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21.05.2024 | 06:00

K+S, Globex Mining, Barrick Gold – Rohstoffaktien: Jetzt Geld verdienen

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Der Rohstoffmarkt ist im Jahr 2024 von hoher Volatilität geprägt, beeinflusst durch eine starke Nachfrage, Angebotsengpässe und technologische Umstellungen auf erneuerbare Energien, die beispielsweise Lithium und Kupfer verteuern. Außerdem machen Inflationssorgen Edelmetalle attraktiv als Inflationsschutz, während die Zinspolitik der Zentralbanken ebenfalls ein Faktor ist. Zudem sorgen geopolitische Spannungen für Störungen in Lieferketten und steigern so die Preise. In diesem Kontext gewinnen Investitionen in Rohstoffaktien zunehmend an Bedeutung. Diese Form des Investments erlaubt es, indirekt von den Preisschwankungen und dem Wertzuwachs von Rohstoffen zu profitieren, ohne physisch in die Rohstoffe selbst investieren zu müssen. Wir sehen uns daher heute drei Rohstoffunternehmen an und analysieren ihr Potenzial.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084

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Inhaltsverzeichnis:


    Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
    "[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

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    K+S – Quartalszahlen besser als erwartet

    Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat im ersten Quartal 2024 einen Umsatz von 988 Mio. EUR erzielt, was einem Rückgang von 18 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Das operative Ergebnis (EBITDA) sank auf 200 Mio. EUR, während der bereinigte freie Cashflow mit 111 Mio. EUR nahezu das Vorjahresniveau erreichte. Trotz des Umsatz- und Gewinnrückgangs konnte K+S die Erwartungen des Marktes übertreffen, da die Konsensschätzungen bei einem Umsatz von 904 Mio. EUR und einem EBITDA von 165 Mio. EUR lagen. Der Konzern setzt für das Gesamtjahr 2024 optimistische Vorhersagen.

    Das Unternehmen bestätigt, dass sich weltweit kein Überangebot auf dem Kalimarkt abzeichnet. Der Vorstand rechnet für das Jahr 2024 mit einem EBITDA von 500 bis 650 Mio. EUR und einem mindestens ausgeglichenen freien Cashflow. Diese Prognosen basieren auf der stabilen Nachfrage nach Düngemittelspezialitäten und einem starken Europageschäft, das entscheidend zum gelungenen Start ins Jahr beigetragen hat. Von daher ergeben die Investitionen in Höhe von 600 Mio. EUR in das Werk Werra in den kommenden Jahren Sinn.

    Vorstandsvorsitzender Dr. Burkhard Lohr äußerte sich zufrieden mit der Entwicklung und hob die positiven Effekte des starken Europageschäfts und des hohen Anteils an Düngemittelspezialitäten hervor. Diese Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass das EBITDA näher am oberen Ende der prognostizierten Bandbreite liegen wird. Dennoch bleiben Unsicherheiten aufgrund ausstehender Kalilieferverträge mit China bestehen. Die Analysten empfehlen mehrheitlich das Halten der Aktie. Lediglich J.P. Morgan empfiehlt den Kauf mit einem Kursziel von 19,00 EUR. Aktuell handelt die Aktie um 13,37 EUR.

    Globex Mining – breites Portfolio und trotzdem unterbewertet

    Im Zuge des aktuellen Rohstoffbooms, der maßgeblich durch den Bedarf an neuen Technologien vorangetrieben wird, erleben wir eine Renaissance auf den globalen Märkten. Besonders signifikant sind die stark gestiegenen Preise von Edelmetallen, die Anleger und Bergbauunternehmen gleichermaßen beeinflussen. In diesem aufgeheizten Umfeld nimmt Globex Mining, ein Unternehmen mit insgesamt 248 Rohstoffprojekten, von denen 124 auf Edelmetalle fokussiert sind, eine herausragende Position ein. Darüber hinaus umfasst das Portfolio auch Bunt- und Polymetalle sowie Sondermetalle und seltene Mineralien, die für High-Tech-Industrien wie Elektromobilität, erneuerbare Energien und fortschrittliche Technologien von großer Bedeutung sind.

    Mit einem Geschäftsmodell, das auf Akquisitionen, Entwicklung, Veroptionierung und Veräußerung von Bergbauprojekten basiert, ist Globex gut positioniert, um von der anhaltenden Nachfrage nach Rohstoffen zu profitieren. Die Entwicklung der Projekte übernehmen andere Unternehmen, die sich von Globex eine Option auf einzelne Projekte sichern. Im Gegenzug erhält das Unternehmen Cash, Aktien, Optionen und Lizenzgebühren sobald ein Projekt in Produktion geht. Durch die Vielzahl der veroptionierten Grundstücke gibt es laufend neue Nachrichten. Zuletzt meldete Cartier Resources neue Bohrergebnisse auf dem Nordeau-Grundstück. Dabei wurden Ergebnisse mit bis zu 13,2 g/t Gold gemeldet. Geht Cartier in Produktion erhält Globex 3 % Metalllizenzgebühr.

    Das starke Management unter CEO Jack Stoch, langjährige Branchenkenntnisse und eine sehr gute Finanzlage haben dafür gesorgt, dass das Portfolio von Globex in den letzten Jahren stark gewachsen ist. 2020 lag die Projektzahl noch bei 189. Das Wachstum wird allein aus den Einnahmen gestemmt und das Unternehmen hat weder Schulden noch wurden Aktien gedruckt und die Aktionäre verwässert. Derzeit belaufen sich die liquiden Finanzmittel auf mehr als 20 Mio. CAD. Ein weiterer Pluspunkt ist der Fokus des Unternehmens auf seine Präsenz in Nordamerika und Deutschland. Die Aktie, die Mitte März noch für unter 0,80 CAD zu haben war, konnte zuletzt deutlich zulegen und notiert aktuell bei 1,07 CAD. Damit kommt man gerade einmal auf eine Marktkapitalisierung von rund 59 Mio. CAD.

    Barrick Gold - stabile Quartalszahlen trotz Herausforderungen

    Barrick Gold veröffentlichte am 1. Mai seine Ergebnisse für das 1. Quartal 2024. Trotz eines leichten Rückgangs der Goldproduktion um 1 % auf rund 940.000 Unzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, zeigt das Unternehmen eine starke finanzielle Leistung. Der Umsatz stieg um 4 % auf 2,75 Mrd. USD, angetrieben durch einen Anstieg des durchschnittlichen Goldpreises von 1.902 USD auf 2.075 USD pro Unze. CEO Mark Bristow betonte, dass trotz der Herausforderungen, wie des verzögerten Hochlaufs der Pueblo Viejo-Mine, die langfristige Perspektive des Unternehmens robust bleibt, insbesondere mit Blick auf die geplanten Wachstumsprojekte.

    Die Nachfrage nach Kupfer wächst stetig durch den Boom in den Bereichen erneuerbare Energien und Elektrofahrzeuge. Barrick plant, dieses steigende Bedürfnis durch erhebliche Investitionen in neue Minenprojekte, wie das Reko Diq in Pakistan und das Lumwana Super Pit in Sambia, zu bedienen. Diese Projekte sollen die Kupferproduktion des Unternehmens in den nächsten Jahren erheblich steigern. Diese Entwicklung ist entscheidend, da aktuelle Prognosen einen drohenden Kupfermangel bis 2035 vorhersagen, falls die Entdeckung und Erschließung neuer Vorkommen nicht beschleunigt wird.

    Barrick setzt auf organisches Wachstum durch die Erschließung neuer und den Ausbau bestehender Minen. Der Ausbau der Pueblo Viejo-Mine und die Wiederinbetriebnahme der Porgera-Mine werden dazu beitragen, die Produktionskapazität zu erhöhen und die Kosten mittelfristig zu senken. Zudem plant Barrick, die Goldproduktion durch Projekte wie Goldrush und Fourmile weiter zu stärken. CEO Bristow hebt die Notwendigkeit hervor, in die Entdeckung und Erschließung neuer Ressourcen zu investieren. Das ist nötig denn Übernahmen allein reichen nicht aus, um die zukünftigen Herausforderungen im Kupfermarkt zu bewältigen. Die Aktie steht momentan bei 17,89 USD.


    Der Kampf um Rohstoffe ist in vollem Gang. China zeigt sich hier besonders rohstoffhungrig. Manche Experten haben bereits einen Rohstoff Superzyklus ausgerufen. K+S konnte trotz Umsatzrückgang und Gewinnrückgang die Marktprognosen übertreffen und zeigt sich optimistisch für das Gesamtjahr. Globex Mining profitiert von hohen Rohstoffpreisen, verfügt über ein diversifiziertes Portfolio und bleibt aufgrund seiner starken finanziellen Situation und strategischen Projektauswahl unterbewertet. Barrick Gold verzeichnete stabile Quartalszahlen trotz Herausforderungen und setzt auf organisches Wachstum durch Investitionen in neue Minenprojekte. In diesem dynamischen Umfeld bieten alle drei Unternehmen unterschiedliche, aber vielversprechende Investitionsmöglichkeiten.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Elektrofahrzeuge – Fahrzeuge, welche durch elektrische Energie angetrieben werden.
    3. Vorstand – Das eigenverantwortliche und geschäftsführende Organ einer Aktiengesellschaft ist der Vorstand.

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    Mit der Riesenschlappe des grünen Lagers zur EU-Wahl geht ein Raunen durch die Automobil-Industrie. Wird das Verbrenner-Verbot doch noch zu Gunsten einer allgemeinen Technologie-Offenheit zu Fall gebracht? Die besten herkömmlichen Autos kommen bekanntlich aus Deutschland und sie sind nachweislich nicht klimaschädlicher als die E-Fahrzeuge aktueller Bauart. Die Wähler haben den grünen Schleier nun endlich gelüftet, die Doktrin der Besserwisser ist somit erst mal auf dem Rückzug. Aus klimatechnischer Sicht macht es natürlich Sinn, in Batteriespeicher zu investieren, sie müssen aber nicht zwingend in Autos verbaut werden. Wie können Anleger von der aktuellen Gemengelage profitieren?

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    Die Aktien von Bayer, Saturn Oil & Gas und TUI haben das Potenzial in naher Zukunft zu steigen. Bei Bayer scheinen die negativen Effekte des schwierigen Jahres 2023 eingepreist zu sein. Saturn Oil & Gas beeindruckt durch einen starken Cashflow und wird als zukünftige Dividenden-Aktie gehandelt. Analysten sehen hier ein Potenzial von über 100 %. Für TUI sind die Bilanzprobleme weitgehend gelöst und die Prognosen für 2024 sowie die Sommersaison versprechen Rekordbuchungen, was die Aktie zusätzlich beflügeln könnte. Grund genug sich die drei Unternehmen genauer anzusehen.

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    Die Börse steigt und steigt – soviel verraten die immer neuen Höchststände der prominenten Indizes wie die NASDAQ 100, Dow Jones, Nikkei oder der DAX40-Index. Während internationale Hightech-Titel dabei den Ton angeben, haben mittlerweile auch die Finanzwerte wieder Gewinne wie vor der Corona-Pandemie erzielen können. Das liegt an der zurückgekehrten Zinsmarge. Doch wegen der schlechten Konjunkturlage drohen jetzt Abschreibungen im Kreditbuch. Die allgemein bedrückende Lage lastet auch auf den Tourismus-Unternehmen. Ganz anders bei Gold und Silber. Sie schafften im Mai endlich neue Höchstmarken, hier sollte der Zug schnell weiterrollen. Worauf sollten Anleger jetzt dringend achten!

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