogramm weist noch weitere 3,2 Mrd. USD auf.

    Insofern wird in der Branche natürlich darüber spekuliert, was Newmont mit dem Cashbestand machen wird. Fest steht bisher nur, dass man im Q4 1,95 Mrd. USD an Nevada Gold Mines zahlen werde. Barrick hatte in das Joint Venture das eigene Fourmile-Projekt eingebracht. Spekuliert wird über einen größeren Zukauf, wobei wahrscheinlich ein wachstumsstarker Produzent Priorität haben dürfte. Das passt jedenfalls zu der jüngsten Branchenkritik des BlackRock-Mining-Chefs. Der hatte kritisiert, dass viele Unternehmen zu viele Aktien zurückkaufen und zu wenig in die Zukunft investieren.

    Phenom Resources: Mehr als ein Explorer!

    Eigentlich trifft es bei Korrekturen am Goldmarkt die kleineren Junior-Explorer meist am heftigsten. Die Aktien werden dann oft blind abverkauft. Phenom Resources hat jedoch den Einbruch beim Goldpreis in den vergangenen Wochen bisher einigermaßen gut überstanden. Die Aktie notiert zwar am Juli-Tief, dennoch scheint die Aktionärsstruktur „gesund“ zu sein.

    Das mag auch an der Ausrichtung des Unternehmens liegen. Denn Phenom Resources ist mehr als ein Junior-Explorer mit einem Projekt. Die Kanadier verfügen über mehrere Gold-Projekte sowie ein Vanadium-Nickel-Projekt im US-Bundesstaat Nevada. Zudem besitzt man eine eigene Aufbereitungstechnologie. Die Investoren haben also die Chance, beim Erfolg von einem oder mehreren Projekten langfristig zu verdienen.

    Im Mittelpunkt steht momentan das Dobbin Goldprojekt. Geologisch handelt es sich um ein typisches Carlin-Gold-System, wie es in dieser Region oft vorkommt. Vorkommen dieser Art weisen oft große Ausdehnungen auf und höhere Goldgrade in der Tiefe. Das zeigen auch die bereits existierenden Goldminen in der Umgebung. Der Gold- und Silberproduzent SSR Mining hat wohl auch deshalb 15 % an dem Projekt erworben und hält darüber hinaus etwa 15 % der Anteile an dem Unternehmen.

    Phenom Resources konnte durch den Verkauf des Projekt-Anteils seine Kasse um 4 Mio. USD aufbessern und startete im Juli ein Bohrprogramm. Auf Dobbin sollen insgesamt bis zu 26 Kernbohrungen erfolgen. Daneben wird an der Oberfläche Chip-Sampling betrieben, also die Entnahme von Bodenproben.

    Interessant ist aber auch das Nickel-Vanadium-Projekt nahe der Stadt Carlin. Dort findet sich nahe der Oberfläche eine Vanadium-Lagerstätte, die ungefähr die oberen 60 Meter der Lagerstätte umfasst. Es handelt sich dabei laut Unternehmen um die größte und hochgradigste primäre Vanadium-Ressource in ganz Nordamerika. Die bestehende Mineralressource nach NI 43-101 umfasst bereits 303 Mio. Pfund Vanadiumoxid mit einem Cut-off-Gehalt von 0,3 % Vanadiumpentoxid (indicated). Dazu kommt eine inferred-Resource mit 75 Mio. Pfund Vanadiumpentoxid. Phenom Resources will hier im Tagebau das Material fördern und selbst aufbereiten. Unter dem Vorkommen sowie daneben wird ein tiefer liegendes Gold-System vermutet. Aufgrund der geopolitischen Streitigkeiten der USA mit China und anderen Ländern könnte dieses Projekt wegen der kritischen Metalle strategisch noch eine große Rolle spielen.

    Für Anleger bietet sich hier die Chance, relativ früh einzusteigen. Der Börsenwert von Phenom Resources beträgt aktuell gerade einmal 45 Mio. CAD.

    Agnico Eagle investiert auch in kritische Metalle!

    Agnico Eagle ist einer der größten Goldproduzenten der Welt. Doch der Konzern aus Toronto hat schon vor einigen Jahren die Tochtergesellschaft Avenir Minerals ins Leben gerufen. Das Ziel ist es, ein Portfolio aus Projekten außerhalb des Kerngeschäfts zu bündeln und gegebenenfalls langfristig von entsprechenden Trends zu profitieren. Das Startkapital der Gesellschaft beträgt sehr ordentliche 130 Mio. CAD. Damit kann man am Markt schon etwas bewegen.

    Zu den bisherigen Investments zählt unter anderem Perpetua Resources mit seinem Gold- und Antimon-Projekt Stibnite in Idaho. Daneben ist man auch mit mehr als 10 % bei Canada Nickel investiert, die das Nickel und Kobalt-Projekt Crawford in Ontario entwickeln. Nun setzte Agnico auch bei W2 Critical Metals einen Fuß in der Tür. Das Unternehmen ist ein Spin-out von White Gold, das Projekte mit kritischen Metallen bündelt. Allerdings ist W2 noch nicht börsennotiert. Agnico hat sich das Recht gesichert, seinen Anteil auf bis zu 19,9 % aufzustocken. Ganz unwichtig scheint W2 nicht zu sein, denn man sicherte sich einen Sitz im Board.

    Die Aktie von Agnico hat zuletzt mit dem Goldpreis nachgegeben, notiert aber noch deutlich über den Juli-Tiefs. Am kommenden Mittwoch (28.10.) werden die mit Spannung erwarteten Q3-Zahlen der Kanadier veröffentlicht. Der Markt dürfte wie bei Newmont vor allem den Fokus auf die Kostenentwicklung legen. 

    Fazit

    Mit Branchenprimus Newmont setzen Anleger auf einen mit Cash vollgesogenen Konzern, der möglicherweise auf dem Übernahmemarkt aktiv werden könnte. Phenom Resources wird noch wenig vom Markt beachtet und könnte bei der aktuell niedrigen Bewertung eine Einstiegschance bieten. Bei Agnico schaut alles auf die Q3-Zahlen am kommenden Mittwoch.

     


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    Tarik Dede

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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