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06.11.2026 | 05:32

MidTerm-Tsunami und neuer DAX-Rekord! Rheinmetall, Renk, SpaceX und Antimony Resources im Rampenlicht

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Bildquelle: Pixabay

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

Das politische Erdbeben bei den US-Zwischenwahlen mischt die Karten am feinfühligen Finanzmarkt völlig neu und fordert starke Nerven. Mit dem triumphalen Durchmarsch der Demokraten kontrollieren sie künftig sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat. Dieser Erdrutschsieg, der in vielen Medien bereits als „blauer Tsunami“ bezeichnet wird, entzieht den Republikanern von Präsident Donald Trump die parlamentarische Basis. Ausschlaggebend für diesen Erfolg waren erhebliche Stimmengewinne in traditionell konservativen Hochburgen wie Texas und South Carolina. Die amerikanischen Wähler nutzten die Zwischenwahlen offensichtlich, um ihren Unmut über die hohen Lebenshaltungskosten und die wirtschaftlichen Folgen der jüngsten Außenpolitik zum Ausdruck zu bringen. Für die Börsen bedeutet dieses Wahlergebnis eine Phase erhöhter Volatilität und politischer Unsicherheit. An der Wall Street müssen sich Anleger nun darauf einstellen, dass die demokratische Mehrheit Trumps politische Vorhaben streng kontrollieren und blockieren wird. Die neu gewählten demokratischen Abgeordneten haben bereits angekündigt, einen klaren Fokus auf die Entlastung der Bevölkerung und eine stärkere Regulierung von Großkonzernen zu legen. Das lenkt die Aufmerksamkeit weg von hohen Ölpreisen, Kriegen und Protektionismus, hin zu Themen der digitalen Erneuerung und der Stabilisierung wichtiger Lieferketten. Wir betrachten ein paar Ausreißer der letzten Stunden, während der deutsche Leitindex DAX neue Rekordstände erklimmt.

Lesezeit: ca. 6 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: Antimony Resources Corp | CA0369271014 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , RENK AG | DE000RENK730 , SPACE EXPLORATION TECHNOLOGIES CORP | US84615Q1031

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Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall und Renk – Da hatte die Börse wohl mehr erwartet

    Da gab´s einen Hieb auf die Mütze! Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall erlebte nach der Vorlage der Q3-Zahlen einen heftigen Kurssturz von zeitweise über 17 %. Obwohl das operative Ergebnis um beachtliche 62 % auf 553 Mio. EUR nach oben sprang, zeigten sich Investoren zutiefst enttäuscht. Der Hauptauslöser für den massiven Ausverkauf war die zweite Senkung der Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf nunmehr rund 13,2 Mrd. EUR. Dahinter stecken primär zeitliche Verzögerungen bei großen Rüstungsprojekten der Bundeswehr, wie etwa dem milliardenschweren Boxer-Radpanzerprojekt „Arminius“. Weil dieser Großauftrag nun voraussichtlich erst im Jahr 2027 verbucht werden kann, verschieben sich die fest eingeplanten Einnahmen entsprechend nach hinten. Anleger straften diesen Mangel an zeitlicher Planbarkeit gnadenlos ab und schickten das Papier zeitweise bis auf 818 EUR in die Tiefe. Trotz der operativ starken Marge von 17,5 % verlor der Konzern am gestrigen Handelstag massiv an Vertrauen und Börsenwert. Aber immerhin: Für Neueinsteiger mit etwas Zukunftsvertrauen liegt das KGV 2028e laut Analysten auf der Plattform LSEG nun bei 11,8 – so günstig gab es die Düsseldorfer seit 2022 noch nie!

    Wir blicken nach Augsburg, denn auch hier gab es Zahlen. Der Getriebehersteller Renk konnte sich der negativen Sogwirkung des Rüstungssektors ebenfalls nicht entziehen und verbuchte empfindliche Kursverluste von zeitweise über 5 %. Dabei sahen die Geschäftszahlen für die ersten 9 Monate des Jahres auf den ersten Blick überaus robust aus. Renk steigerte den Auftragseingang um satte 33,6 % auf mehr als 1,6 Mrd. EUR und trieb den gesamten Auftragsbestand auf ein neues Rekordhoch von 7,6 Mrd. EUR. Da die Erlöse jedoch zeitgleich nur um 5,8 % zulegten, wuchs an der Börse die Skepsis bezüglich der kurzfristigen Realisierung dieser Summen. Der drastische Kursrutsch beim Branchenprimus Rheinmetall strahlte somit umgehend auf Renk aus und löste eine allgemeine Branchenkonsolidierung aus. Analysten wie David Perry von J.P. Morgan betonten zwar, dass die Kennziffern von Renk sogar leicht über den Markterwartungen lagen, doch der Sektordruck wog gestern letztlich schwerer. Bei aktuellen Kursen rund um 34 EUR liegt der Konsens auf der Plattform LSEG bei Renk immerhin noch bei 59 EUR. Hier sollten in den nächsten Tagen erste Revisionen der Experten eintreffen. Bei Rheinmetall hatte sich der Konsens auf 12 Monate schon zuletzt stark ermäßigt. Lagen die Kursziele zum Jahreswechsel noch über 2.400 EUR, so korrigierte sich diese sehr optimistische Sichtweise nach drei Umsatzwarnungen auf tiefere 1.528 EUR. Auch hier liegen die Experten vermutlich noch zu hoch. Spannend, was im Sektor nun weiter passiert!

    SpaceX – Zurück auf Null

    Bei überhitzten High-Tech-Werten ist in diesen Tagen besondere Wachsamkeit angebracht. Das frisch gelistete Zukunftsunternehmen SpaceX stürmt mit Wucht in den KI-Markt und will Rechenzentren mit einer Kapazität von bis zu 20 Gigawatt errichten. Angetrieben von Elon Musks ehrgeizigem Ausbau von Superintelligenz-Infrastrukturen investiert der mit rund 1,5 Bio. USD bewertete Technologiekonzern massiv in neueste Server-Hardware und Rechenzentren. Aber trotz des rasanten Wachstumstempos bleibt Vorsicht geboten. Denn das äußerst kapitalintensive Kerngeschäft und die hochgesteckten Umsatzziele machen das Unternehmen stark von externer Finanzierung abhängig. So hat SpaceX allein seit Juni ca. 65 Mrd. USD vom Markt aufgenommen. Kürzlich sorgte Elon Musk zudem für Unruhe in der Lieferkette, als bekannt wurde, dass künftige Rechenzentren ausschließlich mit Nvidia-Hardware ausgestattet werden sollen. Der Konkurrent AMD geht bei den nächsten Bestellungen wohl leer aus, was in der gesamten Branche für große Unruhe sorgte. Angesichts der hohen Erwartungen und wachsender regulatorischer Risiken ist das Korrekturpotenzial für den hoch bewerteten Börsenneuling erheblich. Überdies haben einige Demokraten angekündigt, die politische Sonderrolle von Tech-Milliardären künftig genauer zu prüfen. Der direkte Einfluss auf die Entscheidungen in Washington wird wohl damit wieder geringer. Gestern stürzte die SpaceX-Aktie um ganze 10 USD auf 125 USD ab. Damit ist der IPO-Preis vom Juni wieder klar unterschritten. Mal sehen, was in den nächsten Tagen weiter passiert, die hohe Bewertung lässt weitere Korrekturen zu.

    Antimony Resources – Bald Hill gewinnt strategisch und finanziell an Kontur

    HighTech und Rüstung bringen uns zu kritischen Metallen. Antimon ist sehr selten und ein strategischer Schlüsselrohstoff für die Verteidigungsindustrie, da es in gehärteten Metalllegierungen, panzerbrechender Munition und speziellen Zündsystemen eingesetzt wird. Darüber hinaus verbessert es die Widerstandsfähigkeit von Materialien und findet Verwendung in Flammschutzmitteln für militärische Fahrzeuge, Flugzeuge und elektronische Ausrüstung. In der Hightech-Industrie spielt das Metall eine wichtige Rolle bei Halbleitern, Infrarotsensoren, Nachtsichtgeräten und weiteren optoelektronischen Komponenten. Auch moderne Kommunikationssysteme, Batterietechnologien und elektronische Steuerungen profitieren von antimonhaltigen Materialien. Gerade die zunehmende Aufrüstung, der Ausbau autonomer Waffensysteme und der wachsende Halbleiterbedarf machen Antimon zu einem geopolitisch begehrten Rohstoff, dessen Versorgungssicherheit zunehmend über industrielle und militärische Handlungsfähigkeit mitentscheidet.

    Das lenkt die Aufmerksamkeit der Investoren auf den Explorer Antimony Resources. Jüngst ist es um die Kanadier etwas still geworden, doch nun erreichen uns wieder geballte News. Das Unternehmen legt den Fokus auf Exploration und Entwicklung nordamerikanischer Antimonvorkommen mit dem langfristigen Ziel, eine unabhängige westliche Versorgungsquelle für dieses wichtige Metall aufzubauen. Angesichts der chinesischen Dominanz und zunehmender Exportbeschränkungen wächst der Druck auf westliche Industriestaaten, eigene Rohstofflieferketten zu etablieren. Das Vorzeigeprojekt Bald Hill in New Brunswick steht im Rampenlicht dieser Diskussion, denn die politische Unterstützung der Provinzregierung und die strategische Bedeutung des Standorts verleihen dem Vorhaben bereits heute eine zusätzliche Dimension, welche über die reine Lagerstättenexploration hinausgeht. Geologisch bringt Bald Hill einiges mit: Die Main Zone erstreckt sich über mindestens 600 Meter Länge und 350 Meter Tiefe, weist durchschnittliche Mineralisierungen von vier bis fünf Metern sowie Antimongehalte von 3 bis 4 % auf. Das bislang konzeptionelle Explorationsziel von rund 2,7 Mio. Tonnen darf zwar noch nicht mit einer bestätigten Mineralressource gleichgesetzt werden, liefert aber eine interessante Ausgangsbasis für die weitere Entwicklung.

    CEO James R. Atkinson im Interview mit IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk zu den neuesten Entwicklungen in New Brunswick. Hier geht´s zum Video…

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    Aktuell fanden zwei wichtige Finanzierungen statt. Nach einer im Oktober abgeschlossenen Flow-Through-Platzierung über 5 Mio. CAD zu 0,47 CAD je Aktie konnte Antimony Resources auch das Orderbuch einer weiteren Kapitalmaßnahme über bis zu 3 Mio. CAD vollständig befüllen. Entscheidend ist dabei weniger die absolute Summe als vielmehr die Tatsache, dass ein strategischer Investor aus dem Bergbausektor die gesamte zweite Platzierung zeichnete. Bei einem Ausgabepreis von 0,30 CAD je Einheit und einem Umfang von bis zu 10 Mio. Einheiten signalisiert diese Transaktion ein gezieltes Interesse des Branchenakteurs an der weiteren Entwicklung von Bald Hill. Zusammen mit der vorausgegangenen Finanzierung verfügt Antimony Resources damit über ein Finanzierungspaket von insgesamt bis zu 8 Mio. CAD, das die Fortsetzung der Explorations- und Entwicklungsarbeiten erheblich erleichtert. Der nächste entscheidende Meilenstein bleibt nun die angekündigte Ressourcendefinition nach Standard NI-43-101, denn erst sie wird zeigen, in welchem Umfang sich das geologische Potenzial tatsächlich in eine wirtschaftlich relevante Lagerstätte überführen lässt. GBC Research hatte im August eine Studie mit Kursziel 2,66 CAD veröffentlicht. Nach der aktuellen Korrektur im Sektor verspricht dies beachtliches Potenzial für die Antimony-Aktie. Hoch interessant!

    Der Chart der Antimony-Aktie hat sich analog zur Konsolidierung im Sektor seit Mitte des Jahres seitwärts entwickelt. Die technischen Indikatoren zeigen aber eine allmähliche Stabilisierung. Ebenso bietet das letzte Finanzierungsniveau eine gute Orientierungslinie für Neueinsteiger. Quelle: LSEG Refinitiv vom 05.11.2026
    Der Chart der Antimony-Aktie hat sich analog zur Konsolidierung im Sektor seit Mitte des Jahres seitwärts entwickelt. Die technischen Indikatoren zeigen aber eine allmähliche Stabilisierung. Ebenso bietet das letzte Finanzierungsniveau eine gute Orientierungslinie für Neueinsteiger. Quelle: LSEG Refinitiv vom 05.11.2026

    Fazit

    Die Kapitalmärkte sind aktuell sehr politisch und durch steigende Zinsen belastet. Historische Bewertungen im Bereich KI-, HighTech- sowie im Chip-Sektor sollten daher auch kritisch beäugt werden. So dürfte das Jahr 2026 zwar als der „Chip-Megahype“ in die Geschichte eingehen, eine entsprechende Korrektur ist seit einigen Tagen aber sichtbar. Für den Verteidigungs-Sektor lief es in 2026 deutlich schlechter als die Jahre zuvor. Hier müssen Analysten sicherlich fundamental nachrechnen. Der Megatrend „kritische Metalle“ sollte noch einige Jahre weiterlaufen, temporär tiefere Kurse stellen für risikobereite Anleger durchaus neue Gelegenheiten bereit.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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