13.10.2026 | 04:36
Spekulative Titel im Fokus: Chancen bei Super Micro Computer, Strategic Resources und Infineon!
In den vergangenen Tagen und Wochen kam nicht nur durch den Anstieg der globalen Bondrenditen viel Unsicherheit in die Aktienmärkte. Vielmehr wird immer mehr der massive Finanzierungsbedarf der Tech-Firmen deutlich. SpaceX möchte 40 Mrd. USD per Kredit einsammeln, auch Oracle und OpenAI scheinen mehr Geld zu brauchen. Nicht zuletzt versucht die japanische Softbank laut Medienberichten, gleich 100 Mrd. USD bei Investoren in Nahost für seine KI-Pläne einzusammeln. Dazu kommt eine sehr starke Konzentration bei den großen US-Indizes. So stehen die drei größten Werte – Nvidia, Apple und Microsoft – inzwischen für 21 % des S&P 500. Und mehr als zwei Drittel des Gewinnwachstums in diesem Index kommt gemessen an den Q3-Schätzungen inzwischen aus dem KI-Sektor. Der Rest der US-Wirtschaft läuft nicht wirklich. In solch volatilen Phasen lohnt es sich auf die spekulativen Werte zu schauen. Denn die fahren nach starken Marktbewegungen oft überproportional mit und bieten somit einen Hebel auf den jeweiligen Sektor. Wir blicken heute deshalb auf die Aktien von Super Micro Computer, Strategic Resources und Infineon!
Lesezeit: ca. 4 Min.
|
Autor:
Tarik Dede
ISIN:
INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004 , SUPER MICRO COMPUT.DL-_01 | US86800U1043 , STRATEGIC RES INC. | CA86277X4093 | TSXV: SR
Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Tarik Dede
Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.
Tag-Cloud
Aktien-Cloud
Super Micro Computer: Volatilität ist Trumpf!
Die Aktien von Super Micro Computer gehören zu den volatilsten Werten im Tech-Sektor. Die Papiere bewegen sich bereits seit Mitte 2025 extrem volatil in einer Handelsspanne zwischen 20 USD und 60 USD. Damit ist Super Micro Computer prädestiniert für kurzfristige Spekulationen.
Dabei war das Unternehmen eines der frühen Gewinner des KI-Booms. Super Micro Computer ist einer der wichtigen Akteure bei der IT- und Rechenzentrumsinfrastruktur. Das Unternehmen entwickelt und baut Hochleistungsserver, Speichersysteme und modulare Systemarchitekturen. Dabei integriert man die Hochleistungs-Chips von Nvidia, Intel, AMD und Co. in betriebsbereite Server-Racks.
Doch der modulare Bauansatz bringt zum einen nicht die erhofften Margen. Zum anderen sorgten Vorwürfe des bekannten Short-Sellers Hindenburg Research immer noch für Nachwehen. Demnach würde SMCI Umsätze zu früh oder künstlich verbuchen, indem Produkte kurz vor Quartalsende an Kunden verschickt werden. Weitere Vorwürfe folgten, bis auch der Wirtschaftsprüfer EY während der laufenden Prüfung das Mandat niederlegte.
Das alles sorgt für wenig Vertrauen ins Management, aber das muss Spekulanten nicht unbedingt interessieren. Operativ ist vor allem das Margenproblem ein Thema. Im zweiten Quartal wies man sogar einen negativen Free Cashflow aus.
Für Trader sind dagegen die Chartsignale wichtig. Zuletzt bewegte sich das Papier wieder mit dem Halbleitersektor nach oben und befindet sich nun in der oberen Hälfte der Trading-Range. Läuft der Sektor weiter hoch, dürfte auch die Aktie von Super Micro Computer wieder oben mitschwimmen. Ein Investment ist das Unternehmen nicht, aber möglicherweise eine Trading-Chance in volatilen Zeiten.
Strategic Resources: Micro-Cap-Spekulation!
Kanadische Micro Caps bieten Spekulanten ein breites Feld an Möglichkeiten. Die Wette geht oft dann auf, wenn hinter den Projekten auch operative Masse mit dabei ist. So ist es bei der Aktie von Strategic Resources.
Das kanadische Unternehmen entwickelt das BlackRock-Vorkommen, das hochreines Eisen aufweist. Dieses Vanadium-Titan-Magnetit enthält neben dem Eisen auch Vanadium und Titan – zwei kritische Metalle, die derzeit besonders gefragt sind. Beide Metalle stehen auf der US-Liste für kritische Rohstoffe und befinden sich auch im Fokus des US-Kriegsministeriums. Der andauernde US-Handelskrieg beschleunigt derzeit die Genehmigungsverfahren für nordamerikanische Abbaustätten. Die kanadische Regierung hat ebenfalls schon entsprechende Maßnahmen umgesetzt und nimmt viel Geld für den Ausbau der Infrastruktur in Hand.
Strategic Resources plant aber mehr als nur ein Bergbauunternehmen zu werden. Das hochreine Eisen soll im nächsten Schritt zu Eisenpellets verarbeitet werden. Angestrebt wird eine Produktion von 4 Mio. Tonnen pro Jahr. Diese „Direct Reduction Grade Pellets“ sind für Elektro-Lichtbogenöfen in der Stahlindustrie nötig, um beispielsweise grünen Stahl zu produzieren. Dafür können Unternehmen höhere Preise veranschlagen als für herkömmliches Material.
Hier kann Strategic Resources vom US-Zollkrieg profitieren sowie dem protektionistischen Umfeld im Stahlsektor. US-Sonderzölle sorgen dafür, dass nordamerikanische Lieferketten in die Pole Position kommen, denn US-Stahlwerke sind gezwungen, Rohstoffe und Vormaterialien aus USMCA-konformen Regionen wie den USA oder Kanada zu beziehen. Netter Nebeneffekt für die Anbieter: Die Zölle führen zu hohen US-Inlandspreisen, was sich auch positiv auf die Gewinnmargen für das Vormaterial auswirkt.
Das Unternehmen kommt derzeit auf einen Börsenwert von gerade einmal 13 Mio. CAD, die Aktie steht bei 0,22 CAD. Positive Meldungen könnten die Papiere wieder zügig Richtung 0,30 CAD treiben, das Jahreshoch liegt sogar bei mehr als 0,40 CAD.
Infineon: Warten auf den Ausbruch!
Operativ läuft es prima bei Infineon. Der Vorstand hat zuletzt eine „extrem robuste“ Nachfrage gemeldet. Der Auftragsbestand wurde mit 25 Mrd. EUR gemeldet und soll laut Unternehmen bis weit in das nächste Geschäftsjahr reichen. Doch die Schatten über dem KI-Sektor werden größer und hinterlassen auch bei dem DAX-Wert ihre Spuren.
So hat die Aktie von Infineon seit dem Junihoch recht zügig mehr als ein Drittel des Wertes verloren. Diese Talfahrt fand erst im Bereich von 55 EUR bis 60 EUR eine Stabilisierung. Hier befindet sich die zentrale Unterstützungszone für das Papier.
Charttechnisch könnte sich entweder nun ein Ausbruch nach oben ergeben oder es folgt die nächste größere Korrektur. Als wichtige Chartmarken sollten Anleger deshalb die Bereiche um 53/54 EUR im Auge behalten. Solange diese Zone hält, bleibt der mittelfristige Aufwärtstrend intakt. Nach oben hin ergeben sich Widerstände im Bereich um 65 EUR. Erst wenn die Aktie diesen Widerstand nachhaltig nimmt, können Trendfolger einsteigen. Sollte die Aktie dagegen unter die 200-Tage-Linie fallen – aktuell bei etwa 56 EUR – gilt oberste Vorsicht.
Trader und Spekulanten sollten aber immer im Auge behalten, dass Infineon trotz der fehlenden Präsenz bei Hochleistungs-KI-Chips ganz klar im Sektortrend gefangen ist. An der Börse gilt nun einmal Sippenhaft!
Fazit: Mit Super Micro Computer dürften sich vor allem hartgesottene Trader anfreunden können. Bei Strategic Resources können mit Blick auf den niedrigen Börsenwert Spekulanten auf die nächsten positiven News wetten. Infineon wiederum befindet sich in Sippenhaft mit dem Chipsektor. Geht es überall aufwärts, ziehen auch die Münchener kräftig mit. Klar ist aber auch: In diesem Marktumfeld sind das hochspekulative Trading-Möglichkeiten.
Interessenskonflikt
Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.
Risikohinweis
Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.
Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.
Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.