24.04.2026 | 05:00
Gold wieder auf Rekordkurs? Lahontan Gold, Coeur Mining und die 5.000-Dollar-Prognose der Commerzbank
Der Goldmarkt steht noch immer unter dem Eindruck der Kurssteigerungen zu Jahresbeginn und einer allgemein volatilen geopolitischen Lage. Die globale Verschuldung hat laut Analysen des World Gold Council (WGC) Niveaus erreicht, die zunehmend als unhaltbar gelten, was das Risiko einer Staatsschuldenkrise als potenziellen „schwarzen Schwan“ in diesem Jahrzehnt deutlich steigert. Angesichts der Umstände bleibt Gold ein Stabilitätsanker. Die Fiskalpolitik vieler westlicher Nationen, insbesondere der USA, steht vor der Herausforderung steigender Zinsen trotz eines großen Schuldenbergs. Parallel dazu zeigen sich erhebliche Spannungen im Bereich der privaten Kreditmärkte, wo sich auch Unternehmen refinanzieren müssen. Führende Institute wie die Commerzbank erwarten daher, dass der Goldpreis wieder Kurs in Richtung der Marke von 5.000 USD je Unze nehmen kann. Das ist ausgehend vom aktuellen Niveau zwar kein großer Wertzuwachs, zeigt aber, dass sich Gold nach seiner Rally auf hohem Niveau stabilisiert. Während Banken bei Gold Chancen sehen, nutzen sowohl etablierte Produzenten als auch aufstrebende Explorer das aktuelle Marktumfeld, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Wir beleuchten Chancen.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Nico Popp
ISIN:
LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , COEUR MINING DL -_01 | US1921085049 , COMMERZBANK AG | DE000CBK1001
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Nico Popp
In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys
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Commerzbank zwischen Rohstoff-Expertise und Übernahmeangebot
Die Analysten der Commerzbank untermauern ihre bullische Haltung für Gold mit Verweis auf anhaltende Zinssenkungen der US-Notenbank und sinkende Realzinsen. Experten des Hauses wie Thu Lan Nguyen und Carsten Fritsch betonten im Februar, dass Gold in Zeiten, in denen wirtschaftliche Risiken im Vordergrund stehen, als Alternative zum US-Dollar gilt. Auch bislang sieht es nicht danach aus, als würden die Leitzinsen in den USA schnell steigen. Das Kreditinstitut selbst setzt die Strategie „Momentum“ um, um profitabler zu werden. Dabei setzt die Commerzbank verstärkt auf Künstliche Intelligenz, um die Kosten zu senken. Die Bank, deren Wurzeln bis ins Jahr 1870 zurückreichen, konzentriert sich traditionell auf den deutschen Mittelstand, profitiert aber auch von ihrer langjährigen Rohstoff-Expertise. Für das abgelaufene Geschäftsjahr plant die Commerzbank eine Rekordausschüttung von rund 2,7 Mrd. EUR an ihre Aktionäre, was nahezu 100 % des Konzernergebnisses entspricht und die Aktie zu einem Top-Dividendenwert im europäischen Bankensektor macht. Da zudem die italienische UniCredit ein Übernahmeangebot unterbreitet hat, bleibt die Dynamik um die Commerzbank-Aktie hoch.
Coeur Mining: Transformation zum Senior-Produzenten
Wenn es um das handfeste Geschäft mit dem Edelmetall geht, gehören etablierte Produzenten wie Coeur Mining zu den direkten Profiteuren der Gold-Rally. Das Unternehmen ist durch die im März abgeschlossene Übernahme von New Gold in die Riege der ganz Großen der Branche aufgestiegen. Durch die neuen Minen New Afton und Rainy River konnte der Konzern seine Goldproduktion nahezu verdoppeln und diversifiziert seine Einnahmen zudem durch Kupfer als wichtiges Beiprodukt für die Energiewende. Das Herzstück bleibt jedoch die Rochester-Mine in Nevada, wo man in die Erweiterung der Laugungsflächen investiert hat. Dank der starken Cashflows, die über die Lebensdauer der neuen Assets auf etwa 2,8 Mrd. USD geschätzt werden, hat Coeur Mining ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 750 Mio. USD genehmigen lassen und die Zahlung einer ersten Halbjahresdividende angekündigt.
Lahontan Gold hebt historische Schätze
Ambitionierte Explorer nutzen das aktuelle Marktumfeld für aggressive Expansionsschritte. Lahontan Gold fokussiert sich auf die Reaktivierung historisch erfolgreicher Minen im Walker-Lane-Trend im US-Bundesstaat Nevada. Das Flaggschiffprojekt Santa Fe, das bereits zwischen 1988 und 1995 rund 360.000 Unzen Gold produzierte, steht im Zentrum der Strategie. Das Management um CEO Kimberly Ann meldete zuletzt den Abschluss einer Finanzierung über 13,6 Mio. CAD und glänzte mit metallurgischen Testergebnissen, die Gewinnungsraten von 81 % für Gold bestätigen. Solche Werte sind entscheidend für die Wirtschaftlichkeit einer Heap-Leach-Operation. Auch Coeurs Rochester-Mine setzt in Nevada auf dieses Verfahren. Die Dynamik rund um die Aktie von Lahontan ist derzeit so hoch, dass das Unternehmen die vorzeitige Ausübung seiner Warrants erzwingen konnte, was kurzfristig weitere 4,3 Mio. CAD in die Kassen gespült hat. Mit einer angezeigten Ressource von 1,54 Mio. Unzen Gold-Äquivalent gilt das Unternehmen aufgrund seiner Eckdaten als attraktives Übernahmeziel.

Technologische Innovation und geopolitische Trends
Das Geschäft mit Edelmetallen ist zunehmend durch technologische Fortschritte und strengere Nachhaltigkeitsvorgaben geprägt. Unternehmen wie Coeur Mining setzen in Nevada auf geschlossene Kreislaufsysteme, die über 80 % des Prozesswassers recyceln, um den ökologischen Fußabdruck in Wüstenregionen zu minimieren. Gleichzeitig revolutioniert der Einsatz von KI die satellitengestützte Exploration, was es Firmen wie Lahontan Gold erlaubt, Mineralisierungen präziser zu identifizieren. Ein wesentlicher Treiber des Goldpreises bleibt das anhaltende Interesse der Zentralbanken an Gold. Analysten von Goldman Sachs erwarten, dass die Goldkäufe der Notenbanken im Jahr 2026 bei durchschnittlich 70 t pro Monat bleiben werden, was einem Vielfachen des Niveaus vor 2022 entspricht. Dieser Trend wird durch die Sorge um die Sicherheit von US-Dollar-Reserven und die anhaltenden globalen Spannungen befeuert, was Gold kurzfristig unterstützt und mittel- bis langfristig den Boden für den nächsten Bullenmarkt bereiten könnte.
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