15.09.2026 | 05:00
Power Metallic Mines, Oracle und Adobe: Drei interessante Aktien vor der Neubewertung?
Unter Québecs Böden schlummern Kupfer und Edelmetalle, in Oracles Auftragsbüchern stapeln sich Milliardenverträge und Adobe verdient trotz KI-Sorgen prächtig. Doch an der Börse überwiegen die Zweifel. Genau das macht die drei Aktien interessant. Besonders viel Fantasie steckt in dem kanadischen Explorer Power Metallic Mines: Die erste Ressourcenschätzung für die Lion-Zone gibt der Hoffnung auf eine neue Mine mehr Substanz. Analysten trauen dem Hotstock mehr als Verdopplungspotenzial zu. Auch bei Oracle und Adobe fragen sich Investoren, ob der Markt die Risiken richtig erkennt oder die Chancen unterschätzt. Frische Zahlen und Nachrichten liefern womöglich neue Kaufargumente. Wir nehmen das Trio im Aktien-Check unter die Lupe.
Lesezeit: ca. 10 Min.
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Autor:
Lars Winter
ISIN:
POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , ORACLE CORP. DL-_01 | US68389X1054 , ADOBE INC. | US00724F1012
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Lars Winter
Der gebürtige Nordhesse blickt auf eine über 25-jährige Laufbahn im Finanzjournalismus und aktiven Portfoliomanagement zurück und gilt als ausgewiesener Experte für deutsche Nebenwerte und Special Situations.
Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen mit Schwerpunkt Bank- und Kapitalmarktrecht startete er zur Jahrtausendwende seine Karriere in der Frankfurter Finanzszene. Als Börsen- und Wirtschaftsjournalist schrieb der passionierte Hobbygolfer für führende Börsenbriefe, Finanzzeitungen und Wirtschaftsmagazine wie die Platow Börse, Capital Depesche, BÖRSE ONLINE, Capital und die Financial Times Deutschland.
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Power Metallic Mines: Auf der Fährte von Lion und Tiger
Die Welt bestellt Stromnetze, Rechenzentren und Elektroautos. Dafür werden Metalle aller Art gebraucht. Doch während Milliarden in die Elektrifizierung und den Ausbau künstlicher Intelligenz fließen, lässt sich das Rohstoffangebot nicht auf Knopfdruck hochfahren. Neue Minen brauchen Jahre, Genehmigungen ziehen sich hin, aussichtsreiche Vorkommen in politisch stabilen Ländern sind begehrt. Das macht Kupfer, Nickel, Platin, Palladium und andere strategische Metalle zu einem spannenden Börsenthema. Wer die richtigen Lagerstätten erschließt, könnte von der nächsten Angebotslücke kräftig profitieren. Damit schlägt die Stunde jener Unternehmen, die heute nach dem Nachschub von morgen suchen.
Zu ihnen gehört Power Metallic Mines. Der kanadische Explorer fördert noch keine Metalle. Er arbeitet aber an einem Projekt, das gleich mehrere Wünsche westlicher Industriekunden erfüllen könnte: einen breiten Rohstoffmix, einen verlässlichen Standort und Zugang zu nordamerikanischen Lieferketten. Im Mittelpunkt steht das Nisk-Projekt in der James-Bay-Region von Québec.
Die Provinz Québec verbindet politische Stabilität und Bergbauerfahrung mit Infrastruktur und Wasserkraft. Für westliche Industriekonzerne, die ihre Rohstoffversorgung breiter aufstellen wollen, ist diese Kombination interessant. Ein aussichtsreiches Vorkommen allein reicht schließlich nicht. Die Metalle müssen sich auch unter verlässlichen Bedingungen erschließen und liefern lassen. Neben Kupfer kommen dort Nickel, Platin, Palladium, Gold und Silber vor. Nisk, Lion und Tiger heißen die bislang im Fokus stehenden Zonen.
Am 8. September veröffentlichten die Kanadier erstmals eine Ressourcenschätzung für Lion. Die Zone gehört zum Nisk-Projekt in Québec, an dem Power Metallic Mines 80 % hält. Die von SGS Canada ermittelte Lion-Ressource umfasst 4,145 Mio. Tonnen in der Kategorie „indicated“ mit 3,86 % Kupferäquivalent. Weitere 601.000 Tonnen mit 4,01 % werden als „inferred“ eingestuft. Damit entfallen mehr als 85 % auf die geologisch besser abgesicherte Kategorie. Der reine Kupfergehalt liegt bei 1,68 %. Palladium, Platin, Gold und Silber liefern zusätzliche Wertbeiträge, die anhand festgelegter Preise und Ausbringungsannahmen in Kupferäquivalent umgerechnet werden. Die Zahlen beziehen sich auf das gesamte Projekt, nicht allein auf den Anteil von Power Metallic.
Für das erste Halbjahr 2027 wird eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie, kurz PEA, angestrebt. Sie soll einen möglichen Tagebau mit anschließendem Untertagebetrieb untersuchen und Investitionen, Kosten sowie Ertragspotenzial beziffern. Eine Ressource allein belegt noch keinen rentablen Bergbau.
Ein Pluspunkt kommt aus dem Labor: Zwei Kreislauftests von SGS lieferten Kupferausbeuten von jeweils mehr als 98 %. Es entstanden Konzentrate mit über 25 % Kupfer, die zusätzlich Edelmetalle enthalten. Die Laborergebnisse müssen sich im industriellen Betrieb bestätigen. Hinzu kommen eine ganzjährig nutzbare Straße und das rund neun Kilometer von Lion entfernte Umspannwerk Albanel. Die Infrastruktur erleichtert die Entwicklung, ersetzt aber keinen genehmigten Stromanschluss.
Die Metalle liegen in Québec als Sulfid-Erze vor. Das ist aus Verarbeitungssicht attraktiver als viele Laterit-Erze, bei denen Nickel mit hohem Energie- und Chemikalieneinsatz gewonnen wird. Hinzu kommt die Lage nahe Infrastruktur und günstiger Wasserkraft von Hydro-Québec. Sollte aus Nisk tatsächlich einmal eine Mine werden, hätte das Projekt damit einen Umweltvorteil, der in der heutigen Rohstoffwelt zählt. Große Industriekunden wollen nicht nur Metall. Sie wollen nachvollziehbare Lieferketten, stabile Herkunft und einen möglichst niedrigen CO2-Fußabdruck.
Das Management drückt aufs Tempo. In den kommenden Monaten sind mehr als tausend Bohrmeter vorgesehen. Dabei setzt Power Metallic neben klassischer Geologie auf moderne geophysikalische Verfahren. Supraleitende Quantenmagnetometer sollen selbst feinste magnetische Signale erfassen. Hinzu kommt die seismische Umgebungstomographie, die das natürliche Hintergrundrauschen der Erde nutzt, um Strukturen im Untergrund abzubilden. Hinter den sperrigen Begriffen steckt ein einfaches Ziel: vielversprechende Bohrziele präziser eingrenzen und die Suche in der Tiefe verbessern.
Derweil drehen sich fünf Bohrgeräte. Die Ergebnisse aus dem Sommerprogramm werden in den kommenden Wochen erwartet. Die Fantasie reicht dabei über einzelne Zonen hinaus: Rund 330 Quadratkilometer und etwa 50 Kilometer aussichtsreiche Beckenränder bieten reichlich Raum für weitere Entdeckungen.
Im Juni spülte eine Finanzierung durch Investoren über 28 Mio. CAD in die Kasse. Das frische Geld verschafft dem Unternehmen Spielraum für weiteres Wachstum und den Ausbau des operativen Geschäfts. Mit Robert Friedland, Rob McEwen und Eric Sprott stehen jetzt zahlreiche bekannte Rohstoffinvestoren auf der Aktionärsliste.
Besonders aufmerksam dürfte die Börse auf Eric Sprott schauen. Der bekannte kanadische Rohstoffinvestor steuerte über seine Beteiligungsgesellschaft 2 Mio. CAD bei und erwarb 1,6 Mio. Aktien zu jeweils 1,25 CAD. Sprotts Engagement ist kein Ersatz für erfolgreiche Bohrungen. Es verschafft dem Explorer aber Aufmerksamkeit und ist ein Vertrauenssignal. Denn gerade in dieser frühen Entwicklungsphase zählt neben der Qualität des Projekts auch die Fähigkeit, die weitere Exploration zu finanzieren.
Power Metallic Mines vereint damit mehrere Zutaten für eine spannende Explorationsgeschichte: einen gefragten Metallmix, den Standort Québec, auffällige Bohrergebnisse und frisches Kapital. Interessant wird die Börsengeschichte von Power Metallic Mines zudem beim Blick auf die Aktienbewertung. Bei 1,18 CAD kostet der Hotstock an der Börse rund 308 Mio. CAD. Derzeit covern 4 Analysten den Wert, allesamt empfehlen sie den Kauf des Papiers, das gemittelte Kursziel liegt aktuell bei 2,68 CAD und damit rund 127 % über dem Kurs. Die Experten von Hannam & Partners hoben ihr Ziel nach der Ressourcenschätzung jüngst um 13 % auf 2,70 CAD an.
Der aktuelle Börsenkurs spiegelt diese Zuversicht bislang nur begrenzt wider: Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 6 %, seit Monatsbeginn sogar von etwa 18 %. Der Markt will offenbar mehr sehen. Wächst Lion weiter und überzeugt das Minenkonzept, könnte sich die Bewertungslücke verkleinern. Die Aktie bleibt spekulativ und ist von Bohrergebnissen, Metallpreisen und Kapitalmarktstimmung abhängig. Aber die Zutaten stimmen und könnten mutigen Anlegern bei entsprechend positiven Nachrichten in den kommenden Monaten noch deutliche Kursgewinne bescheren.
Oracle: Der KI-Boom hat seinen Preis
Der US-Konzern Oracle zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Unternehmenssoftware, Datenbanklösungen und Cloud-Infrastruktur. Das Unternehmen hat sein Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren konsequent von klassischen On-Premise-Lösungen hin zu Cloud-basierten Angeboten ausgebaut. Zentrale Wachstumstreiber sind die Oracle Cloud Infrastructure und die Fusion- sowie NetSuite-Anwendungen. Dass Oracle längst kein angestaubter Datenbankanbieter mehr ist, zeigt auch ein Blick auf die jüngsten Zahlen. Oracle wächst rasant: Im ersten Quartal 2026/27 stieg der Umsatz um 30 % auf 19,3 Mrd. USD. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte ebenfalls um 30 % auf 1,92 USD zu und übertraf die Analystenerwartungen von 1,74 USD deutlich.
Der Konzern dreht beim Geschäft mit künstlicher Intelligenz mächtig auf. Die Cloud-Infrastruktur wuchs sogar um 121 % auf 7,4 Mrd. USD. Das gesamte Cloudgeschäft steuerte bereits 11,61 Mrd. USD zum Konzernumsatz bei – ein Zuwachs von 62 %. Oracle verdient sein Geld damit zunehmend an der Rechenleistung, die der KI-Boom verschlingt.
Für Fantasie sorgt vor allem der vertraglich gesicherte, noch nicht verbuchte Umsatz. Diese sogenannten verbleibenden Leistungsverpflichtungen summieren sich inzwischen auf gewaltige 664 Mrd. USD. Allein im jüngsten Quartal kamen neue KI-Cloudverträge über mehr als 30 Mrd. USD hinzu. Allerdings verteilt sich das Volumen auf künftige Geschäftsjahre. Ein voller Auftragsbestand ist noch kein voller Geldspeicher. Oracle muss die zugesagte Rechenleistung bereitstellen und die Verträge anschließend profitabel abarbeiten.
Das Management bleibt dennoch zuversichtlich. Für das laufende Geschäftsjahr werden weiterhin mindestens 90 Mrd. USD Umsatz angepeilt. Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde auf mindestens 8,10 USD angehoben. Schon im zweiten Quartal sollen die Konzernerlöse um weitere 30 bis 34 % wachsen. Das sind Wachstumsraten, die man einem etablierten Softwarekonzern dieser Größenordnung kaum zugetraut hätte.
Allerdings hat der Umbau zum Vermieter gewaltiger Rechenkapazitäten einen Haken: Bevor die Milliarden zuverlässig zurückfließen, müssen sie erst einmal ausgegeben werden. Die Rechnung für das Wachstum fällt ebenso beeindruckend aus. Allein im Auftaktquartal verschlangen Investitionen rund 28 Mrd. USD. Doch Kundenvorauszahlungen von rund 11,36 Mrd. USD halfen, den Ausbau zu finanzieren. Der freie Cashflow lag mit Abflüssen in Höhe von 5,4 Mrd. USD deutlich besser als die von Analysten befürchteten Abflüsse von 9,56 Mrd. USD.
Für das Gesamtjahr stehen Ausgaben von 90 bis 95 Mrd. USD im Raum. Der freie Cashflow leidet, während der Finanzierungsbedarf steigt. Hinzu kommt die Bedeutung großer Kunden wie OpenAI. Langfristige Verträge schaffen Planungssicherheit, erhöhen bei einer Konzentration auf wenige Abnehmer aber auch die Abhängigkeit. Viele neue Kunden zahlen vorab oder bringen eigene Hardware mit. Dennoch stehen laut Analystenschätzungen aktuell rund 125 Mrd. USD Finanzschulden in der Bilanz.
An der Börse bleibt Skepsis. Seit Jahresbeginn büßte der Wert knapp 23 % ein. Auf Basis der bereinigten Jahresprognose ergibt sich ein KGV von rund 18,6. Von 43 Analysten, die das Papier aktuell covern, raten 35 zum Kauf, 7 zum Halten und einer zum Verkauf. Das mittlere Kursziel von 247,53 USD eröffnet rechnerisch knapp 65 % Potenzial. Zusätzlichen Gesprächsstoff lieferte Larry Ellison am Wochenende: Der Mitgründer zog einen Plan zum Verkauf von bis zu 50 Mio. Aktien zurück. Das entsprach rund 7,5 Mrd. USD. Die Absage beseitigt einen möglichen Angebotsüberhang.
Für Anleger bleibt Oracle eine spannende, aber anspruchsvolle KI-Wette. Die jüngsten Zahlen zeigen, dass sich die enorme Nachfrage zunehmend in Umsatz und Gewinn übersetzt. Entscheidend wird nun, wie viel davon nach dem Ausbau der Rechenzentren tatsächlich in der Kasse bleibt. Gelingt dieser Übergang, besitzt die Aktie reichlich Fantasie. Bis dahin sollten Anleger neben den Wachstumsraten vor allem die Kapitaldisziplin im Blick behalten. Denn auch im KI-Zeitalter gilt: Auf Dauer zählt, was nach der großen Investitionsparty übrig bleibt.
Adobe: Viel Gewinn, wenig Vertrauen
Rekordumsatz, steigende Gewinne und eine höhere Jahresprognose: Eigentlich hat Adobe alles geliefert, was Anleger hören wollen. Doch die Aktie quittierte die jüngsten Zahlen erneut mit Abschlägen. Der Grund sitzt tiefer als die übliche Enttäuschung über ein paar Millionen Dollar im Ausblick. Die Börse zweifelt daran, ob der Platzhirsch für Kreativsoftware im KI-Zeitalter seine Stellung verteidigen kann. Für Anleger entsteht daraus eine spannende Frage, ob ein Geschäftsmodell zu Recht neu bewertet oder ein weiterhin profitabler Konzern vorschnell abgeschrieben wird.
Das operative Geschäft spricht zunächst gegen Untergangsszenarien. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 legten die Erlöse um 13 % auf 6,76 Mrd. USD zu. Unter dem Strich verdiente Adobe 1,83 Mrd. USD. Für das Gesamtjahr hob das Management die Ziele auf rund 26,58 bis 26,63 Mrd. USD Umsatz und einen bereinigten Gewinn von 24,45 bis 24,50 USD je Aktie an. Von einem Konzern, dem bereits das Geschäft wegbricht, ist Adobe damit weit entfernt.
Allerdings handelt die Börse bekanntlich die Zukunft. Und dort wird es ungemütlicher. Anbieter wie Canva und Figma erhöhen den Wettbewerbsdruck. Wenn sich Bilder, Entwürfe und Werbemotive immer leichter mit KI erstellen lassen, steht zwangsläufig auch die Zahlungsbereitschaft für etablierte Kreativprogramme auf dem Prüfstand. Der Ausblick auf das Schlussquartal konnte diese Sorgen kaum zerstreuen: Adobe erwartet 6,8 bis 6,85 Mrd. USD Umsatz. Der Mittelwert liegt etwas unter der Analystenschätzung von 6,85 Mrd. USD. Eine kleine Differenz, die in der derzeit nervösen Stimmung ausreicht, um neue Zweifel zu nähren.
Dabei zeigt Adobes eigene KI-Offensive durchaus Wirkung. Die auf ein Jahr hochgerechneten wiederkehrenden Erlöse der als „AI-first“ bezeichneten Angebote wuchsen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 150 %. Das ist ein ermutigendes Signal. Es beantwortet allerdings noch nicht die entscheidende Frage, wie stark diese Angebote das Wachstum des gesamten Konzerns dauerhaft beschleunigen können. Quelle: Barron’s
Potenzial bietet die enorme Reichweite. Adobe meldet inzwischen eine Milliarde monatlich aktive Nutzer. Bei den kreativen Freemium-Angeboten, die einen kostenlosen Einstieg ermöglichen, kletterte die Nutzerzahl um mehr als 70 % auf über 100 Millionen. Daraus lässt sich ein großer Vertriebskanal entwickeln. Nur muss aus kostenloser Nutzung irgendwann ein bezahltes Abonnement werden. Reichweite allein bezahlt noch keine Rechnung.
Aus unserer Sicht verdient Adobe deshalb einen differenzierten Blick. Die Zahlen zeigen ein wachsendes, hochprofitables Unternehmen. Gleichzeitig wäre es zu bequem, die Konkurrenz durch KI als bloßes Börsengespenst abzutun. Der Schlüssel liegt darin, neue Nutzer in zahlende Kunden zu verwandeln und bestehende Kunden mit besseren Werkzeugen zu halten. Gelingt das, könnte sich die heutige Skepsis als überzogen erweisen. Für eine nachhaltige Kurserholung braucht Adobe vor allem den Beleg, dass die eigene KI-Offensive auch das Geschäft spürbar voranbringt.
Die Bewertung bietet dafür einen gewissen Puffer. Der Analystenkonsens sieht das KGV für das laufende Jahr nur bei rund 10,3. Für 2027 erwarten Analysten ein KGV von etwa neun. Euphorisch sind sie trotzdem nicht: 12 Kaufempfehlungen stehen aktuell 22 Halte- und fünf Verkaufsvoten gegenüber. Das mittlere Kursziel von 278,75 USD liegt lediglich rund 11 % über dem Kurs. Unter dem Strich bleibt Adobe eine Wette auf unterschätztes Ertragspotenzial trotz KI-Konkurrenz.
Fazit: Drei Chancen mit unterschiedlichen Hürden
Power Metallic bietet geologische Fantasie, Oracle enormes Wachstum und Adobe niedrige Gewinnmultiplikatoren samt Rückkaufpotenzial. Die größten Chancen entstehen, wenn die Unternehmen die Zweifel des Marktes ausräumen. Bei Power Metallic müssen dafür vor allem weitere Bohrungen und die Wirtschaftlichkeitsstudie überzeugen. Gelingt das, kann sich die Aktie nach Einschätzung von Analysten noch mehr als verdoppeln.
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