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13.04.2026 | 05:10

ITM Power, Lahontan Gold, Droneshield – Unsicherheiten bieten Kaufchancen

  • Gold
  • Drohnentechnologie
  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay

Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende in Islamabad sind, wie zu erwarten war, vorerst gescheitert. Aufgrund dessen dürften die globalen Aktienmärkte zum Wochenstart weiter nach unten drehen. Bei vielen Aktien drohen massive Korrekturen und Übertreibungen, die langfristig als Kaufchancen genutzt werden könnten. So bieten sich neben dem Goldsektor auch im Bereich Wasserstoff und Drohnentechnologie interessante Chancen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: ITM POWER PLC LS-_05 | GB00B0130H42 , LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2

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Inhaltsverzeichnis:


    ITM Power – Sorgt der Staat für eine Trendwende?

    Nach einer ausgedehnten Phase der Stagnation und drastischen Kursverlusten von teils über 90 % scheint der Wasserstoffsektor aktuell aus seinem Tiefschlaf zu erwachen. Während viele Marktteilnehmer die Branche bereits abgeschrieben hatten, sorgen neue staatliche Initiativen und milliardenschwere Investitionsprogramme in Europa für eine spürbare Belebung. Es mehren sich die Anzeichen, dass die operative Skalierung der Technologie nun endlich Früchte trägt und die Phase der reinen Konzepte endet.

    In diesem dynamischen Umfeld sorgt ITM Power für Aufsehen. Der britische Staat steigt über die Investitionsgesellschaft Great British Energy direkt beim Unternehmen ein. Mit einer Kapitalspritze von 40 Mio. GBP im Rahmen einer Privatplatzierung sichert sich die Regierung rund 10,4 % der Anteile. Zusätzlich erhält der Elektrolyse-Spezialist Förderzusagen über weitere 46,5 Mio. GBP, um die Produktion der innovativen „Chronos“-Generation auszuweiten. Dieser Einstieg wird als enormer Vertrauensbeweis gewertet und verleiht ITM Power eine Sonderstellung als strategisch unverzichtbarer Partner innerhalb der britischen Energie-Infrastruktur, was dem Unternehmen langfristige Planungssicherheit verschafft.

    Die Reaktion an der Börse fiel entsprechend euphorisch aus. Mit einem zweistelligen Kursplus befreite sich die Aktie aus ihrer monatelangen Seitwärtsbewegung und erreichte neue Jahreshöchststände. Durch die gestärkte Bilanz, die nun eine Liquidität von mehr als 200 Mio. GBP ausweist, ist die Gefahr kursverwässernder Kapitalmaßnahmen für die nahe Zukunft gering. Charttechnisch rückt damit das Ziel bei 1,15 EUR wieder in greifbare Nähe, nachdem der Ausbruch über die wichtige Marke von 0,82 EUR geglückt ist. Für die Aktionäre markiert dieser Befreiungsschlag den möglichen Beginn einer neuen, impulsiven Aufwärtsbewegung.

    Lahontan Gold – Voraussetzung für Neubewertung geschaffen

    Der US-Bundesstaat Nevada gehört zu den weltweit führenden Goldregionen, und insbesondere der Walker-Lane-Trend gilt als einer der spannendsten Explorationskorridore Nordamerikas. Hier treibt Lahontan Gold die Entwicklung seines Santa-Fe-Projekts voran, einer ehemals produzierenden Mine mit vorhandener Infrastruktur und beschleunigten Genehmigungsperspektiven. Diese Kombination bildet häufig die Grundlage für eine Neubewertung in der Rohstoffbranche.

    Das Projekt selbst ist bereits weit fortgeschritten. Über 1,5 Mio. Unzen Goldäquivalent in der „indicated“-Kategorie bilden ein solides Fundament. Hinzu kommt erhebliches Wachstumspotenzial durch weitere Bohrziele. Besonders attraktiv ist die Geologie, denn große Teile der Mineralisierung liegen oxidiert und nahe der Oberfläche. Das ermöglicht kostengünstigen Tagebau und den Einsatz bewährter Heap-Leach-Verfahren. Erste wirtschaftliche Studien deuten auf eine vergleichsweise niedrige Kapitalintensität bei gleichzeitig robusten Margen hin.

    Zusätzliche Impulse liefern starke Bohrergebnisse, die einen hochgradigen Oxid-Kern bestätigen, sowie die Expansion in das nahegelegene West-Santa-Fe-Gebiet. Parallel setzt das Unternehmen auf moderne Technologien und profitiert von regulatorischem Rückenwind in den USA. Damit steigt die Attraktivität nicht nur für Investoren, sondern auch für größere Produzenten, die verstärkt nach entwicklungsnahen Projekten in sicheren Jurisdiktionen suchen.

    Ein entscheidender Faktor ist die jüngste Kapitalerhöhung von über 13 Mio. CAD. Sie sichert die Finanzierung der nächsten Entwicklungsphase und schafft Planungssicherheit bis weit in die Zukunft. Gleichzeitig signalisiert die Beteiligung institutioneller Investoren Vertrauen in die Story. Zusätzliche Mittel aus Warrants könnten die Kasse weiter stärken. Damit trifft ein fortgeschrittenes Projekt auf eine solide Finanzbasis. Eine Kombination, die in dieser Phase erhebliches Aufwertungspotenzial bietet.

    DroneShield - Starke Strategie und verunsicherte Anleger

    Der australische Drohnenabwehr-Spezialist DroneShield durchläuft derzeit einen massiven personellen Wandel. Nach über einem Jahrzehnt an der Spitze ist CEO Oleg Vornik zurückgetreten, und auch der Aufsichtsratsvorsitzende Peter James wird sich nicht mehr zur Wahl stellen. Die operative Leitung übernimmt fortan Angus Bean, ein langjähriger Insider und technologischer Architekt der hauseigenen Abwehrsysteme. Flankiert wird er von Hamish McLennan, der ab Mai den Posten des Chairman bekleidet. Dieser abrupte Wechsel weckt bei Investoren jedoch gemischte Gefühle, da die scheidende Führungsspitze erst im vergangenen Herbst durch umfangreiche und überraschende Aktienverkäufe viel Vertrauen am Markt verspielt hatte.

    Ungeachtet der personellen Turbulenzen präsentiert sich das Unternehmen operativ in Bestform. Die strategische Neuausrichtung fokussiert sich klar auf künstliche Intelligenz und Skalierung. Mit einem auf über 350 Fachkräfte angewachsenen Ingenieurteam entwickelt DroneShield fortschrittliche, KI-gestützte Kommando- und Kontrollsysteme.

    Das Ziel ist es, sich dauerhaft als Technologieführer im Verteidigungssektor zu etablieren. Diese Pläne werden durch hervorragende Finanzdaten untermauert. Im ersten Quartal 2026 schoss der Umsatz im Jahresvergleich um 87 % auf 63 Mio. AUD in die Höhe. Für das gesamte laufende Geschäftsjahr kann der Konzern zudem bereits auf fest zugesagte Einnahmen in Höhe von 140 Mio. USD blicken.

    Am Aktienmarkt sorgte das Stühlerücken dennoch für erhebliche Nervosität. Die Aktie brach infolge der Rücktritte zeitweise um fast 20 % ein. Zusätzlich belasteten kurzfristige geopolitische Entspannungssignale aus dem Nahen Osten den gesamten Rüstungssektor. Analysten betrachten die aktuelle Lage mit Vorsicht. Das Investmenthaus Jefferies belässt seine Einstufung auf „Hold“ mit einem Kursziel von 3,70 AUD. Die Experten fordern zunächst Beweise, dass das neue Managementteam in der Lage ist, die gefüllten Auftragsbücher reibungslos abzuarbeiten und das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen. Charttechnisch sehen Marktbeobachter bei einer Kursstabilisierung jedoch ein kurzfristiges Erholungspotenzial von rund 30 %.


    ITM Power könnte dank staatlicher Unterstützung zum Profiteur des Wasserstoff-Comebacks werden. Lahontan Gold steht mit seinem fortgeschrittenen Projekt und frischem Kapital vor einer möglichen Neubewertung. DroneShield verbindet starkes Wachstum mit KI-Fokus und bietet nach dem Rücksetzer Chancen auf eine dynamische Erholung.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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    Kommentar von Nico Popp vom 09.04.2026 | 05:00

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    • Kupfer
    • Platingruppen
    • Erneuerbare Energien
    • Wasserstoff
    • Energie

    Die Sicherung von Kupfer und Platingruppenmetallen (PGM) wird immer wichtiger, da diese Elemente sowohl für die Energieinfrastruktur als auch für die Wasserstoffwirtschaft unverzichtbar sind. Analysen von S&P Global und McKinsey prognostizieren einen Anstieg der Kupfernachfrage auf 42 Mio. t bis zum Jahr 2040, was einem Zuwachs von 50 % gegenüber 2025 entspricht. Gleichzeitig berichtet die Internationale Energieagentur (IEA), dass die Nachfrage nach Wasserstoff im Jahr 2024 bereits satte 100 Mio. t umfasste, was den Bedarf an Platin und Palladium für Elektrolyseure treibt. Während Großkonzerne wie Rio Tinto ihre Marktführerschaft durch Investitionen in riesige Kupferprojekte absichern, um den langfristigen Bedarf der Industrie zu decken, konzentriert sich der PGM-Spezialist Sibanye-Stillwater verstärkt auf die Diversifizierung seines Portfolios in Richtung polymetallischer Lagerstätten in stabilen Jurisdiktionen. In diesem Umfeld operiert Power Metallic Mines mit seinem Nisk-Projekt im kanadischen Distrikt Québec. Kürzliche Entdeckungen in der Lion Zone bestätigten außergewöhnliche Kupfergrade von über 10 % sowie signifikante PGM-Beiprodukte. Diese Qualität in einer erstklassigen Bergbauregion macht das Unternehmen interessant - für Anleger, die auf strategische Konsolidierungen spekulieren und für Großkonzerne auf der Suche nach erstklassigen Ressourcen.

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