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22.10.2026 | 05:39

Anglo American, Power Metallic Mines, BHP – Kupfer wird knapp, die Bergbaugiganten reagieren

  • kritische Rohstoffe
Bildquelle: ChatGPT KI generiert

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Power Metallic Mines

Die jüngste Korrektur bei Rohstoffaktien steht im Widerspruch zu einer langfristigen Entwicklung, denn der Bedarf nach Kupfer wächst unaufhaltsam weiter. Stromnetze müssen modernisiert, Rechenzentren gebaut und industrielle Lieferketten neu aufgestellt werden. Gleichzeitig wird es für Bergbaukonzerne immer schwieriger, neue Lagerstätten zu erschließen. Sinkende Erzgehalte, hohe Investitionskosten und lange Genehmigungsverfahren begrenzen das Angebot. Während die großen Produzenten ihre bestehenden Minen ausbauen, rücken hochgradige Neuentdeckungen zunehmend in den Fokus. Besonders interessant sind Projekte in politisch stabilen Regionen, die neben Kupfer weitere strategisch wichtige Metalle enthalten.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Power Metallic Mines Inc | CA73929R1055 , ANGLO AMERICAN | GB00B1XZS820 , BHP GROUP LTD. DL -_50 | AU000000BHP4

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Inhaltsverzeichnis:


    Anglo American – Kupferproduktion unter Druck, Analysten werden optimistischer

    Anglo American bekommt die Schwierigkeiten der weltweiten Kupferförderung unmittelbar zu spüren. So meldete der Bergbaukonzern für das dritte Quartal einen Produktionsrückgang von 5 % auf 174.900 t Kupfer. Heftige Wetterereignisse in Chile und die Verarbeitung geringhaltigeren Erzes belasteten das Ergebnis. Dennoch hält das Management an seiner Jahresprognose fest.

    In den ersten neun Monaten produzierte Anglo American insgesamt 519.000 t Kupfer. Das sind rund 1 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung zeigt, wie schwierig es selbst für etablierte Bergbaukonzerne geworden ist, ihre Förderung kontinuierlich zu steigern.

    Anglo American zählt zu den weltweit bedeutenden Rohstoffproduzenten. Der Konzern ist unter anderem in der Kupfer- und Eisenerzförderung aktiv und richtet sein Portfolio zunehmend auf strategisch wichtige Metalle aus. Kupfer nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein, weil der Ausbau der Energieinfrastruktur und die Elektrifizierung der Industrie langfristig zusätzliche Nachfrage schaffen.

    Von Seiten der Analysten herrscht aktuell Uneinigkeit. JPMorgan stufte die Aktie von „Underweight“ auf „Neutral“ hoch und erhöhte das Kursziel von 33,50 GBP auf 38,50 GBP. Barclays zeigte sich optimistischer und hob sein Kursziel auf 47,80 GBP an. Die Deutsche Bank bestätigte Anfang Oktober ihre Kaufempfehlung und erhöhte das Ziel auf 47 GBP.

    Entscheidend wird sein, ob Anglo American seine Produktionsprobleme überwindet und vom langfristig steigenden Kupferbedarf profitieren kann.

    Power Metallic Mines – Hochgradige Bohrtreffer, Analysten sehen enormes Kurspotenzial

    Power Metallic Mines hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur möglichen Minenentwicklung geschafft. Anfang des Monats beauftragte das kanadische Explorationsunternehmen die Ingenieurgesellschaft BBA mit der vorläufigen Wirtschaftlichkeitsbewertung seines Nisk-Projekts in Québec. Die sogenannte PEA soll im ersten Halbjahr 2027 vorliegen und mögliche Abbauverfahren, Investitionskosten, Betriebsausgaben sowie die Wirtschaftlichkeit der Lagerstätten Lion und Nisk Main untersuchen.

    Eine wichtige Grundlage dafür lieferte die erste Ressourcenschätzung der hochgradigen Lion-Zone. Sie umfasst 4,145 Mio. t in der Kategorie „Indicated“ mit durchschnittlich 3,86 % Kupferäquivalent. Weitere 601.000 t wurden als „Inferred“ eingestuft. Neben Kupfer enthält die Lagerstätte Palladium, Platin, Gold, Silber und Nickel.

    Besonders interessant sind die jüngsten Tiefenbohrungen. Am 22. September meldete Power Metallic über einen Bohrabschnitt von 5,70 m einen Gehalt von 14,00 % gewinnungsbereinigtem Kupferäquivalent. Darin enthalten waren 2,15 m mit außergewöhnlichen 24,62 %. Der Bohrtreffer in rund 800 m vertikaler Tiefe bestätigt, dass sich die hochgradige Mineralisierung deutlich unterhalb der bisherigen Ressource fortsetzt. Die neuen Ergebnisse sind in der aktuellen Ressourcenschätzung noch nicht enthalten.

    Auch die Analysten von GBC Research sehen erhebliches Kurspotenzial. In ihrer aktuell veröffentlichten Studie bestätigten sie ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 3,00 CAD beziehungsweise rund 1,86 EUR. Gleichzeitig erhöhten sie ihren Bewertungsansatz für die Lagerstätten Lion und Tiger von 570 auf 660 Mio. CAD.

    Besonders positiv bewerten die Experten das zusätzliche Ressourcenpotenzial unterhalb der bisherigen Lion-Zone sowie die metallurgischen Ergebnisse. Labortests lieferten Kupferausbeuten von mehr als 98 % und Konzentrate mit über 25 % Kupfergehalt. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass nach Unternehmensangaben rund 59 % der bislang definierten Lion-Ressource innerhalb eines konzeptionellen Tagebaumodells liegen. Dadurch könnte zunächst ein Tagebau und später ein Untertageabbau möglich werden.

    Die für das erste Halbjahr 2027 geplante Wirtschaftlichkeitsstudie soll dieses Szenario genauer untersuchen. Weitere hochgradige Bohrtreffer, eine Ausweitung der Ressourcen und positive Studienergebnisse könnten nach Einschätzung von GBC die Grundlage für eine höhere Unternehmensbewertung schaffen.

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    BHP – Kupferförderung bricht ein, Milliardeninvestitionen sollen Wachstum sichern

    Auch BHP hat einen deutlichen Rückgang seiner Kupferproduktion gemeldet. Im ersten Quartal des australischen Geschäftsjahres 2027 sank die Förderung um 19 % auf 400.700 t. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 493.600 t gewesen. Verantwortlich waren unter anderem niedrigere Erzgehalte, geplante Wartungsarbeiten und wetterbedingte Unterbrechungen in Chile.

    Zusätzlich belasteten Sicherheitsunterbrechungen nach einem tödlichen Unfall in der Escondida-Mine sowie ein Förderbandproblem am australischen Standort Carrapateena. Dennoch hält der Konzern an seiner Jahresprognose von 1,65 bis 1,80 Mio. t Kupfer fest.

    BHP gehört zu den größten Bergbaukonzernen der Welt. Neben Eisenerz und Kohle gewinnt Kupfer zunehmend an strategischer Bedeutung. Der Konzern investiert deshalb massiv in seine bestehenden Lagerstätten und neue Projekte.

    In Chile finanziert BHP den Bau eines neuen Konzentrators für Escondida. Gleichzeitig soll das Kupfergeschäft in Südaustralien langfristig ausgebaut werden. Im Mittelpunkt stehen die Standorte Olympic Dam und Carrapateena. Der Konzern verfolgt das Ziel, die regionale Produktion bis 2035 auf rund 500.000 t Kupfer jährlich zu steigern.

    Auch Analysten beschäftigen sich intensiv mit den Wachstumsperspektiven. Die Deutsche Bank erhöhte am 7. Oktober ihr Kursziel von 27 GBP auf 29 GBP, blieb allerdings bei „Hold“. Berenberg hob Ende September das Ziel auf 35 GBP an. Die Bank of America erhöhte Anfang Oktober ihre Einstufung auf „Buy“.

    Fazit

    Anglo American und BHP zeigen, wie schwierig es selbst für Bergbaugiganten geworden ist, ihre Kupferproduktion zu steigern. Gleichzeitig investieren beide Konzerne Milliarden in zusätzliche Kapazitäten. Power Metallic Mines steht an einem früheren Punkt der Wertschöpfungskette. Die hochgradige Lion-Ressource, erfolgreiche Tiefenbohrungen und der Beginn der Wirtschaftlichkeitsstudie könnten das Nisk-Projekt erheblich voranbringen. Entscheidend wird sein, ob aus dem geologischen Potenzial ein wirtschaftlich tragfähiger Minenbetrieb entstehen kann.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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