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04.08.2026 | 04:00

400 % mit KI und Big Data – Der Schlüssel zu Hypergewinnen! TeamViewer, SAP und Aspermont im Steigflug, Oracle strauchelt

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Bildquelle: Pixabay

Die digitale Transformation erreicht durch Künstliche Intelligenz und gigantische Datenströme eine neue Entwicklungsstufe, die visionären Investoren historische Renditechancen eröffnet. Während etablierte Tech-Giganten wie Oracle aktuell gefährlich straucheln und den Anschluss an die nächste Innovationswelle zu verpassen drohen, formiert sich an der Spitze eine neue Riege von Highflyern. Der europäische Software-Riese SAP demonstriert eindrucksvoll, wie die nahtlose KI-Integration in globale Unternehmensprozesse zu guten Margen und wiedererlangtem Kurswachstum führt. Erwähnt sei auch der Fernwartungs- und Softwarespezialist TeamViewer, der mit hochentwickelten Big-Data-Analysen versucht, die industrielle Effizienz auf ein neues Rekordniveau zu heben. Als absoluter Geheimfavorit fasziniert zudem die Rohstoff-Plattform Aspermont, die ihre historisch gewachsenen Datenschätze mittels KI monetarisiert und damit vor einer spürbaren Neubewertung steht. Wer jetzt die richtigen Weichen stellt und auf datengetriebene Vorreiter setzt, sichert sich einen niedrigen Einstieg zu interessanten Turnaround-Kandidaten. Der Schlüssel liegt im richtigen Timing.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ASPERMONT LTD. | AU000000ASP3 | ASX: ASP , SAP SE O.N. | DE0007164600 , ORACLE CORP. DL-_01 | US68389X1054 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900

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Inhaltsverzeichnis:


    SAP und TeamViewer – Das sieht ganz nach Ausbruch aus

    Der globale Software- und ERP-Sektor durchläuft eine fundamentale Transformation, die von autonomen Systemen und zukunftsweisenden Cloudtechnologien angetrieben wird. Im Zentrum dieser technologischen Wende stehen zwei europäische Unternehmen mit einer langen und verlustreichen Anpassungsphase. Die Krux: Die klassische ERP-Architektur weicht zunehmend intelligenten, selbstlernenden Steuerungsplattformen. Der Softwareriese SAP nutzt diese strukturelle Verschiebung konsequent aus, um datengestützte Geschäftsabläufe direkt beim Kunden zu verankern. Seit dem letzten Berichtsquartal wissen Investoren, dass die forcierte Migration von On-Premise-Systemen in die Cloud hochgradig transparente und wiederkehrende Lizenzumsätze erzeugt. Eingebettete KI-Anwendungen erlauben zudem automatisierte Entscheidungen in Echtzeit und sichern signifikante Produktivitätszuwächse. Nach einem Kursrücksetzer im Mai in die Zone 127 bis 135 EUR, erholte sich der DAX-Titel zuletzt sehr dynamisch bis auf ca. 168 EUR. Die aggregierten Kursziele auf LSEG Refinitiv von rund 208 EUR signalisieren auf Sicht von 12 Monaten eine erwartete Rendite von circa 25 %. Der technische Ausbruch bei etwa 150 EUR wird auch technisch bestätigt.

    Auch der Fernwartungsspezialist TeamViewer befindet sich in einer entscheidenden Phase der strategischen Neuausrichtung und zeigt seit letzter Woche an der Börse deutliche Lebenszeichen. Vom Tiefpunkt im April bei 4,11 EUR schoss die Aktie bis Anfang August um fast 70 % auf 6,70 EUR nach oben. Während das margenstarke Enterprise-Segment als verbleibender Wachstumsmotor fungiert, stagniert das Geschäft mit kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) derzeit. Die operative Eingliederung des jüngsten Zukaufs 1E erfordert weiterhin Management-Kapazitäten und strategische Feinabstimmung. Folglich hat die Privatbank Berenberg ihre Einstufung für TeamViewer auf "Hold" mit einem Kursziel von 6,70 EUR belassen. Analyst Gustav Froberg hob in einer gestern veröffentlichten Studie im Nachgang zu den Q2-Zahlen das Geschäft des Softwarekonzerns mit Unternehmenskunden hervor. Die erfreulichen Fortschritte bei Großkunden wurden gestützt durch die starke Nachfrage nach der Plattform "TeamViewer ONE“. Der operative Turnaround dürfte allerdings noch Zeit in Anspruch nehmen. 8 von 16 Experten auf der Plattform LSEG einigen sich auf ein mittleres 12-Monats-Kursziel von 8,43 EUR, immerhin gut 30 % über dem gestrigen Börsenschluss.

    Aspermont – Der Big Data-KI-Experte für die globale Bergbauindustrie liefert Rekordumsätze

    In der Tech-Industrie ist der wichtigste Rohstoff Daten. Vor rund 50 Jahren startete der neue Industrietrend „Datenverarbeitung“, welcher später zur Informationstechnologie (IT) wurde. Heute gibt es verschiedenste HighTech-Segmente, doch sie alle benutzen Datenmodelle zur Ingangsetzung moderner Technologien. Ein großer Sammler von Daten aus der Rohstoffwelt ist die australische Aspermont. Schon lange ist das Unternehmen kein klassischer Medienkonzern mehr, sondern ein spezialisiertes B2B-Daten- und Intelligence-Unternehmen spezialisiert auf die internationale Rohstoff- und Bergbauindustrie. Aspermont monetarisiert seine über 190 Jahre aufgebauten Inhalte über digitale Abonnements, Datenbanken, Marketingservices, Branchenveranstaltungen und zunehmend auch KI-gestützte Analyseplattformen. Herzstück des Geschäftsmodells sind wiederkehrende Abonnementerlöse, welche stabile Cashflows generieren und gleichzeitig die Entwicklung neuer margenstarker Datenprodukte finanzieren. Mit diesem skalierbaren Plattformansatz positioniert sich Aspermont als unverzichtbarer Informations- und Datenlieferant für Bergbauunternehmen, Investoren, Banken und Zulieferer entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

    Das Aspermont-Universum basiert inzwischen auf mehr als 4.000 Unternehmenskunden in über 150 Ländern, wobei sogar mehr als ein Viertel der Fortune-100-Unternehmen auf die Dienstleistungen des Unternehmens zurückgreift. Die stabile Abo-Basis bildet weiterhin das Fundament der Wachstumsstrategie und konnte mittlerweile das 40. Quartal in Folge zulegen. Der Annual Recurring Revenue (ARR) liegt aktuell bei rund 11 Mio. AUD und hat sich über die vergangenen Jahre kontinuierlich nach oben entwickelt. Gleichzeitig wächst der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU) seit Jahren zweistellig und verdeutlicht die erfolgreiche Monetarisierung der Bestandskunden. Mit Mining IQ verfügt Aspermont inzwischen über eine KI-gestützte Plattform, welche historische Archive, Projektdaten und Risikoanalysen zu neuen digitalen Produkten für Kunden wie z. B. Rio Tinto verarbeitet.

    Die jüngsten Zahlen zum 3. Quartal zeigen eine deutliche Beschleunigung. So stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 25 % auf den Rekordwert von 4,5 Mio. AUD, während sich die Erlöse außerhalb des Abonnementgeschäfts sogar um 73 % verbesserten. Das normalisierte EBITDA erreichte mit dem Breakeven einen wichtigen operativen Meilenstein, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Minus von 0,6 Mio. AUD angefallen war. Über die ersten 9 Monate des Geschäftsjahres erhöhte sich der Konzernumsatz auf 11,9 Mio. AUD, was einem Wachstum von 18 % entspricht, wobei inzwischen 64 % der Erlöse aus Subscriptions und Data Licensing stammen. Für die kommenden Quartale setzt das Management auf den Ausbau von Enterprise-Verträgen, zusätzliche Data-&-Intelligence-Produkte sowie eine stärkere Monetarisierung der bestehenden Kundenbasis.

    Die Analysten von GBC Research sehen den Investment Case sehr positiv: Für das laufende Geschäftsjahr erwarten sie Umsätze von 16,9 Mio. AUD sowie ein EBITDA von 0,15 Mio. AUD. Bis 2028 soll der Umsatz auf 21,3 Mio. AUD steigen und das EBITDA auf rund 2,93 Mio. AUD zulegen, eine klare Skalierung der operativen Profitabilität. Besonders ins Auge sticht das aktuelle Bewertungsniveau: Trotz der Aussicht auf deutlich wachsende Cashflows notiert die Aktie unter dem Niveau vieler vergleichbarer Daten- und Softwareunternehmen. Vor diesem Hintergrund hat GBC seine Kaufempfehlung im Juni bestätigt und das Kursziel auf 5,45 AUD bzw. 3,30 EUR je Aktie angehoben. Bei einem aktuellen Kurs von 1,25 AUD ergibt sich damit ein erhebliches Aufwärtspotenzial von fast 400 %.

    IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk hat den Unternehmensgründer und CEO Alex Kent zu den Zukunftsperspektiven befragt.

    https://youtu.be/w98Z4lf1dJ0

    Oracle – Wird bei KI-Investitionen nicht langsam überdreht?

    Völlig falsche Signale hat wohl Oracle an seine Investoren gesendet. Denn durch immense Investitionen von über 120 Mrd. USD in seine KI-Infrastruktur hat sich der Konzern extrem verschuldet und erzielte im letzten Geschäftsjahr bereits einen negativen Free-Cashflow von 23,7 Mrd. USD, während die Gesamtverschuldung auf dramatische 130 Mrd. USD anschwoll. Diese aggressive Expansionspolitik, die primär über neue Anleihen und Kredite finanziert wird, hat Ratingagenturen wie S&P Global bereits dazu veranlasst, die Kreditwürdigkeit des Tech-Konzerns auf BBB- herabzustufen. Anleger reagierten im Juli regelrecht panisch und schickten den Kurs mit 114,75 USD auf ein 2-Jahres-Tief. Im Zuge der breiten Erholung bei den Software-Titeln geht es seit Ende letzter Woche aber wieder stramm nach oben. Aktuell werden wieder Levels von knapp unter 140 USD angesteuert. Mit einem 2027e KGV von 16 ist Oracle an einem mehrjährigen Bewertungstief angelangt. Ob CEO Larry Ellison das hinbekommt? Höchst spannend!

    In der 3-Monatssicht zeigt sich die parallellaufende Konsolidierungs-Phase des Software-Sektors. Die Titanen SAP und Oracle hat es mit 30 bis 40 % Verlust am meisten getroffen. Stark im Minus auch TeamViewer. Aspermont konnte sich nach seinem Aktiensplit knapp halten und lieferte nun herausragende Zahlen. Bei allen Titeln könnte es jetzt aus Rotationsgründen wieder nach oben gehen. Quelle: LSEG vom 03.08.2026

    Die internationalen Aktienmärkte befinden sich im ständigen Wechselbad zwischen guten Zahlen und geopolitisch schlimmen Rahmenbedingungen. Einmal ist es der steigende Ölpreis, der Inflation und Zinsen zugleich befeuert, zum anderen kommt die Volatilität nicht signifikant runter. Für Investoren, die umschichten oder diversifizieren wollen, bietet der lang verprügelte Software-Sektor nun wieder Chancen. Die Bewertungen sind teilweise um 50 % gegenüber 2024 gesunken.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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