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11.03.2026 | 05:00

Neuer Drohnen-Player punktet: Das Potenzial von NEO Battery Materials, DroneShield und Amprius Technologies

  • Batterien
  • Drohnen
  • Siliziumanoden
  • Energiedichte
  • Südkorea
Bildquelle: KI

Energieeffizienz und Verteidigungsfähigkeit sind zwei Seiten derselben Medaille. Das gilt vor allem im rasant wachsenden Geschäft mit Drohnen, bei dem leistungsfähige Batterien entscheidend sind. Während die weltweite Nachfrage nach Batterien laut Analysen von McKinsey weiter stark steigt, konzentriert sich der militärische Sektor auf eine hochspezialisierte Nische: die Maximierung der Energiedichte bei gleichzeitiger Eliminierung der Abhängigkeit von asiatischen Lieferketten. Der US-National Defense Authorization Act (NDAA) für das Haushaltsjahr 2026 verlangt, dass Batterien für das Verteidigungsministerium künftig strengen Kriterien unterliegen, um den Einfluss rivalisierender Staaten zu beenden. In diesem Umfeld setzt Amprius Technologies durch seine enorme Energiedichte für Langstrecken-Drohnen (UAS) den Standard. Doch es gibt vielversprechende Konkurrenz mit eigenen Vorzügen: NEO Battery Materials sorgt mit seiner NBMSiDE-Technologie dafür, dass die gefragten Batterien unabhängig von China hergestellt werden können. Die erst seit einigen Wochen in Feldtests validierte Technologie trifft auf ein Marktumfeld, in dem die Abwehr von Drohnen wichtiger denn je ist. Zwar gilt der Weltmarktführer DroneShield mit seinen KI-gestützten Abwehrlösungen als naheliegende Antwort auf die neuen Bedrohungen, doch werden Drohnen immer öfter auch direkt mit Drohnen bekämpft. In dieser Konstellation rückt NEO Battery Materials in den Fokus von Investoren.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: NEO BATTERY MATERIALS LTD | CA62908A1003 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2 , AMPRIUS TECHNOLOGIES INC | US03214Q1085

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Inhaltsverzeichnis:


    Amprius Technologies liefert den technologischen Standard

    Das US-Unternehmen Amprius Technologies hat sich als Vorreiter für Batterien mit hoher Energiedichte etabliert. Das Geschäftsmodell basiert auf der Überlegenheit seiner Silizium-Anoden-Struktur gegenüber herkömmlichen Graphit-Anoden. Während Graphit an seine physikalischen Grenzen stößt, erreichen die Silizium-Nanodraht-Strukturen von Amprius eine Energiedichte von bis zu 520 Wh/kg. Das führt zu einem deutlich geringeren Gewicht bei gleichzeitig deutlich gesteigerter Laufzeit, was für militärische Drohnen von entscheidender Bedeutung ist. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte das Unternehmen einen Wendepunkt und konnte seinen Umsatz um beachtliche 202 % auf 73 Mio. USD steigern. Um die Produktion für den Massenmarkt hochzufahren und gleichzeitig die strikten Vorgaben des US-Verteidigungsministeriums zu erfüllen, vollzog Amprius den strategischen Wechsel zu einem "Capital-light-Fertigungsmodell“. Durch die enge Zusammenarbeit mit etablierten Auftragsfertigern in den USA und in Südkorea reduziert das Unternehmen sein finanzielles Risiko erheblich und konzentriert sich voll auf die Skalierung seiner neuen SiCore-Plattform.

    DroneShield liefert die KI-Sperre gegen unbemannte Angriffe

    In einer Welt, in der Drohnen durch bessere Batterien länger und weiter fliegen können, steigt der Bedarf an effektiven Verteidigungslösungen. DroneShield gilt hierbei als anerkannter Weltmarktführer für KI-basierte Detektions- und Abwehrsysteme. Die Produkte von DroneShield ermöglichen es, feindliche Drohnen anhand ihrer Funkfrequenz-Signatur in Echtzeit zu identifizieren und durch gezielte Störsignale abzuwehren. Diese technologische Überlegenheit hat dem Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 einen finanziellen Sprung beschert. Der Umsatz kletterte um 276 % auf 216,5 Mio. AUD, was DroneShield erstmals nachhaltig in die Gewinnzone führte. Um die gewaltige Vertriebspipeline von bis zu 2,3 Mrd. AUD künftig bedienen zu können, hat das Management die eigene Produktionskapazität in einer neuen Anlage in Sydney auf bis zu 2,4 Mrd. AUD pro Jahr ausgeweitet. Das Unternehmen profitiert dabei zunehmend auch von zivilen Aufträgen für den Schutz von kritischer Infrastruktur und vollzieht die Transformation von einem reinen Hardware-Anbieter zu einem margenstarken Software-Konzern. Für viele Anleger ist DroneShield ein alter Bekannter, jedoch ist die Bewertung an der Börse angesichts der jüngsten operativen Erfolge bereits ambitioniert.

    NEO Battery Materials demokratisiert die Hochleistungsbatterie

    Während Amprius und DroneShield bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad haben, punktet NEO Battery Materials mit einer Kombination aus hoher Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit. Das kanadisch-südkoreanische Unternehmen fokussiert sich auf die Herstellung von Silizium-Anoden-Materialien unter Verwendung seiner proprietären NBMSiDE-Technologie. Das zentrale Wettbewerbsmerkmal ist ein patentierter "One-Pot-Beschichtungsprozess“ auf Wasserbasis. Da NEO auf teure und komplexe Verfahren wie die chemische Gasphasenabscheidung verzichtet und bei normalem atmosphärischem Druck produziert, sinken die Herstellungskosten der Anoden um 60 bis 80 %. Das Endprodukt kann direkt in bestehende Batteriefertigungslinien integriert werden und ermöglicht eine Leistungssteigerung von bis zu 40 %. Ein Live-Feldtest im Februar demonstrierte diese Stärke eindrucksvoll: NEO-Batterien zeigten eine Steigerung der durchschnittlichen Flugzeit von Drohnen um 98 % im direkten Vergleich zu einer in Massenproduktion hergestellten chinesischen Benchmark-Batterie.

    Drohnen sind auch an der Börse gefragt - NEO Battery Materials gilt als Geheimtipp.

    Um diese Technologie auf den Markt zu bringen, sicherte sich NEO erst kürzlich einen 3,2 Hektar großen Produktionsstandort in Südkorea, der eine Kapazität von 500 Megawattstunden erreichen soll. Der strategische Vorteil Südkoreas liegt nicht nur in der hochmodernen industriellen Basis, sondern vor allem in der geopolitischen Positionierung als zuverlässiger Partner für westliche Regierungen. Bereits im vergangenen Herbst sicherte sich das Unternehmen seinen ersten mehrjährigen Abnahmevertrag im Wert von 4,5 Mio. CAD von einem asiatischen Entwickler für KI-Flugsteuerungssysteme, was NEOs Übergang von der Forschung zur Produktion belegt.

    Drohne gegen Drohne: Der Hebel für Investoren

    Die jüngsten Erfahrungen in der Ukraine und im Nahen Osten zeigen eine völlig neue Stufe der militärischen Eskalation: Drohnen werden zunehmend mit kostengünstigen Interceptor-Drohnen bekämpft. Herkömmliche Luftabwehrsysteme sind gegen Schwärme von Billig-Drohnen schlichtweg zu teuer und ineffizient. Diese neuen Abfangsysteme benötigen Batterien, die extreme Sprints beim gezielten Abfangen ermöglichen und gleichzeitig genügend Energiedichte für lange Patrouillenflüge bieten. Genau hier kann NEO Battery Materials seine Stärken ausspielen. Die Kombination aus enormer Leistungsfähigkeit, der absoluten Autarkie von chinesischen Lieferketten und einem attraktiven Preis macht die Technologie von NEO zur idealen Komponente für diese neue Klasse von Verteidigungssystemen.

    Für Investoren ergibt sich daraus eine klare Chance. Während Amprius und DroneShield etablierte, aber hoch bewertete Player sind, steht NEO Battery Materials an der Schwelle zur echten industriellen Skalierung. Das Unternehmen kann künftig Abnehmer im Westen bedienen und mit den Eckdaten seiner Technologie punkten. Gelingt der Übergang zur kommerziellen Produktion in Südkorea reibungslos, bietet NEO Battery Materials spekulativ ausgerichteten Anlegern aktuell das mit Abstand größte Potenzial.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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