08.10.2026 | 04:41
Quanten, KI & Kaizen: Aktien von Astera Labs, Aqarios Quantum Technologies und SpaceX im Fokus!
Die Warnzeichen werden am Aktienmarkt häufiger und die Branchen-Promis mahnen zur Vorsicht. Nach dem Erfolgsinvestor Michael Burry hat nun auch Ray Dalio, Gründer des Hedge Funds Bridgewater, gemahnt, dass die KI-Blase an ihrem Höhepunkt angekommen sein könnte. Fakt ist aber auch: Der Nasdaq 100 und der S&P 500 haben in den vergangenen Tagen neue Allzeithochs markiert und sehen charttechnisch gut aus. Insofern könnten die Warnungen noch ein wenig zu Früh erfolgt sein. Im KI-Boom unserer Zeit lohnt es sich daher, entsprechende Aktien mit Potenzial im Visier zu behalten. Wir blicken heute deshalb auf die Papiere von Astera Labs, Aqarios Quantum Technologies und Space Exploration Technologies, kurz SpaceX!
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
Tarik Dede
ISIN:
AQARIOS QUANTUM TECHNOLOGIES AG | DE000A40UU44 , SPACE EXPLORATION TECHNOLOGIES CORP | US84615Q1031 | NASDAQ: SPCX , ASTERA LABS INC | US04626A1034 | NASDAQ: ALAB
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Tarik Dede
Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.
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Astera Labs: Interessanter Chart!
Relative Stärke (RS) ist ein sehr beliebter Begriff in der Börsenwelt. Er misst die Kursentwicklung einer Aktie im Vergleich zu einem Referenzwert, beispielsweise dem DAX oder dem S&P 500. Und er zeigt an, wie stark oder schwach eine Aktie sich im Vergleich entwickelt. Ein interessanter Titel in dieser Kategorie ist Astera Labs. Der KI-Experte ist seit gut zwei Jahren börsennotiert und hat sich seither fantastisch entwickelt. Erstzeichner zahlten 36 USD je Aktie zum Börsengang. Inzwischen hat sich der Titel mehr als verzehnfacht.
Die Euphorie der Investoren kommt natürlich vom Boom der Künstlichen Intelligenz. Das erst 2017 gegründete Unternehmen gilt als einer der Schlüsselspieler im KI-Hardware-Ökosystem. Astera Labs entwickelt nämlich Hochgeschwindigkeits-Konnektivitätslösungen für KI- wie Cloud-Rechenzentren. Die Chips verbinden GPUs wie jene von NVIDIA und AMD mit Arbeitsspeicher und Servern, um Flaschenhälse bei der Datenübertragung in KI-Clustern zu beseitigen.
Anfang August hat das Unternehmen seine Q2-Zahlen vorgelegt. Dabei legte der Umsatz auf den Rekordwert von 392,4 Mio. USD zu. Dies entspricht einem Plus von 27 % gegenüber dem Q1 und 104 % im Jahresvergleich. Unterm Strich verblieb ein Nettogewinn von 153,1 Mio. USD (nach GAAP). Astera Labs kann im Markt aus einer Position der Stärke agieren, die Barmittel betragen 1,3 Mrd. USD.
Klar ist aber auch: Bei einem Börsenwert von aktuell etwa 67 Mrd. USD kann die Aktie von Astera Labs nicht als günstig bezeichnet werden. Aktuell sollte vielmehr der Blick dem Chart gelten. Nach der IPO-Konsolidierung hat die Aktie rund 15 % vom Top verloren. Charttechnisch ist aber alles sauber: eine Trendfortsetzungsformation wurde ausgebildet, gegenüber dem Halbleitersektor und US-Midcaps zeigt der Titel relative Stärke. Dementsprechend eignet sich Astera Labs derzeit für Trader, die auf den nächsten Ausbruch des Sektors und der Aktie setzen wollen.
Aqarios Quantum Technologies: Kaizen für die Industriezukunft!
Wer solch namhafte Kunden wie BASF, MTU, E.ON oder auch Schaeffler auf seiner Referenzliste hat, muss zu den ganz Großen in der deutschen Industrie gehören. Aber mitnichten ist dies der Fall bei Aqarios Quantum Technologies. Die Münchener, eine 2021 erfolgte Ausgründung aus der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), gehören noch zu den Small Caps auf dem deutschen Kurszettel. So liegt die Marktkapitalisierung gerade einmal bei 40 Mio. EUR; die Mitarbeiterzahl beträgt lediglich 15, soll aber in den kommenden Monaten anwachsen.
Allerdings ist die Kursentwicklung der Aktie schon heute bemerkenswert. Seit dem Listing im Freiverkehr der Börse Düsseldorf konnte sich der Nebenwert etwa versiebenfachen. Der Börsengang gelang über die Einbringung in den SPAC „Fonterelli SPAC 4 AG“. Die Gründe für die Performance dürften auf der Hand liegen: Auf dem deutschen Kurszettel gibt es noch überhaupt keine Quantencomputing-Aktie. Und so hat sich die Kunde von diesem Listing langsam in entsprechenden Börsenkreisen herumgesprochen. Deutsche Anleger schielten zuvor meist auf die Quantum-Börsenstars aus dem angelsächsischen Raum wie beispielsweise Rigetti oder D-Wave. Zudem sind ja auch Tech-Größen wie Google, IBM oder Microsoft in diesem Zukunftsgeschäft unterwegs.
Das Kernprodukt hinter diesem deutschen Pure-Play nennt sich Luna. Insofern arbeitet Aqarios nicht an der Entwicklung des Quantencomputers, sondern an der Software dafür. Mit den künftigen Möglichkeiten sollen vor allem komplexe Optimierungsprobleme in der Industrie gelöst werden. Das kann die optimierte Routen-Berechnung sein, ebenso wie die Verbesserung eines Produktionsprozesses. Das ist quasi das Kaizen der Zukunft. Dabei sollen auch Nicht-Experten die Luna-Plattform einfach bedienen können. Ein tiefes physikalisches Fachwissen übers Quantencomputing ist somit nicht nötig!
Laut CEO Michael Lachner verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von über 1 Mio. EUR. Zusammen mit den bereits bestehenden Erträgen könnte dieser Puffer selbst im Worst-Case-Szenario bis 2028 reichen. Bis der Quantencomputer wirklich Realität wird, setzen die Bayern auf AI-Basis entwickelte Optimierungstechnologien.
Für Freunde von Free Cashflows ist die Aqarios-Aktie nicht unedingt geeignet. Anleger, die auf den bisher einzigen, börsennotierten Player in diesem Sektor setzen wollen, sollten dagegen bei dem Titel aufhorchen. Die Aktie könnte mit Blick auf die extrem dynamische Entwicklung in der AI- und Quantenwelt noch ein echter Highflyer auf dem deutschen Kurszettel werden. Dann dürfte nicht nur die Kundschaft, sondern auch der Börsenwert in einer weit höheren Liga spielen.
Space Exploration Technologies: Mehr Geld braucht es!
Die Reporter von Bloomberg haben es zuerst gemeldet. Demnach führt SpaceX Gespräche mit Banken und Investoren, um Kredite in Höhe von satten 40 Mrd. USD aufzunehmen. Demnach sei die Kapitalspritze notwendig, um die „unersättliche Nachfrage“ zu befriedigen. Und hierfür seien nun einmal mehr KI-Chips von Nvidia nötig. Geplant sei es, einen Bankkredit in Höhe von rund 10 Mrd. USD aufzunehmen sowie Unternehmensanleihen über 30 Mrd. USD auszugeben.
Die Nachricht kam in einer ersten Börsenreaktion nicht gut an, sorgte aber auch nicht für größere Bewegungen bei der Aktie. Bei einem Börsenwert von aktuell etwa 1,22 Billionen USD sind 40 Mrd. USD nun einmal keine große Sache. Die Aktie selbst zeigt sich seit dem Börsengang im Frühsommer erstaunlich resilient. Nachdem die Papiere zunächst stark abverkauft wurden, hat SpaceX nun den IPO-Preis wieder deutlich überschritten. Agenturen melden bereits, dass Gründer Elon Musk nun wieder der einzige Billionär der Menschheits-Geschichte sei.
Klar ist: Wer bei Space Exploration Technologies einsteigt, setzt auf einen jahrelangen Boom bei Künstlicher Intelligenz, Raketen und vielem mehr. Allerdings gibt es weiterhin laute Stimmen am Markt, die davon ausgehen, dass Musk das Unternehmen mit seinem Elektroautobauer Tesla fusionieren könnte. Das könnte etwaige Finanzierungen einfacher machen, heißt es. Anleger sollten dies im Blick behalten, denn meistens gehen solche Fusionen nur für die Großaktionäre gut aus.
Fazit: Mit Astera Labs können Trader auf den nächsten Anstieg im KI-Sektor setzen und auf die bisherige relative Stärke der Aktie bauen. Aqarios Quantum Technologies steht noch ganz am Anfang der Entwicklung, kann aber schon mit namhaften Kunden punkten. SpaceX ist wiederum eine der heißesten Aktien am Markt und spielt bei allen modernen Technologietrends mit. Wer hier mitspielen will, sollte gute Nerven und einen guten Schlaf haben.
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