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06.08.2026 | 04:00

Korrektur in Gold zum Einstieg nutzen! 100 % mit Barrick Mining, Desert Gold, TUI und Lufthansa

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Bildquelle: Pixabay

Täglich prasseln Schlagzeilen von Kriegen, Konflikten und menschlichen Dramen auf uns ein, wer hat da noch Lust, an Urlaub zu denken? Doch gerade in solchen Momenten kann das Abschalten wertvoller sein denn je. Investoren navigieren seit Jahren durch ein Labyrinth aus geopolitischer Unsicherheit, doch die Aktienmärkte haben sich bislang erstaunlich resilient gezeigt, denn immer finden sich Branchen, die in Krisenzeiten besonders im Fokus stehen. Edelmetalle wie Gold und Silber haben die Inflationsschübe nach der Corona-Pandemie souverän abgefedert. Historische Daten belegen, dass Gold in allen Inflationsphasen positive Realrenditen erzielte, im langfristigen Durchschnitt rund 6,2 % pro Jahr, bei hoher Teuerung sogar 8,8 %. Der Reisesektor hingegen tanzt auf einer emotionalen Achterbahn: Aktuelle Konflikte, insbesondere im Nahen Osten, führen zu Buchungsrückgängen, steigenden Energiepreisen und Verunsicherung bei Urlaubern wie Anbietern. Ist die Reiseroute zu riskant, muss im letzten Moment umgeplant werden. Doch sobald sich die Lage entspannt, folgen Nachholeffekte. Was in den letzten Jahren funktionierte, steht erneut auf dem Programm: Kaufen, wenn die Welt aus den Fugen zu geraten scheint.

Lesezeit: ca. 6 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 | TSXV: DAU , OTCQB: DAUGF , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 | NYSE: B , TSX: ABX , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG505 , LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125

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Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Mining – Viel Phantasie um den nordamerikanischen Bergbauriesen

    Gold bestimmt wieder die Schlagzeilen und Barrick Mining steht mitten im Zentrum des Geschehens. Die jüngste Einigung mit der Militärregierung in Mali bringt dem Konzern wieder klare Wachstumsperspektiven in Westafrika: Die Lizenz für den Loulo-Gounkoto-Komplex wurde um ein Jahrzehnt verlängert, was Barrick langfristige Planungssicherheit für eine der ertragreichsten Minen des Kontinents verschafft. Jährlich lassen sich dort bis zu 750.000 Unzen Gold fördern, eine Rückkehr zur vollen operativen Kontrolle bringt die Cashflows des Unternehmens wieder in Schwung und setzt einen neuen Startpunkt für die regionale Produktion. Business as usual könnte man sagen!

    Viel wichtiger erscheint Investoren die Diskussion um eine mögliche Aufspaltung des Konzerns. Denn momentan ist die Gerüchteküche wieder voll in Fahrt. Anleger spekulieren darauf, dass eine strukturelle Trennung der nordamerikanischen Aktivitäten vom internationalen Portfolio den Wert einzelner Geschäftsbereiche transparenter machen könnte. Derzeit prüft Barrick einen Börsengang des Nordamerika-Geschäfts bis Ende 2026, wobei eine Minderheitsbeteiligung von 10 bis 15 % veräußert werden soll, die Kontrolle behält weiter der Konzern. Doch die Pläne hängen von der Zustimmung des Partners Newmont ab, der im Februar 2026 eine formelle Streitigkeit wegen Produktionsrückgängen in den Nevada Gold Mines erklärte. Ob strategische Vorteile und operative Effizienzgewinne eine so komplexe Umstrukturierung rechtfertigen, bleibt abzuwarten.

    Die aktuellen Q2-Zahlen unterstreichen die erlangte Dynamik: Barrick meldete eine Goldproduktion von 797.000 Unzen, rund 5 % mehr als im Vorquartal. Gleichzeitig steigerte man die Kupferproduktion um beachtliche 37 % auf 59.000 Tonnen. Für das Gesamtjahr 2026 plant Barrick eine Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Mio. Unzen sowie eine Kupferförderung von 190.000 bis 220.000 Tonnen. Bei Kupfer könnte es ab 2029 richtig losgehen. Dann geht Reko Diq in Pakistan, eines der größten unerschlossenen Kupfervorkommen weltweit, an den Start. Aktuell hat Barrick die Entwicklung des Projekts wegen einiger Sicherheitsvorfälle ausgesetzt, die Ressource ist aber mächtig und wird perspektivisch zu 100 % realisiert. Anleger sollten bedenken: Bei 4 Mio. Unzen Produktion und Goldpreisen zwischen 4.000 und 5.000 USD ließe sich ein zusätzliches EBIT von 6 bis 8 Mrd. USD erzielen. Ein Kurszuwachs von 77 % in nur einem Jahr ist bei einem Bergbauriesen dieser Größenordnung selten, doch vielleicht markiert dies erst den Anfang einer kompletten Neubewertung. Für 2027e steht ein KGV von lediglich 8,5 zu Buche, für Barrick eine historisch niedrige Zahl.

    Desert Gold – Nun geht es bald in die Vollen

    Im Herzen von Westafrika, wo die Bergbauindustrie gegenwärtig als fundamentaler Motor für das lokale Bruttoinlandsprodukt fungiert und gigantische staatliche Investitionsfonds speist, entfalten auch agilere Akteure ihre Potenziale. So forciert die kanadische Explorationsgesellschaft Desert Gold Ventures die Erschließung ihres Projekts namens Barani-East im westlichen Territorium Malis mittels eines methodisch durchdachten und kapitaldisziplinierten Vorgehens. Geografisch geschickt platziert, agiert der Junior-Explorer unweit von Branchenriesen wie Barrick oder B2Gold direkt auf der mineralisierten Senegal-Mali-Scherzone (SMSZ), was signifikante geologische Synergien sowie infrastrukturelle Vorzüge mit sich bringt.

    Die aktuellen operativen Schritte konzentrieren sich auf vorbereitende Infrastrukturmaßnahmen, während simultan eine modular konzipierte Aufbereitungsanlage gefertigt wird. Diese Apparatur soll anfänglich eine stündliche Durchlaufkapazität von etwa 10 Tonnen Roherz bewältigen und im weiteren Verlauf perspektivisch auf circa 50 Tonnen ausgeweitet werden. Als solides Fundament dieser Minenentwicklung dient eine aktuelle Wirtschaftlichkeitsstudie für das SMSZ-Areal, welche auf Basis einer Unzennotierung von 2.850 USD einen Nachsteuer-Barwert von rund 61 Mio. USD liefert und zeitgleich eine interne Rendite von beachtlichen 57 % verspricht. Sollten die Edelmetallmärkte weiter anziehen, prognostiziert die Analyse eine markante Wertsteigerung der Liegenschaft auf über 124 Mio. USD, obgleich sich die kalkulierten Gesamtförderkosten auf moderate 1.137 USD je Feinunze belaufen. Über die veranschlagte Betriebsdauer von einer Dekade hinweg kalkulieren die Verantwortlichen mit einer Gesamtförderung von 113.100 Unzen Gold, wohingegen das initiale Investitionsvolumen mit circa 20 Mio. USD verhältnismäßig gering bleibt.

    Mali behauptet sich derzeit als zweitgrößter Goldproduzent des Kontinents mit Rekordeinnahmen im Bergbausektor, weshalb Desert Gold gezielt darauf setzt, zügig einen operativen Cashflow zu erwirtschaften und die kommerzielle Gewinnung folglich sukzessive zu skalieren. Das stufenweise Aufbaukonzept minimiert die finanziellen Risiken während der Startphase erheblich und gestattet eine hochflexible Anpassung der Volumina an künftige Bohrerfolge sowie Liquiditätsoptionen. Flankierend birgt das Areal ein monumentales Überraschungspotenzial, da die bisherigen Rentabilitätsrechnungen lediglich einen Bruchteil des gesamten Claims abdecken.

    Das Management untermauert seine regionale Diversifikation zudem durch das Tiegba-Projekt in der Elfenbeinküste, einem Staat, der aktuell mit einem robusten BIP-Wachstum von über 6 % glänzt und dessen Regierung eine Erhöhung der Goldproduktion auf über 60 Tonnen anstrebt. Jene ivorische Gesetzgebung offeriert ein überaus investorenfreundliches Umfeld, welches zusätzliche, rapide Entdeckungen begünstigen dürfte. Kürzlich demonstrierte die Gesellschaft ihren Tatendrang überdies durch eine massiv überzeichnete Kapitalerhöhung im Umfang von rund 7,18 Mio. CAD, wodurch die kommenden Entwicklungsabschnitte durchfinanziert sind und das Erreichen der Produktionsphase final abgesichert wurde. Die Notierung der Anteilsscheine erhöhte sich sprunghaft auf 0,11 CAD und zeigt nun deutliche Anzeichen einer dynamischen Aufwärtsbewegung. Das Kursziel des Researchhauses GBC beträgt 0,93 CAD auf Sicht von 12 bis 24 Monaten. Na dann!

    CEO Jared Scharf konkretisierte jene anstehenden Meilensteine in Westafrika unlängst im Rahmen des 18. International Investment Forum. Hier geht´s zur Präsentation.

    https://youtu.be/kzjtA0n9kiA

    TUI und Lufthansa – Unterschiedliche Töne aus den Chefetagen

    Der Reise-Riese TUI und der Airline-Konzern Lufthansa mussten in Q2 mit sehr viel Gegenwind kämpfen. Entsprechend fielen die Reaktionen der Vorstände gänzlich verschieden aus. Der Touristikkonzern TUI stemmte sich tapfer gegen die geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten und schaffte es dank starker Nachfrage bei Kreuzfahrten und Hotels, den saisonal üblichen bereinigten operativen EBIT-Verlust auf 188,3 Mio. EUR einzudämmen. Angesichts der operativen Wende zeigte sich der TUI-Vorstand optimistisch und peilt für das Gesamtjahr trotz einer vorsichtshalber ausgesetzten Umsatzprognose weiterhin eine ambitionierte EBIT-Spanne von 1,1 bis 1,4 Mrd. EUR an.

    Demgegenüber stand die Lufthansa heftig unter Druck, da ein massiver Anstieg der Kerosinkosten um 750 Mio. EUR sowie hohe Streikkosten das Ergebnis verhagelten. Zwar verbuchte die Fluggesellschaft einen Rekordumsatz von 11,1 Mrd. EUR, doch der bereinigte operative Gewinn brach im zweiten Quartal um mehr als die Hälfte auf magere 383 Mio. EUR ein. Konzernchef Carsten Spohr räumte zerknirscht ein, dass die global ungebrochen hohe Reisenachfrage und die gestiegenen Ticketpreise die enormen Kostensteigerungen bei der Kernmarke nicht vollständig kompensieren konnten. Folgerichtig zog das Lufthansa-Management die Reißleine und senkte die operative Jahresprognose für das bereinigte EBIT auf eine vorsichtigere Spanne von 1,7 bis 2,2 Mrd. EUR. Um den Gegenwind abzufedern, setzt Spohr nun radikal auf ein internes Turnaround-Programm, das eine effizientere Flottensteuerung sowie Produktivitätsmaßnahmen vorsieht.

    Während TUI-Anleger nach dem besten Winterquartal der Firmengeschichte sogar auf die erste Dividende seit fünf Jahren und ein neues Aktienrückkaufprogramm blicken, warnt die Lufthansa-Führung vor einer anhaltend hohen Volatilität und noch kürzeren Buchungszyklen der Passagiere. Die TUI-Aktie stabilisierte sich nach einem Tief im Frühjahr zusehends um die 7 EUR-Marke, wohingegen die Lufthansa-Papiere nach der Zahlenvorlage einen herben Kurssturz von über 10 % auf 8,20 EUR verkraften mussten. Auf der Plattform LSEG Refinitiv sind die Analysten jedoch freudig gestimmt und nennen 12-Monats-Kursziele von im Schnitt 10,15 EUR für TUI und 9,90 EUR für die Kranich-Linie.

    Bis zum Jahresstart zurückgeblickt, kann Desert Gold mit knapp 30 % Zuwachs überzeugen. Gefolgt von der Lufthansa mit gut 8 % Rendite. Noch im Minus befinden sich Barrick Mining und TUI. Das kann sich aber schnell ändern. Quelle: LSEG vom 05.08.2026

    Volatilität scheint das Unwort des Jahres 2026 zu werden. Im Zuge der Verhandlungen mit dem Iran ermäßigte sich der Ölpreis von fast 120 USD wieder auf etwa 80 USD je Barrel Sorte Brent, manch Experten hatten 200 USD an die Wand gemalt. Die Aktien-Indizes sind hin und her gerissen, eine klare Richtung fehlt. Anleger sollten in dieser Zeit nervenstark und ausgewogen investieren. Aktuell beweist sich Gold wieder als Sicherheitsanker, gute Chancen offeriert auch der gebeutelte Tourismus-Sektor, wenn es denn mal ruhiger wird.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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