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31.08.2026 | 05:00

Hunger nach kritischen Metallen bei SpaceX und Co.: Was Globex Mining anders als Berkshire Hathaway macht

  • Rohstoffe
  • Projekte
  • Zukunftstechnologie
Bildquelle: Nano Banana KI

Raketenstarts sind einfach faszinierend: Grelles Licht, ein gewaltiger Schub und die Nervosität beim Countdown ziehen uns in ihren Bann. Doch viele Zukunftstechnologien sind ohne Rohstoffe und deren smarte Veredelung nicht denkbar. Längst blicken Tech-Titanen daher auf irdische Rohstoff-Vorkommen und denken Versorgungssicherheit mit. Wir beleuchten SpaceX und zeigen, welche Rohstoff-Unternehmen bereits heute die Vorkommen von morgen sichern. Drei Unternehmensmodelle im Check.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 | TSX: GMX. OTCQX: GLBXF , SPACE EXPLORATION TECHNOLOGIES CORP | US84615Q1031 | NASDAQ: SPCX , BERKSHIRE HATHAWAY A DL 5 | US0846701086

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Inhaltsverzeichnis:


    SpaceX und die Versorgung mit Rohstoffen

    Das Raumfahrtunternehmen SpaceX denkt innovativ und braucht dafür Rohstoffe. Bei der Konstruktion des gigantischen Starship verabschiedeten sich die Ingenieure von teuren Kohlefaser-Verbundwerkstoffen und entschieden sich stattdessen für eine besondere Form des Edelstahls. Dieser trotzt nicht nur der eisigen Kälte tiefgekühlter Treibstoffe von unter minus 150° Celsius, sondern widersteht auch der enormen Reibungshitze beim Wiedereintritt in die Atmosphäre, die bei bis zu 800° Celsius liegt. Im Raptor-Triebwerk herrscht zugleich ein enormer Druck von bis zu 330 bar. Hierfür benötigt SpaceX Speziallegierungen wie Inconel oder die Innenbeschichtung aus Chrom-Zirkonium-Bronze, die enorme Hitze schnell ableiten kann. Weil die Raumfahrtindustrie für Komponenten wie Triebwerksdüsen und Steuerflossen auf Niob sowie Titan angewiesen ist, entstehen am Beschaffungsmarkt für manche Metalle in Raumfahrt-Qualität Vorlaufzeiten von bis zu 24 Monaten. Diese Materialknappheit verdeutlicht den Druck auf die weltweiten Lieferketten.

    Berkshire Hathaway hält sich aus dem Bergbau raus

    Beteiligungsgesellschaften navigieren oft seit Jahrzehnten durch zyklische Wirtschaftsphasen, indem sie operative Fallstricke konsequent umgehen. Das Investmentvehikel Berkshire Hathaway meidet es schon immer, Kapital in margenschwache, von Kosteninflation bedrohte Einzelbetriebe zu investieren. Bergbaukonzerne leiden aktuell besonders unter steigenden Kosten für Diesel, Maschinen und Personal, wodurch freie Geldflüsse trotz hoher Rohstoffpreise zusammenschmelzen. Stattdessen setzt das Holding-Modell von Berkshire Hathaway darauf, liquide Mittel anzuhäufen und bei Marktschwäche antizyklisch zuzukaufen. Beteiligungsgesellschaften verlagern operative Risiken sowie teure Förderkosten gezielt auf Tochtergesellschaften oder Projektpartner und schützen sich so vor Verwässerung.

    Globex Mining erschließt gigantisches Rohstoff-Portfolio

    Die kanadische Beteiligungsgesellschaft Globex Mining überträgt das Prinzip kapitaldisziplinierter Holdings direkt auf den Rohstoffsektor. Unter der Leitung von CEO Jack Stoch agiert das Unternehmen als eine Art diversifizierte Rohstoffbank. Statt teure Explorationsbohrungen über fortlaufende Aktienausgaben selbst zu finanzieren, sichert sich Globex Liegenschaften günstig und gibt diese anschließend über Optionsvereinbarungen an Partnerunternehmen ab. Auf den zentralen Claims, also einem Teilbereich des Cadillac-Goldprojekts von Cartier Resources, besitzt Globex Mining eine 3%ige Gross Metal Royalty, auf deren Areal ein umfangreiches Bohrprogramm über mehr als 100.000 m für eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) läuft. Die Partnergesellschaft wies für das Vorkommen 767.800 Unzen Gold in der Kategorie Measured und Indicated sowie 2.416.900 Unzen in der Kategorie Inferred nach. Beim benachbarten O'Brien-Goldprojekt hält das Unternehmen zudem eine Lizenzgebühr von 2 % (Net Smelter Return), für die Radisson Mining in einer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsrechnung einen Nachsteuer-Kapitalwert von 532 Mio. CAD ermittelte. Der Branchenriese Agnico Eagle stieg dort mit einer strategischen Investition von 57 Mio. CAD ein. Durch dieses Projektgenerator-Modell flossen laut verschiedenen Sekundärquellen geschätzt über 700 Mio. CAD an fremdem Explorationskapital der Partnergesellschaften direkt in die Weiterentwicklung der konzerneigenen Lizenzgebiete. Gleichzeitig hält das schuldenfreie Unternehmen liquide Reserven und Wertpapiere im Umfang von über 40 Mio. CAD.

    Globex und die Technologiemetalle

    Neben den traditionellen Edelmetallprojekten hält Globex Mining ein umfassendes Portfolio an Lizenzen für kritische Industriemetalle. Auf dem Authier-Lithiumareal von Sayona Quebec hält das Unternehmen eine Gross Metal Royalty von 0,5 %. Das dort geförderte Material soll als Ausgangsstoff für die nahegelegene Verarbeitungsanlage dienen. Beim Antimon-Projekt Golden Pike schloss Globex Mining eine Optionsvereinbarung mit Albright Metals über 1,8 Mio. CAD in Bar- und Aktienwerten ab, wobei historische Gesteinsproben Gehalte von bis zu 57,0 % Antimon lieferten. Darüber hinaus hält die Gesellschaft eine Gross-Metal-Royalty von 1 % auf das Eisen-Vanadium-Projekt Mont Sorcier, für das Cerrado Gold eine Machbarkeitsstudie vorbereitet. Um den weltweiten Bedarf an Zukunftstechnologien zusätzlich abzudecken, hält Globex Mining eine strategische Beteiligung von rund 11 % an Electric Royalties, die ihrerseits 43 Lizenzgebühren auf Batteriemetalle hält. Auf diese Weise profitiert das Unternehmen gleich mehrfach von der weltweiten Nachfrage nach Lithium, Kupfer, Zinn und Mangan.

    Globex Mining als Hebel auf den Rohstoff-Superzyklus

    Die Aktie von Globex Mining steht für über 270 Projekte und mehr als 100 Lizenzabkommen, die im Falle steigender Rohstoffpreise eine starke Hebelwirkung entfalten könnten. CEO Stoch hält rund 11 % der eigenen Aktien und das Unternehmen entzieht dem Markt zudem Anteile über fortlaufende Rückkaufprogramme. Als wesentliche Katalysatoren für den Aktienkurs dürften die anstehenden Machbarkeitsstudien sowie die Ergebnisse der laufenden Bohrprogramme auf den Partnerprojekten dienen. Ganz ohne Risiken ist Globex angesichts der zahlreichen Projekte im Frühstadium zwar nicht, äußerst spannend ist die Beteiligungsgesellschaft jedoch allemal. Wer breit gestreut in Rohstoffe investieren will, sollte sich den Wert genauer ansehen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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