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18.09.2026 | 05:00

Cash is King: Wie Barrick Mining und PDI Gold Mali als Cashcow nutzen – Desert Gold wird Goldproduzent

  • Gold
  • Mali
  • Cashflows
Bildquelle: Nano Banana KI

Westafrika galt in der Vergangenheit oft als die Region der verpassten Chancen und geopolitischen Unwägbarkeiten. Doch wer heute genauer auf Mali blickt, sieht ein anderes Bild. Die Republik setzt auf Rechtssicherheit und Kooperation und präsentiert sich gegenüber internationalen Investoren robust und offen. Belege sind die Investitionen großer Bergbaukonzerne. Während die Großen der Bergbau-Branche wie Barrick in Mali investieren, rückt mit Desert Gold ein dynamischer Herausforderer in den Fokus. Desert Gold schickt sich an, zum Gold-Produzenten zu werden. Warum Unternehmen und Aktie jetzt in eine heiße Phase eintreten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 | NYSE: B , TSX: ABX , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 | TSXV: DAU , OTCQB: DAUGF , PDI GOLD LIMITED | AU000000PDI8

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Inhaltsverzeichnis:


    Die Macht des Kapitals: Wie Barrick Mining den Bergbau dominiert

    Traditionell stark in Mali vertreten, weiß der Branchenprimus, wie man mit Gegenwind umgeht. 2024 musste Barrick Mining auf dem Loulo-Gounkoto-Komplex noch Betriebsunterbrechungen hinnehmen, da man sich mit der Regierung stritt. Heute ist davon kaum noch etwas zu spüren. Das Unternehmen sicherte sich eine zehnjährige Lizenzverlängerung durch ein pragmatisches Abkommen mit der malischen Regierung, das eine Ausgleichszahlung von rund 430 Mio. USD (244 Mrd. CFA-Francs) umfasste. Dank dieses Befreiungsschlags peilt Barrick Mining für das laufende Jahr auf dieser Anlage eine Produktion von 260.000 bis 290.000 Unzen an. Die umfangreichen Reserven des Gesamtkomplexes von rund 57 Mio. t bei 3,99 g/t Gold (Stand Ende 2023) sowie die im Zuge der Lizenzverlängerung bestätigte Perspektive von sechs Jahren Tagebau- und 16 Jahren Untertage-Förderung festigen die Position des Konzerns. Derart umfassende Investitionen zementieren den Status der Region als sicheren Hafen für langfristige Engagements.

    Mali-Liegenschaft war interessant: Robex Resources schlüpfte unter das Dach von PDI Gold

    Anders sieht es bei den mittelgroßen Playern in Mali aus. Robex Resources nutzt den Cashflow seiner Nampala-Mine für weitere Aktivitäten. Selbst bei einem niedrigen Goldpreis generiert Robex‘ Standort einen Net Present Value von rund 70 Mio. USD, während die nachhaltigen Förderkosten bei überschaubaren 1.106 USD je Unze liegen. Diese operativen Eckdaten machten Robex Resources im vergangenen April für PDI Gold interessant – beide Unternehmen fusionierten. Ziel des Zusammenschlusses ist die Entwicklung eines Projekts in der benachbarten Republik Guinea. Die Strategie ist klar: Das Unternehmen melkt die leicht abbaubare geologische Cash-Cow in Mali, um die teure Erschließung neuer Reviere organisch zu finanzieren. Das ist smart und könnte für Desert Gold als Blaupause dienen.

    Aufstieg in die Erste Liga: Desert Gold erzwingt den Cashflow

    Desert Gold kontrolliert mit dem SMSZ-Projekt stolze 440 Quadratkilometer über der produktivsten Scherzone Westafrikas. Statt jedoch in der Rolle des ewigen Explorers zu verharren und nur neue Vorkommen zu identifizieren, hat das Management einen Kurswechsel vollzogen. Desert Gold installiert eine modulare Starter-Mine auf der Barani-East-Lagerstätte. Erst kürzlich traf die Gravitationsaufbereitungsanlage mitsamt einem leistungsstarken 650-kVA-Generator auf der Liegenschaft ein. Oxidische Erze erlauben eine kostengünstige Gravitationsabscheidung, da das schwere Edelmetall im Wasserbad absinkt. Metallurgische Tests an den Bohrkernen zeigten laut Desert Gold vielversprechende Goldgehalte. Die Wirtschaftlichkeit dieses Unterfangens überzeugt: Laut der aktualisierten Wirtschaftlichkeitsstudie katapultiert bereits ein Verkaufspreis von 2.850 USD pro Unze den Net Present Value des Projekts auf 61 Mio. USD. Gleichzeitig generiert das Barani-Projekt laut der Studie eine interne Verzinsung von satten 57 %. Bereits für das vierte Quartal 2026 plant Desert Gold den ersten kommerziellen Goldguss und wird damit endgültig zum Produzenten. Das senkt das Risiko für Desert Gold, das bislang auf externe Kapitalspritzen angewiesen war, deutlich.

    Seitwärtstrend vor Ablösung? Bei Desert Gold geht es operativ voran.

    Zweites Standbein und Übernahme-Fantasie: Die Pipeline von Desert Gold

    Wer klug wirtschaftet, streut sein Risiko. Desert Gold macht genau das und expandiert in die benachbarte Elfenbeinküste. Das dortige Tiegba-Projekt umfasst 297 Quadratkilometer und bietet laut dem Unternehmen großes geologisches Potenzial. Mit einem schmalen Explorationsbudget von 535.000 USD für die erste Phase treibt Desert Gold die Identifizierung von Bohrzielen voran. Diese strategische Diversifikation spielt Desert Gold in die Karten. Parallel dazu ist Desert Gold auch aus anderen Gründen spannend: Große Nachbarn suchen ständig nach neuen Ressourcen für ihre Verarbeitungsanlagen. In der Vergangenheit wurden kleinere Unternehmen in Mali von größeren Produzenten geschluckt: B2Gold kaufte beispielsweise den Explorer Oklo Resources und zahlte damals durchschnittlich 86 USD pro Unze.

    Der Übergang zum Produzenten zwingt den Kapitalmarkt zum Umdenken. Aktuell bringt Desert Gold lediglich eine Marktkapitalisierung von 41,5 Mio. CAD auf die Waage. Die Analysten von GBC Research zeichnen in einer Auftragsstudie jedoch ein anderes Bild. Laut der Studie des Analystenhauses beläuft sich der fundamentale faire Wert der Aktie auf 0,93 CAD beziehungsweise 0,59 EUR. Das entspricht einem gewaltigen Aufwärtspotenzial von knapp 800 % im Vergleich zur aktuellen Notierung. Sobald die Anlage im Herbst stabil läuft, könnte der Markt diese Bewertungslücke beginnen zu schließen. Zwar verbleiben Risiken, etwa mit dem Hochlauf der Anlage oder auch im Zusammenhang mit der westafrikanischen Regenzeit, doch steckt Desert Gold aktuell in einer vielversprechenden Phase. Da die Aktie seit Monaten keine großen Sprünge macht, sollten sich spekulativ denkende Investoren den Wert vormerken.

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    Der Autor

    Nico Popp

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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